DE644285C - Verfahren zur Gewinnung von Polymerisationsprodukten aus Styrol - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Polymerisationsprodukten aus StyrolInfo
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- DE644285C DE644285C DEI42326D DEI0042326D DE644285C DE 644285 C DE644285 C DE 644285C DE I42326 D DEI42326 D DE I42326D DE I0042326 D DEI0042326 D DE I0042326D DE 644285 C DE644285 C DE 644285C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F2/00—Processes of polymerisation
- C08F2/36—Polymerisation in solid state
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- Polymers & Plastics (AREA)
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- Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
Description
Bei der Polymerisation von Styrol, seinen Homologen und Derivaten durch Erhitzen
macht sich vielfach der Übelstand geltend, daß die Temperatur infolge der auftretenden
Polymerisationswärme nicht konstant bleibt. Schon nach kurzem Erhitzen des monomeren
Styrols bis zu dessen Siedepunkt verdickt sich langsam die Masse, wobei sich die Temperatur
ständig erhöht, häufig" bis zu i8o°. Die
Einhaltung· einer bestimmten konstanten Temperatur bei der Polymerisation ist aber zur
Erzielung von technisch brauchbaren Polymerisaten von ausschlaggebender Bedeutung. Ferner
ist -es für die Herstellung von z. B. zähen und widerstandsfähigen Produkten bekanntlich
erforderlich, die Polymerisation bei verhältnismäßig niedriger Temperatur, z. B. etwa
ioo°, durchzuführen. Letzteres bereitet aber
insbesondere bei der Verarbeitung größerer
zo Chargen erhebliche Schwierigkeiten.
Es wurde nun gefunden, daß alle diese Nachteile beseitigt werden und man zu ausgezeichneten,
für die Herstellung von Kunststoffen, z. B. Spritzgußmassen, besonders wertvollen
Produkten gelangt, wenn man das Erhitzen bei vermindertem Druck vornimmt oder die entstehende Polymerisationswärme durch
indirekte Kühlung unter Verwendung einer bei der gewünschten Polymerisationstemperatur
siedenden Kühlflüssigkeit abführt. Durch Anwendung eines Vakuums beim Erhitzen wird der Siedepunkt des Styrols erniedrigt.
Arbeitet man z. B. bei 100 mm Druck, so liegt der Siedepunkt des Styrols bei etwa
900 Die Polymerisation kann dann ziemlich
konstant bei dieser Temperatur durchgeführt werden, da die bei der Polymerisation auftretende
Wärme zum Verdampfen des monomeren Styrols veTbraudrc und die Reaktion
dadurch gleichzeitig gemildert wird. Praktisch tritt in diesem Falle keine Temperaturstaigarung
über ioo° ein.
Die Abführung der Polymerisationswänne
durch indirekte Kühlung kann z. B. in der Weise erfolgen, daß man durch, Kühlschiangen
oder andere geeignete Gefäße, die im Polymerisationskessel eingebaut sind, Flüssigkeiten
mit einem Siedepunkt strömen läßt, der etwa der Temperatur entspricht, bei -der die Polymerisation durchgeführt werden soll,
z. B. Wasser, wenn bei einer Polymerisationstemperatur von ioo° gearbeitet werden soll.
Wird die zu polymerisierende Masse dann durch die Polymerisationswärme auf etwas
über ioo° erhitzt, so tritt Verdampfung des Wassers ein, wodurch, die Polymerisationswärme
abgeführt wird, so daß die Temperatur konstant auf etwa ioo° gehalten wird.
Das vorliegende Verfahren gestattet die Gewinnung
einheitlicher, gleichmäßiger Pro-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Carl Wulff und Dr. Eugen Dorrer in Ludzvigshafen, Rhein.
duktc, die sich durch hohe mechanische Festigkeit und Wärmebeständigkeit auszeicKr
nen. ' Y1
Bei der Polymerisation können,, reaktions1:'
S beschleunigende Zusätze, wie Benzoylsupcroxyd,
Essigsäure, Essigsäureanhydrid u. a., verwendet werden.
Man hat zwar schön Styrol, gelöst in organischen Lösungsmitteln, einer Polymerisation
ι« unterworfen. Wenn hierbei auch infolge der Siedetemperatur der Flüssigkeit eine gleichmäßige
Polymerisationstempcratur innegehalten weiden kann, so bietet doch diese Arbeitsweise
eineReihe von großenUnzuträglichkeitcn.
«5 Die aus Styrol in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln erhaltenen Polymerisationsprodukte
lassen sich sehr schwer \ cn den angewandten Lösungsmitteln befreien und bc-siujn
im allgemeinen nur geringe Fe.stigki-itswene.
2f> Gemäß dem beanspruchten Verfahren erfolgt die Polymerisation das Styrols in der Wdse,
daß Lberhitzungcn des Re.iktions^utes bei
der Polymerisation durch Vakuuinkühliing oder
indirekte Kühlung vermieden werü ·η. Diese
»5 Arbeitsweise bietet den großen technischen
Vorteil, daß man das Polyinerisationsprodukt in einer ohne weiteres verarbeitungsfähigen
Form erhält, und daß dessen Festigkcitswerte wesentlich bessere sind, als die von PoIyso
styroien, die in Gegenwart von Lösungsmitteln polymerisiert wurden. Abgesehen davon,
bietet das beanspruchte Verfahren den besonderen Vorteil, daß man ohne weiteres
Produkte jeden gewünschten Festigkeitsgrades erhalten kann, ohne daß es einer anderen
Maßnahme als einer einfachen Temperaturregelung bedarf. Da bei der Polymerisation
von in organischen Lösungsmitteln gelöstem Styrol die auftretende Polymerisationsvvürme
im allgemeinen sehr leicht abgeführt werden kann, bestehen hier nicht die Schwierigkeiten,
wie sie bei der Polymerisation von Styrol für sich allein durch ungenügende Wärmeableitung
und allmähliches Ansteigen des Siedepunktes der Polymerisationsmasse auftreten. Wenn es auch bei vielen technischen Prozessen
üblich ist, die Temperatur mittels indirekt wirkender Flüssigkeiten zu regeln, so hat man
doch noch nicht den Vorschlag gemacht, bei der Polymerisation von Styrol durch Erhitzen
eine Überhitzung des Reaktionsgutes durch Vakuumkühlung oder indirekte Kühlung mit
tels einer bei der gewünschten Polymeri· sationstemperatur siedenden Kühlflüssigkeit zu
^vermeiden. _ SS
■\. Beispiel 1
In einem mit Rückflußkühler versehenen Reaktionskessel, in dem sich ein Druck von
100 mm Hg befindet, wird Styrol bei Temperaturen zwischen 80 bis ioo° polymerisiert.
Das so erhaltene Polymerisationsprodukt zeigt bei der Prüfung von Normalstäben eine
Schlagbiegefestigkeit von 16 bis 18 kg/cm8,
eine Biegefestigkeit von 700 kg/cm2 und eine Wärniebeständigkeit von 70". Wird die Polymerisation
unter entsprechender Verringerung des Druckes bei 70 bis 8o° durchgeführt,
so wird ein Produkt mit einer Schlagbiegcfestigkeit von 2 5 kg cm-', einer Biegefestigkeit
voii 800 kg/cm2 und einer Wärmebeständigkeit
von über 80" erhalten. Die Produkte lassen sich gut verspritzen und eignen sich
auch gut zum Verprcs&en.
In einem kontinuierlich arbeitenden PoIymerisationskessel,
wird Styrol während 24 Stunden auf Temperaturen zwischen 95 bis 105° gehalten. Die Temperaturkonstanz wird
dadurch erreicht, daß durch eine Kühlschlange, die sich im Innern des Kessels befindet,
dauernd Wasser von 95 bis ioq° strömt. Nach 24stündigeni Erhitzen ist das Styrol zu
einer festen Masse polymerisiert. Durch Aufheizen auf 200 bis 22O° wird die Masse 1$
plastisch' und kann ohne weiteres aus dem Kessel entfernt werden. Wünscht man z. B.
bei etwa 8o° zu polymerisieren, so leitet man Benzol oder eine andere, bei 8οΰ siedende
Flüssigkeit durch die Kühlschlangen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Gewinnung von Polymerisationsprodukten aus Styrol und seinen Homologen oder Derivaten in der Wärme und in Abwesenheit von Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß Überhitzungen des Reaktionsgutes durch Vakuumkühlung oder indirekte Kühlung mittels einer bei der gewünschten Polymeri- «oo sationstemperatur siedenden Kühlflüssigkeit vermieden werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI42326D DE644285C (de) | 1931-08-15 | 1931-08-15 | Verfahren zur Gewinnung von Polymerisationsprodukten aus Styrol |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI42326D DE644285C (de) | 1931-08-15 | 1931-08-15 | Verfahren zur Gewinnung von Polymerisationsprodukten aus Styrol |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE644285C true DE644285C (de) | 1937-04-28 |
Family
ID=7190755
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI42326D Expired DE644285C (de) | 1931-08-15 | 1931-08-15 | Verfahren zur Gewinnung von Polymerisationsprodukten aus Styrol |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE644285C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE958251C (de) * | 1953-05-20 | 1957-02-14 | Dow Chemical Co | Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten und Mischpolymerisaten |
| DE1015600B (de) * | 1950-01-03 | 1957-09-12 | Dow Chemical Co | Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten aus Styrol und ª‡-Methylstyrol mit geenueber Waerme erhoehter Formbestaendigkeit durch Polymerisation in der Masse |
| DE974268C (de) * | 1952-01-12 | 1960-11-10 | Monsanto Chemicals | Verfahren zur Blockpolymerisation von Styrol |
-
1931
- 1931-08-15 DE DEI42326D patent/DE644285C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1015600B (de) * | 1950-01-03 | 1957-09-12 | Dow Chemical Co | Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten aus Styrol und ª‡-Methylstyrol mit geenueber Waerme erhoehter Formbestaendigkeit durch Polymerisation in der Masse |
| DE974268C (de) * | 1952-01-12 | 1960-11-10 | Monsanto Chemicals | Verfahren zur Blockpolymerisation von Styrol |
| DE958251C (de) * | 1953-05-20 | 1957-02-14 | Dow Chemical Co | Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten und Mischpolymerisaten |
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