DE41981C - Bacillensicherer Kapselverschlufs für Conservebüchsen - Google Patents

Bacillensicherer Kapselverschlufs für Conservebüchsen

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DE41981C
DE41981C DENDAT41981D DE41981DC DE41981C DE 41981 C DE41981 C DE 41981C DE NDAT41981 D DENDAT41981 D DE NDAT41981D DE 41981D C DE41981D C DE 41981DC DE 41981 C DE41981 C DE 41981C
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DE
Germany
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bacillus
cans
vessel
capsule
capsule closure
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT41981D
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English (en)
Original Assignee
Dr. TH. RIEFENSTAHL, Sanitäts-Rath in Bad Driburg
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D77/00Packages formed by enclosing articles or materials in preformed containers, e.g. boxes, cartons, sacks or bags
    • B65D77/04Articles or materials enclosed in two or more containers disposed one within another
    • B65D77/048Articles or materials enclosed in two or more containers disposed one within another the inner and outer containers being rigid and the outer container being of curved cross-section, e.g. cylindrical
    • B65D77/0486Articles or materials enclosed in two or more containers disposed one within another the inner and outer containers being rigid and the outer container being of curved cross-section, e.g. cylindrical the inner container being coaxially disposed within the outer container
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
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    • B65D51/00Closures not otherwise provided for

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um organische Substanzen an sich bacterienfrei und gegen den Zutritt von Mikroorganismen gesichert aufzubewahren, verfährt man bisher bekanntlich in der Weise, dafs man die organischen Stoffe luftdicht in Gefäfse einschliefst und dieselben in den so verschlossenen Gefäfsen mehrere Stunden der. Siedehitze aussetzt, um die in der organischen Substanz ursprünglich vorhandenen Keime und Mikroorganismen zu zerstören.
Werden Blechgefäfse benutzt, so wird der luftdichte Verschlufs durch Löthen hergestellt. Dieses Verlöthen ist jedoch nicht allein an sich umständlich und häufig auch unsicher und nicht ohne Vergiftungsgefahr, sondern es bieten solche verlötheten Conservebüchsen im Hausstand auch beim Oeffnen Schwierigkeiten.
Diesen Mängeln wird durch vorliegenden Verschlufs abgeholfen, welcher sich dadurch auszeichnet, dafs ohne jede luftdichte Löthung durch eine mehrfache Einkapselung des Aufbewahrungsgefäfses ein derartiger Abschlufs der zu conservirenden Substanz erzielt wird, dafs Bacillen und sonstige Keime von Mikroorganismen nicht bis zu denselben gelangen können.
Man ist somit auch nicht mehr an die Anwendung von Gefäfsen aus Blech gebunden, sondern kann beliebiges Material für die Herstellung der Gefäfse und Verschlüsse verwenden.
Auf beiliegenden Zeichnungen sind in den Fig. i, 2, 3 und 4 vier Modifikationen eines derartigen Kapselverschlusses für Conservebüchsen im Verticalschnitt dargestellt.
Das eigentliche Auf bewahrungsgefäfs A kann aus Porcellan, Thon, Glas, Blech, Papier, Papiermache oder anderem geeigneten Material bestehen.
Dasselbe wird, nachdem die zu conservirende Substanz eingefüllt ist, zweckmäfsig mit einer Platte 41 aus Glas oder dergleichen bedeckt. Das Gefäfs A wird nun in einen Blechbehälter C gestellt, welcher so grofs ist, dafs zwischen demselben und der Wandung des Gefäfses A ein gewisser Spielraum verbleibt. Nunmehr wird die eigentliche Verschlufskapsel aufgefügt. Dieselbe besteht aus zwei Cylindermänteln B und D, welche an einem gemeinsamen Boden B1 befestigt sind; Uebrigens könnte man auch jeden der beiden Cylindermäntel B und D von vornherein mit selbstständigem Boden anfertigen, die beiden Behälter dann in einander fügen und die beiden Böden schliefslich zusammenlöthen oder zusammennieten.
Diese mit doppelter Wandung versehene Kapsel wird derart aufgefügt, dafs der innere Cylindermäntel B sich zwischen das Gefäfs A und den Behälter C einschiebt, der äufsere Mantel D sich dagegen über den Behälter C überschiebt. Der innere Cylindermäntel schliefst sich möglichst dicht, aber doch leicht an die Aufsenwandung von A an und reicht fast bis zum Boden des Gefäfses A herab; der äufsere Mantel D kann kürzer gehalten werden, derselbe schliefst sich ebenfalls dicht und leicht an den Behälter C an.
Das so eingekapselte Gefäfs A wird nun mehrere Stunden der Siedehitze ausgesetzt. Es ist ersichtlich, dafs ein Zutritt von Mikroorganismen zu der in A befindlichen organischen Substanz nur dadurch möglich wäre, dafs dieselben den zweimal auf- und einmal nieder-
steigenden Zickzackweg zwischen den einzelnen Kapseln D C und B und dem Gefä'fs A zurücklegen.
Wie Versuche ergeben haben, sind diese Organismen nicht im Stande, einen solchen Widerstand zu überwinden.
So wurde Fleischsaft (für Bacterien bekanntlich das beste Ernährungsmittel) an einem für die Entwickelung dieser Mikroorganismen geeignet warmen Orte unter solchem Kapselverschlufs aufbewahrt und noch nach einem halben Jahre bacterienfrei und unversehrt gefunden.
Der in Fig. 2 dargestellte Kapselverschlufs unterscheidet sich von vorbeschriebenem nur durch die dem betreffenden zu verschliefsenden Gefäfse angepafste Form des gemeinsamen Bodens.
Wie Fig. 3 veranschaulicht, kann bei gröfseren Conservebehältern der Kapselverschlufs auch nur über dem entsprechend verlängerten Halse des Gefäfses A angebracht werden. Der selbstständige Behälter.C wäre in diesem Falle durch einen oben offenen Cylinder zu ersetzen, welcher mit dem unteren Rande in geeigneter Stellung auf der Decke des Gefäfses A festgelöthet wird, wenn beide Theile aus Blech bestehen.
Ist das Aufbewahrungsgefäfs jedoch von Thon oder Porcellan, so wird der Cylinder C aus demselben Material mit einem kleinen Zwischenraum um den Hals gelegt, nachdem das Gefäfs halbtrocken geworden ist. Das Ganze wird dann gebrannt. Die äufsere Deckelkapsel wird in diesem Falle zweckmä'fsig ebenso lang wie die Kapsel B gehalten.
Selbstverständlich können auch die Kapseln B C aus Thon, Glas, Porcellan oder anderem Material hergestellt sein.
Fig. 4 zeigt noch eine weitere Modification, bei welcher der Zwischenmantel C direct an der Seitenwandung des im oberen Theil etwas eingezogenen Aufbewahrungsgefäfses A befestigt ist. Dieses auf eine'gewisse Strecke der Seitenwandung doppelwandige Gefäfs könnte übrigens auch im Ganzen aus Thon, Glas etc. gefertigt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein bacillensicherer Kapselverschlufs für Conservebüchsen, bestehend aus in einander geschachtelten, an einem gemeinschaftlichen Boden befestigten Kapseln (B D), deren innere das Aufbewahrungsgefäfs (A) oder einen Theil desselben um schliefst, während sich in den zwischen den Kapseln verbleibenden Raum der Mantel einer den Aufbewahrungsbehälter Umgebenden Kapsel (C, Fig. 1 und 2) oder ein mit dem Behälter (A) direct verbundener Hohlcylinder (C, Fig. 3 und 4) einschiebt.
DENDAT41981D Bacillensicherer Kapselverschlufs für Conservebüchsen Expired - Lifetime DE41981C (de)

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