-
Zündungsvorrichtung für Explosionsmotoren Man kennt bereits Magnetzündungen
für Explosionsmotoren, die eine Induktionsspule tnit zwei primären Wicklungen besitzen.
Die eine Wicklung bewirkt die Zündung bei dem normalen Gang des Motors, die andere
Primärwicklung wird eingeschaltet, sobald man den Motor anlassen will. Diese primäre
Hilfswicklung unterstützt die Induktionswirkung der normalen, primären Wicklung
und ermöglicht auf diese Weise, den Spannungsabfall der Batterie auszugleichen,
der beim Anlassen des Motors eintritt. Infolgedessen ist der induzierte Strom, der
in der Sekundärwicklung auftritt, genügend stark, um den Zündungsfunken zu geben
auch im Augenblicke des Anlassens.
-
Bei diesen bekannten Anordnungen ist die Einschaltung der primären
Hilfswicklung durch eine mechanische Schaltung insbesondere des Anlasserschalters
gegeben.
-
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Anlasservorrichtung der
vorbeschriebenenArt, und das Neue und Wesentliche besteht darin" daß die primäre
Hilfswicklung durch einen Schalter eingeschaltet wird. Aber unabhängig von der primären
Normalwicklung wird dieser Schalter durch ein Relais betätigt, das in den Anlasserstromkreis
eingeschaltet ist. Diese Anordnung sichert eine überaus einfache Montage und eine
wesentlich erhöhte Betriebssicherheit, insbesondere aber eine Schaltung der primären
Hilfswicklung, unabhängig von der normalen Primärwicklung.
-
Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in den anliegenden
Zeichnungen dargestellt.
-
Die Fig. i bis 3 sind Schaltungsschemata der drei Ausführungsformen
der Magnetzündung in Gemäßheit der Erfindung.
-
Fig. q. ist eine Ansicht und Fig. 5 ein Schnitt der Zündung in Gemäßheit
der Erfindung.
-
Bei dem Schaltungsschema der Fig. i ist die Akkumulatorenbatterie
i mit einem Pol an Erde 18 gelegt. Sie speist den Anlaßmotor 2 über einen
Kontakt 3 mit beweglichen Kontaktzungen q. und einem festen Kontakt 51, welcher
an den isolierten Pol der Batterie angeschlossen ist. Außerdem besitzt dieser Schalter
einen zweiten festen Kontakt 5°, der zu dem Anlasser 2 führt.
-
Die Induktionsspule besitzt eine primäre Normalwicklung 6 und eine
primäre Hilfswicklung 7. Diese beiden Wicklungen arbeiten auf denselben magnetischen
Kreis und liefern einen gleichgerichteten Magnetfluß.
Die sekundäre
Hilfswicklung 8 erhält einen hochgespannten Strom für die Zündung der Zündkerze
9. Die beiden primären Wicklungen 6 und 7 sind ihrerseits parallel an eine gemeinschaftliche
Klemme i o angeschlossen. Eine Leitung 3 5 verbindet die Klemme i o mit dem Unterbrecherkontakt
i i, der durch eine Kammscheibe 12 betätigt wird. Diese Kammscheibe 12 ist auf der
Welle des Explosionsmotors befestigt. Das andere Ende der primären Normalwicklung
6 ist an den isolierten Pol der Batterie i durch den Zündungsschalter 13 angeschlossen.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die primäre Hilfswicklung 7
durch ein Relais i9 eingeschaltet. Dieses Relais wird durch einen Elektromagneten
i9 gebildet, welcher eine feindrähtige Spule trägt, die durch ihre beiden Klemmen
27 und 28 einmal an Erde 18 gelegt ist, dann aber auch zu dem Pedalkontakt 5° des
Anlassers führt. Auf diese Weise ist die Spule des Elektromagneten i9 in den Anlasserstromkreis
eingeschaltet. Dieser Elektromagnet 19 trägt nun einen Kern 20, welcher einen weichen
Magnetanker 21 anziehen kann. Dieser Magnetanker 21 ist an die Klemme 19 der Batterieleitung
i angeschlossen. Der Anker 21 schließt den Kontakt 3o der primären Hilfswicklung
7. Wenn man den Kontakt 3 betätigt, so erhält sofort der Anlaßmotor und der Elektromagnet
i9 Strom, und dieser letztere zieht alsdann den Anker 21 an und schaltet auf diese
Weise die Hilfsspule 7 ein.
-
Diese Anordnung ermöglicht also, ohne irgendwelche Änderungen den
gewöhnlichen Anlaßschalter mit zwei Klemmen, so wie er sich bei fast allen Kraftwagen
vorfindet, für die vorliegende Erfindung auszunutzen.
-
Darüber hinaus kann man die Schaltung und die Betätigung der primären
Hüfswicklung 7 unabhängig von der normalen Primärwicklung 6 ausführen. Die Anordnung
und Einschaltung der primären Hilfswicklung 7 und die Schaltung für die Betätigung
des Unterbrechers 21 und des Relais 19, 2o beeinträchtigt in keinerlei Weise den
normalen Primärwicklungskreis 6. Der Schalter 21 besitzt einen Kontakt 3o, und infolgedessen
ist weder eine besondere Sorgfalt beider Montage noch eine Ankerfeder oder irgendeine
besondere Stärke der Spule i 9 notwendig, und infolgedessen ist die Montage dieses
Magneten i9 und dieses Schalterankers 21 außerordentlich einfach.
-
Die Anordnung der Fig.2 besitzt wie die Ausführungsform nach Fig.
i einen Elektromagneten i9, dessen Spule in den Anlasserstromkreis eingeschaltet
ist, aber bei dieser Anordnung dient die Klemme 27 für die Erregung des Magneten
i 9 auch gleichzeitig für die Einschaltung der Hilfswicklung 7, so daß das Relais
nur noch eine Anschlußklemme 27 besitzt. Hierdurch wird die Installation vereinfacht.
Die Schaltung der primären Hilfswicklung 7 benötigt infolgedessen nur zwei Zuleitungen,
die eine führt den Strom für das Relais i9, 23 zu, die andere Zuleitung führt zu
der primären Hilfswicklung 7.
-
Wie die Fig. 3 zeigt, ist es in gleicher Weise auch möglich, einen
Elektromagneten 2z anzuwenden, welcher eine Starkstromspule trägt, die in den Anlasserstromkreis
direln eingeschaltet ist. Alsdann betätigt der Schalter 3 für den Anlasser die Magnetspule
22. Der Anlasserstrom für den Anlasser 2 erregt dann den Magneten 22 und zieht den
Anker 21 an, wodurch die Hilfsspule 7 eingeschaltet wird, wie dies bei den Ausführungsformen
der Fig. i und 2 der Fall ist.
-
Das Relais 22, welches mit dem Anlasser 2 in Serie liegt, bekommt
die Gesamtheit des Anlaßstromes, d. h. einen Strom von außerordentlicher Stärke.
Infolgedessen kann der Konstrukteur die Zahl der Spulenwindungen des Relais außerordentlich
reduzieren und infolgedessen auch die Ausbildung des Relais selbst wesentlich vereinfachen.
-
Die Fig. q. und 5 zeigen eine Ausführungsform der Zündspule selbst.
Die Ausführungsform ist durch die Zusammenfassung der Neiden primären Wicklungen
6 und 7 und der Hilfswicklung 8 sowie des Relais 19, 2o zu einem einzigen Montagekörper
gekennzeichnet. Hierdurch wird die Einschaltung der primären Hilfswicklung 6 des
Relais i9, 2o auf den Deckel des Spulengehäuses außerordentlich vereinfacht. Die
beiden Wicklungen 6 und 7 sind aufeinunder gewickelt, und die beiden Wicklungen
selbst sind wiederum von der Sekundärwicklung 8 umgeben.
-
Diese Spulenanordnung besitzt folgende Klemmen: Eine Primärklemme
io führt zu beiden primären Wicklungen 6 und 7. Eine Klemme 23, die sich sowohl
in der Dimensionierung als auch in der Form von der ersten Klemme unterscheidet,
führt zu -der primären Normalwicklung 6. Eine weitere Klemme 25 dient für die Hochspannung
des Sekundärstromkreises 8 und ist indem Innern der Spule angeordnet.
-
Die Klemme 27 des Elektromagneten ist in geeigneter Weise, wie dies
Fig.2 zeigt, angeschlossen, um die Konstruktion zu vereinfachen. Die Erdung der
Spule i9 wird durch die Erdung des 'Spulengehäuses selbst erzielt. Auf diese Weise
wird eine überaus einfache Schaltung erreicht mit einem Minimum von Verbindungsleitungen.
Insbesondere wird' der normale Betrieb und die normale Zündung in keinerlei Weise
beeinträchtigt, da keinerlei Zwischenschaltungen erforderlich werden.