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Verteiler Die Erfindung betrifft einen Verteiler für Zündanlagen von
Brennkraftmaschinen, bei dem durch eine Kappe aus durchsichtigem Stoff der Übergang
der Funken zwischen der umlaufenden und den zu den einzelnen Zündleitungen gehörigen
Elektroden beobachtet werden kann.
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Erfindungsgemäß werden bei einem solchen Verteiler die zu den einzelnen
Zündleitungen gehörigen Elektroden als verhältnismäßig langgestreckte, mit ,einer
Teilung versehene Kreisbogen ausgebildet, -an denen sich die spitze Elektrode des
umlaufenden Verteilerstückes entlang bewegt. Infolge dieser Anordnung wird das bei
jeder Zündung überspringende Funkenbüschel fächerförmig ausein.andergezogen, wobei
aus der Breite und dem Verlauf desselben Aufschlüsse über den Zustand der zugehörigen
Zündleitung und Zündkerze gewinnbar sind.
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Bei Verteilern mit selbsttätigem @ Zündzeitpunktregler kann dabei
das umlaufende Verteilerstück unmittelbar an der Antriebswelle befestigt und infolgedessen
vom Zündzeitpunktregler unabhängig sein, so daß die Wirkung des Zündzeitpunktreglers
an einer entsprechenden Verschiebung des Funkenbüschels längs der kreisbogenförmigen
Elektroden erkennbar ist.
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Das umlaufende Verteilerstück kann jedoch auch auf einer Welle befestigt
sein, welche mit Hilfe ,eines Verbindungsgliedes an Stelle des Rotors .eines gewöhnlichen
Zündkopfes an dessen Welle angebracht werden kann.
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Zwei Ausführungsformen der Erfindung sind beispielsweise in Gestalt
eines Verteilers für vier Zylinder auf der Zeichnung dargestellt, in welcher Abb.
i in schematischer Darstellung die Prüfvorrichtung nach der Erfindung zeigt, an
einem Verteiler, von dem die Ableitungen zu den Kerzen und der Zündspule abgezweigt
sind.
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Abb. a ist .ein senkrechter Schnitt durch die Prüfvorrichtung, die
auf einem Verteiler angeordnet ist, der dem Zweck der vorliegenden Erfindung entsprechend
abgeändert ist.
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Abb.3 ist ein senkrechter Schnitt durch eine Prüfeinrichtung, die
an .einem Verteiler üblicher Bauart angebracht ist, an dem nichts verändert ist.
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Abb. q. ist eine Aufsicht auf den Apparat, wobei die Glasglocke und
die Mittel zu ihrer Befestigung fortgelassen sind.
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Abb. 5 ist eine Ansicht von unten und Abb.6 eine Seitenansicht einer
Klemmhülse, mit deren Hilfe die Welle des Rotorträger s verlängert werden kann.
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Abb. 7 ist eine Ansicht von unten auf eine Welle zur Verlängerung
des Rotorträgers. Abb.8 ist eine Seitenansicht eines Keils,
metallisches
Endstück endet, und fließt in den Aufnehmer 14, der im wesentlichen aus einem Kupferring
15 besteht, der in dem aus Isolierpreßmasse bestehenden Körper der Vorrichtung befestigt
ist. Der Hochspannungsstrom wird abgenommen von der Kohle 16, die durch die Feder
1 7 gegen den Ring 15 gedrückt wird. Die Kohle und 'ihre Feder sind in einer metallischen
Hülse 18 geführt, die in die Isoliermasse des Rotors i 9 cingepreßt ist und durch
den Niet 2o mit der Verteilerspitze 21 verbunden ist, die sich in der Nähe einer
Anzahl von Elektroden 22 dreht, die symmetrisch, entsprechend der .Anzahl der zu
versorgenden Zylinder, an einer die obere Abschlußfiäche des Kontrollapparates begrenzenden
Randleiste angeordnet sind. Jede Elektrode bildet einen Teil einer Hülse 23, in
welche eine `nicht dargestellte metallische Kappe eines Leiters 24 hineinpaßt, der
zu einer in den Motor einschraubbaren Kerze 25 führt.
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Eine Haube 26 aus Glas oder einem anderen durchsichtigen und isolierenden
Baustoff bedeckt die Vorrichtung io und ist mit ihm durch den- federnden Bügel
27 verbunden. Das Ganze ist an einem Verteilerkopf i i üblicher Bauart mit
Haken 28 befestigt, die den Apparat in seiner Lage sichern. Eine angegossene Nase
47 greift in die Nut 48, die an dem Verteiler vorgesehen ist und jede Drehbewegung
verhindert.
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Die Welle 29, die durch den Motor angetrieben wird und sich ständig
mit ihm dreht, treibt unmittelbar den Rotor i9 an (Abb. 2), was die Überwachung
der selbsttätigenZündmomentverstellung gestattet. In der Abb.3 ist die Welle 3o
wie bei den gebräuchlichen Verteilern angeordnet. Um den Zündvorgang beobachten
zu können und um die Vorrichtung anbauen zu können, ist die Verlängerung 3i vorgesehen,
die von der Nockenwelle 32 mittels eines Keils 33 mitgenommen wird. Der Keil liegt
in der für die Mitnahme des Rotors üblicherweise vorgesehenen Nut und greift in
die Verlängerung 31 der Welle durch das Loch 34 (s. Abb. 7). Die Verlängerung 31
gestattet, den Rotor in der gewünschten Höhe zu befestigen. Die Hülse 35 klemmt
mit Hilfe der Mutter 36 die Verlängerung 31 an der Nockenwelle 32 fest und verhindert
jede vertikale Bewegung. Die Schmierung des Wellenträgers 32 auf der Welle 30 wird
durch eine Filzscheibe 37, die beim der den Rotorträger mit .der Verlängerung verbindet,
-in derRichtung des Pfeils 8 der Abb.3 gesehen.
| In der Zeichnung' bezeichnet io den Kar': |
| per der Prüfeinrichtung. Der Hochsp##g-# |
| nungsstrom kommt von der Spule i2 dAh' |
| den Leiter i3, der in ein nicht dargestelltes' |
Einbau mit Öl getränkt wird, und durch den Docht 38 (Abb. 2) gesichert, dem man
Öl zuführt, indem man die Schraube 39 entfernt.
| :;.,eine Vorrichtung zur Zündmomentverstel- |
| @t durch die Fliehkraft läßt die Wirkungs- |
| :u, e der Überwachungseinrichtung anschau- |
lich erkennen. Die Platte 5o auf der Welle 29 nimmt die Platte 51 auf der Nockenwelle
32 mit Hilfe von Stiften 52 mit, die durch Hebelarme 53 mit Gewichten 54_ verbunden
sind. Die Hebel werden durch Federn 55, die an der Nockenwelle 32 befestigt sind,
-festgehalten. Die Gewichte sind mit Stiften '56, die an der Platte 5 i vernietet
sind, durch die Hebelarme 57 verbunden. In der Ruhe halten die Gewichte 54 unter
der Wirkung der Federn 55 die Hebelarme 53 und 57 in einer geraden Linie. Im Betrieb
nähern infolge der Fliehkraft die Gewichte 54, indem sie an den Federn 55 ziehen,
die Achsen 52 und 56 einander, wobei die Hebelarme 53 und 57 einen Winkel bilden,
der sich je nach der Entfernung der Mitten der Massen 54 verkleinert. Die Scheiben
6o und 61 regeln das vertikale Spiel der Welle 29 und der Nockenwelle 32 zwischen
dem Gehäuse i i des Verteilerkopfes und der Stützplatte 68. Der Unterbrecherhehel
62, der um die Achse 63 schwingt und der gegen die Masse durch eine Fiberhülse 64
elektrisch isoliert ist, empfängt den Primärstrom durch eine Feder 65, die mit der
Schraube 66, von der Masse isoliert, festgeklemmt ist und deren Ende aus dem Verteilerkopf
herausragt. Wenn der Unterbrecherhebel62 nicht durch einen der Vorsprünge der Nockenwelle
32 verstellt wird, so liegt er an dem Anschlag 67 an, der durch die Schrauben 69
und
70 mit der Masse verbunden ist, die ihn auf der Tragplatte 68 befestigen.
Die Platte 68 wird durch Schrauben 71 gehalten, mit welchen auch die Haken 28 angebracht
sind.
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Der Rotor 19, der auf der Welle 29 oder der Verlängerung 31 sitzt,
trägt eine blanke Metallhülse 4o, die mit einer Ringnut 41 versehen ist. Sie dient
dazu, sie in der Preßmasse zu befestigen. Die Schraube 39 verbindet den Rotor i9
mit der Welle 29 oder deren Verlängerung3i. Die Zylinderhülse in der Preßmasse des
Rotors endet in einem Kegel, dessen Form sich dem Teig 40 anpaßt, der den Rotor
19 mit der Welle 29 oder der Verlängerung 31 fest verbindet.
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Eine Elektrode 42, die aus der Spitze des Verteilers 21 ausgestanzt
ist, dient dazu, ein Durchschlagen der Sekundärwicklung der Zündspule zu vermeiden,
indem der Funke von der Elektrode 42 auf den Kopf der Schraube 39, die als Masse
dient, überspringt.
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Ein Kondensator, der in eine Kapsel43 eingeschlossen ist, ist an der
Unterseite des
Zündkopfes i i durch die Schelle 44 und die Schraube
45 befestigt, welche einen der Belege mit der Masse verbindet, während der andere,
der isoliert ist, mit dem Unterbrecherhebel durch das Kabel46 und die isolierte
Klemmschraube (Abb. i) leitend verbunden ist. Wirkungsweise Wenn der Motor läuft,
so nimmt er die Welle 29 mit, welche die Nockenwelle 32 mittels der selbsttätigen
Zündverstellung mitnimmt. Eine Nocke, die den Unterbrecherhebel von dem Massenträger
entfernt, bewirkt eine Unterbrechung des Niederspannungsstromkreises. Wenn man von
oben auf die Vorrichtung sieht, kann man die Unterbrecherkontakte zwischen dem Rotor
i9 und dem Ring 15 erkennen. Nach der Natur des Funkens, der zwischen ihnen entsteht,
kann man feststellen, ob der Primärkreis in Ordnung ist: ein Aussetzen der Zündung
hat einen Bruch des Drahtes oder das Ausfallen eines Kontaktes an der Verteilerplatte
zur Ursache, ein zu starker Funke ist die Folge eines schadhaften Kondensators oder
eines Kurzschlusses der Primärspule. Auf einen kleinen Funken zwischen den Kontakten,
der einen guten Zustand des Niederspannungskreises beweist, muß ein Hochspannungsfunken
zwischen der Verteilerspitze 21 und einer der Elektroden 22 folgen. Dort würde das
Fehlen eines Funkens einen Schaden in der Sekundärwicklung der Zündspule 12 erkennen
lassen oder eine Unterbrechung des Kabels 13, das sich von der Zündspule oder von
der Buchse 14 des Apparates gelöst hat. Wenn ein Funke zwischen dem Blitzableiter
42 und der Masse überspringen sollte, so würde sich die Ursache entweder in einer
Kerze finden, deren Spitzen einen zu großen Abstand haben oder in einem Bruch des
Leiters oder des Kontaktes zwischen der Kerze und der Überwachungseinrichtung. Wenn
man von einer gewissen Umlaufgeschwindigkeit des Motors ausgeht, so sieht man zwischen
der Verteilerspitze und einem der Kontaktstücke mehrere Unterbrech erfunken bei
derselben Trennung der Unterbrecherkontakte. Je nach der `Anzahl dieser Funken,
die umgekehrt proportional ist dem Widerstand zwischen den Spitzen der Kerze, kann
man auf deren Entfernung schließen: die Anzahl der Funken und die Länge der Überschläge
ist ein Maximum, wenn die Spitzen der Kerze kurzgeschlossen sind.
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Die Überwachung der Zündmomentverstellung mit Hilfe der Welle 29 der
Abb. 2 vollzieht sich folgendermaßen: Bei einer geringen Umlaufgeschwindigkeit,
wenn die Federn 55 die Massen 54, welche die Hebel 53 und 57 in einer geraden Linie
halten, nähern, wird der Funke zwischen der Mitte der Elektrode 22 und der--Verteilerspitze
2i überspringen, die man einstellt, indem man den Kegel der Armatur des. Rotors
i9 an der Welle 29 festklemmt. Bei höherer Geschwindigkeit entfernen sich dann die
Massen 54 unter der Wirkung der Fliehkraft und bilden einen gewissen Winkel zwischen
den Hebeln 53 und 57. Die Platte 51 wird dann gegenüber ihrer Stellung bei
langsamem Lauf verschoben. Da die Nockenwelle mit der Platte 51 starr verbunden
ist, so werden sich die Unterbrecherkontakte voneinander entfernen, indem sie einen
Hochspannungsfunken erzeugen, an einer Stelle vor der Marke in der Mitte der Elektrode,
und man kann den Ausschlagswinkel an der Teilung, die in der Preßmasse gegenüber
den Elektroden angebracht ist, ablesen. In der Abb.4 bedeutet jeder Teilstrich io°
Drehung der Kurbelwelle, indem die Welle 29 bei Viertaktmotoren mit der halben Drehzahl
angetrieben wird.
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Die Zündköpfe, bei denen die Unterbrechung abwechselnd an zwei Unterbrechern
stattfindet, müssen einen sehr genauen Gleichlauf haben für den gewünschten öffnungswinkel
der Kontakte. Es ist sehr leicht, bei laufendem Motor zu sehen, ob die Funken regelmäßig
und in richtiger Stärke an den Elektroden 22 überspringen.
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Der Apparat kann leicht auseinandergenommen werden, um ihn instand
zu setzen oder Teile auszuwechseln. Nach Entfernen des Bügels 27 und der Glasglocke
26 kann man die Haken 28 lösen, die den Körper der Vorrichtung i o mit dem Zündkopf
i i verbinden.
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Wenn der Rotor i9 nicht abgenommen wird, kann man den Körper der Vorrichtung
io zur Seite schieben, nachdem man ihn etwas angehoben hat, um ihn aus der Ringnut
des Zündkopfes i i zu heben. Alsdann läßt man durch eine vertikale Drehbewegung
den Rotor i9 durch den Ring 15 gleiten.
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Um den Rotor i9 abzunehmen, wenn man die Schraube 39 gelöst hat, drückt
man von unten, um die Kegelflächen zu trennen.
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Das Abnehmen der Wellenverlängerung 31 wird bewirkt, indem man die
Mutter 36 ein paarmal dreht. Das Ganze, die Wellenverlängerung 31, die Klemmhülse
35, die Mutter 36 und der Keil 33, kann dann nach oben abgehoben werden.
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Der Zusammenbau und die Einstellung der Kappe werden folgendermaßen
vorgenommen Erster Fall: Die Welle 29 treibt unmittelbar den Rotor an. Man setzt
den Körper der Vorrichtung i o .auf den Zündkopf i i, indem man die Nase 47 in die
Nut 48 einfügt und dann die Federn 28 einhakt. Man muß
den Kolben
des ersten Zylinders in die obere Totlage am Ende der Kompression bringen. Wenn
die Unterbrecherkontakte den richtigen Abstand haben, setzt man den Rotor i9 auf
die Welle 29, indem man die Verteilerspitze 2 i gegen die Mitte der diesem Zylinder
entsprechenden Elektrode dreht und zieht die Schraube 39 an. Die Glasglocke 26 wird
auf die Platte des Apparates gesetzt, und dann hakt man die Haltefedern 28 ein.
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Zweiter Fall: Gebräuchlicher Zündkopf, an welchem man den Apparat
anbauen will, ohne die Welle 30 zu verlängern. Man führt den Keil 33 in das
Loch der Verlängerung 3 i, die man auf die Nockenwelle aufsteckt, indem man den
Keil 33 in die für die Mitnahme des gewöhnlichen Rotors vorgesehene Nut einführt.
Dann steckt man die Klemmhülse 35 auf und dann die Mutter 36, die man fest anzieht.
Der Rotor i9 und der Körper des Apparates werden dann aufgesetzt.
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Es versteht sich, daß sich die Erfindung nicht auf Kontrollapparate
für vier Zylinder beschränkt wie hier beschrieben und darge-_ stellt ist, und daß
man zahlreiche Abänderungen vornehmen kann, ohne den Schutzbereich der Erfindung
zu verlassen. PATENTANSPRÜCHE: i. Verteiler für Zündanlagen von Brennkraftmaschinen,
bei dem durch eine Kappe aus durchsichtigem Stoff der Übergang der Funken zwischen
der umlaufenden und den zu den einzelnen Zündleitungen gehörigen Elektroden beobachtet
werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (22) als verhältnismäßig
langgestreckte, mit einer Teilung versehene Kreisbogen ausgebildet sind, an denen
sich die spitze Elektrode (21) des umlaufenden Verteilerstückes entlang bewegt.
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2. Verteiler nach Anspruch i mit selbsttätigem Zündzeitpunktregler,
dadurch gekennzeichnet, daß das umlaufende Verteilerstück (i 9) unmittelbar an der
Antriebswelle befestigt und infolgedessen vom Zündzeitpunktregler unabhängig ist.
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3. Verteiler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteiler
(21) auf einer Welle (3i) befestigt ist, welche mit Hilfe eines Verbindungsgliedes
(35, 36) an Stelle des Rotors eines gewöhnlichen Zündkopfes an dessen Welle (32)
angebracht werden kann.