DE643130C - Konservengefaess - Google Patents

Konservengefaess

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DE643130C
DE643130C DEH140200D DEH0140200D DE643130C DE 643130 C DE643130 C DE 643130C DE H140200 D DEH140200 D DE H140200D DE H0140200 D DEH0140200 D DE H0140200D DE 643130 C DE643130 C DE 643130C
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DE
Germany
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acetyl cellulose
vessel
vessel according
metal
sheet metal
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Expired
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DEH140200D
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HELVETIA KONSERVENFABRIK GROSS
Original Assignee
HELVETIA KONSERVENFABRIK GROSS
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D25/00Details of other kinds or types of rigid or semi-rigid containers
    • B65D25/14Linings or internal coatings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
1. APRIL 1937
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 53 b GRUPPE
Konservengefäß
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Mai 1934 ab
Umfangreiche Versuche haben ergeben, daß die handelsgängigen Aoetyloellulosefolien, die man bereits für Quetschtuben zur Aufbewahrung von Pasten benutzt hat, für den Ersatz von Blech oder Glas bei namentlich für Eonserven bestimmten starren Hüllkörpern nicht lohne weiteres verwendbar sind, weil man bis jetzt nicht vermocht hat, dem Hüllkörper mit Aoetylcellulosewänden die nötige Festigkeit (Tragbarkeit beim senkrechten Stapeln einer Vielzahl von Hüllkörpern) zu Verleihen. Außerdem treten zwischen der Acetyloellulose und dem Füllgut chemische Umsetzungen bzw. Veränderungen ein, die in Anbetracht auch der Verwendung des Inhaltes für Nahrungsmittel die Wahl von Aoetyloellulose als Baustoff ausschließen. Es mußte vielmehr erst diejenige Erkenntnis gewonnen werden, auf der sich die Erfindung aufbaut, nämlich daß einmal die in den Aoetyloellulosefolien gewöhnlich vorhandenen Zusätze und die Lösungsmittelrückstände und das andere Mal die stark hygroskopischen Eigenschaften der Aoetyloelluloseschichten es sind, die das Füllgut nachteilig beeinflussen, sei es, daß die Konserven im Geschmack durch jene Zusätze beeinträchtigt und verdorben werden, sei es, daß sie durch Verlust ihres natürlichen Feuchtigkeitsgehaltes eintrocknen und auf diese Weise unverkäuflich werden. Es war weiter zu beachten, daß das Füllgut, wenn sich das Einbringen nicht durch Abkühlenlassen unwirtschaftlich gestalten oder auch in seiner Substanz schädliche Veränderungen erleiden soll, noch in warmem Zustande in die Hüllkörper einbringbar sein müsse. Erst recht greifen diese Gesichtspunkte Platz, wenn das Füllgut in den Hüllkörpern aus Aoetyloellulose sterilisiert werden soll.
Es wurde nun gefunden, daß alle diese Übelstände behoben sind, wenn die Aoetyloelluloseschichten einer Behandlung mit Ölfirnislacken auf Basis von hochsiedenden Harzen unterworfen werden. Die hierbei angewandten hoben Temperaturen (bis zu i6o°) befreien die Aoetyloelluloseschichten von etwa noch vorhandenen Lösungsmitteln und unerwünschten Rückständen. Die auf den Aoetyloelluloseflächen entstehenden Öllackschichten bilden eine vollkommene Abdichtung, ohne daß dabei die Elastizität, Durchsichtigkeit und Klarheit der Aoetyloelluloseschichten leidet. Versuche haben ergeben, daß sich in mit diesen Öllacküberzügen versehenen Hüllkörpern monatelang aufbewahrte Nahrungsmittel in keiner Weise veränderten, also im Geschmack sich als einwandfrei erwiesen und nichts an Gewicht eingebüßt hatten. Ferner ist von großer Wichtigkeit, daß bei Verwendung der Hüllkörper aus Gellulosegebilden, die in der · zuvor geschilderten Weise züge-
richtet sind, die bei Blechdosen für Konserven durch Fruchtsäuren usw. hervorgerufene gesundheitsschädliche Auflösung von Zinn vollständig ausgeschlossen ist und somit auch die verlustbringenden chemischen Auftreibungen (Bombagen) und Durchfressung der Blechgefäße in Wegfall kommen.
Diese durch die Behandlung der Hüllkörper aus Acetyl cellulose" eintretenden Erscheinungen und die daraus folgenden Vorteile sind neu, denn es sind bislang keine Versandgefäße aus Aoetylcellulose für Konserven bekanntgeworden, die in dieser Vollkommenheit geschützt waren. is Was die mechanische Seite der aus Acetylcellulose hergestellten Hüllkörper, also ihre Widerstandsfähigkeit gegen senkrechte Belastung, anbetrifft (Drucke in radialer Richtung ergeben lediglich vorübergehende, durch die Elastizität des Baustoffes wieder ausgeglichene Ein- oder Ausbeulungen), so hat sich gezeigt, daß bei Beschränkung des Aufbaues lediglich der Rümpfe aus Acetylcellulose und Wahl von Blech für den Boden »5 und Deckel ein durchaus widerstandsfähiger Hüllkörper geschaffen wird, einerlei ob dabei der Rumpf aus einem blattförmigen Gebilde (Film) gerollt und an der Stoßstelle unter Bildung einer Naht verklebt wird oder einen nahtlos geschlossenen Zylindermantel darstellt. Es besteht aber auch ferner die Möglichkeit, am Rumpf aus Acetylcellulose gleich einen Randbördel mit anzubringen, der sich dann besonders gut mit Blecliverstärkungsringen und einem Blechdeckel bewehren läßt, wie es z. B. für solche Hüllkörper notwendig ist, die einem Sterilisiervorgang ihres Inhalts unterworfen werden. Schließlich steht dem nichts im Wege, den Rumpf durch Metal lstreifenauflagen widerstandsfähiger zu machen, da diese die Sicht nicht nennenswert einschränken, und sie durch Ringe an den oberen und, oder unteren Enden zu verbinden. Außerdem können die Rümpfe aus Acetylcellulose durch Sicken, Rillen o. dgl. in sich versteift werden. Wenn man auch aus Festigkeitsgründen die Herstellung lediglich des Rumpfes des Hüllkörpers aus Aeetylcelrulose vorziehen wird, so steht dem nichts im Wege, auch für den Boden des Hüllkörpers diesen Baustoff zu benutzen und. diesem eine teilweise Abstützung aus Blech zu geben.
Bei Abschluß der Hüllkörper, namentlich für solche mit zu sterilisierendem Inhalt, ist eine besondere Ausbildung des Deckels erforderlich, worauf bereits hingewiesen wurde. Hierzu erhält der aus dem Rumpf herausgeformte Randbördel die Einfassung zwischen Metallringen und Zwischenlage von Dichtungsringen.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen des erfindungsgemäß aus Acetyloellulose gefertigten Hüllkörpers dargestellt.
Fig. ι zeigt zur Hälfte je im Längsschnitt und in Ansicht einen zur Aufnahme von Konserven bestimmten Hüllkörper mit einem zylinderförmigen Rumpf α aus Aoetylcellulose, die im erläuterten Maße vorbehandelt ist. Auf die Ränder des Rumpfes sind eingezogene Blechdeckel b, d aufgesetzt und unter Bildung eines Bördeis bl, d1 unter Zwischenschaltung eines oder mehrerer Gummiringe g1, g1 auf einer Falzmaschine angerollt.
Bei der Ausführung nach Fig. 2 hat der Rumpf α eine Bewehrung durch Metallstreifen e, die an ihren oberen und unteren Enden durch Ringelemente e1 zusammengehalten sind. Bei dem für zu sterilisierendes Gut bestimmten Hüllkörper nach Fig. 3 und Fig. 4 hat der Rumpf«1 aus Acetylcellulose einen aus diesem herausgeformten Rande2. Zur Abstützung desselben ist unter dem Rand ein Metallring/ angeordnet, zwischen dem und dem Rand ein die Kante des Randes a2 und die Oberseite einfassender Gummiring g3 vorgesehen ist. Als Abschluß dient ein auf dem Rand«2 aufliegendes Blatt/ aus Acetylcellulose, das durch einen Überfallring m, der um den Rande2, den Ring/ und die Gummidichtung £3 herumgefalzt ist, festgehalten wird. Zweckmäßig erhält hierbei der Hüllkörper ebenfalls die aus Fig. 2 ersichtliche Bewehrung e, e1.
In sämtlichen Figuren bedeutet η den inneren Lacküberzug.

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Konservengefäß aus Acetylcellulose, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsmaterial mit einem durchsichtigen, von Wasser oder Säure unangreifbaren und hochsiedenden Lack, der bei den für das Füllgut in Betracht kommenden Temperaturen sich nicht verändert, bei hohen Temperaturen, beispielsweise bei i6o°, behandelt worden ist.
2. Gefäß nach Anspruch 1 mit einem an der Stoßstelle geklebten Rumpf aus Acetyloellulosefolie. "«·
3. Gefäß nach Anspruch 1, das einen geschlossenen Zylindermantel aus Acetylcellulose als Rumpf aufweist.
4. Gefäß nach Anspruch 1 und 3 mit aus dem Rumpf geformtem Randbördel. - »»5
5. Gefäß nach Anspruch 1, bei dem der Rumpf aus Acetylcellulose, Deckel und Boden aus Blech hergestellt sind.
6. Gefäß nach Anspruch 5, bei dem der Rumpf aus Acetylcellulose mit dem Boden iao
und Deckel aus Blech durch Verfalzung zusammengehalten und eine Dichtung durch Gummiringeinlagen herbeigeführt ist.
7. Gefäß. nach Anspruch 5 und 6, bei dem der Boden wie der Rumpf aus Aoetyicellulose und der Deckel aus Blech gebildet ist.
8. Gefäß nach Anspruch i, 2, 3 und 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rumpf aus Acetyloellulose durch Bewehrung mit Längsrnetallstreifen, die an den Enden durch Metallringe zusammengehalten sein können, versteift ist.
9. Gefäß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Randbördel von Metall- und Dichtungsringen eingiefaßt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
BERLIN. GEDRUCKT IN DER
DEH140200D 1934-05-27 1934-05-27 Konservengefaess Expired DE643130C (de)

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