DE20603C - Schraffir-Apparat - Google Patents
Schraffir-ApparatInfo
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- DE20603C DE20603C DENDAT20603D DE20603DA DE20603C DE 20603 C DE20603 C DE 20603C DE NDAT20603 D DENDAT20603 D DE NDAT20603D DE 20603D A DE20603D A DE 20603DA DE 20603 C DE20603 C DE 20603C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B43—WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
- B43L—ARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
- B43L13/00—Drawing instruments, or writing or drawing appliances or accessories not otherwise provided for
- B43L13/02—Draughting machines or drawing devices for keeping parallelism
- B43L13/04—Guides for rulers
- B43L13/043—Guides for rulers with squares
Landscapes
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
E. DIETRICH in HOLZMINDEN. Schraffir-Apparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Mai 188a ab.
Das Parallel-Schraffirlineal besteht, wenn es
auf eine sehr feine, d. h. enge Schraffirung, oder auf eine solche von bestimmter Weite ankommt,
wie Fig. i- zeigt, im wesentlichen aus zwei trapezförmigen Platten A und B (aus
Hartgummi oder einer geeigneten Holzart), welche, mit ihren schrägen Seiten an einander
gelegt, ein Rechteck ab d c bilden, dessen vordere Seite α b die Ziehkante ist. Beide
Platten sind sonst ohne Zusammenhang, werden aber durch zwei um kleine Knöpfchen h h geschlungene
Kautschukbändchen zusammengehalten, so dafs, wenn eine der Platten seitlich so verschoben wird, dafs sich der Abstand der
beiden Knöpfchen vergröfsert, die andere durch die Elasticität der Gummibänder nachgezogen
wird. Auf einer solchen Verschiebung beruht die Wirksamkeit des kleinen Apparats; denn es
ist klar, dafs, wenn man die Platte B mit der linken Hand längs der Stofsfuge ef nach rechts
verschiebt, während man die vordere Platte A durch Andrücken auf die Unterlage festhält, die
letztere durch die Gummibändchert nachgezogen wird, so bald man sie freiläfst.
Hierdurch entfernt sich die Ziehkante a b
parallel von ihrer Ursprünglichen Lage,, und zwar ist der entstandene Abstand proportional
der Seitenverschiebung.
Wiederholt man nun die Verschiebung der Hinterplatte immer um die gleiche Gröfse, so
entstehen auch stets gleiche Abstände der Ziehkante von der vorhergehenden Lage.
Wegen der Kleinheit des Winkels, den die Ziehkante mit der gleitenden Stofskante bildet,
kann man nicht nur eine äufserst accurate Theilung. der Schraffirungslinien, sondern auch
eine fast unbegrenzte Feinheit der Theilung erreichen, wie sie bei einer Verschiebung der
Linealkante rechtwinklig zu ihrer Längenrichtung gar nicht zu erreichen ist.
Zur genauen Begrenzung der Seitenverschiebung ist nun sowohl an der Vorderplatte A
als auch an der Hinterplatte B je ein stiefeiförmiges Metallplättchen i und k angenietet,
welche den Zweck haben:
1. den Hub nach einer Seite sicher zu begrenzen,
und
2. durch ihre schrägen Stofskanten eine innige Berührung der Fuge der beiden Linealtheile
nach der Verschiebung zu sichern.
Nach der andern Seite wird der Hub variabel begrenzt durch die Mikrometerschraube /, deren
Muttergewinde an der hinteren Platte B befestigt ist und welche gegen einen aufwärts gebogenen
Lappen des Metallplättchens i anstöfst, sobald die Hinterplatte verschoben wird, wobei der
Abstand der Schraubenstirn von dem Lappen des Plättchens i für die Schraffenweite bestimmend
ist. Beträgt z. B. die Steigung der Schraube Y2 mm und ist das Verhältnifs der
Hypotenuse ef zur kleinen Kathete_/"£· in dem
rechtwinkligen Dreiecke e gf gleich 5:1, so entspricht eine ganze Umdrehung der Schraube
einer Parallelverschiebung der Ziehkante von Y2. Y5 = Y10 mm, zwei Umdrehungen einer
solchen von 0,2 mm u. s. w.
Die Hubbegrenzung kann jedoch auch ohne Mikrometerschraube z. B. dadurch erfolgen, dafs
man an der Hinterplatte einen geschlitzten Winkel anbringt, der, längs einer kleinen Scala
verschiebbar, durch eine Klemmschraube in der
beabsichtigten Stellung zu arretiren ist und gegen das Plättchen i stöfst.
Obwohl hierbei die die Schraffenweite bedingende Verschiebung von der Unterlage ganz
unabhängig ist, so könnte bei einer Unebenheit derselben der Apparat doch eine unbeabsichtigte
Drehung machen, wodurch die Parallelität der Schraffirung aufgehoben würde. Um dies zu
verhüten, erhalten die beiden Linealplatten A und B an ihrer Unterfläche je drei flache, in
einem Dreieck befestigte Gummipolster, welche etwa um ι mm vor der Unterfläche hervortreten
und durch die punktirten Kreise η angedeutet werden.
Beim Gebrauch hält man den Apparat, mit der linken Hand fest, wobei es vollständig genügt,
wenn nur die Platte B auf die Unterlage angedrückt wird, und zieht eine Schraffe. Hierauf
drückt man mit der rechten Hand auf die Platte A und verschiebt mit der linken Hand
die Hinterplatte B, bis die Schraube gegen den Ansatz stöfst, und hält sie in dieser Lage fest.
Läfst man jetzt A frei, so schlüpft sie, von den Gummibändern gezogen, nach rechts nach und
man kann eine neue Schraffe ziehen u. s. w.
Für gewöhnliche Schraffirungen, wie sie von
Technikern zur Bezeichnung von Durchschnitten und zur Schattirung in Strichmanier ausgeführt
werden, und wo es auf keine genau nach Mafs auszuführende Linienweite ankommt, besteht der
Apparat aus zwei Dreiecken, wovon das eine zwei Winkel von je 45°, das andere Winkel
von 30 ° und 60 ° enthält. Beide Dreiecke werden mit ihren gleich grofsen Katheten, wie
Fig. 2 zeigt, an einander gelegt und die Stofsfuge wie oben armirt.
Die Hubbegrenzung erfolgt am einfachsten durch ein kleines Kreisexcenter m, das, auf einen
an B befestigten Zapfen gesteckt, um diesen drehbar ist und durch eine Klemmschraube in
der gewünschten Stellung arretirt wird. Beträgt bei demselben die Excentricität 2 mm, so kann
hierdurch eine Schraffenweite von ο bis 4 mm in stetiger Abstufung erhalten werden.
Bei besserer Ausführung kann die kleine excentrische Scheibe auch mit einem kurbelartigen
Stellarme mit Knöpfchen und Stift versehen werden, welcher letztere in einen darunter befindlichen
Kreisbogen eingreift, der zu dem Zwecke mit numerirten Löchern versehen ist. Man kann dann bei späterem Gebrauch, ohne
erst lange zu probiren, leicht dieselbe Schraffenweite wieder einstellen.
Statt des Kreisexcenters kann auch noch das eine stiefeiförmige Metallplättchen i, Fig. 3,
zur Veränderung des Hubes dienen. Dasselbe enthält dann einen Schlitz mit Klemmschraube
und kann mit Hülfe der letzteren und einer Scala /, die zugleich als Führung dient, genau
auf Mafs eingestellt werden. Das Dreieck B bekommt dann aufser dem festgenieteten
Messingplättchen k noch die Warze m, gegen
welche bei der Verschiebung der Rücken des stellbaren Plättchens i anstöfst. Die beiden
Stofskanten des letzteren bilden einen Winkel, der so bemessen ist, dafs bei einer bestimmten
Verschiebung des Ptättchens nach der Scala nur ein aliquoter Theil derselben als Schraffenweite
auftritt. Wird dieser Winkel entsprechend klein genommen, so kann ohne Anwendung
eines Nonius dadurch eine accurate und beliebig feine - Theilung der Schraffen erzielt werden.
Der Apparat in dieser Form, d. h. durch Anwendung zweier Dreiecke, ist deshalb besonders
praktisch, weil man alle vier freien Dreiecksseiten als Ziehkanten benutzen und mit demselben
Exemplar Schraffirungen unter Winkeln von 300, 45°, 6o° und 900 bezw. i8o° ausführen
kann.
Für Central- oder Strahlenschraffirungen besteht der Apparat nach Fig. 4 aus zwei rechteckigen
oder trapezförmigen Platten A und B, die, an einander gestofsen, an einer Seite durch ein
Gummibändchen zusammen gehalten werden. An der andern Seite bilden zwei an die Platten
genietete Metallplättchen ein Scharnier 0, dessen Drehzapfen aus einem kurzen Bolzen mit
Centralspitze und oben etwas ausgehöhltem Knopfe besteht. Die Ziehkante α b geht in ihrer
Verlängerung durch die Scharnierachse, und die Augen der beiden Scharnierplatten sind um einen"
halben rechten Winkel ausgeschnitten, also offen, damit man den Mittelpunkt beim Anlegen des
Apparates sehen und die. Strahlen dem Mittelpunkte möglichst nahe beginnen lassen kann.
Ist der Apparat richtig angelegt, so setzt man den losen Drehzapfen p ein und drückt die,
Nadelspitze in das Papier. Die kleine Spitze bildet dann die Drehachse des ganzen Apparats.
Um nun eine gleichmäfsige Schraffirung zu erlangen, ist an der Hinterplatte B ein geschlitztes
Bogenstück r angebracht, das nach einem ebenfalls an der Platte B angenieteten
Gradbogen r eingestellt und durch eine Klemmschraube j fixirt werden kann, während ein an
der Platte A befestigter Stift t den Hub begrenzt. Beim Gebrauche legt man die Spitze des kleinen
Fingers linker Hand auf den Knopf des Drehzapfens / und hält mit den andern Fingern den
Apparat auf der Unterlage fest. Hat man einen Strahl gezogen, so zieht man die hintere Platte
um den eingestellten Winkel zurück und hält sie in dieser Lage fest, während man die Finger
der linken Hand an der Vorderplatte lüftet, um das Nachschlüpfen derselben an die hintere zu
ermöglichen, wobei sich die Ziehkante um denselben Winkel um den Mittelpunkt dreht, und
man kann nun einen zweiten Strahl ziehen u. s. w. Der kleine Finger linker Hand bleibt hierbei fortdauernd
auf dem Knopfe ruhen, um sicher zu sein, dafs sich bei der Drehung die Centralspitze
nicht vom Mittelpunkte entferne.
Um endlich auch tangentiale Strahlen ziehen zu können, befestigt man an Platte A ein
schmales Lineal C, wie die Punktirung zeigt. Dasselbe ist einerseits durch den Zapfen u und
andererseits durch ein geschlitztes Bogenstück ν mit Klemmschraube w an der Platte A befestigt
und kann beliebig excentrisch eingestellt werden, um Tangentensysteme an kleineren oder
gröfseren Kreisen ziehen zu können.
Claims (1)
- Patent-An Sprüche:i. Die Combination zweier an einander gleitenden und durch Gummibändchen h h elastisch verbundenen Linealtheile A und B, Fig. ι, bei" welchen behufs Erreichung der gröfsten Genauigkeit und Eeinheit der Schraffentheilimg die Gleitfuge ef mit der Ziehkante a b einen spitzen Winkel bildet. Die mittelst Mikrometerschraube /,Fig. i, oder excentrische Scheibe m, Fig. 2,· oder Scalenschieber i, Fig. 3, stellbare sichere Hubbegrenzung durch Anwendung abgeschrägter Stofsplättchen i und k, während kleine Gummipolster η an der Unterfläche jede unbeabsichtigte Verrückung des Apparats auf unebener Unterlage verhindern.
Der Strahlenschraffir-Apparat, Fig. 4, bestehend aus zwei durch ein offenes Scharnier 0 und Gummibändchenhh verbundenen Linealtheilen A und B mit loser Centralspitze ρ und einer stellbaren Ziehkante C für tangentiale Strahlen.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20603C true DE20603C (de) |
Family
ID=297341
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT20603D Active DE20603C (de) | Schraffir-Apparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20603C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE960422C (de) * | 1953-09-23 | 1957-03-21 | Gustav Buetepage | Doppellineal |
-
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- DE DENDAT20603D patent/DE20603C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE960422C (de) * | 1953-09-23 | 1957-03-21 | Gustav Buetepage | Doppellineal |
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