DE629947C - Richtvorrichtung fuer Geschuetze - Google Patents

Richtvorrichtung fuer Geschuetze

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DE629947C
DE629947C DE1930629947D DE629947DD DE629947C DE 629947 C DE629947 C DE 629947C DE 1930629947 D DE1930629947 D DE 1930629947D DE 629947D D DE629947D D DE 629947DD DE 629947 C DE629947 C DE 629947C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00Aiming or laying means
    • F41G3/12Aiming or laying means with means for compensating for muzzle velocity or powder temperature with means for compensating for gun vibrations

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Richtvorrichtung für Geschütze Die Erfindung bezieht sich auf Richtvorrichtungen für Geschütze mit einer Einrichtung zur Berücksichtigung der z. B. durch Ausbrennungen des Geschützrohres entstehenden Änderungen der Anfangsgeschwindiglceit der Geschosse, und zwar insbesondere auf solche Richtvorrichtungen dieser Art, bei denen dem einzustellenden Teil der Richtvorrichtung eine der Zielentfernung bei einem bestimmten Grundwert der Anfangsgeschwindigkeiten entsprechende Haupteinstellung, und außerdem durch Verstellung eines besonderen Regelungstriebwerksteiles unter Vermittlung einer Einstellvorrichtung mit zwei gegenseitig längs verschiedener, je einer anderen Amfangsgeschwindigkeit entsprechender Leitkurven einer Kurvenschar verstellbaren Stellkörpern eine zusätzliche Verstellung um einen die Änderung der Anfangsgeschwindigkeit herücksichtigendenRegelungswert erteilt werden kann, wobei für die Einstellung des Regelungsbetriebwerksteiles ein Triebwerk vorgesehen ist, durch das denn einen Stellkörper eine Verstellung erteilt werden kann, die sich aus einem der Zielentfernung und einem der Verstellung des Regelungstriebwerksteiles entsprechenden Teil zusammensetzt. Bisher waren Richtvorrichtungen dieser Art so zu benutzen, daß man ihnen die den Zielentfernungen entsprechende Haupteinstellung nur für einen einzigen Grundwert der Anfangsgeschwindigkeit, nämlich für die ursprüngliche Anfangsgeschwindigkeit, erteilte. Bei einer solchen Richtvorrichtung werden daher bei dem für die Einstellung des Regelungstriebwerksteiles bestimmten Triebwerk su viele Leitkurven vorgesehen, als Zwischenstufen zwischen dem ursprünglichen (höchsten) Wert der Anfangsgeschwindigkeit und ihrem (niedrigsten) Endwert vorhanden sind. Beträgt also beispielsweise die ursprüngliche Anfangsgeschwindigkeit goo und der. Endwert der Anfangsgeschwindigkeit 700 m/Sek., so würden bei Zwischenstufen von j e 5 m/Sek. verschiedene Leitkurven erforderlich sein. Die Richtvorrichtung kann allerdings auch so benutzt werden, daß man ihr (unter Zuhilfenahme der Schußtafel) die den Zielentfernungen entsprechende Haupteinstellung unabhängig von den Leitkurven bei verschiedenen Grundwerten der Anfangsgeschwindigkeit erteilt, beispielsweise bei den um je 40 m auseinanderliegenden Grundwerten goo, 86o, Sao, 78o und 740, und dann bei jedem Grund`vert, wenn die Anfangsgeschwindigkeit um die nächsten 40 m/Sek. sinkt, immer nur die für Abweichungen bis zu 40 m/Sek. bestimmten ersten 8 Leitkurven benutzt. Wenn man diese 8 Leitkurven jedesmal bei den verschiedenen Grundwerten benutzt, würden sich aber große Fehler ergeben, da sich Abweichungen @ der. Anfangsgeschwindigkeit bis zu 40 m/Sek. nicht mehr mit den gleichen Leitkurven genügend genau bei den verschiedenen Grundwerten berücksichtigx lassen.
  • Die Erfindung beruht auf der Erkenntri' s; daß sich die Fehler, die sich bei der zuletzt geschilderten Benutzung. ergeben, in engeren Grenzen halten lassen, wenn man unter den angenommenen Verhältnissen die 8 Leitkurven, nicht mehr für Abweichungen der Anfangsgeschwindigkeit konstruiert, die einseitig bis zu 4o ni/Sek. unter dem für die Haupteinstellung angenommenen Grundwert liegen; sondern für Abweichungen., die zur Hälfte über und zur Hälfte unter dem Grundwert liegen, die also nur bis zu 2o m/Sele. in dem einen und dem andern Sinne von denn Grundwert ab@veichen. Als Grundwerte würden hierbei in dem angenommenen, von goo bis 7oo reichenden Bereich cler Anfangsgeschwindigkeiten die Geschwindigkeiten 88o, 840, 800, 76o und 720 zu wählen sein. Die die Größe der Fehler bestimmenden absoluten Beträge der größten Abweichungen von einem Grundwert wenden hierdurch auf die Hälfte herabgesetzt, und hierauf beruht es, daß die Fehler, wie die Erfahrung gezeigt hat, so klein bleiben, daß sie praktisch bedeutungslos sind. Allgemein gesprochen, ist also die Erfindung, deren Vorteif in der durch die wesentlich geringere Anzahl der erforderlichen Leitkurven erzielten Vereinfachung und der dieser entsprechenden Erhöhung der übersiclitlichkeit liegt, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Richtvorrichtung der eingangs beschriebenen Art die einzelnen Kurven der Leitkurvenschar Anfangsgeschwindigkeiten entsprechen, die zur Hälfte größer und zur Hälfte kleiner sind als ein bestimmter Grundwert der Anf@ngsgeschwindigkeit, für den d_er Richtvorrichtung die den .Zielentfernungen entsprechende Haupteinstellung unabhängig von den Leitkurven erteilt wenden kann.
  • Eine so ausgebildete Leitkurvenschar ist in Verbindung mit Richtvorrichtungen anderer Art bereits bekannt.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert; und zwar zeigt Abb. r einen Teil einer zum Teil im Schnitt gehaltenen Seitenansicht eines mit der Richtvorrichtung versehenen Geschützes; ferner zeigen in größerem M-aßstabe Abb. 2 in gleicher Darstellung wie Abb. i einen Teil der Richtvorrichtung, Abb. 3, 4 und 5 je einen Schnitt nach den Linien 3-3, 4-4 und 5-5 der Abb. 2, von oben gesehen, und Abb. 6 einen Schnitt nach Linie 6-6 der Abb. 2, von links gesehen.
  • bezeichnet die Lafette find B das Geschützrohr, das in einer mittels zweier Schildzapfen cl schwingbar an der Lafette gelagerten und mittels einer nicht dargestellten . :"henrichtmaschiue einstellbaren Wiege C
    i ,schiebbar geführt ist.
    -'üf dem einen der beiden Schildzapfen cl
    ist" ein ein Zielfernrohr D tragender Zahnbogen Dl drehbar gelagert, mit dem eine Schnecke E in Eingriff steht. Diese ist auf einer Welle El befestigt, die an ihrem oberen Ende an einem an der Wiege C befestigten Lagerkasten c2 und an ihrem unteren Ende an einer gleichfalls an der Wiege befestigten Lagerplatte c-1 unv esschiebbar gelagert ist. An der Welle El ist ein Kegelrad E2 starr befestigt, das mit einem Kegelrad F in Eingriff steht. Dieses ist an einem Arm G drehbar gelagert, der seinerseits gegenüber der Welle F_' um deren Achse drehbar ist. Der Arm G ist oberhalb des Kegelrades E2 mit einer Nabe versehen, auf der ein Schneckenrad GI starr befestigt ist. Das mit dem Kegellade E2 in Eingriff stehende Kegelrad F steht zugleich auch mit einem an der Platte c3 gelagerten, gegenüber der Welle El drehbaren Kegelrade H in Eingriff, mit dem ein Schneckenrad Hl starr verbunden ist. In dieses greift eine Schnecke J (Abb. 2) ein, die auf dem einen Ende einer an der Platte c3 gelagerten Welle J1 sitzt. An ihrem anderen Ende steht die Welle J1 durch ein Kegelrädergetriebe i2 mit einer an .der Platte c3 senkrecht zu deren Stirnfläche angeordneten Welle K in zwangsläufiger Verbindung, die. ein Handrad k1 trägt (s. bes. Abb.5). .Zwischen dem Kegelrädergetriebe i2 und dem Schneckenradgetriebe Hl, J ist auf der Welle Jl-eine Schnecke i3 befestigt, die mit einem eine Teilscheibe illz tragenden, an der Platte c3 gelagerten Schnekkenrad !11 in Eingriff steht. Die Teilscheibelill ist mit einer Teilung ryn2 versehen, die den Aufsatzwinkeln entsprechend beziffert und mittels einer an der Platte cs angeordneten Marke c4 ablesbar ist.
  • Zwischen der Welle K und dem Schneckenradgetriebe i3, Al ist gleichlaufend zur Welle El an der Platte c3 und. einem über dieser an der Wiege C befestigten Lagerkörper e5 (s. bes. Abb. 6) eine Welle N gelagert, auf der ein Kegelrad NI starr befestigt ist. Diese steht reit einem Kegelnade P in Eingriff, das an einem gegenüber der Welle N um deren Achse drehbaren Arm Q drehbar gelagert ist. Dieser ist unterhalb des Kegelrades NI mit einer Nabe versehen, auf der ein Schneckenrad Q1 starr befestigt ist. Mit dem Schnel:-kenrade Q1 steht eine auf der Welle K sitzende Schnecke k2 in Eingriff (s. bes. Abb. 5). Das mit dem KegelladeNl in Eingriff stehende Kegelrad P steht zugleich auch mit einem an der Wiege C gelagerten, gegenüber der Welle N drehbaren Kegelrad R in Eingriff, mit dem ein Schneckenrad R' starr verbunden ist. In dieses greift eine auf einer Welle S sitzende Schnecke S' (Abb. 2) ein. Die an der Wiege C gelagerte Weile S trägt an ihrem der Schnecke S' benachbarten Ende ein Handrad S2 und am entgegengesetzten Ende eine -mit dem Schneckenrad GI in Eingriff stehende Schnecke S3. Zwischen den Schnecken S3 und S' ist die Welle als Schraubenspindel S4 ausgebildet. Diese greift in eine Schraubenmutter t' .ein, die an einem an dem Lagerkörper c5 geführten Schieber T sitzt. Der Schieber ist an seiner Stirnseite mit einer ebenen Ablesescheibe t2 (s. bes. Abb. 6) versahen, auf der eine der Achse der Welle N parallele =Gerade 11 (Abb. 2) und zu beiden Seiten von dieser eine Anzahl von Leitkurven t4 verzeichnet sind, die je einer anderen Anfangsgeschwindigkeit zugeordnet sind. Die Gerade t3 entspricht hierbei dem Grund-wert der Anfangsgeschwindigkeiten, also einem bestimmten mittleren Abnutzungsgral der Geschützrohre der zu einer Gruppe zusammengefasten einzelnen Geschütze, und die Leitkurven .t4 mögen beispielsweise einer Reihe von j e um 5 m verschiedenen Anfangsgeschwindigkeiten entsprechen, wobei den rechts von der Geraden t3 liegenden Kurven Anfangsgeschwindigkeiten zugeordnet sind, die größer sind als der Grundwert, und den links liegenden Kurven Anfangsgeschwindigkeiten, die kleiner sind. Die sich über den oberen Rand des Schiebers T hinaus erstreckende Welle N ist über der Scheibe t2 mit Schraubengewinde n2 versehen, das in eine am Lagerkörper c5 längs einer Führungsschiene c6 verschiebbare Mutter U eingreift. Die Mutter U ist mit einem der Anzeigescheibe t2 zugeordneten Zeiger u' versehen.
  • Zur Erläuterung der Wirkungsweise der beschriebenen Richtvorrichtung sei zunächst angenommen, das der Schieber T durch Drehen -des Handrades S2 unter Vermittelung der Schraubenstellvorrichtung S4, t' so eingestellt sei, das der Zeiger u' über der Geraden t3 steht und das Handrad S2 weiterhin in Ruhe bleibt. Wird jetzt das Handrad k' (Abb. 5) gedreht, so bleibt das durch das Kegelrad R gebildete Mittelrad des rückkehrenden Kegelrädergetriebes R, P, N', Q in Ruhe, da es durch das Schneckengetriebe R', S' mit dem stillstehenden Handrad S2 in zwangsläufiger Verbindung steht. Ebenso bleibt das durch den Arm G gebildete Stegglied des rückkehrenden Kegelrädergetriebes G, F, E2, H in buhe, da es durch das Schneckenradgetriebe G1, S3 finit dem stillstehenden Handrad S= zwangsläufig verbunden ist. Die dem Handrad k' erteilte DTehung wird daher auf dem Wege K, i=, J', J, H' in der Weise auf das rückkehrende Kegelrädergetriebe G, F, E2, l1 übertragen, daß sich das das eine Mittelrad dieses Getriebes bildende Kegelrad H gegenüber dem stillstehenden Stegglied G in dem einen und das das andere Mittelrad bildende KegelradE2 in dem anderen Sinne um gleiche Winkel drehen. An der Drehung des Kegelrades E'= nimmt auch die mit diesem starr verbundene Welle El teil, von der die Bewegung durch das Schneckengetriebe E, D' (Abb. r) auf das Zielfernrohr D übertragen wird. Das Zielfernrohr dreht sich hierbei um einen Winkel, der dem Drehwinkel der Welle J' und der mit dieser durch das Schneckenradgetriebe i3,M zwangsläufig verbundenen TeilscheibeMl verhältnisgleich ist, und erhält, wenn die Übersetzungsverhältnisse, wie vorausgesetzt werden soll, entsprechend gewählt sind, gegenüber dem Geschützrohr B eine Winkelstellung, die gleich dem von der Marke c4 an der Teilung in angezeigten Aufsätzwinkel ist. Die Drehung des Handrades k' überträgt sich auch durch das Schneckenradgetriebe k2, Q' auf das durch den Aren Q gebildete Steigglied des räckkehrenden Kegelrädergetriebes Q, P, R, N', und zwar in -der Weise, das sich das KegelradP auf dein stillstehen-den Mittelrad R abwälzt und das durch das Kegelrad N' gebildete andere Mittelrad sich im gleichen Sinne wie das Stegglied Q- dreht. An der Drehung des Kegelrades N' nimmt auch die mit diesem starr verbundene Welle N teil, so das der Zeiger 2c' durch das Schraubengetriebe n2, U längs der Geraden t3 verschoben wird, also ständig über dieser Geraden eingestellt bleibt. Die Strecke, um die hierbei der Zeiger u' verschoben wird, ist dem an der Teilscheibe J11' eingestellten Aufsatzwinkel verhältnisgleich, also lediglich eine Funktion der diesem Aufsatzwinkel bei dem Grundwert der Anfangsgeschwindigkeit entsprechenden Zielentfernung.
  • Wenn bei dein reit der beschriebenen Richtvorrichtung .versehenen Geschütz das Geschützrohr gerade einen Abnutzungsgrad hätte, der dem Grundwert der Anfangsgeschwindigkeit entspricht, so würde das Ziel-.fernrähr D gegenüber dem Geschützrohr B bereits auf den richtigen Aufsatzwinkel eingestellt sein, und es würde nur noch erforderlich sein, dem Geschützrohr Mittels der (nicht dargestellten) Höhenrichtmaschine soviel Erhöhung zu geben, das die (vorher durch das Schneckenradgetriebe E, D' verstellte) Ziellinie die Höhenrichtung nach dem Ziel erhält. In Wirklichkeit kann jedoch der Abnutzungsgrad des Geschützrohres nur ausnahmsweise dem Grundwert der Anfangsgeschwindigkeiten entsprechen, und es ist daher in der Regel noch erforderlich, dem Zielfernrohr eine zusätzliche Verstellung um einen bestimmten Regelungswert zu erteilen, der die Abweichung der in Wirklichkeit für das Geschützrohr geltenden Anfangsgeschwindigkeit von dem Grundwert berücksichtigt. Liegt diese .Anfangsgeschwindigkeit beispielsweise um 5 m über dem Grundwert, so wird jetzt durch Drehen des Handrades S2 der Schieber T unter Vermittelung der Schraubenstellvorrichtung S4, t1 so lange verstellt, bis der Zeiger u1, wie auf der Zeichnung angenommen ist, über der der Abweichung von 5 m entsprechenden Kurve t4 steht. Bei der Drehung des Handrades S2 wird gleichzeitig durch das Schnekkenra.dgetriebe S3, G1 dem Stegglied G des rückkehrenden Rädergetriebes G, F, H, E= eine Drehung erteilt, bei der sich das Kegelrad F auf dem feststehenden KegelradH abrollt und dem Kegelrad E2 und der mit diesem starr verbundenen Welle El eine zusätzliche Drehung erteilt, die sich durch das Schneckengetriebe E, Dl (Abb. i) auf das Zielfernrohr D überträgt. Die Winkelstellung des Zielfernrohres wird auf diese Weise um einen Betrag geregelt, der dem Drehwinkel des durch das Stegglied G gebildeten Regelungstriebwerksteiles verhältnisgleich ist und seiner Größe nach durch die Gestalt der in Frage stehenden, der Abweichung von -5 m entsprechenden Leitkurve t4 bestimmt ist. Bei der Drehung des Handrades S2 wird auch durch das Sehneckenra:dgetriebe S1, R1 dem Kegelrad R eine Drehung erteilt, die durch das KegelradP, da jetzt das Stegglied O des rückkehrenden Rädergetriebes O, P, R, NI stillsteht, in gleicher Größe, aber in entgegengesetztem Sinne auf das Kegelrad N' und die mit diesem starr verbundene Welle N übertragen wind. Durch die SchraubenstellvorrichtungW, U wird daher der Zeiger z11, der vorher schon durch (das Handrad k1 um einen der Zielentfernung bei dem Grundwert -der Anfangsgeschwindigkeit entsprechenden Betrag verstellt worden ist, noch um einen zusätzlichen Beträg verstellt, und zwar ist dieser zusätzliche Betrag dem Drehwinkel des Handrades S= oder des mit diesem in zwangsläufiger Verbindung stehenden Regelungstriebwerksteiles G verhältnisgleich. Im ganzen ist also der Zeiger u1 um einen Betrag verstellt worden, der sich aus einem der Zielentfernung und einem der Verstellung des Regelungstriebwerksteiles G entsprechenden Betrag züsanimensetzt. .
  • In dem Maße, wie die Abnutzung des Geschützrohres zunimmt, werden der Reihe nach die je einer kleineren'Anfangsgeschwindigkeit entsprechenden Leitkurven t4 benutzt. Ist die Abnutzung so weit fortgeschritten, daß die der kleinsten Anfangsgeschwindigkeit entsprechende Leitkurve t4 nicht mehr ausreicht, so muß die Einstellung an der Teilscheibe 1V11 entsprechend einem neuen Grundwert der Anfangsgeschwindigkeit erfolgen, der um einen passenden Betrag kleiner ist als der bisherige. Diesem neuen Grundwert würde theoretisch eine neue Schar von Leitkurven entsprechen. Wenn jedoch für die gegenseitige, längs der Leitkurven t4 erfolgende Verstellung der beiden durch den Zeiger U zcl und den Schieber T gebildeten Stellkörper wie bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ein Triebwerk vorgesehen ist, durch das dem einen Stellkörper, nämlich dem Zeiger U ial, eine Verstellung erteilt werden kann, die sich aus einem der Zielentfernung und einem der Verstellung des Regelungstriebwerksteiles G entsprechenden Teil zusammensetzt, also nicht wie bisher von der Zielentfernung allein abhängig ist, so bleiben dieselben Leitkurven t4 für eine ganze Reihe verschiedener Grundwerte der Anfangsgeschwindigkeit verwendbar, so daß sich der eingangs angeführte Vorteil ergibt, daß die erforderliche Anzahl verschiedener Leitkurven wesentlich vermindert wird.
  • Die Erfindung ist nicht nur bei Richtvorrichtungen verwendbar, bei denen das Geschützrohr, wie bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel, nur gemeinschaftlich mit der Ziellinie in der Höhenrichtung verstellbar ist, d. h. bei Richtvorrichtungen mit sogenannter abhängiger Ziellinie, sondern auch bei Richtvorrichtungen mit unabhängiger Ziellinie. Bei den Richtvorrichtungen der letztgenannten Gattung können, falls es sich um eine Mehrzahl von Geschützen handelt, wesentliche Teile -der Richtvorrichtung allen Geschützen gemeinsam sein, so daß sie nur einmal ausgeführt zu werden brauchen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Richtvorrichtung für Geschütze mit einer Einrichtung -zur Berücksichtigung der z. B. durch Ausbrennungen des Geschützrohres entstehenden Änderungen der Anfangsgeschwindigkeit der Geschosse, bei der dem einzustellenden Teil der Richtvorrichtung eine den Zielentfernungen bei einem bestimmten Grundwert der Anfangsgeschwindigkeiten entsprechende Haupteinstellung, und außerdem durch Verstellung eines besonderen Regelungstriebwerksteiles unter Vermittlung einer Einstellvorrichtung mit zwei gegenseitig längs verschiedener, je einer anderem Anfangsgeschwindigkeit entsprechenden Leitkurven einer Kurvenschar verstellbaren Stehkörpern eine zusätzliche Verstellung um einen die Änderung der Anfangsgeschwindigkeit berücksichtigenden Regelungswert erteilt werden kann, wobei für die Einstellung des Regelungstriebwerksteiles ein Triebwerk vorgesehen ist, durch das dem einen Stellkörper eine Verstellung erteilt werden kann, die sich aus einem der Zielentfernung und einem der Verstellung des Regelungstriebwerksteiles entsprechenden Teil zusammensetzt, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen'-Kurven (t4) der Leitkurvenschar Anfangsgeschwindigkeiten entsprechen, die zur Hälfte größer und zur Hälfte kleiner sind als ein bestimmter Grundwert der Anfangsgeschwindigkeit, für den der Richtvorrichtung die den Zielentfernungen entsprechende Haupteinstellung unabhängig von den Leitkurven (L4) erteilt werden kann. a. Richtvorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Einstellung des Regelungstriebwerksteiles (G) dienende Triebwerk ein rückkehrendes Räderwerk (Q, P, R, N1) bildet, bei dem außer den beiden Mittelrädern (R, Ni) auch das Stegglied (Q) drehbar ist, wobei der eine (N1) von diesen drei Teilen (R, Q, N1) mit dem einen Stellkörper (UW) zwangsläufig verbunden ist, der zweite (Q) der Zielentfernung entsprechend einstellbar ist und der dritte (R) mit dem Regelungstriebwerksteil (G) und dem anderen Stellkörper (T t2) in zwangsläufiger Verbindung steht. 3. Richtvorrichtung nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß der einzustellende Teil (DI D) der Richtvorrichtung durch ein rückkehrendes Räderwerk (G, F, H, E=) verstellbar ist, bei dem außer den beiden Mittelrädern (H, E2) auch das Steggiied (G) drehbar ist, wobei einer (E2) dieser drei Teile (E2, G, H) mit denn. einzustellenden Teil (Dl D) der Richtvorrichtung in zwangsläufiger Verbindung steht, der zweite durch den Regelungstriebwerksteil (G) gebildet wird und der dritte (H) mit dem der Zielentfernung entsprechend einstellbaren Teil (Q) des zur Einstellung des Regelungstriebwerksteiles (G)- dienenden rückkehrenden Räderwerks (Q, P, R, N1) zwangsläufig verbunden ist. q.. Richtvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegglieder (G und Q) der beiden rückkehrenden Räderwerke (G, F, H, E2 und Q, P, R, N') je mit einem Mittelrad (R oderH) des anderen rückkehrenden Räderwerks zwangsläufig verbunden sind.
DE1930629947D 1930-03-25 1930-03-25 Richtvorrichtung fuer Geschuetze Expired DE629947C (de)

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