DE63299C - Schraffirapparat - Google Patents

Schraffirapparat

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DE63299C
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Germany
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plate
hatching
plates
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center
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT63299D
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English (en)
Original Assignee
J. KEILBACH in Mainz, Dreikronenstr. 1
Publication of DE63299C publication Critical patent/DE63299C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L13/00Drawing instruments, or writing or drawing appliances or accessories not otherwise provided for
    • B43L13/24Devices for generating stepwise movements of drawing equipment, e.g. for hatching

Landscapes

  • Length-Measuring Instruments Using Mechanical Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
J. KEILBACH in MAINZ. Schraffirapparat.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Schraffirapparat, vermittelst dessen strahlenförmige, gerade oder beliebig gebogene Linien mit gleichförmigem Abstand um einen gemeinsamen Mittelpunkt gezogen, ferner Kreisbogen von beliebiger Gröfse und vollständig gleichmäfsigem Abstand zwischen zwei um einen Mittelpunkt geschlagene Kreise gezeichnet und endlich tangentiale, gerade oder gebogene Linien mit einem bestimmten Abstand an einen beliebigen, um einen Mittelpunkt geschlagenen Kreis gezogen werden können, wobei der Abstand der Linie beliebig enger oder weiter eingestellt werden kann.
Für die Lithographie und Gravirkunst ist dieser Apparat von grofser Bedeutung. Es giebt wohl schon verwickelte Maschinen, vermittelst deren gerade, wellenförmige und auch strahlenförmige Schraffuren hergestellt werden, jedoch bleibt diesen Apparaten wegen ihrer grofsen Complicirtheit und ihres hieraus entspringenden hohen Preises die allgemeine Einführung versagt.
Der neue Apparat kann aber, wie leicht ersichtlich ist, nicht nur zum Arbeiten auf dem Stein benutzt, sondern auch bei der Herstellung entsprechender SchrafFuren in technischen oder architektonischen Zeichnungen angewendet werden. Da seine Handhabung eine sehr leichte und dabei doch sehr. sichere ist, so ist er wohl geeignet, sich überall da, wo die eingangs erwähnten Schraffuren Anwendung finden, hauptsächlich also bei Lithographen und Graveuren, Eingang zu verschaffen.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Apparat' dargestellt.
Er setzt sich im wesentlichen zusammen aus zwei Platten α und b, die an einer ihrer Ecken durch ein Scharnier c mit einander verbunden sind, welches in seinem Drehpunkt einen Stift d trägt. Dieser Stift wird in den Mittelpunkt eingesetzt, von dem aus die Strahlen gezogen oder um welchen Bogen in einem bestimmten Abstand oder tangentiale Linien an einem beliebigen, um den Mittelpunkt geschlagenen Kreis gezeichnet werden sollen.
In der Mitte werden die beiden Platten a und b durch eine Blattfeder f zusammengehalten, deren Wirkung durch eine Spiralfeder, e unterstützt werden kann. Auf der Krümmung der Blattfeder f, deren eines Ende auf dem Theil λ und deren anderes .Ende auf dem Theil b befestigt ist, sitzt möglichst nahe dem auf Theil b befestigten Ende ein Knopf g, welcher zum Strecken der Flachfeder f dient, während auf dem Theil α ein zweiter Knopf h angeordnet ist, der zum Festhalten dieses Theiles im geeigneten Augenblick angeordnet ist.
Ist der Stift d in den Mittelpunkt der herzustellenden Zeichnung eingesetzt und der erste Strich an der Seitenkante der Platte b entlang gezogen, so drückt man mit einem Finger auf den Knopf g der Blattfeder f, wodurch diese die Platte α seitwärts schiebt. Hat sich die Platte α entsprechend weit von der Platte b entfernt, so drückt man auf den Knopf h und läfst den Knopf g los. Sogleich bringen die Federn f und e die Platte b wieder dicht an die Platte α heran und hierauf wird die zweite Linie entlang der Kante der Platte b gezogen; dann wird der Vorgang in derselben Weise
wiederholt, und zwar so lange, bis die Strahlenfigur fertig ist.
Damit nun die Entfernung der einzelnen Strahlen von einander bei ein und derselben Figur stets genau dieselbe bleibt, ist folgende Vorkehrung getroffen.
Auf der Platte α ist ein Schieber i angebracht, der über die Platte b hinausgeht und mit einem Schlitz versehen ist, in welchen ein auf der Platte b befestigter . Stift k eingreift. Durch eine Stellschraube / kann der Schieber in seiner jeweiligen Lage festgestellt werden. Zugleich wird hierdurch erzielt, Schraffuren von verschiedener Weite herstellen zu können.
Setzt man auf den auf vorbeschriebene Weise bewegten Theil b in einem beliebigen Punkt einen Zirkel auf, so kann 'man auch um den . Mittelpunkt oder zwischen zwei um den Mittelpunkt beliebig gezogene Kreise Kreisbogen von sich vollständig gleichbleibenden beliebigen Abständen schlagen.
Der neue Apparat kann auf einfache Weise auch zur Herstellung tangentialer Linien an einem beliebigen, um den Bewegungsmittelpunkt des Apparates geschlagenen Kreis ausgebildet werden. Zu diesem Zweck ist nur erforderlich, däfs auf der Platte b ein Lineal m, Fig. 3, welches durch eine Mutter η und eine Schraube 0., deren Kopf in einem Schlitz ρ der Platte b Führung erhält, angeordnet wird, so dafs dieses Lineal m in beliebig winkliger Lage zu der Ziehkante des Theiles b, sowie in jeder beliebigen Entfernung von dem Punkt c, um 'welchen sich der ganze Apparat dreht, eingestellt 'werden kann.
. An Stelle des geraden Lineals m kann man auch ein beliebig gebogenes auf dem Theil b des Apparates in beliebiger Lage feststellen und kann dadurch noch weitere Muster erzielen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Schraffirapparat zur Herstellung von Strahlen- und Bogenschraffuren, gekennzeichnet durch zwei scharnierartig mit einander verbundene Platten (a und b), von welchen die eine durch Niederdrücken einer starken Blattfeder (f) von der anderen entfernt wird und diese andere Platte nach dem Nachlassen des Druckes, und event, unterstützt von einer Spiralfeder (e), wieder an sich heranzieht, so dafs sich die beiden Platten um ihren Scharniermittelpunkt im Kreis herumbewegen, wobei die Entfernung der einzelnen Linien von einander durch einen verstellbaren und beliebig feststellbaren Schieber ft) bestimmt wird.
2. In Verbindung mit dem in Anspruch 1. gekennzeichneten Apparat ein Lineal (m), welches verschieb- und verdrehbar auf einer der Platten (a oder b) angeordnet ist, zum Zwecke, Tangentenschraffuren herstellen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT63299D Schraffirapparat Expired - Lifetime DE63299C (de)

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