DE635143C - Vorrichtung zum Verhindern des Stehenbleibens der Bindenadeln im Presskanal von Strohpressen - Google Patents

Vorrichtung zum Verhindern des Stehenbleibens der Bindenadeln im Presskanal von Strohpressen

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DE635143C
DE635143C DEC50576D DEC0050576D DE635143C DE 635143 C DE635143 C DE 635143C DE C50576 D DEC50576 D DE C50576D DE C0050576 D DEC0050576 D DE C0050576D DE 635143 C DE635143 C DE 635143C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F15/00Baling presses for straw, hay or the like
    • A01F15/08Details
    • A01F15/14Tying devices specially adapted for baling presses

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

Bei Strohpressen werden die durch den Preßkanal schwingenden Bindenadeln durch die verschiedenartigsten Antriebe bewegt. Sehr verbreitet ist der Antrieb der Nadeln von einer Welle aus, die bei jeder Bindung durch eine Kupplungsvorrichtung mit einer ständig umlaufenden Welle gekuppelt wird, nach einer Drehung von i8o° selbsttätig entkuppelt wird und während ihrer Drehung die Nadeln mittels einer Kupplung hin und her schwenkt. Wenn auch -die Kupplungsvorrichtungen bei den bekannten Pressen von hoher Betriebssicherheit sind, so kann es doch vorkommen, daß Unregelmäßigkeiten eintreten, z. B. können die Klauen oder Nocken der im allgemeinen verwendeten Klauen- oder Nockenkupplungen anfangs eine Kupplung bewirken, bei größer werdendem Druck aber abspringen. In diesem Fall werden die-Nadein nicht völlig aus dem Kanal geschwenkt und bleiben im Stroh hängen. Die Klauen oder Nocken der Kupplungen können aber auch nur halb statt ganz aufeinandertreffen, so daß sie nach kurzer Zeit wieder voneinander abgleiten.
Das Hängenbleiben der Nadeln im Kanal hat bei allen Pressen unliebsame Folgen. Bei Schwingkolbenpressen, bei denen die Nadeln sich nicht vollkommen frei unter dem Preßkolben hinwegbewegen, trifft der Kolben auf die Nadeln, wodurch diese zerstört werden. Aber auch bei den Pressen, bei denen die Nadeln bei allen Stellungen des Preßkolbens freien Durchgang durch den Preßkanal haben, entstehen Verbiegungen, weil sich auf dem Rücken der im Preßkanal hängengebliebenen Nadeln allmählich so viel Stroh anhäuft, daß der Kolben endlich die Nadeln verbiegt.
Gemäß der Erfindung soll die Möglichkeit des Zerstörens oder Verbiegens der Nadeln dadurch behoben werden, daß eine Rückholvorrichtung vorgesehen wird, die von einem beliebigen sich bewegenden Teil der Presse, z. B. von dem auf und ab schwingenden Kolben, dann in Tätigkeit gesetzt wird, wenn beim Versagen des Nadelantriebes die Nadeln im Preßkanal hängenbleiben. Die Vorrichtung bewirkt alsdann ein Zurückschwingen der Nadeln in ihre Ruhestellung. Auf der Zeichnung ist in der Abb. 1 eine Rückholvorrichtung für eine Schwingkolbenpresse schaubildlich dargestellt. In den Abb. 2 bis 7 ist die Wirkung dieser Vorrichtung veranschaulicht.
Der Schwingkolben α der Presse schwingt um die Welle b, und die Bindenadel c ist in der üblichen Weise auf einer Welle befestigt, die an einem Ende eine Kurbel d trägt. Die letztere ist durch eine Zugstange e mit der Kurbel f einer Welle k verbunden. Auf der Welle k ist ein Kupplungsarm befestigt und ein mit einem Kupplungsnocken 'i versehenes Zahnrad g frei
685143
drehbar angeordnet, welches von dem Rad/i ständig angetrieben wird. Der Kupphmgsarm der Welle k wird vor jeder Bindung sq. bewegt, daß er in den Bereich des Nockens^ des Zahnrades g tritt. Infolgedessen wi" "J die Welle £ von dem Zahnrad g mitgen
men. Bei einer Umdrehung der Wellefe" wird die Nadel c durch die Kurbeln /, d und die Zugstange e um etwa 90° hin und her geschwenkt, wenn die Kupplung sicher gefaßt hat. Ist dieses jedoch nicht der Fall, so springt die Kupplung aus, und die Nadel bleibt im Preßkanal hängen, so daß der
. Preßkolben auf die Nadel trifEt und diese zerbricht oder verbiegt. Um diesen Übelstand zu vermeiden, ist die Gegenstand der Erfindung bildende Rückholvorrichtung vorgesehen. Diese Vorrichtung besteht aus einem auf dem der Kurbel d gegenüberliegenden Ende der Nadelwelle befestigten Hebel m, der durch eine Zugstange η mit einem Hebel des einen Teiles p einer Klauenkupplung verbunden ist, dessen anderer Teil 0 an dem einen Seitenarm des Preßkolbens a befestigt ist. Wie die Abb. 2 und 5 erkennen lassen, -is± bei der Ruhestellung der Nadel c zwischen den Klauen der Kupplungsteile 0, p so viel Spiel vorhanden, daß der Kolben α auf und at> schwingen kann, ohne den Hebel des Kupplungsteiles ρ mitzunehmen. Die Abb. 3 und 6 zeigen den Zeitpunkt, in dem die Nadel vor dem herunterschwingenden Kolben in den Kanal geschwenkt wird. Der Kolben bewegt sich in der gleichen Richtung wie der Kupplungsteil p, ohne auf die Klauen des Kupplungsteiles 0 zu treffen. Die Abb. 4 und 7 endlich zeigen die Wirkung der Rückholvorrichtung. Die Nadel c ist in dem Kanal hängengeblieben, weil die Kupplung versagt hat, durch welche· das Radg mit der Welle k verbunden war. Die entsprechende Klaue des Kupplungsteiles 0 des sich nach oben bewegenden Kolbens trifft alsdann auf die Klauen des Kupplungsteiles p, so daß dieser mitgenommen und die Nadel aus dem 5,Preßkanal geschwenkt wird. £-. Ιϊι der Abb. 8 ist eine Rückholvorrichtung . eine Schwingkolbenpresse dargestellt,
fi der auf der Nadelwelle ein Nocken 0 und auf der Antriebwelle t der Presse ein Nocken £ befestigt ist. Bleibt die Nadel im Preßkanal stehen, so trifft der Nocken/; auf den , Nocken 0 der Nadelwelle u, wodurch diese so gedreht wird, daß die Nadel aus dem Preßkanal geschwenkt wird.
In der Abb. 9 ist eine Rückholvorrichtung für ' eine Presse mit Kolbenwagen schematisch dargestellt. Mit der Nadelwelle μ ist ein Hebel q fest verbunden, dessert freies Ende durch eine mit einem Längsschlitz s versehene Stange r dadurch mit dem Kolben α in Verbindung steht, daß ein an dem Kolben vorgesehener Bolzen z/ in den Schlitz der Stange eingreift. Bleibt die Nadel in dem Kanal stehen, so wird sie durch den sich zurückbewegenden Kolben mittels der Stange r und des Hebels q aus dem Preßkanal geschwenkt. Ist die Nadel in Ruhestellung, so gleitet der Bolzen ν in dem Schlitz der Stange/* Mn und her, ohne die Nadel zu beeinflussen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Vorrichtung zum Verhindern des Stehenbleibens der Bindenadeln im Preßkanal von Strohpressen beim Versagen der den Antrieb der Nadeln vermittelnden Eintourenkupplung·, dadurch, gekennzeichnet, daß an einem sich ständig bewegenden Teil der Presse (z. B. am Preßkolben oder an der Haupt- oder Vorgelegewelle) Ansehläge, Exzenter, Hebel o. dgl. vorgesehen sind, durch welche die Nadeln beim Versagen 4er Kupplung aus dem Preßkanal geschwenkt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEC50576D 1935-05-29 1935-05-29 Vorrichtung zum Verhindern des Stehenbleibens der Bindenadeln im Presskanal von Strohpressen Expired DE635143C (de)

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DE635143C true DE635143C (de) 1936-09-11

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