DE63548C - Vorrichtung zum Verstellen der Weichen vom Zuge aus - Google Patents
Vorrichtung zum Verstellen der Weichen vom Zuge ausInfo
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- DE63548C DE63548C DENDAT63548D DE63548DA DE63548C DE 63548 C DE63548 C DE 63548C DE NDAT63548 D DENDAT63548 D DE NDAT63548D DE 63548D A DE63548D A DE 63548DA DE 63548 C DE63548 C DE 63548C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L11/00—Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle
- B61L11/02—Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle using mechanical interaction between vehicle and track
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Zwischen den beiden Schienensträngen eines Geleises ist ein in waagrechtem Sinne schwingbarer
Stellarm angebracht, .dessen Verstellung durch ein von der Lokomotive herabgelassenes
Gleitstück bewirkt wird. Bei einer Verstellung des Stellarmes verdreht seine Achse einen fest
an ihr sitzenden Hebel (oder eine Scheibe), an welchem Zugketten oder Drahtseile befestigt
sind, die andererseits an der Drehachse, des
üblichen seitlichen Weichenstellhebels derart angebracht sind, dafs der durch die Schwenkung
des waagrechten, im Geleise liegenden Stellarmes veränlafste einseitige Zug den seitlichen
Stellhebel durch Drehen seiner Achse in die andere Endstellung wirft, wobei naturgemäfs
auch die Weichenzungen die entsprechende Verstellung erleiden.
Auf beiliegenden Zeichnungen sind die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden
Vorrichtungen dargestellt. Die Fig. 1 und 2 zeigen das Weichenstellwerk in der Draufsicht
und Seitenansicht, die Fig. 3 und 4 die an der Lokomotive angebrachten Einrichtungen
zum waagrechten Verschwenken des die Umstellung der Weiche bewirkenden, im Geleise
angeordneten Stellarmes.
Wie ersichtlich, sind an der senkrechten, in der Geleisemitte drehbar gelagerten Achse a
sowohl der waagrechte, etwas über Schienen-' kopfhöhe schwingbare Stellarm b, als der unterhalb
der Schwellen liegende, waagrechte und auf den Stellarm b senkrechte Zughebel c befestigt.
Der Stellarm b hat die
in Fig. ι ersichtliche Gestalt, so dafs er sich von seiner
Spitze an gegen die Achse α zu stetig verbreitert. Ein sich innerhalb des Geleises links
von dessen Achse in der Richtung gegen die Weichenspitze bewegendes Gleitstück mufs
demnach von dem Augenblick an, wo es an die Aufsenkante b{ des Stellarmes b anstreift,
bei unveränderter Bewegungsrichtung an dieser Aufsenkante b1 weitergleiten und den Stellarm
b gegen die Geleiseachse verschwenken. Dieser verdreht die Achse a, welche den Zughebel
c mitnimmt, an dessen beiden Enden die Zugketten oder Seile d d1 befestigt sind. Diese
laufen über entsprechend angebrachte Leit- und Laufrollen zu der Drehachse e des seitlich
der Weichenspitze angebrachten üblichen Weichenstellwerkes W, an welcher sie wieder
befestigt sind. Durch die Verschwenkung des Zughebels c (infolge der waagrechten Drehung
des Stellarmes b) entsteht in der Kette d1 Zug,
der sich auf die Drehachse des Stellwerkes W überträgt und diese verdreht, so dafs die
Weichenzungen Z und Z1 sich verstellen müssen, wobei der Weichenstellhebel mit seinem
Gewicht in die andere Endstellung hinübergeworfen wird. Soll diese Weichenverstellung
einem Signal oder einer zweiten Weiche übermittelt oder einer Centralstelle kundgegeben
werden, so sind die Zugketten d d1 vor ihrem Auflaufen auf die ihre Richtung verändernden
Leitrollen ff1 an den Enden eines zweiten waagrecht schwingenden Hebels c1 befestigt,
von welchem andere Zugketten oder Seile d% d?>
ausgehen, welche die erfolgte Verschwenkung
Claims (1)
- des Hebels c1. weiter in beabsichtigter Weise übertragen.Die Verschwenkung des Stellarmes b wird durch ein im Bedarfsfall von der Lokomotive in seine Schwingungsebene herabgelassenes Gleitstück bewerkstelligt. Diese Gleitstücke sind in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Fig. 3 zeigt die vermittelst Dampfzutrittes bewirkte, selbstthätig wieder nach erfolgter Verstellung der Weiche in die Ruhestellung gelangende Einrichtung zum beabsichtigten Zweck. In Fig. 4 ist ein von Hand aus zu stellendes Werk ersichtlich gemacht.Am Gestell der Lokomotive sind die beiden symmetrisch und geneigt stehenden Cylinder A A1 angebracht. In den Cylinder A1 eingelassener Dampf bewirkt eine Abwärtsbewegung des im Cylinder angeordneten, mit einem Ventil versehenen Kolbens, welches sich infolge des Dampfdruckes schliefst. Die hierbei bis in die Schwingungsebene des waagrechten Stellarmes b hinabgestofsene Kolbenstange trägt am unteren Ende (ebenso wie diejenige des anderen Cylinders A) eine Klaue oder ein Gleitstück oder, wie in der Zeichnung ersichtlich, einen drehbaren Kegel B1 oder eine Rolle, welche sich an die seitliche, entsprechend geformte Gleitkante b1 des im Geleise waagrecht schwingenden Armes b anlegt, um denselben wegzudrücken.Damit die in entgegengesetztem Sinne stattfindende Verschiebung der beiden Kolben in den Cylindern A A1 gleichzeitig erfolge— und damit, wie später erläutert, zur beliebigen Senkung eines der beiden Gleitstücke nur ein einziger Handhebel erforderlich sei — sind die Kolbenstangen an ihren Unterenden vermittelst der Hebel C C1 mit dem senkrecht schwingenden Balancier D in gelenkiger Verbindung, so dafs dieser beim Herausstofsen der einen Kolbenstange verschwenkt und der zweite Kolben in seinen Cylinder A hineingedrückt wird. Hierbei wird die in diesem Cylinder befindliche Luft comprimirt, während sich das im Kolben befindliche Ventil schliefst. Hierdurch wird der durch den plötzlichen Dampfeinlafs in A1 hervorgebrachte Stofs wesentlich gemindert.Die selbstthätige Rückstellvorrichtung besteht aus einem auf der Achse des Balanciers D festsitzenden Excenter (oder einer Kurbel), welches mit dem Oberende eines um sein Unterende 0 schwingenden Hebels E in gelenkiger Verbindung steht. Dieser Hebel E greift bei o1 zwischen die beiden Buffer e1 e'2, welche an fest abgestützten Federn E1E2 anliegen. Die bei der Verschwenkung des Balanciers D erfolgende Verdrehung seiner Achse hat ein Mitdrehen des Excenters (oder der Kurbel) zur Folge, bei welchem der Hebel E aus seiner mittleren senkrechten Ruhestellung gelangt. Hierdurch wird die auf der Seite des gehobenen Kolbens befindliche. Feder E2 zusammengeprefst und wirkt, sobald das Gleitstück B1 infolge der Annäherung der Lokomotive an die Weichenspitze die Gleitkante bl des Stellarmes b nicht mehr berührt und der Zwang für ihre Pressung aufhört, durch ihren Gegendruck auf den Hebel E, welcher das Excenter (oder die Kurbel) verschwenkt. Dieser nimmt die Achse des Balanciers mit, so dafs dieser wieder in seine waagrechte Ruhestellung gelangt, wobei der gesenkte Kolben wieder gehoben und der . gehobene Kolben gesenkt wird, so dafs die an den unteren Kolbenstangenenden befestigten Gleitstücke wieder in jene Höhe gelangen, bei welcher ein Anstreifen an irgend einen Constructionstheil des Geleises und seiner Weichen ausgeschlossen ist.Die Gegenwirkung der geprefsten Feder E-wird von der, wie früher erwähnt, im Cylinder A comprimirten Luft unterstützt, indem sie bei ihrer Wiederausdehnung den Kolben im Cylinder A abwärts drückt. Dem infolge der Balancierverschwenkung im Cylinder A1 aufsteigenden Kolben wird kein Widerstand entgegengesetzt, da der früher eingelassene Dampf sich mittlerweile condensirt hat, wodurch sich über dem Kolben ein luftverdünnter Raum bilden mufste. Infolge mangelnden Druckes wird sich bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens sein Ventil öffnen, so dafs das Condensationswasser abfü'efsen kann.Bei der in Fig. 4 gezeigten Anordnung erfolgt das Herabsenken des die Verschwenkung des im Geleise waagrecht schwingenden Armes b bewerkstelligenden Gleitstückes durch das auf die Achse des Balanciers D wirkende, von Hand aus zu bewegende Hebelwerk h h' h2 A3 /1*. Hierbei wird vermittelst der Hebel C C1 das eine der beiden Gleitstücke B B1 gesenkt, während sich das andere hebt. Die Gleitstücke B B1 sitzen an sich mitsenkenden und hebenden Leitstangen F und F1, welche passend in am Lokomotivgestell befestigten Hülsen mm1 η η1 geführt werden. Die Rückstellung der Gleitstücke in ihre Ruhelage erfolgt ebenfalls von Hand aus.Pa tent-Α νSprüche:ι . Eine Vorrichtung zum Verstellen der Weichen vom Zuge aus, bestehend aus einem in der Geleisemitte gelagerten, sich gegen seinen Drehpunkt hin stetig verbreiternden, etwas über Schienenkopfhöh'e waagrecht schwingbaren Stellarm b, an dessen Achse ein Hebel (bezw. eine Scheibe oder ein Doppelarm) festsitzt, an welchem Zugketten oder Seile befestigt sind, deren andere Enden mit der Drehachse e des seitlich der Weichen-spitze stehenden Stellhebels W in fester Verbindung stehen, so dafs der infolge der Bewegung des waagrecht schwingenden Stellarmes b entstehende einseitige Zug eine Verdrehung der Stellhebelachse e bewirkt, wodurch der Stellhebel mit seinem Gewicht in die andere Endstellung umgeworfen und die Weiche durch von der Lokomotive oder von einem anderen Eisenbahnfahrzeug in die Schwingungsebene des Stellarmes b herabzulassende Stangen B B1 verstellt wird. Eine Ausführungsform der in Anspruch i. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher zum Herablassen des Gleitstückes B B1 zwei am Eisenbahnfahrzeug rechts und links von seiner Mittelachse angebrachte Cylinder A und .41J in deren einen je nach Bedarf Dampf eingelassen werden kann, mit Kolben, deren Kolbenstangen unten Gleitstücke B B1 tragen und durch Hebel C C1 mit den beiden Enden eines senkrecht schwingenden Balanciers D gelenkig verbunden sind, so dafs die Senkung des einen Cylinderkolbens nur gleichzeitig mit der Hebung des anderen erfolgen kann.3. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher eine selbstthätige Rückstellung für die Kolben und die an ihren Kolbenstangen befestigten Gleitstücke B und B1 erstrebt wird, bestehend aus einem sich mit der Achse des Balanciers D mitbewegenden Excenter (bezw. einer Kurbel) und einem mit ihm verbundenen, um sein eigenes Unterende schwingenden Hebel E, an welchem zwei andererseits gegen Federn E1 E2 pressende Buffer e1 e2 abgestützt sind.4. Eine Ausführungsform der unter 2. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher das Herablassen der Gleitstücke B B1 von Hand. geschehen kann, bestehend aus einem Hebelwerk /2 /ϊ1 /i2 Λ3 /ζ4, welches auf die Achse des Balanciers D verdrehend einwirkt und durch Lenkstangen C C1 mit senkrecht geführten Leitstangen FF1 für die an ihnen befestigten Gleitstücke B B1 verbunden ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE63548C true DE63548C (de) |
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ID=337468
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT63548D Expired - Lifetime DE63548C (de) | Vorrichtung zum Verstellen der Weichen vom Zuge aus |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE63548C (de) |
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0
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