DE963385C - Sicherheitsvorrichtung an Magnet-Zuendapparaten fuer Brennkraftmaschinen - Google Patents
Sicherheitsvorrichtung an Magnet-Zuendapparaten fuer BrennkraftmaschinenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02P—IGNITION, OTHER THAN COMPRESSION IGNITION, FOR INTERNAL-COMBUSTION ENGINES; TESTING OF IGNITION TIMING IN COMPRESSION-IGNITION ENGINES
- F02P11/00—Safety means for electric spark ignition, not otherwise provided for
- F02P11/02—Preventing damage to engines or engine-driven gearing
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 9. MAI 1957
S 33607 VIIIb/ 46ca
Es sind Magnet-Zündapparate für Brennkraftmaschinen mit Einrichtungen zur Begrenzung der
oberen Drehzahl des Motors bekannt, bei denen bei einer vorbestimmten Höchstdrehzahl ein mit der
Apparatemasse verbundenes Ableitorgan sich der
Elektrode des rotierenden Hochspannungsverteilerarmes so weit nähert, daß die Funken unmittelbar
auf die Masse überspringen, bevor der Zündstrom das Verteilersystem und die Zündkerzen erreicht.
Weiter sind Fliehkraftschalter bekannt, welche bei Überschreiten bestimmter Motordrehzahlen die
Primärwicklung des Magnetzünders zeitweilig kurzschließen. Diese Fliehkraftschalter haben jedoch
den Nachteil, daß sie die Drehzahl des Motors bei eintretender Entlastung, beispielsweise infolge
eines Bruches irgendeines Kraftübertragungsgliedes, zwar auf einen bestimmten Höchstwert beschränken,,
ihn aber nicht stillsetzen. Ein weiterer Nachteil dieser Schalter ist, daß an ihnen infolge
Funkenbildung vor dem Schließen und nach dem öffnen der Schalter ein starker Abbrand entsteht.
Gemäß der Erfindung ist die Sicherheitsvorrichtung so ausgebildet, daß der im Primärstromkreis
der Zündung liegende, die Unterbrecherkontakte
709i 5137113
überbrückende Kurzschlußschalter durch ein fliiehkraftgesteuertes
Organ, bei Überschreiten, einer vorbestimmten.
Drehzahl des Motors in Schließstellung gebracht wird und nach seiner Verstellung unter
Zuhilfenahme einer Rastvorrichtung in der Kurzschlußlage verbleibt, bis er wieder von Hand geöffnet
wird. Auf diese Weise wird beim Überschreiten der zulässigen Höchstdrehzahl ein Stillsetzen
des Motors erreicht und gleichzeitig der Abbrand an den Kontakten des Schalters vermieden..
Magnetzünder für stationäre Motoren tragen normalerweise eine auf der äußeren Gehäuseseite
zugängliche Klemme, an welche das Zuleitungskabel zu einem willkürlich von Hand betätigbaren
Kurzschlußschalter angeschlossen wird. Der Kurzschlußschalter gemäß der vorliegenden Erfindung
ist weiter so dimensioniert und geformt, daß er an die Stelle einer am Zündverteilergehäuse bestehenden
Anschlußklemme für das Kurzschlußkabel geao setzt und das fliehkraftgesteuerte Organ für die
Verstellung des Kürzschlußschalters als Teil des Fliehkraftreglers ausgebildet werden kann, der zur
Begrenzung der oberen Drehzahl des Motors dient. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt.
Fig. ι veranschaulicht einen von der Seite gesehenen
Schnitt durch den Oberteil eines Magnetzünders von vornehmlich zylindrischer Form für
lotrechte Befestigung am Motor; Fig. 2 ist eine Ansicht des Kurzschlußschalters in der Betriebsstellung des Zünders, aus der Richtung
des Pfeiles A in Fig. ι gesehen;
Fig. 3 zeigt einen Teil der gleichen Ansicht wie Fig. 2 mit dtem Kurzschlußschalter in seiner Aus-Schaltstellung.
Konzentrisch zum Gehäuse ι des Magnetzünders
ist die Zünderwelle 2 gelagert und trägt an, ihrem oberen Ende den Unterbrechernocken 3, der den
nicht gezeichneten Unterbrecher in bekannter Weise betätigt. Oberhalb des Unterbrechernockens
und mit diesem zwangläufig umlaufend befindet sich in bekannter Anordnung der rotierende Verteilerarm
4, der über die Verteilerelektrode S den Hochspannungszündstrom den einzelnen stationären
Verteilerelektroden 10 im Verteilerkopf 11
zuführt. Oberhalb des Unterbrechernockens 3 ist ein Fliehkraftregler angeordnet, der im wesentlichen
aus einem Bügel 6 besteht, der die Welle 2 teilweise umgibt und um eine durch einen Träger
12 gehaltene Achse/ schwenkbar gelagert ist. Der
Bügel 6 weist die Form eines Winkelhebels auf mit einem langen Schenkel 6' und einem kurzen
Schenkel 6". Am ,Ende des Schenkels 6" ist ein
Fliehgewicht 8 angebracht, dessen Fliehkraft beim Umlaufen den Bügeliö so beeinflußt, daß der lange
Schenkel 6' sich der Elektrode des Verteilerarmes 4 nähert. Eine zwischen dem Ende des kurzen Bügelschenkels
6" und dem Träger 12 angeordnete Feder 9 hat die Tendenz, der Fliehkraft des Fliehgewichtes
8 entgegenzuwirken und den Bügelschenkel 6' in seiner niedrigsten Lage zu halten.
Der Bügel 6 ist nicht isoliert, sondern, steht mit der Masse des Zündergehäuses 1 in elektrischer Verbindung.
Wird nun im Betrieb eine gewisse vorbestimmte Höchstdrehzahl erreicht, so nähert sich
der Bügelschenkel 6' unter dem Einfluß der Fliehkraft der Elektrode 5 des Verteilerarmes 4, so daß
zu einem gegebenen Zeitpunkt der Hochspannungsstrom
den kleinen Zwischenraum überspringt und zur Masse direkt abfließt. Bei abnehmender Maschinendrehzahl
entfernt sich dann der Schenkel 6' vom Verteilerarm 4. Der Zündstrom kann, dann
wieder in normaler Weise den im Vei teilerkopf 11
angeordneten festen Elektroden. 10 zugeführt werden.
Die bis dahin beschriebene Einrichtung ist an bekannten Magnetzündern vorhanden. Sie wird erfmdungsgemäß
durch einen Kurzschlußschalter ergänzt, dem .die Aufgabe zufällt, ein Durchgehen der
Maschine zu verhüten, indem der Primärstrom des Magnetzünders selbsttätig kurzgeschlossen und in
der Kurzschlußstellung gehalten wird, so daß die Maschine zum Stillstand gebracht wird.
Der Kurzschlußschalter ist in der Wand des Gehäuses ι angeordnet, durch welche ein hülsenförmiger
Teil eines zum Schalter gehörenden Lagerstückes 13 hindurchgeführt und durch einen
Stellring oder eine Mutter 14 in dieser Lage gehalten wird. Im Lagerstück 13 ist die Schalterachse
15 drehbar gelagert, die im Gehäuseinnern einen Schaltnocken 16 aus elektrisch leitendem
Baustoff und auf der Außenseite des Gehäuses 1
einen Handgriff 17 in drehfester Verbindung trägt. Der Schaltnocken 16 weist einen, radial gerichteten·
Flügel 18 auf, der im normalen Betriebszustand des Zünders in Richtung der Zünderwelle 2
steht. In diesem Zustand liegt auch ein Mitnehmerfinger 6'" am kurzen Bügelschenkel 6" des Fliehkraftreglers
außerhalb des Bereiches des Flügels 18. Sobald jedoch beim Überschreiten der zulässigen
Höchstdrehzahl der Bügel 6 des Fliehkraftreglers eine Schwenkung um seine Achse 7 beschreibt, gelangt der Flügel 18 in die Bahn des Fingers 6'"
und wird von diesem seitlich umgelegt, bis er gegen eine benachbarte Fläche des Lagerstückes 13 zum
Anliegen kommt. Eine mit dem Lagerstück 13 und
dem Schaltnocken 16 verbundene Rast- oder Schnappvorrichtung irgendeiner bekannten Art, die
in der Zeichnung nicht dargestellt ist, hält den Schaltnocken in dieser Lage fest. Das Lagerstück
13 weist einen Isolierblock 19 auf, an welchem eine Kontaktfeder 20 in horizontaler Lage befestigt ist,
deren freies Ende im normalen Betriebszustand des Zünders gegen einen isolierten Anschlag 13' des in
Fig. 2 und 3 nur teilweise dargestellten Lager-Stückes 13 anliegt. Das gegenüberliegende Federende
ist über ein Kabel 21 mit dem isolierten Unterbrecherhebel elektrisch verbunden, so daß,
wenn der Schaltnockenio die in Fig. 3 dargestellte Lage einnimmt und mit der Kontaktfeder 20 in Berührung
gelangt, der Unterbrecher an dieser Stelle 'überbrückt und der Primärstromkreis auch bei
offenen. Unterbrecherkontakten kurzgeschlossen, ist. Bevor die Brennkraftmaschine wieder angedreht
wird,- muß der Schaltnocken. 16 mittels des Handgriffes
17 wieder in die in Fig. 2 gezeigte normale
Betriebslage zurückgedreht werden. Mit dem Handgriff
17 ist es außerdem möglich, die Maschine in jedem gewünschten Zeitpunkt willkürlich zum Stillstand
zu bringen.
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Claims (4)
- PaTENTANSPBÜCHE:i. Sicherheitsvorrichtung an Magnet-Zündapparaten für Brennkraftmaschinen zum Stillsetzen der letzteren bei Überschreiten einer vorbestimmten Höchstdrehzahl, bestehend aus einem fliehkraftgesteuerten Organ und einem im Primärstromkreis der Zündung liegenden., die Unterbrecherkontakte überbrückendenKv rzschlußschalter, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung des rotierenden fliehkraftgesteuerten. Organs, daß es beim Überschreiten einer vorbestimmten Drehzahl des Motors den am Gehäuse des Magnetzünders angeordneten Kurzschlußschalter in Schließstellung bringt, und durch eine solche Ausbildung des Schalters, daß er nach seiner Verstellung unter Zuhilfenahme einer Rastvorrichtung bis zu seiner Rückstellung von Hand in der Kurzschlußlage veirbleibt:,
- 2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen des Kurzschlußschalters derart bestimmt sind, er an die Stelle einer am Zündapparat bestehenden Anschlußklemme für das Kurzschlußkabel gesetzt werden kann.
- 3. Sicherheitsvorrichtung nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurzschlußschalter (20, 16) in einer durch die Apparatewandung hindurchführenden Hülse eines elektrisch leitenden Lagerstücks (13) eine drehbar gelagerte Achse (15) aufweist, mit welcher auf der Außenseite des Gehäuses ein Handgriff (17) aus Isolierstoff drehfest verbunden ist.
- 4. Sicherheitsvorrichtungen nach den Ansprüchen i, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Kurzschlußschalter ein Flügel (18) so angebracht ist, daß er bei Überschreiten einer bestimmten Drehzahl der Brennkraftmaschine durch den rotierenden Arm (6'") des Fliehkraftreglers erfaßt wird und die Schalterwelle (15) samt einem damit mechanisch verbundenen, an Masse liegenden Kontaktorgan (16) verdreht und dadurch eine leitende Verbindung zwischen. einer mit dem isolierten Kontakt des Zündstromunterbrechers verbundenen Kontaktfeder (20) und der Massei herstellt.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 319 351, 319899, 391535. 399 o85, 447031, 567872.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© «09 7OT/188 11.56 709 51ΪΛΜ3 5.57
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH963385X | 1952-06-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE963385C true DE963385C (de) | 1957-05-09 |
Family
ID=4550565
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES33607A Expired DE963385C (de) | 1952-06-04 | 1953-05-29 | Sicherheitsvorrichtung an Magnet-Zuendapparaten fuer Brennkraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE963385C (de) |
Citations (6)
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| DE319899C (de) * | 1915-10-08 | 1920-04-01 | Robert Bosch Akt Ges | Kurzschlussvorrichtung fuer Zuendapparate |
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| DE447031C (de) * | 1927-07-14 | Auguste Louis Rene Bernard | Zuendmagnet fuer Motoren | |
| DE567872C (de) * | 1933-01-11 | Rudolf Heinemann | Kurzschlussschalter fuer Schwungradzuendmagnete |
-
1953
- 1953-05-29 DE DES33607A patent/DE963385C/de not_active Expired
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