DE63093C - Einrichtung zur Anbringung einer Handfeuerwaffe unterhalb des Rumpfes eines Pferdes - Google Patents
Einrichtung zur Anbringung einer Handfeuerwaffe unterhalb des Rumpfes eines PferdesInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41C—SMALLARMS, e.g. PISTOLS, RIFLES; ACCESSORIES THEREFOR
- F41C33/00—Means for wearing or carrying smallarms
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zweck der Erfindung ist, Feuerwaffen an dem Geschirr der Kavalleriepferde in der Weise
anzubringen, dafs sie, ohne gelöst zu werden, vom Reiter abgefeuert werden können. Nach
der Erfindung wird unten am Gurt oder einem entsprechenden Theil des Geschirres ein Haken
oder eine ähnliche Vorrichtung angebracht, welche die Feuerwaffe in mittlerer Lage unter
dem Rumpf des Pferdes in Längsrichtung zu halten vermag. Die Mündung der Feuerwaffe
tritt dabei zweckmäfsig bis vor die Brust des Pferdes und der Lauf zwischen die Vorderbeine
desselben hindurch. Das Geschirr trägt auch geeignete Vorrichtungen, um die Feuerwaffe
sicher zu tragen und einrichten zu können. Dem Reiter stehen Vorrichtungen zu Gebote,
um die Waffe abfeuern zu können, ohne dafs dieselbe abgenommen wird. Solche Vorrichtungen
sind entweder mechanischer, elektrischer, pneumatischer oder anderer Natur;
wird die Vorrichtung elektrisch bethätigt, so kann eine Batterie, ein Accumulator oder eine
kleine Dynamo an dem Sattel angebracht werden, und Elektromagnete oder andere Vorrichtungen
können dazu benutzt werden, den Abzug der Feuerwaffe zu bewegen. Die Verbindung ist
dabei mittelst eines oder mehrerer Drähte so eingerichtet, dafs durch Berührung eines Knopfes
das Abfeuern bewirkt wird. Diese Operation wird so lange wiederholt, bis die Waffe, für
den Fall, dafs sie mit Magazin versehen ist, vollständig abgefeuert ist.
In analoger - Weise kann Dickluft benutzt werden, die entweder einem Prefsluftbehälter
entnommen wird, der durch ein Rohr mit dem Abziehmechanismus in Verbindung gebracht ist,
oder es kann die Luft von Hand comprimirt und zur Bewegung des Abziehmechanismus in
ähnlicher Weise veranlafst werden. Endlich kann der Abzug auch durch direct wirkende
mechanische Vorrichtungen bewegt werden, die aus einer Schnur oder biegsamen Leitung· bestehen,
die mit dem Abzug verbunden sind. Das Geschirr ist so eingerichtet, dafs das Pferd
beim Abfeuern der Waffe den Kopf nicht senken kann und erhält zu diesem Zwecke einen mit der Candare verbundenen entsprechenden
Zaum.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι die Ansicht der Vorrichtung zur Anbringung einer Schufswaffe an einem Pferd,
Fig. ι die Ansicht der Vorrichtung zur Anbringung einer Schufswaffe an einem Pferd,
Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie 1-2 von Fig. i, nach vorn gesehen,
Fig. 3 ein solcher .nach der Linie 3-4 von Fig. i, gleichfalls nach vorn gesehen,
Fig. 4 die Oberansicht der Bauchgurtplatte, Fig. 5 eine Seitenansicht und
Fig. 6 eine Endansicht einer anderen Vorrichtung zum Lösen der Feuerwaffe.
Fig. 7 zeigt eine Einrichtung, wonach der Gelenkpunkt weiter nach vorn gelegt ist und
die Visirlinie mittelst einer Schnecke und Zahnstange in Verbindung mit einer biegsamen
Welle geändert bezw. geregelt werden kann.
Fig. 8, 9 und ι ο sind Einzeldarstellungen der
Anbringung der biegsamen Welle an der erwähnten Schnecke und dem Sattel.
Fig. 11 und 12 zeigen eine andere Vorrichtung
der Anbringung der Feuerwaffe.
Fig. 13 ist eine Ansicht und
Fig. 14 ein Schnitt durch ein Magazingewehr,
welches durch eine Schnecke und eine Zahnstange eingestellt wird, und
.Fig. 15 der Grundrifs dieser Einrichtung,
Fig. 16 die theilweise durchschnittene Oberansicht
und
Fig. 17 die Ansicht einer anderen Anbringungsweise
der Feuerwaffe,
Fig. 18 eine Schnittdarstellung, welche einen
angelenkten Schaft für ein Magazingewehr oder eine andere Feuerwaffe zeigt, um dieselbe zurri
Abfeuern sowohl von der Schulter, wie unter dem Pferde geeignet zu machen,
Fig. ig der Grundrifs dieser Vorrichtung,
Fig. 20 ein Schnitt nach der Linie 5-6 und
Fig. 21 ein solcher nach der Linie 7-8 der
Fig. 18,
Fig. 22 der Grundrifs einer anderen Anbringungsweise
eines zusammenlegbaren Schaftes, der seitlich zusammengeklappt werden kann.
Mit Bezug auf die Fig. 1 bis 4 ist α ein
Theil des Bauchgurtes für das Pferd, b ein Stück des Üebergurtes. c ist eine Platte, welche
durch den Riemen b in Stellung gehalten wird, der unter die Platte c tritt, d ist eine verticale
Platte, die mit der Platte c aus einem Stück besteht oder an derselben befestigt ist.
Das vordere ■ Ende der Platte d trägt einen rechteckigen Rahmen e, dessen eine Seite mit
Aussparungen zur Aufnahme eines Federbolzens f versehen ist. Die hinteren Enden
der ■ Platten c und d tragen einen Rahmen h, mit welchem das hintere Ende der Feuerwaffe k
bei g gelenkig verbunden ist. χ ist eine Libelle. Die Mündung der Feuerwaffe k kann
gehoben, gesenkt oder horizontal eingestellt und in einer dieser Lagen mittelst des Bolzens f
festgestellt werden, der in einen der Ausschnitte in dem Rahmen e greift. Der Verschlufsmechanismus
und andere Theile der Feuerwaffe, die durch Staub und Schmutz leiden
könnten, können mit einem Lederbezug etc. versehen werden, wie dies durch die punktirten
Linien in Fig. 1, 13 und 15 ersichtlich
gemacht ist.
Z ist ein Winkelhebel, der an den Rahmen- h
angelenkt ist und zur Bethätigung des Abzuges i dient. Der lange Arm des Hebels I ist
mit einer Schnur versehen, durch welche die Waffe von dem Reiter jederzeit abgefeuert werden
kann.
Eine Vorrichtung zum Lösen der Feuerwaffe ist in Fig. 3 dargestellt. Der angelenkte Seitehtheil
hl (welcher eine Seite des Rahmens h
bildet) wird durch eine Feder h2 in Stellung gehalten; einer der Drehzapfen g geht dabei
durch den Seitentheil h1 hindurch, nach dessen Aufheben das Gewehr freigelegt ist und aus
seinem Träger herausgenommen werden kann.
Die Fig. 5 und 6 zeigen eine andere Ausführungsform der vorbeschriebenen Einrichtung,
bei welcher das Ende des Zapfens g eine Nuth hat, in welche die Federfalle K2· einschnappt.
Nach Lösen der Falle kann die an-. gelenkte Seite des Rahmens gelöst und vor der
Herausnahme des Gewehres gehoben werden, wie vorher beschrieben.
Mit Bezug auf die Fig. 7 bis 10 ist das Gewehr
k an dem Rahmen e bei g gelenkig angebracht. Das Kolbenende des Gewehres hat
einen Stift kl auf jeder Seite. Diese Stifte gleiten in Schlitzen fr4 des Rahmens h. m ist
eine Schnecke, die von Lagermeilen des Rahmens h getragen wird und in eine Zahnstange
greift, welche an dem Gewehr befestigt ist, so dafs durch Drehung der Schnecke eine
Einstellung des Gewehres möglich ist. m x ist
eine biegsame Welle, welche von einem biegsamen Rohrgehäuse umschlossen wird, dessen
oberes Ende an dem Sattel angebracht ist.
Fig. 8 ist eine Ansicht und Fig. 9 ein Schnitt durch die Vorrichtung zur Bewegung des oberen
Endes der biegsamen Welle und Anbringung derselben am Sattel, η ist eine durch die ■
Halter nl am Sattel befestigte Platte, w2 ein
Handgriff mit federndem Stift, welcher in eines der Löcher «3 der Platte η greift. . Die durch
den Handgriff zu bewegende Kurbel ist auf der biegsamen Welle ml angebracht, wodurch letztere,
sowie die Schnecke m", Fig. 7, nach Erfordern gedreht werden können.
Fig. 10 ist eine Schnittdarstellung, welche die
Befestigungsweise des Endes der biegsamen Welle Ot1 an der Achse mi "der Schnecke m
ersichtlich macht. 'mB ist eine Federfalle, um
die Welle mit der Achse m4 der Schnecke m
zu verbinden.
Fig. 11 ist eine Seitenansicht und Fig. 12 die
Vorderansicht einer abgeänderten Form der Platte c. In diesem Falle ist die Platte c nach
oben durch zwei biegsame Flügelstücke c1 verlängert , deren Enden mit Stiften c 2 versehen
sind, die durch Löcher ml des Riemens b hindurchgehen
und auf diese Weise die Platte c halten. Die Regelung wird in diesem Falle
durch die Schraube ο bewirkt, welche das Rahmenstück 0' hebt oder senkt, in welchem
das durch den Rahmen h bei g gelenkig getragene Gewehr ruht.
In Fig. 13, 14 und 15 ist eine andere Anbringungsweise
ersichtlich .gemacht; die Vorrichtung entspricht der Befestigungsweise von
Fig. 7, aber ohne biegsame Welle.
Nach Fig. 16 und 17 ist das Gewehr bei g
mit dem Rahmen h gelenkig verbunden, und Schnecke und Zahnrad sind am vorderen Ende
des Gewehres angebracht, so dafs die Mündung des Gewehres nach Erfordern gehoben und gesenkt
werden kann. Aus Fig. 17 ist die Anbringung eines Schaftes ρ ersichtlich, die aus
der Zeichnung ohne Weiteres verständlich sein wird.
In den Fig. 18 bis 21 ist eine andere ge-
Claims (1)
- lenkige Verbindung eines Schaftes mit dem Gewehr dargestellt. Der Schaft wird aus zwei Theilenp1 und p2 gebildet. Der untere Theilji1 ist an dem Gewehr bei r angelenkt, und die beiden Theile sind bei r1 gelenkig mit einander verbunden, p9 ist eine Feder, welche Veranlassung ist, dafs der Theil p2 als Falle dient, um den Schaft in Stellung zu halten. In festgestellter Lage, wie in Fig. 18 dargestellt, sichert der Winkelhebel ί das Gewehr gegen unbeabsichtigte Lösung.Fig. 22 zeigt eine andere Vorrichtung zur Anbringung eines angelenkten Schaftes an dem Gewehr; in diesem Falle wird der Schaft gegen die Seite des Gewehres gelegt, wie aus den punktirten Linien der Zeichnung ersichtlich.Alle bewegten Theile der Vorrichtung können von irgend einem geeigneten Material eingeschlossen werden, um das Gehäuse staubdicht zu machen und zu verhindern, dafs die Theile durch Staub und Schmutz leiden.Pateντ-Anspruch:Eine Einrichtung zur Anbringung einer Feuerwaffe unterhalb des Rumpfes eines Pferdes, bestehend in einer mittelst Riemens (b) auf dem Sattelgurt (a) befestigten Platte (c) mit Tragarmen (h e) für die daran einstellbare Waffe, um das Einrichten und Abfeuern derselben durch den Reiter, während derselbe auf dem Pferde sitzt, zu ermöglichen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE63093C true DE63093C (de) |
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ID=337044
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT63093D Expired - Lifetime DE63093C (de) | Einrichtung zur Anbringung einer Handfeuerwaffe unterhalb des Rumpfes eines Pferdes |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE63093C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2462091A (en) * | 1946-06-03 | 1949-02-22 | John C Garand | Collapsible stock for firearms |
-
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- DE DENDAT63093D patent/DE63093C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2462091A (en) * | 1946-06-03 | 1949-02-22 | John C Garand | Collapsible stock for firearms |
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