DE351035C - Hochspannungszuendeinrichtung fuer Verbrennungsmotoren - Google Patents

Hochspannungszuendeinrichtung fuer Verbrennungsmotoren

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DE351035C
DE351035C DENDAT351035D DE351035DD DE351035C DE 351035 C DE351035 C DE 351035C DE NDAT351035 D DENDAT351035 D DE NDAT351035D DE 351035D D DE351035D D DE 351035DD DE 351035 C DE351035 C DE 351035C
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electrodes
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ignition
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Description

  • Hochspannungszündeinrichtung fÜr Verbrennungsmotoren. Bei Flochspannungszündeinrichtungen für Verbrennungsmotoren ist es bekannt, vor die Zündkerzen eine Funkenstrecke zu schalten, -wodurch man auch bei verrnsten oder verölten Kerzenelektroden noch das Überspringen eines Funkens und zugleich eine Reinigung der Elektroden erreichen kann. So nützlich aber die Vorschaltfunkenstrecke beim Lauf des Motors sein kann, so schädlich ist sie im allgemeinen beim Anlassen. Damit nämlich die Vorschaltfunkenstrecke die beabsichtigte Wirkung ergibt, muß ihr Elektrodenabstand ziemlieli groß sein. Dient nun beispielsweise als Zündspannungsquelle ein Magnetapparat, so wird eine große Funkenstrecke erst bei einer höheren Drehzahl durchschlagen,'als sie in der Regel beim Ankurbeln oder elektrischen Anlassen des Motors u#rreicht wird. Es ist daher erwänscht, beim Anlassen die Zündung ohne die große Vorschaltfunkenstrecke betreiben zu können. Aber auch im Falle der Batteriezündung ist die Vorschaltfunkenstrecke beim Anlassen störend. Wenn der Motor noch kalt ist, benötigt man eine höhere Durchschlagsspannung an den Zündkerzen als beiwarmemMotor. Nunverinindertabernatürlich die Vorschaltfunkenstrecke wie jeder andere Widerstand im Hochspannungskreis die Durchschlagsspannung. Wirft man noch dazu den Motor mittels eines elektrischen Anlassers an, für den dieselbe Batterie als Spannungsquelle dient, wie für die Zündung, so hat man wegen (ler starken Inanspruchnahme der Batterie durch den Anlaßmotor während des Anlassens ohnehin schon eine geringere Primärspannung und damit auch eine schwächere Zündspannung zur Verfügung als während des Laufes des Motors. Deshalb ist es doppelt notwendig, die Zündung zunächst ohne oder wenigstens mit verkleinerter Vorschaltfunkenstrecke arbeiten zu lassen.
  • Zu diesem Zwecke wird gemäß der Erfindung der Übergangswiderstand zwischen den Elektroden der Vorschaltfunkenstrecke den verschiedenen Betriebszuständen der Motoranlage selbsttätig derari angepaßt, daß er beim Anlassen.geringer ist als beim Lauf des Motors.
  • Den Übergangswiderstand zwischen den Elektroden der Vorschaltfunkenstrecke kann man auf zwei verschiedene Arten verändern. Entweder dadurch, daß man den Abstand der Elektroden vergrößert oder verkleinert, oder dadurch, daß man von Elektrodenformen, die den Funkenübergang begünstigen, zu solchen Formen übergeht, die den Funkenübergang erschweren, und umgekehrt. So kann man beispielsweise beim Anlassen des Motors zwei Spitzen einander gegenüberstellen, während man beim Lauf des Motors an die Stelle der einen Spitze eine Platte treten läßt.
  • An und für sich ist es natürlich gleichgültig, mit welchem Teil der Motoranlage, der zum Zwecke einer Änderung des Betriebszustandes verstellt wird, man die Elektroden der Vorschaltfunkenstrecke in Verbindung bringt. Bei Zündeinrichtungen ohne Verstellung des Zündzeitpunktes könnte man die Vorschaltfunkenstrecke beispielsweise unter den Einfluß der Vergaserdrossel stellen.
  • Hat die Motoranlage aber eine Zündeinrichtung mit Verstellung des Zündzeitpunktes, so läßt man die Veränderung der Vorschaltfunkenstrecke vorteilhaft in Abhängigkeit von der Verstellung des Zündzeitpunktes vor sich gehen, und zwar derart, daß bei der Spätzündstellung die Vorschaltfunkenstrecke einen geringeren Übergangswiderstand bietet, als bei der Frühzündstellung, denn beim Anlassen ist die Zündeinrichtung auf Spätzündung, bei höheren Drehzahlen des Motors dagegen auf Frühzündung einzustellen.
  • Im allgemeinen wird sich die Veränderung des Elektrodenabstandes oder das Vertauschen der Elektrodenformen, die sich im Augenblick der Unterbrechung des Primärstromes wirksam gegenüberstehen, in einfachster Weise durch eine gegenseitige Lagenveränderung der Elektroden bewerkstelligen lassen. Diese Lagenveränderung kann natürlich an und für sich in verschiedenem Sinne erfolgen. So könnte man beispielsweise zwei einander zugekehrte Spitzen entlang ihrer Verbindungslinie auseinanderziehen oder einander nähern, oder man könnte die eine Elektrode als Spitze und die andere als Scheibe mit verschieden gestaltetem Rand ausbilden, und durch Drehen der Scheibe abwechselnd der Spitze verschiedene Elektrodenformen gegenüberstellen.
  • In besonders vorteilhafter Weise aber läßt sich die Vorschaltfunkenstrecke in die gewünschte Abhängigkeit von der Einstellung des ZAdzeitpunktes bringen, wenn man die eine Elektrode der Funkenstrecke mit einem umlaufenden und die andere mit einem nicht umlaufenden Teil der Zündeinrichtung verbindet.
  • Hat man es mit einer Zündeinrichtung zu tiiii, bei der der Zündzeitpunkt durch Verstellen des umlaufenden Teiles der Unterbrechereinrichtung verlegt wird, so läßt man die eine Elektrode in Abhängigkeit von dem umlaufenden Teil der Unterbrechereinrichtung rotiergn und die andere Elektrode feststehen. Da in diesem Falle dict Unterbrechung des Prirnärstromes für Früh-und Spätzündung bei verschiedenen Winkelstellungen der Unterbrecherwelle stattfindet, so stehen sich dann auch bei Früh- und Spätzündung im Augenblick der Unterbrechung verschiedene Stellen der Elektroden der Vorschaltfunkenstrecke gegenüber. Selbstverständlich ist hierfür Voraussetzung, daß mindestens eine der Elektroden in der Umfangsrichtung eine genügende Ausdehnung hat und auf ihre Längc entweder zunehmenden Abstand von der Kreisbahn der umlaufenden Elektrode besitzt oder ihre Form in entsprecUender Weise ändert.
  • Wird der Zündzeitpunkt jedoch durch Verdrehen der Unterbrecherwelle gegen die Motorwelle verlegt, wie dies in erster Linie bei der selbsttätigen Verstellung, manchmal aber auch bei der Handverstellung der Fall ist, so läßt man die- eine Elektrode der Vorschaltfunkenstrecke in Abhängigkeit von der Unterbrecherwelle umlaufen, doch kann man in diesem Falle die andere Elektrode bei der Verstellung des Zündzeitpunktes nicht feststehen lassen, weil die Unterbrechung des Primäxstromes stets bei derselben Winkelstellung der Unterbrecherwelle stattfind8t. Man muß vielmehr die andere Elektrode derart mit der Vorrichtung zum Verdrehen der Unterbrecherwelle verbinden, daß sie bei deren Tätigkeit von selbst in dem gewünschten Sinne gegen den Punkt verstellt wird, an dem die Unterbrechung stattfindet.
  • Will nun die Zündstromverteilung in an sich bekannter Weise mittels überschlagelektroden vornehmen, so ist es vorteilhaft, die Verteilerelektroden so zu gestalten, daß sie zugle#ich die Elektroden der veränderlichen Vorschaltfunkenstrecke bilden.
  • Für Zündeinrichtungen aber, bei denen die Hochspannung von einem umlaufenden Anker abgenommen wird, gibt es noch eine andere sehr einfache Ausführungsform der Erfmdung, die darin besteht, daß der umlaufende Teil des Stromabnehmers als die eine und der nicht umlaufende Teil des Stromabnehmers als die andere Elektrode der Vorschaltfunkenstrecke ausge-' bildet wird.
  • Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
  • Die Abb. r und 2 zeigen einen Verteiler für einen Vierzylindermotor mit überschlagelektroden, wobei diese zugleich als Elektroden der veränderlichen Vorschaltfunkenstrecke ausgebildet sind und zwar ist Abb. i die Innenansicht des Verteilers und Abb. 2 ein Schnitt nach der Linie A -B der Abb. i:. Es ist angenommen, daß der Verteiler eine - Zündeinrichtung mit Verstellung des Zündzeitpunktes angehört, und diese Verstellung durch Verdrehen des nicht umlaufenden Teiles der Unterbrechereinrichtung bewirkt wird. Bei den Magnetapparaten der gebräuchlichsten Art sind es die Unterbrechernocken, deren Traggehäuse zur Einstellung von Früh- oder Spätzündung entgegen bzw. in der Umlaufrichtung des Unterbrechers gedreht wird, Das umlaufenäe Verteilerstück a ist mit -3iner als Spitze ausgebildeten Überschlagclektrode b versehen, die feststehende Verteiler-,cheibe d enthält in gleichen Abständen voniinander vier Überschlagelektroden c, bis c, an die mittels der Klen:unschrauben ei bis e, die nach den vier Zündkerzen führenden Kabel ingeschlossen werden. Die Elektroden c, bis c, besitzen eine gewisse Ausdehnung entlang der Kreisbahn der Spitze- b. Sie müssen sich mindestens über den Verstellwinkel a erstrecken. Der Abstand jeder Elektrode von der Bahn der Spitze b nimmt jedoch von der Frühzündstellung der Spitze nach der Spätzündstellung hin ab, und zwar ist er in der Frühzündstellung gleich der gewünschten Länge der Vorschaltfunkenstrecke bei vollem Lauf des Motors und in der Spätzündstellung, also beim Anlassen des Motors, zweckmäßig so klein als möglich.
  • Es ist klar, daß man dieselbe Wirkung erreichen kann, wenn man die feststehenden Elektroden cl bis o, als Spitzen oder Schneiden ausbildet und der umlaufenden Elektrode b eine den gezeichneten Elektroden c ähnliche Form gibt. Desgleichen könnte man, ohne von, der Erfindung abzuweichen, die Arbeitsflächen. der Elektroden c konzentrisch zur Kreisbahn der Spitze b verlaufen lassen und dafür von der Spätzündstellung nach der Frühzündstellung hin aus einer Schneide in eine Fläche übergehen oder dasselbe bei der umlaufenden Elektrode b vornehmen.
  • Bei Zündsystemen, bei denen der Zündzeitpunkt von Hand oder selbsttätig, z. B. mittels eines Zentrifugalreglers durch Verdrehen der Unterbrecherwelle gegen die Motorwelle erfolgt, ist das umlaufende Verteilerstück gewöhnlich auf der Unterbrecherwelle angeordnet. In diesem Falle würde das Überspringen des Funkens zwischen den Verteilerelektroden b und c stets an derselben Stelle der Bahn der Spitze b stattfinden. Angenommen, es sei dies die in Abb. i mit Frühzündung bezeichnete Stelle. Will man nun die Länge der Vorschaltfunkenstrecke verändern, so muß man die Verteilerscheibe d entgegen -der Richtung des Pfeiles z verdrehen. Da aber der Funkenübergang unabhängig von der Einstellung des Zündzeitpunktes stets an derselben Stelle eintritt, so kann man die Elektroden c, bis G4 auch senkrecht zu ihrer gezeichneten Lage in der Verteilerscheibe d anbringen und hat dann zur Veränderung der Funkenstrecke die Vertei12rscheibe ir der Richtung der Achse des umlaufenden Vert#,ilerstücks a zu verschieben. Diese Anordnunt beseitigt die sonst bei Verteilern mit Überschlagspitzen bestehende Gefahr, daß die Elektroden bei hohen Drehzahlen aneinander streifen, weil eben mit zunehmender Drehzahl auch der gegenseitige Abstand der Elektroden größer wird.
  • In den Abb. 3 und 4 ist eifl Magnetapparat mit umlaufendem -Anker Lind zwei Unterbrechungen des Primärstromkreises bei einer Umdreliung des Ankers dargestellt. Abb. 3 ist eii) teilweiser Längsschnitt durch den Apparat Lind Abb. 4 ein Schnitt nach der Linie C-D der Abb. 3.
  • Auf der Welle f des Anker-, g ist an Stelle des üblichen Schleifringes für die Strornabnehmerkohle ein Metallrirg k angeordnet, der an zwei einander gegenüberliegenden Stellen Erhebungen i, und i, besitzt, und die Schleifkohle is,' durch eine feststehende überschlagspitze k ersetzt. Der Ring A ist so auf die Ankerachsc aufgesetzt, daß bei der Ankerstellung, die der Spätzündung entspricht, die höchste Stelle einer der Erhebungen i, i, der Spitze k gegenübersteht und bei der Ankerstellung, die der Frühzündung entspricht, die niedrige Ringfläche.
  • Im übrigen gilt auch für dieses Beispiel sinngemäß alles, was für den Verteiler nach der Abb. i und ?, über die Ausbildung der Elektroden der Vorschaltfunkenstrecke und die durch die Art der Verstellung des Zündzeitpunktes bedingten Verschiedenheiten der Anordnung gesagt worden ist.

Claims (2)

  1. PATENT-ANspRticHE: i. Hochspannungszündeinrichtung für Verbrennungsmotoren mit einer vor die Kerzen geschalteten Funkenstrecke, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergangswiderstand zwischen den Elektroden der Vorschaltfunkenstrecke den verschiedenen Betriebszuständen der Motoranlage selbsttätig derart angepaßt wird, daß er beim Anlassen geringer ist als beim Lauf des Motors.
  2. 2. Hochspannungszündeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Änderung des Betriebszustandes der Motoranlage der Abstand der Elektroden der Vorschaltfunkenstrecke verändert wird. 3. Hochspannungszündeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Änderung des Betriebszustandes der Motoranlage andere Elektrodenformen in Wirksamkeit gesetzt werden. 4. Hochspannungszündeinrichtung mit Verstellung des Zündzeitpunktes nach Anspruch i und 7, oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Veränderung des Übergangswiderstandes zwischen den Elektroden der Vorschaltfunkenstrecke in Abhängigkeit vor. der Verstellung des Zündzeitpunktes erfolgt. 5. Hochspannungszündeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Elektrode der Vorschaltfunkenstrecke mit einem umlaufenden und die andere Elektrode mit einem nicht umlaufenden Teil der Zündeinrichtung verbunden ist und bei verschiedenen Einstellungen des Zündzeitpunktes im Augenblick der Unterbrecliung des Primärstromes verschiedene Stellen der Elektroden einander gegenüberstehen. I 6. Hochspannungszündeinrichtung nach Anspruch 5, bei der der Zündzeitpunkt durch Verstellen des nicht umlaufenden Teiles der Unterbrechereinrichtung verlegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Elektrode der Vorschaltfunkenstrecke in Abhängigkeit von dem umlaufenden Teil der Unterbrechereinrichtung rotiert und die andere Elektrode feststeht. 7. Hochspannungszündeinrichtung nach Anspruch 5, bei der der Zündzeitpunkt durch Verdrehen dcr Unterbrecherwelle gegen die Motorwelle verlegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Elektrode der Vorschaltfunkenstrecke in Abhängigkeit von der verdrehbaren Welle umläuft, -und die andere Elektrode bei der Verlegung des Zündzeitpunktes #,elbsttätig derart verstellt wird, daß der gewünschte Übergangswiderstand erreicht wird. 8. Hochspannungszündeinrichtung nach Anspruch 6 oder 7, deren Verteiler mit Überschlagelektroden versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilerelektroden so gestaltet sind, daß sie zugleich die Elektroden der veränderlichen Vorschaltfunkenstrecke bilden. g. Hochspannungszündeinrichtung nach Anspruch 6'oder 7, bei der die Hochspan- i nung von einem umlaufenden Anker abgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende Teil des Stromabnehmers als die eine Elektrode und der nicht umlanfende Teil des Stromabnehmers als die andere Elektrode der Vorschaltfunkenstrecke ausgebildet ist.
DENDAT351035D Hochspannungszuendeinrichtung fuer Verbrennungsmotoren Expired DE351035C (de)

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