DE63409C - Verfahren zur Herstellung eines der Steinkohle nahekommenden Brennmaterials aus Torf - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines der Steinkohle nahekommenden Brennmaterials aus Torf

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DE63409C
DE63409C DENDAT63409D DE63409DA DE63409C DE 63409 C DE63409 C DE 63409C DE NDAT63409 D DENDAT63409 D DE NDAT63409D DE 63409D A DE63409D A DE 63409DA DE 63409 C DE63409 C DE 63409C
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peat
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Frau G. ANGEL in Jönköping, Schweden
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B53/00Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
    • C10B53/02Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form of cellulose-containing material
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E50/00Technologies for the production of fuel of non-fossil origin
    • Y02E50/10Biofuels, e.g. bio-diesel

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10: Brennstoffe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. Januar 189a ab.
Bei den bisher gebräuchlichen Verfahren, aus Torf ein Brennmaterial herzustellen, welches hinsichtlich der Haltbarkeit und des Brennwerthes sich mit Steinkohle vergleichen läfst, hat man den Torf zunächst durch Erhitzen in Schachtöfen oder Retorten ohne Luftzutritt verkohlt und die flüchtigen Destillationsproducte aufgesammelt, um dieselben später der hierbei erhaltenen Torfkohle als Bindemittel bezw. zur Brennwertherhöhung der Kohle zuzusetzen. Hierbei zeigten sich jedoch mancherlei Uebelstände. So reichte der bei der Verkohlung des Torfes erhaltene Theer für die Herstellung von Brennmaterial . aus der ebenfalls hierbei gewonnenen gemahlenen Torfkohle nicht aus, sondern man mufste noch zu anderen bituminösen Stoffen, wie Asphalttheer u. dergl., seine Zuflucht nehmen, um der Kohle die erforderliche Haltbarkeit zu verleihen. Ferner war es zu einer solchen Herstellung eines auch für den Transport genügend haltbaren Brennmaterials wegen der eigenthümlichen physikalischen Beschaffenheit der Torfkohle nöthig, einen bedeutenden Druck anzuwenden, wodurch die Herstellungskosten bedeutend vergröfsert wurden.
Bei etwaiger Anwendung eines unorganischen Bindemittels, wie etwa Kalk, Thonerde oder dergleichen, würde der Nachtheil sich zeigen, dafs durch den so erhöhten Aschengehalt des Brennmaterials der Brennwerth desselben herabgemindert würde und aufserdem bei der Herstellung dieses Brennmaterials behufs Formung desselben ein Anfeuchten und nachheriges Trocknen der Masse stattfinden müfste, wodurch neben der Brennwertherniedrigung eine Erhöhung der Herstellungskosten eintreten würde. Allen diesen Uebelständen abzuhelfen,, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung, mit Hülfe welcher aus Torf ein hochwerthiges Brennmaterial von einfacher und billiger Herstellungsweise erzielt wird.
Das den Gegenstand dieser Erfindung bildende Verfahren wird nun folgendermafsen ausgeführt.
Dem lufttrockenen, aber noch weichen Torf wird durch Pressen die von dem fertigen Fabrikat gewünschte Form gegeben. Mit solchen Torfstücken werden hermetisch verschliefsbare Retorten gefüllt. Nachdem letztere geschlossen sind, werden dieselben in einem Ofen zweckmäfsig auf 125 bis 2500C. während etwa 3 bis 6 Stunden je nach Beschaffenheit des Torfes erhitzt. Während dieser allmälig steigenden Erhitzung wird der Torf in sich verflüchtigende, gasförmige Stoffe und Kohle zerlegt. Da aus der dicht geschlossenen Retorte die gasförmigen Stoffe nicht entweichen können, sondern fortdauernd in der Retorte verbleiben müssen, so sind sie gezwungen, sich bei der nun folgenden langsamen Abkühlung zu theerartigen Stoffen zu verdichten, welche infolge der äufserst innigen Berührung mit den Torfkohlentheilchen von diesen aufgesaugt werden und die letzteren derart unter einander verbinden, dafs das Gesammtproduct eine mehr oder weniger glänzende, feste, nicht abfärbende Kohle von annähernd der Steinkohle gleichen Festigkeit darstellt.
Um ein Zersprengen der Retorte infolge zu hohen Druckes der entwickelten Gase zu ver-
f2, Auflage, ausgegeben am 7. November T8gg.)
meiden, ist es zweckmäfsig, die Retorte mit einem entsprechenden Sicherheitsventil auszustatten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines der Steinkohle nahekommenden Brennmaterials aus Torf, darin bestehend, dafs man denselben in dicht geschlossenen Behältern behufs Verkohlung zuerst erhitzt und dann abkühlen läfst, derart, dafs die dabei entwickelten flüchtigen Producte während dieses Verfahrens aus dem betreffenden Behälter nicht fortgeleitet werden, sondern darin möglichst verbleiben.
DENDAT63409D Verfahren zur Herstellung eines der Steinkohle nahekommenden Brennmaterials aus Torf Expired - Lifetime DE63409C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2700554A1 (de) * 1976-01-12 1977-07-14 Edward Koppelman Verfahren zum aufbereiten lignitartiger kohle als brennstoff

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