DE640205C - Verfahren zum Nachbehandeln und Trocknen von Cellulosehydratseide - Google Patents

Verfahren zum Nachbehandeln und Trocknen von Cellulosehydratseide

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DE640205C
DE640205C DEB164045D DEB0164045D DE640205C DE 640205 C DE640205 C DE 640205C DE B164045 D DEB164045 D DE B164045D DE B0164045 D DEB0164045 D DE B0164045D DE 640205 C DE640205 C DE 640205C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/10Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
    • D06M13/224Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic acid

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Nachbehandeln und Trocknen von Cellulosehydratseide Bei der Herstellung von Cellulosehydratseide erhält man im Naßspinnprözeß zunächst einen`mehr' oder weniger hochgequollenen Cellulosehydrätfaden, der auch näch den anschließenden, etwa erforderlichen Naßbehand-1ungsprozessen und nach dem Waschen das Quellüngswasser nöch festhält, zumeist noch im vollen Ausmaße. Wenn man nun einen derart hochgequollenen, mit Wasser vollgesaugten Cellulosehydratfaden der ersten Trock nung unterwirft,so beobächtef man,daß aufeinanderliegende Fäden leicht miteinänder verkleben. Derart hergestellte ünd getrocknete. Kunstseidenwickel sind dann schwer, manchmal überhaupt nicht mehr abzuwikkeln; jedenfalls `entstehen hierbei vielfach Easerschädigungen, Flusen u.dgl.
  • nMg hat daher vorgeschlägen, Kunstseidenwickel in Sträng-, Kuclen- oder Spülenform anschließend an die Wäsche mit wäßrigen Ölemulsionen zu behandeln ,ohne jedoch injeder Richtung einen vollen Erfolg zu erzielen.
  • Um nun bessere Ergebnisse zu bekommen-, hat die Industrie vielfach eine Behandlung der frisch gesponnenen und gewaschenen Kunstseidenwickel vor dem Trocknen mit einer mehroder weniger temperierten Seifenlösung vorgenommen. Die Kunstseidenwickel werden dann zum Trocknen gebracht. Bei der ersten Trocknung verliert dann in solchen Fällen der Kunstseidenfaden sein Quellungswasser. Diese endgültige Entquellung beim ersten Trocknen kann man als definitiv Überführung des Fadens irden verfestigten Cellulosezustand, sozusagen als den endgültigen Ahschluß der Koagulation zu Cellulose, ansehen. Die Seifenlösung mochte hierbei mehr öder weniger in den Cellulosefaden eindringen; jedenfalls verhütete sie auch beim Trocknen ein gegenseitiges Verkleben der einzelnen Fasern, indem sie die Fasern allerseits als Isolierschicht umhüllte.
  • Wie nun neuerdings erkannt word en ist, brachte es die besondere Natur der so verwendeten Stoffe mit sich, däß die behandelten und getröckneten Kunstseidenwickel nunmehr b eim Tiuclmen wiederum iii einem gewissen Maße verklebten, jedoch nicht deshalb, weil ein Verkleben der Cellulosefäden unter sich auftrat, sondern weil die anhaftende Seife eine erhebliche Verkrustung der Wickel mit sich führte. Daher War man genötigt, die so behandelten und erstmals getrockneten Kunstseidenwickel einem zweiten Naß- und Waschbehandlungsprozeß zu unterwerfen und eine zweite Trocknung einzufügen, nach welcher alsdann-erst die Kunstseidenwickel in ordentlicher Weise, weil nicht mehr verklebt, abgehaspelt werden konnten. Diese Verfahrensarten wurden insbesondere auch bei der aus Kupferoxydammoniakcelluloselösung nach dem Streckspinnverfahren hergestellten Cellulosehydratseide angewendet und führten dort beim ersten "Trocknen zu der sog. Stockfischerscheinung.
  • Es ist nun gefunden worden, daß das ausgedeliitev-Behandlungsverfahren mit den doppelten Naßprozessen und den zweifachen Trocknen abgekürzt und verbilligt werden kann und daß es möglich ist, diese Kunstseidenwickel in einer einzigen Naßbehandlungsfolge und in einem einzigen anschließen den Trocknungsprozeß so zu behandeln, daßsi nachher störungsfrei und ohne Flusen bildung abgehaspelt und abgespult werden können.
  • Nach dem neuen Verfahren werden die in den Naßprozessen behandelten und gewaschenen Kunstseidenwickel vor dem ersten und einzigen Trocknen mit heißen, zweckmäßig über 70° C temperierten, wenig unter dem Siedepunkt erhitzten wäßrigen Emulsionen von Ölen und Fetten behandelt.
  • Man hat feststellen können, daß die an sich bekannte Behandlung mit wäßrigen Ölemulsionen nicht ausreicht, sondern daß man Öl- und Fettemulsionen beierhöhterTemperatur anwenden muß. Bei dieser Behandlung in der Hitze scheint das Öl und Fett in erheblichem Maße ins Innere der Cellulosegebilde einzudringen, und jedenfalls wird schon nach dem ersten Trocknen eine äußerst weiche Kunstseidenfaser garantiert. Öl und Fett umhüllen zwar ähnlich und in noch vorzüglicherer Weise die Cellulosefaser und verhindern ein Verkleben während des Trocknens, sie haben aber nicht die unangenehme Nebenerscheinung, daß gleichzeitig beim Trocknen eine Verkrustung und Stockfischbildung eintritt, weil die nicht verkrustenden Öle und Fette ein leichtes und freies gegenseitiges Ablösen der Fäden beime späteren Abspul oder Abhaspelprozeß garantieren, und dies eben wiederum aus dem Grunde, weil die Öle und Fette bei diesem Trockenprozeß eine eigentliche Verhärtung ihrer Natur nach nicht erleiden. Es liegt in der Natur der Sache, daß solche einzelnen Vertreter von Ölen und Fetten, welche eine gewisse Neigung zur Verkrustung und Verhärtung beim . Trocknen besitzen, bei der praktischen Ausführung des Verfahrens weniger zu empfehlen sind; aber grundsätzlich sind sämtliche mineralische, tierische und pflanzliche Öle und Fette zu gebrauchen. Im Sinne eines Arbeitsbeispieles wird die Durchführung des Verfahrens nachstehend bei Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren aus Kupferoxydammoniakoelluloselösung näher e rlau tert.
  • nach dem bezeichneten Verfahren so-@ p@ ersponnene, entkupferte, in Strangform auf gewickelte und jedenfalls gut gewaschene Kunstseide wird in dieser Strangform in einer auf 9o° C temperierten wäßrigen Emulsion von Olivenöl, welche I, 5 % Olivenöl enthält, während 30 Minuten behandelt. Die behandelte Ware wird dann ausgeschleudert und in an sich bekannter Weise getrocknet. Die erhaltenen Stränge können dann störungsfrei in irgendeiner Weise textilmäßig aufgearbe@te, werden. Je nach der Faserstärke des zu behandelnden Materials oder der besonderen Art des Quellungsgrades der vorliegenden Cellulosehydratseide kann die Ölbehandlung bei etwas niedrigerer oder höherer Temperatur ausgeführt oder auf eine kürzere oder längere Zeit als 3ö Minuten ausgedehnt werden. Auch kann die Konzentration je nach Umständen ermäßigt oder verstärkt werden. Zur Erzeugung eines guten Emulsionsgrades können bekannte Mittel (Emulgatoren) angewendet werden. Das Verfahren schließt auch nicht aus, daß die gewaschenen und noch niht mit Ölemulsionen behandelten Wickel irgendwelchen Spezialbehandlungen mit dafür geeigneten Präparaten, Netzmitteln, auch Mitteln, wie das im Handel befindliche Soro der I. G. Farbenindustrie A.G., unterworfen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Nächbehandeln v frisch gesponnener und gewaschener, noch nicht getrockneter Cellulosehydratseide in Wickelform mit wäßrigen Emulsionen von Fetten und Ölen, dadurch gekeiiveicliuet, daß die Emulsionen der Fette und 51e bei Temperaturen von "über 70°, vorzugswei#W-solchen, die wenig unter dem Siedepunkt liegen, zur Anwendung gelangen. -
DEB164045D 1934-01-27 1934-01-27 Verfahren zum Nachbehandeln und Trocknen von Cellulosehydratseide Expired DE640205C (de)

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DE (1) DE640205C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1090625B (de) * 1957-11-07 1960-10-13 Stockhausen & Cie Chem Fab Verfahren zum Avivieren von Viskosereyon fuer Kordzwecke

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1090625B (de) * 1957-11-07 1960-10-13 Stockhausen & Cie Chem Fab Verfahren zum Avivieren von Viskosereyon fuer Kordzwecke

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