DE631309C - Verfahren zur Herstellung von Wundpflastern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wundpflastern

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DE631309C
DE631309C DEP62931D DEP0062931D DE631309C DE 631309 C DE631309 C DE 631309C DE P62931 D DEP62931 D DE P62931D DE P0062931 D DEP0062931 D DE P0062931D DE 631309 C DE631309 C DE 631309C
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rubber
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plasters
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/70Web, sheet or filament bases ; Films; Fibres of the matrix type containing drug
    • A61K9/7015Drug-containing film-forming compositions, e.g. spray-on
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L15/00Chemical aspects of, or use of materials for, bandages, dressings or absorbent pads
    • A61L15/16Bandages, dressings or absorbent pads for physiological fluids such as urine or blood, e.g. sanitary towels, tampons
    • A61L15/42Use of materials characterised by their function or physical properties
    • A61L15/58Adhesives

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Wundpflastern Laut vorliegender Erfindung wird aus Kautschuk ein Wundpflaster hergestellt, das den technischen Vorteil vor dem bekannten hat, daß durch die verschiedenen Kombinationsbedingungen des Verfahrens eine atmende, für Bakterien undurchlässige Kautschukpflasterschicht erhalten wird, die gleichzeitig heilende Zusätze enthält. Ein solches Wundpflaster war nicht bekannt, da man Kautschuk für Wundpflasterzwecke nicht verflüssigen und in eine Konsistenz überführen konnte, die Filme größter Porenfeinheit erlaubt, so daß keine Bakterien o. dgl. von außen zur Wunde durchdringen können.
  • Gegenüber anderen bekannten Verfahren zur Verflüssigung von Kautschuk hat das neue Verfahren den Vorteil; daß es Kautschukdispersionen ermöglicht, die nicht aus Kautschuk allein bestehen, sondern auch bekannte Wundheil- oder Desinfektionsmittel sowie Klebfähigkeit erhöhende Zusätze in Form von heilenden Balsamen oder Wachsen in kolloidaler Dispersion aufnehmen können.
  • Es ist bekannt, daß Kautschulz: selbst ohne die Verarbeitung laut vorliegender Erfindung in Form seiner einfachen Lösungen sich nicht mit derartigen Stoffen homokolloidal vereinigt; es war nicht bekannt, daß vulkanisierte Kautschukdispersionen in leicht abdunstenden gesättigten Kohlenwasserstoffen homokolloidal verteilt werden können.
  • Daher wird offensichtlich bei der Herstellung von Kautschukwundpflastern in flüssiger Form durch Druckerhitzung eine neue Wirkung erzielt, und dieses Wundpflaster ist nicht als eine einfache Mischung von Kautschuk und Zusätzen zu betrachten. Erst durch Erhitzen des Kautschuks, also Thermoplastischmachen und Vulkanisieren, wird die neue technische Wirkung erreicht. Dabei werden nur solche Kohlenwasserstoffe angewendet, die unter ioo° sieden. Auf diese Weise wird ein atmender Film erzielt, der aber Bakterien nicht zur Wunde dringen läßt und daher als Schutz für die Wunde dient.
  • Verwendet 'man nichtvulkanisierten Kautschuk als Bindemittel, so muß gleichfalls erhitzt werden, da Kautschuklösungen, die einer Druckerhitzung nicht unterworfen wurden, eine genügend homogene Verteilung der zugesetzten Heilstoffe nicht erlauben. Infolge ihrer gelatinierenden Eigenschaften bilden nichtvulkanisierte Kautschukpflaster weit weniger homogene, gleichmäßige Filme als vulkanisierte Kautschukpflaster, und ein Zusatz von speziellen Alterungsschutzmitteln, die nicht gerade wohltuend auf die Wunden wirken, ist erforderlich.
  • Durch folgende Beispiele wird das Verfahren näher erläutert. Beispiel i 15 Teile natürlicher oder synthetischer nichtvulkanisierter gebleichter Parakautschuk, 6o Teile Petroläther, i o Teile Athyläther, io Teile Essigsäuremethyl- oder -äthylester und i Teil Terpentin werden mit i bis 2,5 ojo Schwefel i bis q. Stunden lang bei einer Temperatur von 150° unter starkem Schlage, Kneten oder, Umrühren in einem geschlossenen Gefäß unter Druck vulkanisiert. Man erhält eine homogene, leicht fließende, kolloidale, vulkanisierte Kautschukdispersion, zu der man nach dem Erkalten, Vorreinigen und' -# nach bekannten Methoden efie notwendigen Heilmittel unter energischem-Umrühren zufügt und das flüssige Wund==: pflaster je nach Bedarf mehr oder weniger eindampft, um die gewünschte Konsistenz zu erhalten.
  • Die schwach vulkanisierte, Heil- und Wundmittel enthaltende Kautschukdispersion hat den großen Vorzug, daß das vulkanisierte Kautschukpräparat wegen seines Schwefelgehalts selbst als gelindes Desinfektionsmittel wirkt, dabei einen flüssig verlaufenden Film bildet, in dem die Heilmittelzusätze gleichmäßig verteilt sind. Auf diese Weise benötigt man nur geringe Mengen von Desinfektionsmitteln als Zusätze. Beispiel a 15 Teile natürlicher oder synthetischer nichtvulkanisierter gebleichter Parakautschuk, 6o Teile Petroläther, i o Teile Athyläther, i o @ Teile Essigsäuremethyl- oder -äthylester und i Teil Terpentin werden bei Anwesenheit von Balsamen, aber bei Anwesenheit von Schwefel und durch Hitze und Druck sieh spaltender Heilmittel r/2 bis 3 Stunden lang in einem Autoklaven bei Überdruck auf @ 13o bis 150° unter starkem Umrühren oder Kneten oder Sehlagen (Kolloidmiihle} behandelt.
  • Es bildet sich gleichfalls ein homogener klarer Film, der nach dem Erkalten unter Zuführung von Heilmitteln und Desinfektionsmitteln einen feinporigen Film-(rooooo und mehr Poren/ccm) liefert, wodurch erst eine vollkommene Abdunstung der flüchtigen Dispexsionsmittel sowie eine gute Wirkung der Heilmittel erzielt wird.
  • Es war nicht bekannt, daß flüssige, nichtvulkanisierte - noch weniger vulkanisierte -Kautschukdispersionen das Zuführen von Heilmitteln und deren homogene Verteilung erlauben, ohne daß sie absetzen, und daß dann ':das flüssige Kautschukpflaster zum Schutz von Wunden und als Heilmittel verwendet werden km.. Ebenso wußte man nicht, daß -man '= dürch Auswahl besonderer Dispersionsmittel nicht nur leicht abdunstende, sondern auch feinstporige Filme aus solchen Kautschukdispersionen herstellen kann. -Die Mischungsverhältnisse der Lösungs-und Dispersionsmittel, z. B. zwischen Petroläther" Äther und Essigestern usw., können in recht weiten Grenzen verändert werden und gehören dabei alle in den Bereich der vorliegenden Erfindung.
  • Außer den angegebenen Estern, wie Äthern, können auch andere Säureester, wie Äther, mit einem Siedepunkt zwischen 3o und 8o° (höchstens bis foo°) verwendet werden, wenn diese völlig neutral gehalten werden und die Wunde nicht angreifen.
  • Ebenso können statt Wundbalsamen auch andere geeignete Stoffe als die Klebfähigkeit erhöhende Mittel verwendet werden, z. B. Terpene, reine Harze (reines Kolophonium), aber auchi tierische oder pflanzliche Wachse und schließlich Paraffine, wenn diese in Dispersion oder in Lösung zugeführt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Wundpflastern unter Anwendung einer Lösung von Kautschuk in unter foa° siedenden Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß die Kautschuklösung gegebenenfalls mit geringen Schwefelmengen unter Zusatz von die Klebfähigkeit erhöhenden Zusätzen, wie Balsamen, Terpenen, Harzen, pflanzlichen und tierischen Wachsen und Paraffinen, der Einwirkung von Temperaturen von foo bis 15o° unter Druck unterworfen wird.
DEP62931D 1931-04-28 1931-04-28 Verfahren zur Herstellung von Wundpflastern Expired DE631309C (de)

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