DE63192C - Verbund-Regulator, bestehend aus einem nahezu astatischen Geschwindigkeitsregulator und einem Leistungsregulator - Google Patents

Verbund-Regulator, bestehend aus einem nahezu astatischen Geschwindigkeitsregulator und einem Leistungsregulator

Info

Publication number
DE63192C
DE63192C DENDAT63192D DE63192DA DE63192C DE 63192 C DE63192 C DE 63192C DE NDAT63192 D DENDAT63192 D DE NDAT63192D DE 63192D A DE63192D A DE 63192DA DE 63192 C DE63192 C DE 63192C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
regulator
astatic
power regulator
speed
power
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT63192D
Other languages
English (en)
Original Assignee
SANGERHÄUSER-AKT1EN-MASCHINENFABRIK U. ElSENGIESSEREI, VORM. HORNUNG & RABE in Sangerhausen
Publication of DE63192C publication Critical patent/DE63192C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der durch das Patent No. 54922 und die Zusatz - Patente No. ^8300, 58304 und 58518 mit seinen verschiedenen Hülfsconstructionen geschützte Regulator für Arbeitsdampfmaschinen mit veränderlicher Expansion, sogen. Leistungsregulator von F. J. Weifs, Basel, ist zwar vermöge der durch die Zusatz-Patente No. 58300 und 58304 geschützten Vorrichtungen in den Stand gesetzt, das Durchgehen der Maschinen bei stark sinkenden Arbeitswiderständen zu verhindern, indem er durch Auslösen eines Mechanismus den Dampf so weit absperrt, dafs die Maschine zum Stillstand gelangt, ist jedoch, da die Maschine erst durch den Maschinisten wieder in Gang gesetzt werden mufs, bei solchen automatischen Pumpwerksmaschinen nicht verwendbar, welche ohne besondere Aufsicht bleiben sollen und deshalb nicht zum Stillstand gelangen dürfen, wie beispielsweise bei Diffusionswasserpumpen, Schlammpumpen bezw. Saftpumpen zur Speisung von Filterpressen u. s. w. Diesem Umstände wird durch nachbeschriebene Erfindung in der Weise abgeholfen, dafs dem stark statischen Leistungsregulator ein anderer, annähernd astatischer, sogenannter Geschwindigkeitsregulator combinirt wird, welch letzterer erst dann auf die Expansion einwirkt, wenn die Maschine eine oberhalb des Bereiches des Leistungsregulators liegende Geschwindigkeit erreicht. Die Maschine steht also bis zur Erreichung dieses Punktes nur unter der Wirkung des Leistungsregulators, während der Geschwindigkeitsregulator aufser Verbindung ' mit dem Expansionsschieber ist, dann aber auf diesen Einfiufs erlangt, so dafs die Maschine besagte Tourenzahl nur um etwa 3 bis 4 Touren überschreiten kann. Der Leistungsregulator ist währenddessen aufser Verbindung mit dem Expansionshebel.
In der beiliegenden Zeichnung ist α der bereits patentirte Leistungsregulator, b der auf derselben Welle sitzende Geschwindigkeitsregulator, welche beide dieselbe Tourenzahl machen; c ist ein in Patentschrift No. 54922, Fig. 3, beschriebener automatischer Regulirapparat.
Die Hebel d und e der beiden Regulatoren sind durch eine Zugstange f verbunden, welche sich mittelst Handrades G und Gewindes h, dessen Mutter im oberen Hebelwerk drehbar angebracht ist, zur Veränderung der Füllung verlängern und verkürzen läfst, während sie im Querstück k des unteren Hebelwerkes verschiebbar ist und nur unten mit einem Bund / anliegt.
Der obere Regulator b hat eine verlängerte Muffe m. Der in derselben schleifende Ring η hat zwei gegenüberstehende verticale Schlitze o, in welche die Zapfen des Hebels eingreifen und sich in gewissen Grenzen darin bewegen können.
Durch diese beiden Einrichtungen wird die alternirende Einwirkung der Regulatoren auf den Expansionsschieber erreicht.
Die Regulatoren selbst können also nur eine Hebung des Gestänges und Drehung des Schiebers nach oben bewirken, während das
Senken und somit die entgegengesetzte Drehung des Expansionsschiebers durch das Uebergewicht des automatischen Apparates bewirkt wird. Dieses Uebergewicht kann durch Verschieben einesLaufgewichtes r am oberen Hebelwerk eventuell vermehrt werden.
Damit der nahezu astatische obere Regulator b bei der Ungleichförmigkeitsgröfse, den derartige Maschinen haben, nicht tanzt, ist der Schleifring η desselben mit einem Oelkatarakt ρ verbunden.
Der automatische Regulirapparat hat in Verbindung mit dem Leistungsregulator die in Patentschrift No. 54922 bereits beschriebene Function, bei über die normale Höhe steigenden Arbeitsdrücken die Füllung vorübergehend zu verkleinern und der Maschine einen langsameren Gang zu geben und umgekehrt dieselbe durch vorübergehende Vergröfserung der Füllung wieder schneller laufen zu lassen. Die Wirkungsweise des beschriebenen combinirten Regulators ist nun folgende.
Da das untere Hebelwerk dm\t dem Regulatorschleifring fest verbunden ist, so hat dasselbe in der Ruhelage stets die der tiefsten Stellung der Muffe entsprechende Lage, das obere Hebelwerk e liegt jedoch nur dann auf der unteren Begrenzung des Schlitzes 0 in dem Schleifring η auf, wenn die Verbindungsstange f ihre gröfste Länge hat. Verkürzt man die Stange, so verbleibt das untere Hebelwerk d in seiner Lage, während sich die rechte Seite des oberen Hebels e hebt und mit ihm der Expansionsschieber, der nun kleinere Füllung giebt.
Die Länge des Schlitzes im oberen Schleifring ist so bemessen, dafs das Hebelwerk sich so weit verstellen kann, dafs, wenn der Leistungsregulator in seiner höchsten Lage kleinste Arbeitsfüllung giebt und der obere Regulator sich noch in tiefster Lage befindet, das Hebelwerk den oberen Anschlag der Schlitze gerade berührt. Fängt der in Ruhelage befindliche Leistungsregulator an, sich zu erheben, so nimmt er, da der Bund / an dem Querstück k anliegt, das obere Hebelwerk mit bis in seine höchste Lage. Geht die Tourenzahl noch höher hinauf, so steigt der obere Regulator schnell und nimmt das obere Hebelwerk mit bis zur kleinsten Füllung, die erforderlich ist, um die fast leer gehende Maschine in Gang zu halten. Der Bund der Verbindungsstange verläfst dabei das Querstück des unteren Hebelwerkes, wodurch das obere Hebelwerk aufser Verbindung mit dem Leistungsregulator ist.
Die Einstellung des Füllungsgrades, sowie die Wirkung des automatischen Apparates in Verbindung mit dem Leistungsregulator erfolgen ebenso, wie im Patent No. 54922 beschrieben. Hört die Flüssigkeitsentnahme fast ganz auf, so drückt die Pumpe, um vollständigen Stillstand zu vermeiden, den noch bei der geringsten möglichen Tourenzahl bleibenden Ueberschufs durch ein Sicherheitsventil wieder in den Saugraum zurück.
Der Vortheil beschriebener Erfindung besteht also darin, dafs man die Regulirfähigkeit des Leistungsregulators, welcher der Maschine gestattet, bei voller Ausnutzung der Expansion durch automatische Veränderung der Tourenzahl constanten Arbeitsdruck zu halten, auch für solche Arbeitsdampfmaschinen verwenden kann, welche ohne stete Beaufsichtigung bleiben, also nie zum Stillstand gelangen dürfen, bei denen aber die Arbeitswiderstände zeitweise fast bis auf Null herabgehen können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Regulirvorrichtung für selbstthätig wirkende Arbeitsdampfmaschinen, bei welcher ein nahezu astatischer Geschwindigkeitsregulator mit einem stark statischen Leistungsregulor nach Patent No. 54922 und Zusätzen behufs Aeufserung einer alternirenden Wirkung auf den Expansionsschieber zu dem Zwecke verbunden ist, die dem Leistungsregulator seiner stark statischen Eigenschaften wegen mangelnde Fähigkeit zu ergänzen, in seinen höchsten Pendellagen noch eine genügende Muffenverschiebung zu bewirken, um ein · Durchgehen der Maschine zu verhindern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT63192D Verbund-Regulator, bestehend aus einem nahezu astatischen Geschwindigkeitsregulator und einem Leistungsregulator Expired - Lifetime DE63192C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE63192C true DE63192C (de)

Family

ID=337134

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT63192D Expired - Lifetime DE63192C (de) Verbund-Regulator, bestehend aus einem nahezu astatischen Geschwindigkeitsregulator und einem Leistungsregulator

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE63192C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE63192C (de) Verbund-Regulator, bestehend aus einem nahezu astatischen Geschwindigkeitsregulator und einem Leistungsregulator
DE2102762C3 (de) Einrichtung zur Regelung von Druck und Fördermenge einer hydraulisch betätigten Membranpumpe
DE301145C (de)
DE526666C (de) Brennkraftmaschine mit veraenderlicher Drehzahl und Einspritzzeitpunktverstellung
DE425310C (de) Fliehkraftregler mit fluessiger Schwungmasse fuer Kraftmaschinen
DE521244C (de) Vorrichtung zur Regelung der Foerdermenge des Hochdruckteils einer zwei- oder mehrstufigen Druckpumpe
DE561693C (de) Umlaufpumpe fuer Fluessigkeitsgetriebe
DE637742C (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen Regeln des Fluessigkeitsstandes in einem Behaelter, insbesondere in einem Dampfkessel
DE976320C (de) Einrichtung zur Regelung der Foerdermenge bei Drehkolbenpumpen in Abhaengigkeit vom Foerderdruck
AT69587B (de) Verfahren und Einrichtung zur Betätigung eines Abblase- bzw. Rückströmventiles an Kreiselverdichtern und -pumpen.
DE282126C (de)
DE706305C (de) Waelzkolbenluftpumpe mit OElschmierung
DE55398C (de) Selbstthätige Regulirvorrichtung für Kraftmaschinen
DE9570C (de) Neuerungen in der Wasserhaltung
DE216198C (de)
DE178248C (de)
DE125115C (de)
DE132152C (de)
DE324622C (de) Presswasserregler fuer Kraftschleifer mit Antrieb durch Dampfmaschine
DE402681C (de) Servomotor fuer selbsttaetige hydraulische Regler
DE22060C (de) Neuerungen an selbstthätigen Regulir vorrichtungen für Dampfkessel - Speisepumpen
DE19476C (de) Verfahren und Vorrichtungen zur hydraulischen Entlastung schwer belasteter und schnell rotirender Wellen
DE62082C (de) Selbsttätige Dampfabsperrung für langsam gehende Dampfmaschinen
AT151211B (de) Turbokupplung.
DE468375C (de) Druckwasseranlage mit Presspumpe und gewichtsbelastetem Druckwasserspeicher