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Leitungstrenner für Überspannungsableiter Bei überspannungsableitern
haben sich in manchen Fällen Überschläge oder sonstige Beschädigungen ergeben, durch
die über den Über spannungsableiter Bauerndeine Erdverbindung hergestellt worden
ist. Da derartige Erdschlüsse nur sehr schwer aufzufinden sind, hat man bereits
versucht, die Ableiter mit Anzeigeanlagen zu versehen. So hat man beispielsweise
die Verbindung zu den überspannungsableitern über Elemente geführt, in denen in
Abhängigkeit von einer dauernden Überlastung eine Explosion hervorgerufen worden
ist, durch die die mechanische und elektrische Verbindung zu den überspannun,gsableitern
unterbrochen wurde, so daß man an der herabgefallenen Verbindung die -Fehlerstelle
schnell erkennen konnte. Derartige Anordnungen sind aber in ihrer Herstellung und
Wiederinstandsetzung verhältnismäßig teuer; in vielen Fällen sprechen auch diese
Einrichtungen nicht oder nicht sicher an, so daß die beabsichtigte Anzeige unterbleibt.
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Nach der Erfindung wird eine einfache Einrichtung für überspannungsableiter
hergestellt, die eine sichere Anzeige bzw. Abschaltung derartiger Erdschlüsse ergibt.
Hierzu wird als mechanischer Träger ein Tragteil veYwendet, der bei nachfolgendem
Betriebsstrom unter dem Einfluß des an einer Funkenstrecke .entstehenden Lichtbogens'
abgebrannt wird. Der Tragteil kann gleichzeitig für die elektrische Verbindung zu
den überspannungsleitern dienen und wird` hierzu als ein dünnes Metallstück (Draht)
ausgeführt, das z. B. über einen verhältnismäßig hohen Widerstand und eine diesem
parallel geschaltete Funkenstrecke die elektrische Verbindung herstellt.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Mit i ist das Anschlußstück eines überspannungsableiters bezeichnet, an den ein
Isolierring a aufgesetzt ist, der seinerseits eine Kappe 3 für den elektrischen
Anschluß trägt. Zwischen dem Überspannungsableiter und der Kappe ist hierbei ein
dünnes Metallstück ¢, beispielsweise ein Stück Stahldraht, angeordnet, das an der
Kappe 3 mechanisch und elektrisch gut befestigt ist und sowohl die elektrische als
auch die mechanische Verbindung zu dem Überspannungsableiter darstellt. An dem oberen
Ende des überspannungsableiters ist weiter eine Metallkappe 5 aufgesetzt, die an
einer Bohrung 6 von dem Stahldraht q. durchsetzt wird. Die Bohrung ist hierbei konisch
ausgeführt, so daß sich eine Kante ergibt, die mit dem Stahldraht eine Funkenstrecke
darstellt. Der Stahldraht ist durch diese Bohrung hindurch bis zu einer Metallplatte
7 geführt, die gegenüber dem überspa4nungsableiter i bzw. der Kappe 5 isoliert ist.
Die elektrische Verbindung dieser beiden Teile ist durch einen verhältnismäßig hochohmigen
Widerstand
8 dargestellt. Zwischen dem überspannungsableiter und dem Porzellanring z ist hierbei
noch ein Gummiring 9 eingeschaltet, der unter der Spannung des Stahldrahtes fest
zwischen den beiden Teilen ein=-geklemmt ist und dadurch einen guten, fetich-,-tigkeitssicheren
Abschluß ergibt. Der Metallring z itnd die Kappe 3 sind in ähnlicher Weise, beispielsweise
durch Einkitten, gleichfalls feuchtigkeitssicher miteinander verbunden.
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Wenn in dem überspannungsableiter irgendeine Beschädigung auftritt,
durch die sein Widerstand sehr gering wird, so daß er also einen Erdschluß darstellt,
entfällt praktisch fast die ganze Spannung auf den hochohmigen Widerstand 8, so
daß zwischen der Kante an der Bohrung 6 und dem Metalldraht q. unter der Wirkung
dieser Spannung ein überschlag und damit ein Lichtbogen entsteht. Dieser Lichtbogen,brennt
den Draht 4. ab, so daß die elektrische und mechanische Verbindung abgebrochen wird
und der Überspannungableiter aus der Kappe bzw. aus dem Isolierring herausfällt.
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Bei der Ableitung von Überspannung in Fällen, wo kein Betriebsstrom
nachfolgt, wird der Halteteil durch. die kurzdauernden Funkenüberschläge nicht beeinträchtigt.
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Auf diese Weise ist mit sehr einfachen Mitteln ein vollständiger Schutz
gegen die vorerwähnten Nachteile geschaffen. Die Erdschlußstelle ist unter allen
Umständen leicht auffindbar. Die Anzeige erfolgt auch ohne irgendeine Explosion
oder damit verbundene Beschädigung der wesentlichen Elemente, so daß auch die Wiederinbetriebsetzung
des Überspannungsableiters verhältnismäßig einfach und billig ist. Ein besonderer
Vorteil der Anordnung ist ihre von der Stromstärke praktisch unabhängige Arbeitsweise,
derzufolge sie auch bei verhältnismäßig geringen Strömen sicher anspricht.
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Die Anwendung des Erfindungsgedankens ist nicht .auf das dargestellte
Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern kann auch in beliebig anderer Form erfolgen.
So kann als Tragteil auch ein nichtleitender Faden, wie z. B. eine Darmsaite oder
ein Stück Cellulose u. dgl., verwendet werden, das an der Funkenstrecke entzündet
wird und so abbrennt. Besonders vorteilhaft ist es jedoch hierbei, für die mechanische
und elektrische Verbindung ein Metall von kleiner Masse und gäoßer Zugfestigkeit
zu verwenden, das unter dem Einfuß der durch das Unwirksamwerden des überspannungsableiters
hervorgerufenen Spannungsverlagerung durch Funkenbildung bzw. Lichtbogenbildung
leicht abgebrannt werden kann, vor allem etwa ein Material mit geringer Beständigkeit
gegen Lichtbogenhitze, wie beispielsweise Eisen, Magnesia, Elektron usW.