DE635209C - Sicherheitsvorrichtung fuer die Druckleitungen der Fluessigkeitsbremsen eines Kraftfahrzeuges - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung fuer die Druckleitungen der Fluessigkeitsbremsen eines Kraftfahrzeuges

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DE635209C
DE635209C DEL85160D DEL0085160D DE635209C DE 635209 C DE635209 C DE 635209C DE L85160 D DEL85160 D DE L85160D DE L0085160 D DEL0085160 D DE L0085160D DE 635209 C DE635209 C DE 635209C
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T11/00Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator without power assistance or drive or where such assistance or drive is irrelevant
    • B60T11/10Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator without power assistance or drive or where such assistance or drive is irrelevant transmitting by fluid means, e.g. hydraulic
    • B60T11/28Valves specially adapted therefor
    • B60T11/32Automatic cut-off valves for defective pipes
    • B60T11/323Automatic cut-off valves for defective pipes in hydraulic systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)
  • Transmission Of Braking Force In Braking Systems (AREA)

Description

Es gibt bereits Sicherheitsvorrichtungen für die Druckleitungen der Flüssigkeitsbremsen (Vierradbremsen) eines Kraftfahrzeuges, bei welchen ein Druckzylinder für die Brems flüssigkeit und mehrere Sicherheitsventile vorgesehen sind, die bei Beschädigung der betreffenden Bremsleitung den schädlichen Abfluß der Flüssigkeit absperren. Solche Vorrichtungen sind in den Fällen unwirksam, in denen die eine oder die andere Bremsleitung kurz vor oder gerade im Augenblick des Anziehens der Bremsen stark beschädigt wird und in denen der Rauminhalt des Druckzylinders nicht zum Auffüllen der Flüssigkeitsverluste und Erzeugen eines ausreichenden Bremsdruckes genügt. Es ist ferner bekannt, in einem Druckzylinder zwei Kolben anzuordnen, deren einer an den Fußbremshebel, deren anderer an den Handbremshebel
ao angeschlossen ist. Durch die Kombination der beiden genannten bekannten Einrichtungen wird erreicht, daß beim Bremsen bei Beschädigung einer Bremsleitung im Augenblick der Einleitung des Bremsvorganges dem Führer durch den geringen Widerstand des Bedienungshebels die Beschädigung der Leitung fühlbar gemacht wird. Infolgedessen greift er unwillkürlich zu dem zweiten Bremshebel, der ihm mit Hilfe der restlichen Leitung einen genügend hohen Bremsdruck auf die unbeschädigte Bremse auszuüben gestattet. Es wird somit durch die Kombination der beiden bekannten Bremseinrichtungen noch eine geringe Erhöhung der Sicherheit erzielt, die als Patent begründender Fortschritt angesehen wird.
Die Zeichnung zeigt schematisch den Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel.
Die Einrichtung enthält einen Druckzylinder i, ein Zulaßventil 2, einen Flüssigkeitsvorratsbehälter 3 und Sicherheitsventile 4, 4." in den Bremsleitungen 5, $a, die zu den vorderen bzw. hinteren Bremspaaren F, Fa führen. In dem Druckzylinder können sich zwei Kolben 6, 7 verschieben, die an zwei Hebel 8, 9 angeschlossen sind, nämlich den Hand- und Fußbremshebel. Die in dem Raum zwischen den Kolben enthaltene Flüssigkeit wird bei der Bewegung des einen oder des anderen Hebels in die Bremsdruckleitung 10, 11, 5, 5° gepreßt.
Zwischen dem Leitungsnetz und dem üblichen Vorratsbehälter 3 ist ein biegsames Ventil 12 mit Bohrungen 13 eingeschaltet, das normalerweise den Stutzen 2>a offen läßt. So-
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bald ein Druckstoß vom Druckzylinder ι kommt, wird das Ventil 12 zurückgedrängt und verschließt den Stutzen, läßt aber die vom Druckzylinder zu den Bremsen gehende Flüssigkeit durch die Bohrung 13 hindurcH-treten.
Die bekannten Sicherheitsventile sind zwischen dem Druckzylinder und. der Bremsdruckleitung eingeschaltet. Ihre Aufgabe besteht darin, im Falle des Druckabfalles aus Flüssigkeitsverlusten die betreffende Teilleitung gänzlich abzuschalten.
Die dargestellte Ausführungsform besitzt zwei Zylinder 4, 4a, die durch, Leitungen 11 mit dem Druckzylinder 1 und Vorratsbehälter und durch die Leitung 5, ζα mit je einer der Bremsgruppen in Verbindung stehen. In diesen Zylindern kann sich das Sicherheitsventil ι S gemeinsam mit einem Schwimmer 14 verstellen, der mittels der Stange 17 mit ihm ein Ganzes bildet. Der Sicherheitsventilteller IS" kommt am Ende seines Abwärtshubes auf einer am Zylinder festen Zwischenwand 16 zum Auf ruhen auf seinem kegeligen Ventilsitz. Durch die Zwischenwand werden in dem Zylinder zwei Kammern, eine obere und eine untere, gebildet.
Bei einer normalen Bremsung geht der Ventilteller 15 im Augenblick des Bremsanziehens abwärts und steigt unter der Wirkung des Schwimmers wieder an, wenn man nicht mehr auf den Druckzylinder einwirkt. Der Ventilteller besitzt ein kleines Hilfsventil 15*, welches eine Ausdehnung der Flüssigkeit in den Bremsleitungen zuläßt. Zwischen dem Ventilteller 15 und dem Zylinder 4 wird ein Spiel belassen, so daß die vom Behälter 3 herkommende Flüssigkeit durch diesen Raum hindurchtreten kann und die etwa in dem Bremsleitungsnetz auftretenden Verluste ausgleicht. Diese Sicherheitseinrichtung arbeitet in der bekannten Weise.
Wird eine Bremsleitung während der Fahrt beschädigt, so läuft die in der unteren Kammer des betroffenen Zylinders, z. B. 4, befindliche Flüssigkeit aus, der Schwimmer 14 sinkt und nimmt den Ventilteller 15 mit, welcher die Zwischenwand 16 abschließt. Die Dichtheit dieses Verschlusses wird durch den Druck der im Behälter 3 -befindlichen Flüssigkeit gesichert, da der letztere, wenn nicht gebremst wird, in unmittelbarer Verbindung mit der Sicherheitseinrichtung 4 steht.
Hierbei bleibt die Bremsmöglichkeit mittels der anderen Sicherheitseinrichtung 4? in deren Bremsleitung ungeschmälert erhalten. Die Störung zeigt sich dem Fahrer beim Anziehen der Bremsen also lediglich dadurch an, daß nur noch zwei an Stelle von vier Rädern gebremst werden.
Mitunter kann es jedoch vorkommen, daß die Beschädigung, beispielsweise ein Bruch, z. B. in der Leitung 5, kurz vorher oder gar in dem Augenblick auftritt, wenn der Fahrer .mittels des Fußbremshebels bremst. In diesein Zeitpunkt hat sich der Ventilteller 15 bereits um einen gewissen· Betrag infolge des Sinkens des Schwimmers 14 nach abwärts bewegt, und die obere Kammer ist teilweise entleert, da die untere Kammer sich infolge des Leitungsbruches bereits ganz oder fast ganz geleert hat.
Im Gegensatz zu dem erstgenannten Fall hat sich aber die obere Kammer des Zylinders 4 noch nicht mit der Flüssigkeit aus dem Behälter 3 füllen können, um so weniger als das Ventil 12 durch die Bewegung des Druckkolbens angehoben wird und den Behälter 3 abschließt. Das Bremsen mittels der Leitung 5a kann aber nur dann erfolgen, wenn 8 ο die obere Kammer im zugeordneten Zylinder 4 vollgefüllt ist, denn es kann in der Leitung ι χ »so lange kein zum Anziehen der Bremse erforderlicher Druck auftreten, wie die beiden oberen Kammern in den Zylindern 4, 4·' nicht ganz voll sind. Das Füllen der oberen Kammer des Zylinders 4 kann aber in der kurzen Zeit zwischen der Beschädigung der Leitung und dem Anziehen der Bremse nur äußerst langsam erfolgen, und die Aufgabe, diese obere Kammer anzufüllen, fällt ausschließlich dem Druckzylinder 1 zu. Wird nun der Fußbremshebel niedergedrückt, so fließt allerdings Flüssigkeit aus dem Druckerzeuger zu der oberen so gut wie leeren Kammer des Zylinders 4 zu, jedoch in ungenügendem Maße, damit das Anziehen der Bremse mit der erforderlichen Raschheit vor sich geht.
Unter' diesen Umständen kommt nun der" Erfindungsgegenstand zur vollen Wirkung, indem der Fahrer beim Beeinflussen des Fußbremshebels gewissermaßen ins Leere schlägt und merkt, daß die eine der Leitungen beschädigt ist. Der Fahrer spürt also seine Fußbremse nicht mehr und wird ganz reflektorisch die Handbremse anziehen. Infolge des verhältnismäßig großen Fördervolumens des Druckzylinders 1 hat nun das Anziehen der Handbremse zur Folge, daß eine weitere Flüssigkeitsmenge zu der durch die Fuß- no bremse geförderten rasch hinzutritt, so daß Zeitverluste infolge der sonst erforderlichen mehrfachen Bewegung des Bremsfußhebels in geringen Grenzen gehalten werden.

Claims (1)

  1. "5 Patentanspruch:
    Sicherheitsvorrichtung für die Druckleitungen der Flüssigkeitsbremsen eines Kraftfahrzeuges mit Druckzylinder und
    MS
    mehreren die Bremsdruckleitung nach einem Bruch selbsttätig abschließenden
    welche zweckmäßig in einem und demselben Druckzylinder arbeiten, und von
    Sicherheitsventilen, dadurch gekennzeich- J denen der eine an den Hand- und der net, daß in dem Druckzylinder (ι) zwei : andere an den Fußbedienungshebel angetrennte Kolben (6, J) vorgesehen sind., J . geschlossen ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEL85160D 1933-12-29 1934-01-18 Sicherheitsvorrichtung fuer die Druckleitungen der Fluessigkeitsbremsen eines Kraftfahrzeuges Expired DE635209C (de)

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DE635209C true DE635209C (de) 1936-09-12

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DEL85160D Expired DE635209C (de) 1933-12-29 1934-01-18 Sicherheitsvorrichtung fuer die Druckleitungen der Fluessigkeitsbremsen eines Kraftfahrzeuges

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FR (1) FR779383A (de)

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FR779383A (fr) 1935-04-03

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