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Mehrfachzündung für Explosionskraftmaschinen. Die Erfindung betrifft
eine Mehrfachzünung für Etplosionskraftmaschinen mittels getrennter magnetelektrischer
und Batteriezündung.
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Solche Mehrfachzündungen sind an sich bekannt. Die vorliegende Erfindung
betrifft eine Anordnung, bestehend in einem Umschalter, durch den der Primärstromkreis
des Magnetapparates finit der Primärspule des Transformators der Batteriezündung
in Reihe geschaltet «erden kann. Hierdurch ist es möglich, nach Wahl drei Zündungen
zu benutzen, insbesondere zum Anlassen die hierfür am besten geeignete Batteriezündung,
für normalen Betrieb die Hochspannungszündung und zur Aushilfe, etwa hei Schadhaftwerden
der Sekundärspule des Hochspamiungsmagneten, die Niederspannungszündung.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist auf der Zeichnung in vier
Abbildungen dargestellt.
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Abb. i ist ein Schaltungsschema.
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Abb. 2 ist ein Schnitt durch das Ende des dien Umschalter tragenden
Transformatorgehäuses.
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Abb. 3 und .I sind Schnitte nach A-A und B-B der Abb. 2.
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Die Anordnung besteht aus einem Hochspannungsmagneten lI, einer Batterie
A, einem gewöhnlichen Transformator B und einem Umschalter 1.
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Der Umschalter 1 hat ein Gehäuse ct aus isolierendem Material (Abb.2),
das auf dem I-1de des Gehäuses b sitzt. das den Transformator umschließt.
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Auf der vorderen Stirnfläche Il des Gehäuses sind verschiedene Kontaktstücke
angeordnet. enthaltend zwei Segmente cl, d' (Abb. z) und zwei Kontaktfinger e1,
f1 mit den Gegenkontakten an dem Kontaktarm l'.
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In gleicher Weise hat eine Scheibe g, die den Abschluß des Transformatorgehäuses
bildet, auf ihrer Stirnfläche 12 zwei Kontaktstücke h2, i2 und ein Kontaktstück
j2. Die Verbindung dieser Kontaktstücke erfolgt durch einen .Arm 12 mit federnd
darin gehaltenen Kugeln l3.
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Der Arm h ist an einem Deckel o' aus Isoliermaterial befestigt. Bei
der Ausführungsform gemäß Abb.2 ist ler Kontaktarm 12 von isolierendem Material,
nährend die beiden Kugeln auf nicht gezeichnete Weise leitend miteinander verbunden
sind. Eine Feder v preßt den Kontaktarm gegen die Scheibe g.
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Die Arme l', 12 werden von einer Büchse t
getragen, in der sich
eine Stange t' befindet, wobei der Arm 12 verschiebbar, aber nicht drehbar auf t
sitzt. Diese Stange trägt an einem Ende einen Knopf u aus Isoliermaterial und am
andern Ende unter Vermittlung eines Isolators 7,1 ein Metallgehäuse x', in dem eine
Achse t? finit einem Anker t= sitzt. Dieser Anker kann durch den Spulenkern N angezogen
«-erden und drückt dabei eine Feder t4 zusammen. Die Achse t3 trägt einen Kontakt
t'; der Gegenkontakt t" dazu sitzt auf der auf die Stange t' geschraubten Hülse
v1.
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Das Gehäuse x' trägt einen Finger x, der mit einem der beiden festen
Kontakte 1r und N in Berührung gebracht werden kann, die durch. eine Schiene 9 verbunden
sind.
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Das Segment cl ist an eine Klemme p1 angeschlossen, ebenso die Kontaktstücke
e1, f1 an zwei Klemmen q1, r1. Das Segment d' steht durch Büchse t, Unterbrecher
PI, t` und Büchse x' in elektrischer Verbindung mit dem Finger x.
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Das Segment hl ist an eine Klemme p2 und der Kontakt j= an eine Klemme
q=. das Segment i2 an das Ende s der Sekundärspule des Transformators angeschlossen.
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Die Wirkungsweise ist folgende: i. Magnetzündung.
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Man dreht den Umschalter so, daß die :firme 1', 12 die Stellungen
einnehmen, die in Abb. i voll ausgezogen sind, und x und y in Berührung sind.
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Der Primärstrom des Magnetapparates verläuft dann folgendermaßen:
Von dem Massepunkt in' lurch die Primärwicklung P, Schleifring 1, Bürste
f4, L eiter l., Klemme p1, Segment c'. Kontaktarm h, Kontaktstück et, Klemme
q', Leiter 5, Bürste f2, Schleifring 2, Unterbrecher R zurück zur Masse bei m2.
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Der Sekundärstrom geht durch Schleifring 3, Bürste f'. Leiter
6, Klemme q2, Kontakt j2,
Kontaktarm 12, Segment h2, Klemme
p2, Leiter 7, Verteiler D und die -Kerzen bi, b2, b3, b4. 2. Zündung durch Niederspannungsmagnetapparat
mit Hochspannungstransformator. Man dreht den Umschalter so weit, daß die Kontaktarme
die punktiert gezeichnete Stellung einnehmen.
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Die Primärwicklung des Magneten befindet sich in Reihe mit der Primärwicklung
des Transformators durch folgenden Stromkreis: Von dem Schleifring l zur Klemme
p1 wie oben; Arm[', Segment d1, Leiter 8, Stück v:1, Kontakte t', t6 des Suminers,
Gehäuse _x1, Finger x, Kontakt y, Schiene 9, Primärwicklung des Transformators,
Leiter ioa und io, Klemme q1 und zurück zur Masse durch den Unterbrecher R.
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Der Sekundärkreis des Transformators verläuft dann folgendermaßen:
Massenpunkt m2, UnterbrecherR, Bürste f2, Leiter 5, Klemmeq", Leiter io, Leiter
ioa, Punkt iz, Sekundärwicklung, Ende s der Sekundärwicklung, Leiter i i, Segment
i2, Arm l=, Segment h2, Klemme p2, Leiter 7, Zündkerzen und Masse.
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3. Batteriezündung mit Transformator unter Verwendung des Unterbrechers
des Magnetapparates.
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llan dreht den Umschalter so, daß die Kontaktarme in die strichpunktierte
Lage nach Abb, i gelangen.
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Die Batterie ist an die Primärwicklung des Transformators folgendermaßen
angeschlossen: Vom Pluspol durch den Leiter i2, die Klemme i,, ,das Kontaktstück
f', den Arm l1, Segment dl, Leiter 8, Stück v1, Kontakte t5, t0, Gehäuse x1, Finger
x, Kontakt y, Schiene 9, Primärspule des Transformators, Leiter ioa und io, Klemme
q1, Leiter 5, Bürste f2, Schleifring 2, Unterbrecher R des Magneten, :Massenpunkt
nag und Minuspol.
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Der Sekundärkreis ist derselbe wie im Fall Nr. 2, da die Bewegung
des Umschalters aus der Stellung 2 in die Stellung 3 die Verbindungen an der Scheibe
g nicht verändert hat.
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Bei den drei oben beschriebenen Fällen ist der Teil t außerhalb des
Anziehungsbereiches des Spulenkernes, so daß der Summer nicht in Wirksamkeit tritt.
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q.. Kontaktzündung im Batteriekreis. Diese Zündung- kann verwandt
werden, wenn der Motor noch warm ist und in einem seiner Zylinder noch geniigend
verdichtetes Gemisch enthält.
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Man läßt den Umschalter in der Stellung 3, d. h. in der Stellung,
die der Batteriezündung entspricht, und drückt den Knopf zb herein. Diese Bewegung
trennt den Finger x von dem Kontakt y und bringt ihn in Berührung mit dem Kontakt
z. Anderseits wird der Summer dem Spulenkern genähert, so daß er in Wirksamkeit
treten kann.
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Unter diesen Umständen verläuft der Primä rstronikreis des Transformators
folgendermaßen: Vom Pluspol durch den Leiter 12" Klemme r1, Kontaktstück f1, Schiene
h, Segment d1, Leiter 8, Stück V1, Kontakte tE, t5, Gehäuse x1, Finger x, Kontakt
z, Leiter 9, Primärspule, Leiter ioa und io, Leiter 5, Unterbrecher R und Minuspol.
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Der Sekundärkreis ist" derselbe wie bei 2 -und 3.
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Der Summer erzeugt eine Funkenreihe, die das Ingangsetzen des Motors
hervorruft. Wie man aus dem Vorhergehenden ersieht, gestattet die neue Anordnung
es, vier verschiedene Zündarten zu erreichen, die für alle Fälle passen, und zwar
mittels eines einzigen Umschalters und. eines einzigen Unterbrechers, nämlich des
Unterbrechers des Magnetapparates.
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Ferner tritt der Summer nur in einem der betrachteten Fälle in Wirksamkeit.
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Die Regelung der Spule wird durch Längsverschiebung des Kernes bewirkt,
und zwar ist zu diesem Zwecke eine Regelungsschraube V vorgesehen, durch die man
den Kern mehr oder weniger tief in die Spule hineinschieben kann.