DE63774C - Antriebsvorrichtung der Flügel für Luftschiffe - Google Patents
Antriebsvorrichtung der Flügel für LuftschiffeInfo
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- DE63774C DE63774C DENDAT63774D DE63774DA DE63774C DE 63774 C DE63774 C DE 63774C DE NDAT63774 D DENDAT63774 D DE NDAT63774D DE 63774D A DE63774D A DE 63774DA DE 63774 C DE63774 C DE 63774C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C33/00—Ornithopters
- B64C33/02—Wings; Actuating mechanisms therefor
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- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 77: Sport.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsvorrichtung der Flügel von Luftschiffen.
Durch stetig auf einander folgende Explosionen eines Pulvermotors wird ein regelmäfsiges
Ausschlagen der Flügel, ähnlich dem Flügelschlag der Vögel, bewirkt, während das
Zurückführen der Flügel durch Federn herbeigeführt wird. Die Uebertragung der Bewegung
des durch die Explosionswirkung bethätigten Kolbens auf die Flügel bezw. die Flügelrippen
geschieht ebenfalls durch Vermittelung von Spiralfedern, welche ein gleichmäfsiges, stofsfreies
Arbeiten der Flügel bewirken.
Beiliegende Zeichnung erläutert die Erfindung.
Fig. ι ist eine vordere Ansicht der Vorrichtung in zwei Stellungen, und zwar in der
Ruhelage I und in der ausgeschwungenen Lage III der Flügel.
Fig. 2 und 3 sind Seitenansichten zu Fig. 1, die eine von links, die andere von rechts gesehen.
Die Steuerorgane befinden sich in Ruhelage.
Fig. ι a ist eine Einzeldarstellung zu Fig. 1.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht, entsprechend der Fig. 3, mit vorwärts bewegten Steuerorganen.
Fig. 5 ist ein Grundrifs und
Fig. 6 eine Stirnansicht zu Fig. 3 bezw.
Querschnitt durch das Zündrohr.
Fig. 7 ist ein Querschnitt x-x zu Fig. 3.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht der Apparat zunächst aus dem Cylinder A mit
Kolben J5, dessen Stange c am unteren Ende einen Kopf D trägt, an welchem symmetrisch
zu beiden Seiten die Spiralfedern E E1 für die Flügelstangen FF1 angehängt sind. Letztere
ti ä
sind am Cylinder A bei f und f1 drehbar angeordnet
und werden durch zwei Federnpaare G und G1 gehalten, die an einer Traverse
α hängen, welche sich auf dem Cylinderboden abstützt.
Oben schliefst an den Cylinder A ein nach unten sich abkrümmendes Rohr R, Fig. 2,
auf welchem nahe dem Ende ein den Zündstoff enthaltendes Gefäfs H befestigt ist (Fig. 3).
Die abwechselnde Verbindung zwischen diesem Gefäfs H und dem Rohr R, Fig. 3, welches
die Zündgase hinter den Kolben B leitet, wird durch einen Schieber d und ein Ventil e vermittelt,
deren Antrieb ebenso wie der der Zündnadel von der einen Flügelstange F1 aus in
folgender Weise erfolgt (Fig. 3, 4 und 5).
Seitlich am Cylinder ist ein Winkelhebel g g l
angeordnet, dessen kurzer, nahezu horizontaler Arm g von der rechtsseitigen Flügelstange F1
erfafst wird (Fig. 1 und 3), sobald letztere aus ihrer oberen Schlufslage bis in ihre horizontale
Stellung gelangt ist. Der nach unten hängende Arm g1 ist mit einer Schubstange h gekuppelt
(Fig. 3), welche an ihren Enden sowohl eine Nadel JV zur Zündung des. Explosionssfoffes
als auch eine Curvenschleife i trägt, welche in Verbindung mit dem Hebel z1,
eier bei z2 seinen Drehpunkt hat, das oben erwähnte
Ventil e im geeigneten Augenblick der Füllperiode so anhebt, dafs der vom Gefäfs H
aus zugebrachte Explosionsstoff durch den Trichter y in das Zündrohr R fällt. Der
Füllschieber d erhält seine Bewegung mittelst eines Armes h1 der Schubstange h, welch
letztere bei k und kl geführt wird. Die Feder Z, die einerseits an einem Lager k\
'S,
andererseits an der Kurbelschleife i fest ist, bewirkt den jedesmaligen Rückschub des ganzen
vorgeschobenen Zündmechanismus, sobald er freigegeben ist. Indem nämlich das Ende des
Schenkels gl nach Ausschwingen des Flügels F1,
wie Fig. 4 zeigt, hinter die Nase ^1 einer am
Rohr R befestigten Feder q fällt, wird dieser Schubmechanismus so lange festgehalten, damit
sich in erster Linie die Zündnadel an der untergesetzten Flamme x1 genügend erwärmt,
ebenso die Füllung genügend Zeit hat, in die Zündröhre zu fallen.
Die Freigabe des Zündmechanismus geschieht durch einen auch vom Flügel F1 bethätigten
doppelarmigen Hebel ρ pl, der bei p2 am
Cylinder A lagert und dessen Schubstange ps
nach unten bis an die Nasenklinke qq1 führt. Die Wickelfeder r drängt mitsammt der Feder q
das Vorderende des Schenkels ρ stets gegen die Flügelstange F1 zurück. Letztere drückt
am Schlufs ihres Hochganges den Schenkel ρ des Hebels ρ ρ1 nach oben, demnach auch
Zugstange jj3 mit Feder qq1 nach unten, so
dafs der Hebel ggl über Nase q1 zurückschnellt.
An dem Arm. g1 des Winkelhebels g gl ist
noch eine Schubstange m angeschlossen, welche einen horizontal am Cylinder A gelagerten
Hebel n, Fig. 7, erfafst, der wiederum einen mit Klinkzahn o1 versehenen Hebel 0 bethätigt
und dazu dient, den Kolben B im richtigen Moment aus seiner untersten Stellung auszulösen.
Die linksseitige Flügelstange F bethätigt nahe am Ende ihres Winkelausschlages nach unten
einen Hebel q, Fig. 2, der bei ^1 am Rohr R
lagert, und öffnet hierdurch ein Luftauslafsventil J, welches durch Hebel und Zugstange
mit q verbunden ist. Am Schlufs der Flügeldrehung schnappt Hebel q unter der Nase ^3
am Cylinder ein und wird bei Beendigung des Rückganges des Flügelarmes F mittelst des
Fingers q2 wieder ausgelöst.
Wie aus Fig. 1 zu ersehen, ist das obere Cylinderende mit verstärkter Kammerwandung
geschlossen, so dafs der Kolben von unten eingeführt wird, wobei der auf die Kolbenstange
mit mehreren elastischen Scheiben aufgestreifte Deckel bl von den vier in Scharnierlappen
gelagerten Nasenklinken b2 festgehalten
wird. Der Cylinder hat oberhalb der tiefsten Stellung des Kolbens bezw. dessen Festklinkung
eine Durchbrechung \, um den nach der Explosion entstehenden Gasen den Austritt zu gestatten.
Um den Rückgang des Kolbens zu Anfang etwas zu bremsen, ist eine Zahnstange s
angebracht, welche sich bei s1 am Cylinder lagert und mit Feder s2 gegen das am
Kolbenstangenkopf D angeschlossene Sperrrad t drängt, auf dem die Feder i' schleift.
Demnach wird der Kolbenstangenkopf D das Rad t längs der Zahnung in Drehung versetzen
und dann auch die Feder i1 bremsend-wirken,
während längs des glatten Theiles der Zahnstange das Rad t stillsteht bezw. auf letzterer
schleift und die Feder tl nicht mehr bremsend wirkt.
Die Federn EE1, Fig. 1, werden am besten
auch in ihrer Schlufslage etwas in Spannung versetzt und läfst sich dieselbe mittelst Stellkolben
v, Fig. i, noch reguliren. Um einem schlottrigen Gang der Federn EE1 vorzubeugen,
kann jede derselben durch eine Schelle S etwas unterstützt werden. Dieselbe ist an ein
Rohr u angeschlossen, welches oben scharnierartig mit der Stellkramme ν verbunden ist,
während die sich bei Vorwärtsgang des Kolbenstangenkopfes D und Stehenbleiben der Flügelstangen
herausziehenden Führungsstangen vl gelenkig mit dem Kolbenstangenkopf verbunden
sind.
Das Zündrohr. R ist mit Kühlmantel versehen und kann von R1 aus mit Kühlflüssigkeit
gefüllt werden. Ebenso kann man den Cylinder mit Kühlmantel ausführen. An die Zündkammer schliefst sich schräg nach oben
ein kleiner Schornstein i?2 für die bei X1,
Fig. 3, untergesetzte Flamme für den Zündstift.
Der Apparat arbeitet auf folgende Weise:
Um der Maschine den ersten Impuls zu geben bezw. die erste Explosion erzeugen zu
können, ist es erforderlich, die Zündnadel aus dem Zündrohr R herauszubewegen, und zwar
geschieht dies dadurch, dafs man den gewissermafsen als Steuerhebel thätigen Winkelhebel
g gl aus seiner Ruhelage Fig. 1 und 3
nach links schwingt, wie Fig. 4 zeigt, während alle übrigen Organe noch in der Lage
Fig. ι beharren.
Der Schieber d hat bei der Bewegung eine Ladung Pulver der Vorrathskammer H entnommen
und infolge gleichzeitig angehobenem Ventil e dasselbe in die Zündkammer entleeren
können. Nachdem nun die Zündnadel genügend erhitzt ist, läfst man den Steuermechanismus
los, der infolge Federwirkung zurückschnellt und mittelst der Nadel N die Explosion
bewirkt.
Die durch das gekrümmte Rohr R hinter den Kolben tretenden Explosionsgase schleudern
nun den Kolben nach unten, wobei zunächst die einerseits mit dem Kolbenstangenkopf D
und andererseits mit den Flügelstangen FF1
verbundenen Spiralfedern EE1 ausgezogen
bezw. angespannt werden, wie Fig. 1, Stellung II, angiebt. Am Ende seiner Bewegung
hat sich der Kolben durch Zurückschieben und Wiedereinfallen vor der Klinke 0 o1 festgeklinkt,
und es können nunmehr die Explosionsgase durch Oeffnung \ entweichen. Die Spiralfedern
EE1, welche inzwischen Stellung III
eingenommen, bewirken nunmehr den Nachzug der Flügel FF1, wodurch die verlangte Vorwärtsbewegung
des Luftschiffes erfolgt.
Der Grund, warum die an dem Kolben s mittelst Federn E E' angehängten Flügel erst
nachfolgen, nachdem der Kolben sich festgeklemmt hat, ist in der Trägheit der Massen
zu finden.
Die starren Flüge! rippen mit den Flügelflächen
werden in ihrem Beharrungsvermögen durch den Luftwiderstand noch unterstützt und
können naturgemäfs der Geschwindigheit von etwa 400 m pro Secunde, mit welcher der
Kolben bei jeder Explosion vorwärts geschleudert wird, nicht folgen. Erst nachdem
der Kolben festgeklinkt ist und während seines Laufes den zwischen ihm und den Flügeln
zwischengeschalteten Kraftfedern E E1 stetig
mehr Zugkraft durch Ausziehen der Windungen ertheilt hat, erfolgt elastisches Nachziehen
durch schliefsliche Ueberwindung der Trägheit der Flügelkörper sammt entgegenstehendem
Luftwiderstand, wobei sich die Federn E E wieder auf die alte Länge kürzen.
Gleichzeitig spannen sich hierbei die an der Traverse hängenden Federn GG1 an, .die
später den Rückzug der Flügel bewirken. Bei diesem Nachzug der Flügel ist aber, wie es
bereits oben beschrieben wurde, die Zündnadel wieder aus dem Zündrohr' herausgetreten und
erwärmt sich aufs Neue, der Schieber hat eine frische Ladung Pulver über das geöffnete
Ventil in die Zündkammer geschüttet, und das Ventil J ist bei Erreichung der Endlage
durch den linksseitigen Flügel F geöffnet worden, um die durch Oeffnung \ in den
Cylinder eingetretene Luft nach Passiren der Oeffnung oben herausdrängen zu können.
Gleichzeitig hat aber auch der rechte Flügelarm bei Erreichung seiner unteren Endstellung
durch Vermittelung des Hebels g g1, der Zugstange
Ot und des Hebels η die Klinke 0 o1
hinter dem Kolben vorgezogen und diesen dadurch ausgelöst, so dafs er unter Einwirkung
der Zugfedern G G1 wieder nach oben geht und sich nun das oben beschriebene Spiel des
Apparates immer von neuem wiederholt.
Auf diese Weise ist ein Apparat geschaffen, bei dem durch Explosionswirkung ein Kolben
derart vorgeschleudert wird, dafs an demselben mittelst Federn EE1 angehängte Flügel erst
nachfolgen, nachdem der Kolben sich festgeklemmt hat. Dieser Vorgang wiederholt sich
fortwährend, so dafs ein gleichmäfsiges Arbeiten der Flügel ohne Stöfse erfolgt.
Der Körper bezw. der Cylinder A der Antriebsvorrichtung wird fest mit dem vorwärts
zu bewegenden Luftballon bezw. dessen Gondel verbunden. Die an den Flügelrippen EE1
festgelegten und als Ruderflächen geformten Flügelflächen liegen quer zur Winkelausschlagebene,
und bewirken also, ähnlich dem Flügelschlag der Vögel in der Luft, die Vorwärtsbewegung
des angeschlossenen Ballons.
Claims (2)
1. Antriebsvorrichtung der Flügel für Luftschiffe u. dergl., gekennzeichnet durch Verwendung
eines Cylinders mit beweglichem Kolben, welcher, durch Explosion vorwärts geschnellt, sich selbstthätig festklinkt und
dabei Federn EE1 anspannt, welche hiernach
die scharnierartig am Cylinder angeschlossenen und unter Federzug G G1 stehenden
Flügelrippen nachziehen, wobei letztere' während ihres Winkelausschlages den Zündmechanismus
in die Arbeitslage bringen, sowie bei Beendigung desselben den ■ festgehaltenen
Kolben ausschalten, so dafs derselbe mit den vorwärts bewegten Organen durch die Federn G G] in seine Anfangslage
zurückkehrt und hier von neuem vorwärts geschleudert wird.
2. Eine Antriebsvorrichtung der unter 1. gekennzeichneten
Art, bei welcher eine Zündvorrichtung zur Verwendung kommt, bestehend aus dem Füllungsschieber d, dem
Ventil e und der Zündnadel N, welche Theile von den Flügelrippen aus derart gesteuert
werden, dafs der Füllungsschieber d aus einem Vorrathsgefäfs stets gleiche Mengen
Explosionsstoff entnimmt und dieselben durch das sich öffnende Ventil e dem Zündrohr zuführt, in welches dann der
Einfall der erhitzten Zündnadel N erfolgt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE63774C true DE63774C (de) |
Family
ID=337678
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT63774D Expired - Lifetime DE63774C (de) | Antriebsvorrichtung der Flügel für Luftschiffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE63774C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1226426B (de) * | 1963-05-14 | 1966-10-06 | Wilhelm Forke Dipl Ing | Schlagfluegelflugzeug mit mehreren Fluegelpaaren |
| US4749149A (en) * | 1982-05-12 | 1988-06-07 | Peter Gruich | Ornithopter-type vehicle, and methods of constructing and utilizing same |
-
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- DE DENDAT63774D patent/DE63774C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1226426B (de) * | 1963-05-14 | 1966-10-06 | Wilhelm Forke Dipl Ing | Schlagfluegelflugzeug mit mehreren Fluegelpaaren |
| US4749149A (en) * | 1982-05-12 | 1988-06-07 | Peter Gruich | Ornithopter-type vehicle, and methods of constructing and utilizing same |
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