DE640211C - Fussbodenbelagstoff und Verfahren zur Herstellung desselben - Google Patents
Fussbodenbelagstoff und Verfahren zur Herstellung desselbenInfo
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Description
- Fußbodenbelagstoff und Verfahren zur Herstellung desselben Die Erfindung betrifft einen dem Linoleum ähnlichen FußbodenbelagstofF, der die Eigenschaften des Linoleums besitzt, aber infolge seiner viel kürzeren Herstellungsdauer erheblich preiswerter herzustellen ist, gewöhnliches Linoleum aber noch durch größere Haltbarkeit und Elastizität übertrifft. Diese Vorteile werden dadurch erzielt, daß die auf die verhältnismäßig billige Unterlage aus Pappe, Karbon o. dgl. aufzutragende Deckschicht nicht wie heim Linoleum aus einer oder wenigen dicken Schichten besteht, deren Festigung sowie Herstellung eine Zeit von mehreren Monaten erfordert, sondern daß dis Deckmasse in zahlreichen äußerst dünne Schichten aufgetragen wird, deren Abmessungen so@ getroffen -sind, daß die zur Festigung erforderliche Oxydation in kürzester Zeit nach dem Aufbringen bereits vollendet ist, so daß die verschiedenen Schichten dicht nacheinander aufgetragen werden können.
- Der neue Fußbodenbelagsboff zeichnet sich ferner dadurch aus, daß die Unterlage mit feuchtigkeitsabweisenden Mitteln, wie Goudron, imprägniert wird. Der störende Einfuß dieser Mittel auf das Leinöl wird durch Bildung einer nicht erhärtenden, elastisch bleibenden Zwischenschicht im Innern der Unterlage verhindert. -Man hat zwar bereits vorgeschlagen, zur Herstellung mit Fettstoffen imprägnierter, b.edruckbarer und klebfähiger. Papiere und Pappen diese Stoffe mit zwei verschiedenen Tränkungsmitteln von beiden Seiten her zu tränken, und zwar von der einen Seite mit Wasser und von der anderen Seite mit Paraffin, die im Innern des Stoffes zusammentreffen. Hierbei wird aber die ,eine Tränkmasse, nämlich Wasser, durch Trocknen wieder entfernt, während bei dem neuen Fußbodenbelagstoff beide Tränkungsmittel in der Unterlage verbleiben. Ferner hat man vorgeschlagen, zur Hefstellung von Wellen-filzplatten zur Dachdeckung und Isolierung die mit Chromleim getränkten Platten äus Filz, Pappe o. dgl. auf der einen Seite mit Dachpech, Asphalt und auf der anderen Seite mit einem beliebigen Ölfarbenanstrich zu versehen. Hier handelt es sich aber um Anstriche, die auf der Oberfläche haften, nicht aber um ein. Durchtränken der Stoffe, bei dem die von beiden Seiten angewendeten Tränkungsmittel sich inmitten des getränkten Stoffes treffen sollen.
- Endlich ist es bekannt, Faserstoffbahnen zwecks Imprägnierens mit Lösungen von Kolloiden in organischen Lösungsmitteln von oben und unten mit gleichen oder unterschiedlichen Imprägnierungsmitteln zu behandeln, wobei jedoch ein Verschmelzen der Lösungen eintritt, was erfindungsgemäß vermieden werden muß, da sonst die Deckschicht von dem Goudron zerstört werden würde.
- Der neue Fußbodenbelagstoff wird auf folgende Weise hergestellt: Auf -den Unterlagstoff, wie Pappe, Karton, Gewebe o. dgl., wird zunächst .von der einen Seite her, die später die Unterseite bildet, ein feuchtigkeitsabweisendes Mittel, wie z. B. Goudron, derart aufgebracht, daß das Mittel nur etwa bis zu einem Drittel der Dicke der. Unterlage in diese eindringt. Die Unte2-. tage wird sodann getrocknet und danäcbt:; von der anderen Seite her mit Leinölfirnis; . dem Standöl und Farben zugesetzt sein können, so, getränkt, daß der Firnis bis an die bereits vorhandene Tränkungsschicht vordringt. Daraufhin wird erneut getrocknet. Wie erwähnt, bildet sich hierbei im Innern der Unterlagen eine Zwischenschicht, die Goudron und Firnis voneinander trennt.
- Auf die so vorbereitete Unterlage werden nun eine größere Anzahl sehr dünner Schichten deiner der bei der Linoleumhers.tellung bekannten Deckmassen aufgebracht, indem zunächst durch Anstreichen, Drucken oder Spritzen :eine Schicht Firnis, dem die oben angegebenen Zusätze beigegeben sein können, aufgetragen wird. In diese noch frische Schicht wird der Füllstoff eingepudert. Als Füllstoff eignen sich vor allem Strohmehl und Papiermehl. Sie können, einzeln .oder gemischt verwendet werden; ihnen können auch Holzmehl, Korkmehl o. dgl, zugesetzt werden. Nach Aufpudern der Füllstoffe wird das Ganze gewalzt und danach bei etwa 9o° C getrocknet. Hierauf wird eine neue Firnisschicht, die die angegebenen Zusätze enthalten kann, aufgetragen. Diese ausgleichende Zwischenschicht hat vor allem den Zweck, die Poren - der gewalzten Masse zu schließen. Es wird bei etwa 9o° C vorgetrocknet und dann für kurze Zeit bei rzo° G fertiggetrochne@. Damit ist die erste Schicht der Auflage fertiggestellt. Die Schicht wird von neuem mit einem Deckstrich (Leinölfirnis, Standöl, Farbe) versehen: Daraufhin werden wieder die Füllstoffe aufgepudert, gewalzt, getrocknet, die ausgleichende Zwischenschicht aufgespritzt und ,erneut getrocknet und so fort, bis die gewünschte Stärke der Auflagenschicht erreicht ist. Bei der letzten bzw. den letzten Puderschichten wird vorteilhaft nur Papier- und oder Strohmehl verwendet, damit eine mög-
ter Lage getrocknet werden. Das bietet dem belmnnten Aufhängen des Linoleums gegenüber den großen Vorteil, daß der fertige Stoff nach dem Verlegen nicht schwindet bzw. wächst. Der neue Belagstoff kann nach dem Trocknen sofort verlegt werden..lichst g1 iv Oberfläche erzielt wird. ' neu der einzelnen Schichten tült :' pckenzeiten erforderlich sind, ün, . ti 'daß unzulässig große Wen be- nötigt w r'den, der Belagstoff in waagerech-
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Fwßbodenbelagstoff, bestehend aus einer Unterläge aus Pappe, Karton, Gewebe o. dgl. und einer mit ihr verbundenen Auflage aus Leinölfirnis, Farben und Pflanzenmehl, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage auf der Unterseite mit einem feuchtigkeitsabweisenden Mittel, wie z. B. Goudron, und auf der Oberseite mit Leinölfirnis, dem Standöl zugesetzt sein kann, so getränkt ist, daß die Tränkungsstoffe inmitten der Unterlage zusammenstoßen und eine isolierende Schicht bilden, und daß die Auflage aus einer großen Anzahl sehr dünner Schichten der für die Linoleumherstellung bekannten Deckmass besteht. z. Verfahren zum Herstellen dies Fu,ßbodenbelagstoffes nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage von der Unterseite hex mit einem feuchägkeitsabweisenden Mittel; wie z. B. Goudron, und von der Oberseite her mit Leinölfirnis@ denn Standöl zugesetzt sein kann, so getränkt wird, so daß die Tränkungs, mittel inmitten der Unterlage zusammenstoßen, und daß sodann auf die getrocknete Unterlage die Deckmasse in zahlreichen,. sehr dünnen Schichten aufgetragen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB160050D DE640211C (de) | 1933-03-11 | 1933-03-12 | Fussbodenbelagstoff und Verfahren zur Herstellung desselben |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE433159X | 1933-03-11 | ||
| DEB160050D DE640211C (de) | 1933-03-11 | 1933-03-12 | Fussbodenbelagstoff und Verfahren zur Herstellung desselben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE640211C true DE640211C (de) | 1936-12-24 |
Family
ID=25929631
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB160050D Expired DE640211C (de) | 1933-03-11 | 1933-03-12 | Fussbodenbelagstoff und Verfahren zur Herstellung desselben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE640211C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1010211B (de) * | 1954-12-24 | 1957-06-13 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen Widerstandserhitzen von metallischem Halbzeug zum Zwecke einer unmittelbar anschliessenden Warmverformung |
-
1933
- 1933-03-12 DE DEB160050D patent/DE640211C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1010211B (de) * | 1954-12-24 | 1957-06-13 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen Widerstandserhitzen von metallischem Halbzeug zum Zwecke einer unmittelbar anschliessenden Warmverformung |
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