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Reklame- und Anschlagsäule Die Erfindung betrifft die weitere Ausgestaltung
einer aus zusammensetzbaren Teilen gebildeten Reklame- und Anschlagsäule zum Anbringen
von Bekanntmachungen und Reklamen aller Art nach Patent 581483. Die Bauart der geschützten
Säule besteht im ,wesentlichen darin, daß die Wände und sonstigen Teile mit glattkantigen
Einschnitten versehen sind und vermittels dieser Einschnitte, deren lichte Weite
der jeweiligen Stärke der Wände entspricht, beliebig zusammengefügt werden können,
wobei das Zusammenfügen ohne Widerstand erfolgt und die Teile soweit übereinandergreifen,
als die Einschnitte lang sind.
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Mit der vorliegenden Erfindung wird diese Bauart verbessert urid weiter
ausgestaltet, und zwar dadurch, daß die Kanten der Einschnitte zum auswechselbaren
Ineinanderfügen der verschiedenen Wände wellenlinig, zickzackförmig o. dgl. ausgebildet
sind, daß die Kanten der Wandeinschnitte Querschlitze, Nuten o. dgl. zur Aufnahme
von Mitteln zum Versteifen der eingefügten Querwände aufweisen, ferner; daß bei
zwei durch ein Scharnier klappbar aneinandergefügten Wänden durch die Anordnung
der Scharniere ein Einschnitt gebildet wird, in dem eine weitere Wand eingefügt
und mittels Riegel gesichert wird, und schließlich dadurch, daß die Wandflächen
mit räumlich beliebig gestalteten und angeordneten Löchern bzw. Vertiefungen versehen
sind.
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Mit dieser Bauart sind. folgende Vorteile verbunden: Die Wände erlangen
beim Ineinanderfügen ' einen gegenseitigen Halt und stützen einander; das Übereinandergreifen
der Teile braucht nicht in voller Länge des jeweiligen Einschnittes zu erfolgen,
sondern kann beliebig reguliert werden; die erfindungsgemäß mit besonderen Querschlitzen
und Nuten versehenen Einschnitte gewähren die Möglichkeiten einer sicheren Versteifung
und regelbaren Aufstellung der Wände. Damit ist ein standfestes Zusammenfügen auch
bei voller Unabhängigkeit hinsichtlich der Wahl, Anordnungen und Lage der -Einschnitte
gesichert. Es können daher auch die Säulenfronten außer in vertikaler auch in horizontaler
Richtung verstellbar angeordnet bzw. umgesteckt werden.
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Ferner sind besondere Vorteile durch die neuartige Oberflächenstruktur
der Wände gegeben, indem z. B. Plakate nach dem Ankleben stellenweise hohl aufliegen
und etwa durch Einsetzen von Lampen durchleuchtet oder durch diese Beschaffenheit
der Wände in anderer Weise in ihrer Wirkung noch erhöht werden können, insbesondere
aber wird das Entfernen der durch öfteres Übereinanderkleben
entstehenden,
meist sehr fest an der Gesamtfläche haftenden Papierschichten viel einfacher, systematischer
und daher weniger zeitraubend gestaltet; schließlich ist eine besondere transparente
oder ähnliche Ausgestaltung der Wände dadurch möglich. Dem Enft fernen der Papierschichten
aus den Nischen der Säule kommen auch die an den Einschnittkanten befindlichen Einbuchtungen
sowie unbesetzte Nuten und Querschlitze sehr zu statten. Gleichzeitig werden mit
dieser Ausbildung der Wandflächen als wirtschaftlicher Vorteil eine Materialersparnis
und Gewichtsverminderung erreicht. Selbst das Befördern und das Aufstellen der Wände
wird erleichtert, indem in die vertieften `Stellen der Einschnitte, aber auch in
die Nuten zum Heben der Wände Werkzeuge, wie Ketten, Flaschenzugghaken oder andere
gebräuchliche Mittel, abgleitsicherer eingesetzt werden können als bei glatten Kanten
und dadurch auch das Ein- und Auswechseln schwerer Teile besser vonstatten geht.
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Auf der Zeichnung sind einige erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele
der im Hauptpatent näher beschriebenen Reklame- und Anschlagsäule dargestellt. Es
-zeigt: Abb. i eine schmale Wand t von vorn gesehen, welche mit einem neuartigen
Einschnitt c versehen ist, Abb. 2 eine Säule mit je zwei in Pfeilrichtung aneinandergefügten
Wänden, Abb. 3 eine breite Wand t', versehen mit verschiedenartigen Löchern bzw.
Vertiefungen n und mit dem neuen Einschnitt c , dessen Schenkelseiten mit verschiedenförmigenQuer-.
schlitzen und Nuten v besetzt sind, Abb. q. eine Säule mit zwei schmalen Wänden
in perspektivischer Darstellung. Die Vertiefungen, die mit Nuten o. dgl. besetzt
sein können, bilden an den, Kreuzungsstellen der Wandflächen Hohlräume. An diesen
Stellen können Versteifungshölzer i oder andere Dinge angebracht bzw. durchgesteckt
werden, was auch vertieft- erfolgen kann. Die dritte Wand kann z. B. fortbleiben,
wenn die zweite Wand etwas stärker gewählt wird.
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Abb. 5 stellt eine breite Wand-" dar, versehen mit mehreren an der
Breitseite parallel zueinander angeordneten Einschnitten. Die Anordnung derselben
kann, wie z. B. durch die in punktierter Linie dargestellten Einschnitte gezeigt
ist, verschieden erfolgen zur beliebigen Aufteilung der Wände in große und kleinere
Nutzflächen (DIN-Normung), wobei die jeweils frei bleibenden Einschnitte weitere
Unterteilung zulassen oder überdeckt werden können. Eine solche Wand ist in Abb.
(i z. B. mit zwei schmalen, verschieden großen Wänden dargestellt. Abb. 7 zeigt
eine winklig gebogene Wand t'" mit einem in der Krümmung angebrachten Einschnitt,
die in - Abb. 8, mit einer schmalen Wand vereinigt, :'in- Perspektive erscheint.
Die Einschnitte . können ebenfalls mit Vertiefungen und Nuten eeehen sein.
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'`=-1bb. g veranschaulicht zwei schmale Wände nebeneinander gestellt,
die mittels Scharniere y zu einer breiten Wand klappbar aneinandergelenkt sind,
bei welcher durch die Anordnung der Scharniere der Einschnitt c" gebildet wird.
In diesen können gleiche oder andere Wände eingefügt und z. B. mittels Riegel g
gesichert werden.
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Abb. io zeigt eine schmale Wand t"" mit an der Längskante angebrachten
verschiedenen Vertiefungen und horizontal verlaufenden Querschlitzen. Die Löcher
n können bei dieser wie bei allen Wänden vorzugsweise in kleinen schmalen Formen
gehalten sein und in beliebiger Anzahl angebracht werden, in größeren Ausmaßen eher
für transparente Ausstattung und ähnliche Zwecke.
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Abb. i i zeigt diese Wandart mit drei gleichen Wänden verschiedener
Größe, die vermittels Scharniere r' oder Zapfen und -bändern an den Innenkanten
aneinandergelenkt, winklig aufgeklappt in Perspektive gezeigt sind.
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Abb. 12 stellt ein anderes Ausführungsbeispiel der in Abb. i i dargestellten
Säule, und zwar von oben gesehen, dar.
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Die Wandeinschnitte c, c', c" sind an ihren Kanten stark geschweift
oder gezackt, infolgedessen in der Längsrichtung abwechselnd erhöht und vertieft,
und bewirken, daß sich die Wände beim Ineinanderfügen gegenseitig selbsttätig stützen.
Durch die erhöhten Stellen wird erreicht, daß die Einschnittkanten der einen Wand
und die Oberflächen der eingefügten Querwand nur an einzelnen Punkten sich berühren
und daher die Wände entsprechenden Widerstand bilden, gleichzeitig aber auswechselbar
bleiben. Durch die angebrachten Querschlitze und Nuten v wird ferner erreicht, daß
Zusammenfügen und Aufstellen der Teile beliebig erfolgen und die Einzelteile besonders
versteift werden können. Es können in besonderen Fällen auch Tragleisten, Winkeleisen,
Stützen u. dgl., ohne die Nutzflächen zu beeinträchtigen, an- und untergebracht
und innerhalb der vertieften Stellen etwa verschraubt werden, wenn z. B. in den
Einschnitt 1 einer ersten Wand eine weitere Platte etwa nur bis zur Mitte desselben
eingefügt werden soll und besondere Standi-estigkeit notwendig erscheint. Desgleichen
lassen sich auch Führungsleisten oder andere Bauteile, z. B. für unter Glas unterzubringende
Reklameartikel, Fotos u. dgl.; einbauen.
Die Wände t können z. B.
auch zu einer breiten, zusammenlegbaren Hauptwand verbunden und deren Einschnitt
c" durch bestimmt angeordnete Scharniere r regelbar gebildet werden. Die Wände t
sind durch Scharniere r bis etwa zur Hälfte ihrer Gesamthöhe mit einem Zwischenraum
aneinandergelenkt. Die dadurch frei bleibenden Kanten bilden einen Einschnitt c",
dessen Länge und lichte Weite den gewählten Querwänden angepaßt werden können durch
entsprechend lange und breite Scharniere. Beim Aufstellen können Riegel g Sicherung
geben. Fundament und Sockelbau können in derselben Weise, wie im Hauptpatent beschrieben,
ausgeführt werden; die Handhabung kann aber auch einfacher sein, indem z. B. die
Wände unmittelbar mit einer beispielsweisen runden Sockelplatte p verschraubt sein
können. Hierbei können die Teile an den Fuß- oder Unterkanten auch mit einem mehr
oder weniger überstehenden Randsockel oder mit Schutzleisten o versehen sein, so
daß die angeklebten Plakate nicht bis zur Sockelplatte oder zum Erdboden reichen.
Es ist z. B. auch nicht notwendig, daß die Wände immer gleichmäßig stark bzw. flach
sind, diese können vielmehr in der Mitte stärker sein als an den Seiten, indem diese
konisch bzw. konvex ausgebildet sind. Das Aufstellen kann auch ohne jeden Unterbau
erfolgen, wenn die Teile für eine bestimmte Stellung an den Oberkanten in an sich
bekannter Weise mittels Riegel gehalten werden.
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Sinngemäß kann die Säule in verschiedenen Größen, für verschiedene
Zwecke, sowie deren Einzelteile in verschiedensten Materialien und Formen ausgeführt
werden, ohne dadurch den Schutzbereich der Erfindung irgendwie zu beeinträchtigen.