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Zeigerzieleinrichtung für Geschütze Die Erfindung bezieht sich auf
Zeigerzieleinrichtungen für Geschütze mit Einstellung des Seitenvorhalts " und mit
einem durch die Höhenrichtmaschine auf den Zeiger der Zieleinrichtung einstellbaren
Folgezeiger. Die Erfindung bezweckt, die Zieleinrichtungen dieser Art so auszubilden,
daß sich - was insbesondere beim Beschießen von Luftzielen von Bedeutung ist - eine
fehlerfreie Einstellung der Höhenrichtung ergibt, wenn an der Zieleinrichtung der
auf den Mündungshorizont bezogene Seitenvorhaltewinkel eingestellt werden soll.
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Dieser Zweck wird der -Erfindung gemäß dadurch erreicht, daß-ein-zusammen-mit
der Ziellinie in der Höhenrichtung drehbarer Teil der Zieleinrichtung, gegenüber
dem die Ziellinie dem Aufsatzwinkel entsprechend einstellbar ist, an einem an der
Lafette gelagerten, in der Seitenrichtungsebene der Lafette schwenkbaren Gestellteil
gelagert ist und mit dem gegenüber der Lafette um die gleiche Achse wie der Folgezeiger
drehbaren Zeiger der Zieleinrichtung durch ein Getriebe solcher an sich bekannter
Art verbunden ist, daß er mit dem Zeiger auf gleiche Drehwinkel gekuppelt ist und
bei seitlicher Schwenkung des Gestellteiles, an dem er gelagert ist, seine Winkelstellung
zu diesem ungeändert beibehält.
Bei allen bisher bekannten Zeigerzieleinrichtungen
ist der Aufsatzträger, -d. h. der zusammen mit der Ziellinie in der Höhenrichtung
drehbare Teil, gegenüber dem die Ziellinie dem Aufsatzwinkel entsprechend einstellbar
ist, nur in der Höhenrichtung, also nicht auch in. der Seitenrichtung drehbar. Die
Seelenochse und eine am Aufsatzträger festliegende Richtachse, mit der die Ziellinie
den Aufsatzwinkel bildet, sind dann, wenn die beiden Zeiger sich decken. einander
parallel. Bei der den Gegenstand der Erfindung bildenden Zeigerzieleinrichtung ist
nun erstmalig der Aufsatzträger auch in der Seitenrichtungsebene drehbar angeordnet
worden, so daß bei seitlicher Winkelstellung des Aufsatzträgers die Seelenochse
und die am Aufsatzträger festliegende Richtachse, wenn das Geschütz eingerichtet
ist, nicht mehr parallel sein können:, sondern nur die gleiche Erhöhung gegenüber
der Grundebene der Lafette haben. Bei einer solchen Anordnung des Aufsatzträgers
wäre es am nächstliegenden gewesen, den zu der Zieleinrichtung gehörigen Zeiger
an der seitlichen Schwenkbewegung des Aufsatzträgers teilnehmen. zu lassen. Dann
hätten aber nach einer seitlichen Verschwenkung des Aufsatzträgers die beiden Zeiger
nicht mehr zur Deckung gebracht werden können, und man hätte zusätzliche Einrichtungen,
z. B. je eine jedem Zeiger zugeordnete Winkelteilung vorsehen müssen, um feststellen
zu können, wann beide Zeiger die gleiche Erhöhung gegenüber der Grundebene der Lafette
haben. Dieser Weg ist bei der. Lösung der Erfindungsaufgabe nicht beschritten worden,
es ist vielmehr bei dem dem Aufsatzträger zugeordneten Zeiger (Befehlszeiger) die
gleichachsige Anordnung zu dem anderen Zeiger (Folgezeiger) beibehalten worden und
zwischen dem Aufsatzträger und dem zugehörigen Zeiger (Befehlszeiger) in Getriebe
solcher Art eingeschaltet worden; daß der Aufsatzträger mit dem Zeiger hinsichtlich
der Erhöhungsbewegung auf gleiche Drehwinkel gekuppelt ist und bei einer seitlichen
Schwenkung die ihm gegenüber der Grundebene der Lafette erteilte Erhöhung ungeändert
beibehält.
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Getriebe dieser Art sind bereits bei Scheinwerfern bekannt, die an
einem auf einem Sockel in der Seitenrichtungsebene schwenkbaren lafettenartigen
Gestell angeordnet sind. Das Getriebe dient hier dazu, dem Scheinwerfer von einer
am Sockel gelagerten Antriehswelle aus eine vorgeschriebene Erhöhung gegenüber dem
Gestell zu erteilen und ist so ausgebildet, daß die dem Scheinwerfer erteilte Erhöhung
ungeändert bleibt, wenn das Gestell in der Seitenrichtungsebene geschwenkt wird.
Eine Einstellvorrichtung mit einem Befehls- und einem Folgezeiger ist für das bekannte
Getriebe nicht vorgesehen.
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Auf der Zeichnung sind verschiedene für Geschütze zum Beschießen von
Luftzielen bestimmte Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt,
und zwar zeigt Abb. i das erste Ausführungsbeispiel in einem senkrecht zur Schildzapfenachse
gelegten Schnitt, Abb. a einen Schnitt nach Linie II-II der Abb. i von links gesehen,
Abb. 3 einen Schnitt nach Linie III-III der Abb. i von links ;gesehen, Abb. q. einen
Schnitt nach Linie IV-IV der Abb.3 von oben gesehen, ferner in einer der Abb. i
entsprechenden Darstellung, Abb. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel, Abb.6 eine
abgeänderte Einzelheit der Ausführungsform nach Abb. i bis q. und Abb.7 eine abgeänderte
Einzelheit der Ausführungsform nach Abb. 5.
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Im folgenden ist zunächst das erste Ausführungsbeispiel beschrieben.
i bezeichnet die Lafette, die in bekannter Weise auf einem nicht dargestellten Sockel
mittels der Seitenrichtmaschine des Geschützes um 36o° schwenkbar ist. An dem einen
der beiden Schildzapfen 2 (Abt. 3) ist ein Fortsatz 3 angeordnet, auf dem eine Büchse
q. drehbar gelagert ist. Die Büchse q. trägt an ihrem nach dem freien Ende des Fortsatzes
3 hin gelegenen Ende den durch die Zieleinrichtung verstellbaren,, mit 5 bezeichneten
Befehlszeiger, auf den in bekannter Weise der am Fortsatz 3 starr befestigte, mit
6 bezeichnete Folgezeiger einstellbar ist. Am anderen Ende der Büchse q. ist ein
sektorförmiger Schnekkenradzahnkranz 7 befestigt, mit dem eine Schnecke 8 (Abt.
i) in Eingriff steht. Die Schnecke 8 sitzt auf einer parallel zur Schwenkachse der
Lafette angeordneten Welle g, die an einem in, starrer Verbindung mit der Lafette
stehenden Gestellteil io drehbar, aber unverschiebbar gelagert ist. Die Welle g,
an der an ihrem unteren Ende eine mit einem Handgriff i i versehene Kurbelscheibe
befestigt ist, trägt über der Schnecke 8 eine zweite Schnecke 12, die mit einem
sektorförmigen Schneckenradzahnkranz 13 in Eingriff steht. Der Zahnkranz 13 sitzt
an einem Radkörper 1q., der ein als Zielfernrohr dienendes Rundblickfernrohr trägt
und mittels eines Zapfens 15 in einem Gehäuse 16 drehbar gelagert ist.
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Das Gehäuse 16 ist am Gestellteil io so gelagert, daß es um die Achse
der Schneckenwelle g geschwenkt und zugleich in Richtung dieser Achse verschoben
werden kann. Zur Führung des Gehäuses 16 ist an diesem am
unteren,
Ende ein die Welle 9 mit Zwischenraum umgebender Hohlzapfen 17 vorgesehen, der in
einem Lager 18 des Gestellteils io drehbar und verschiebbar gelagert ist. Am oberen
Ende des Gehäuses 16 ist gleichachsig zum Hohlzapfen 17 eine Schraubenmutter i9
starr befestigt, die mit einem am Gestellteil io starr befestigten Gewindezapfen
2o in Eingriff steht. Der Gewindezapfen ist al's Hohlkörper ausgebildet und dient
dem oberen Ende der Schneckenwelle 9 als Lager. Wenn das Gehäuse 16 bei der Schwenkung.
um die Achse der Schneckenwelle 9 uriverschiebbar wäre, würde bei der Schwenkbewegung
des Gehäuses um die Schnecke 12 eine mit einer kleinen Drehung verbundene . Abwälzbewegung
des Zahnkranzes 13 eintreten, so daß der Zahnkranz samt dem Radkörper 14 und dem
an diesem angeordneten Zielfernrohr eine Änderung seiner Winkelstellung zum Gehäuse
16 erfahren würde. Wenn andererseits das Gehäuse 16 nur in Richtung der Achse der
Schneckenwelle_9 verschiebbar wäre, so würde auch die Verschiebung des Gehäuses
16 eine Drehung des Zahnkranzes 13 gegenüber dem Gehäuse bewirken. Gangrichtung
und Steigung des Schraubenpaares i9, 2o sind nun so gewählt, daß die der Schwenkung
des Gehäuses 16 entsprechende Drehung dies Zahnkranzes 13 und: die der Verschiebung
entsprechende Drehung entgegengesetzten Sinn haben und von gleicher Größe sind,
so daß sich die beiden Drehungen aufheben: und in Wirklichkeit die Winkelstellung
des Zahnkranzes 13 und, damit auch der Ziellinie, wie erforderlich, urigeändert
bleibt. Zum Schwenken des Gehäuses 16 dient ein aus einer Schnecke 21 (Abb-. 2)
und einem Schneckenrad 22 bestehendes Schneckengetriebe. Die mit einem Griffrad
23 (Abb. i) versehene Schnecke 2i ist am Lager 18 des Gestellteils io quer zur Schneckenwelle
9 gelagert. Das Schneckenrad 22 ist verschiebbar, aber
uridrehbar auf dem
Hohlzapfen 17 des Gehäuses 16 gelagert und durch Zapfen 24 (Abb. 2), die in das
Lager 18 eingeschraubt sind und in eine Ringnut 25 des Schneckenrades 22 eingreifen,
gegen Verschiebung im Lager 18 gesichert. Die dem Gehäuse 16 und damit auch der
Ziellinie mittels des Schnekkengetriebes 21, 22 erteilte Seiteneinstellung, die
dem auf den Mündungshorizont bezogenen Seitenvorhaltewinkel entspricht, ist mittels
eines am Lager 18 geführten, in bekannter Weise parallel zur Schneckenwelle beweglichen
Zeigers 26 an einer Teilung 27 ablesbar, die auf dem Mantel einer mit dem Griffrad
23 starr verbundenen Trommel vorgesehen ist.
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Das als Zielfernrohr benutzte Rundblickfernrohr ist liegend angeordnet;
sein Gehäuse besteht in bekannter Weise aus dem mit 28 bezeichneten Ausblickteil,
dem mit 29 bezeichneten Einblickteil und einem Mittelteil 3o, der durch einen nach
dem Einblickteil 29 hin offenen Halbzylinder 31 starr mit dem Radkörper 14 verbunden
ist. Der gegenüber dem Mittelteil 30 um eine mit der Drehachse des Radkörpers
14 zusammenfallende Achse drehbare Ausblickteil28 ist gegenüber dem Mittelteil 3o
mittels einer an diesem gelagerten Schnecke 32 dem Aufsatz-,vinkel entsprechend
einstellbar und gemeinschaftlich mit dem Mittelteil 30 und dem Radkörper
14 gegenüber dem durch einen Halter 33 am Gehäuse 16 festgestellten Einblickteil
29 in der Höhenrichtung drehbar. Der Radkörper 14 samt dem mit ihm in. starrer Verbindung
stehenden Teil 30 bildet den Aufsatzträger, gegenüber dem die Ziellinie dem
Aufsatzwinkel entsprechend einstellbar ist. Zum Ablesen der dem Aufsatzwinkel entsprechenden
Einstellung dient (Abb.3) eine am Mittelteil 3o vorgesehene Marke 34 und eine am
Ausblickteil 28 angeordnete Teilung 35. Das im Ausblickteil 28 in bekannter Weise
in der Seitenrichtungsebene des Fernrohres schwenkbare, mit 36 bezeichnete Ausblickprisma
(Abb.4) ist mittels einer mit einem Griffrad 37 versehenen Schnecke 38 einstellbar.
Die erteilte Seiteneinstellung, die dem in der Visierebene gemessenen. Seitenvorhaltewinkel
entspricht, ist (Abb.3) mittels einer Marke 39 an einer Teilung 40 ablesbar.
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Die beschriebene Zieleinrichtung ist sowohl für den gewöhnlichen Fall
verwendbar, daß der auf die Visierebene bezogene Seitenvorhaltewinkel eingestellt
werden muß als auch für den Sonderfall, daß der auf den Mündungshorizont bezogene
Seitenvorh.altewinkel einzustellen ist.
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Im ersten Falle ist der durch das Gehäuse 16 gebildete, in der Seitenrichtungsebene
der Lafette um die Achse der Schneckenwelle 9 schwenkbare Gestellteil mittels des
durch das Griffrad 23. verstellbaren. Schneckengetriebes 21, 22 in seine Mittelllage
eingestellt, bei der die Achse des Zapfens 15 der Schildzapfenachse parallel ist.
Die an der Teilung 35 (Abb.3) ablesbare Einstellung des Aufsatzwinkels erfolgt durch
Drehen. der Schnecke 32, wodurch der Ziellinie gegenüber dem um die Achse des Zapfens
15 in der Höhenrichtung drehbaren Teil 13, 14, 31, 30 der Zieleinrichtung die der
Zielentfernung entsprechende Winkelstellung erteilt wird:. Durch Drehen der Schnecke
38 (Abb. 4) mittels des Griffrades 37 erfolgt die an der Teilung 4o ablesbare Einstellung
des Seitenvorhaltevvinkels. Nachdem in der beschriebenen Weise der Aufsatzwinkel
und der in diesem Falle wie gewöhnlich in der Visierebene
gemessene
Seitenvorhaltewinkel eingestellt sind., wird durch Drehen der Schneckenwelle 9 mittels
des Handgriffes i i über das Schneckengetriebe 12, 13 der das Rundblickfernrohr
tragende Teil 14, 31 der Zieleinrichtung so lange gedreht, bis die Ziellinie die
Höhenrichtung nach dem Ziel erhalten hat. Die gleiche Drehbewegung wie der Teil
14, 31 hat auch der mit ihm durch die Schneckenwelle 9 und das Schneckengetriebe
8, 7 auf Drehung gekuppelte Befehlszeiger 5 ausgeführt. Wenn. jetzt mittels der
Höhenrichtmaschine des Geschützes der Folgezeiger 6 zur Deckung mit dem Zeiger 5
gebracht ist und mittels der Seitenrichtmaschine die Ziellinie auch der Seite nach
auf das Ziel eingestellt ist, ist das Geschütz nach Höhe und Seite auf das Ziel
eingerichtet.
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Soll an der Zieleinrichtung in dem obenerwähnten Sonderfall der auf
den Mündungshorizont bezogene Seitenvorhultewinkel eingestellt werden; so muß das
Ausblickprisma 36 (Abb. 4) in seine Mittellage eingestellt sein, bei der die Ziellinie
rechtwinklig zur Drehachse des Mittelteils 30 und des Radkörpers 14 steht und die
Marke 39 auf den Nullstrich der Teilung 40 zeigt. Die Einstellung des Aufsatzwinkels
erfolgt ebenso wie im ersten Falle mittels der Schnecke 32 an der Teilung 35. Dagegen
wird der Seitenvorhaltewinkel jetzt durch Drehen des Griffrades 23 (Abb. i) an der
Teilung 27 eingestellt; das Gehäuse 16 wird hierbei mittels des Schneckengetriebes
21, 22 um die Achse der Welle 9 geschwenkt und gleichzeitig in Richtung dieser Achse
durch das Schraubenpaar ig, 2o verschoben, wobei, wie oben erläutert, die Winkelstellung,
die der Zahnkranz 13 und, damit auch die Ziellinie gegenüber dem Gehäuse 16 einnimmt,
ungeän.dert bleibt und demgemäß kein Fehler in der Höhenrichtung entstehen kann.
Nachdem so der Aufsatzwinkel und der jetzt auf den Mündungshorizont bezogene Seitenvorhaltewinkel
eingestellt sind:, wird ebenso wie im ersten Falle durch Drehen der Schneckenwelle
9 mittels des Handgriffes i i der Ziellinie, die Höhenrichtung nach dem Ziel erteilt
und gleichzeitig dem. Befehlszeiger 5, der auch jetzt noch mit dem auf die Erhöhung
des Geschützrohres einstellbaren Teil 13, 14, 31, 3o der Zieleinrichtung auf gleiche
Drehwinkel gekuppelt ist, die der gewünschten Erhöhung des Geschützrohres entsprechende
Winkelstellung erteilt. Wenn dann ebenso wie vorher der Folgezeiger 6 zur Deckung
mit dem Zeiger 5 gebracht und mittels der Seitenrichtmaschine die Ziellinie auch
der Seite nach auf das Ziel eingestellt ist, ist das Geschütz nach Höhe und Seite
auf das Ziel eingerichtet. Bei dem beschriebenen, Ausführungsbeispiel wird zum Ausgleich
der Abwälzbewegung, die der Zahnkranz 13 beim Schwenken des Gehäuses i6 erfahren
würde, das Gehäuse i6 gegenüber der unverschiebbar gelagerten Schneckenwelle 9 verschoben.
Es könnte aber auch, da es nur auf eine gegenseitige Verschiebung von Gehäuse 16
und Schneckenwelle 9 ankommt, das Gehäuse unverschiebbar und die Schneckenwelle
verschiebbar gelagert sein.
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Bei dem durch Abb. 5 erläuterten zweiten Ausführungsbeispiel ist die
Schneckenwelle 9 durch eine am Gestellteil io verschiebbar gelagerte Stange 41 ersetzt,
die einen Drehkörper mit dem Profil einer Zahnstange bildet. Die Drehkörperachse,
in deren Richtung die Stange 41 verschiebbar ist, hat am Gestellteil io und damit
auch an der Lafette i die gleiche Lage wie die Achse der Schnekkenwelle 9 der ersten
Ausführungsform. Die Stange 4.1 ist mit einem oberen verzahnten Teil 42 ausgeführt,
der der Schnecke 12 entspricht, und- mit einem unteren verzahnten Teil 43, der der
Schnecke 8 entspricht. Der verzahnte Teil 42 steht mit dem entsprechend verzahnten
Zahnkranz 13 und, der Teil .43 mit dem ebenfalls entsprechend verzahnten Zahnkranz
7 in Eingriff. Das Gehäuse 16 ist im vorliegenden Falle am Gestellteil io nur schwenkbar
gelagert, also nicht auch in Richtung der Schwenkachse verschiebbar, und das Schneckenrad22
steht daher in. starrer Verbindung mit dem Hohlzapfen 17 des Gehäuses 16. Wenn jetzt
zur Einstellung des auf den Mündungshorizont bezogenen Seitenvorhaltewinkels durch
Drehen des Griffrades 23 das Gehäuse 16 mittels des Schneckengetriebes 21, 22 geschwenkt
wird, kann, da die Zahnstange 41, 42 als Drehkörper ausgebildet ist, keine Abwälzbewegung
des Zahnkranzes 13 auftreten, und es behält daher bei der Einstellung des Seitenvorhaltewinkels
mittels des Schneckengetriebes 21, 22 die Ziellinie ohne weiteres ihre Höhenrichtung
gegenüber dem Gehäuse 16 unverändert bei, so daß kein Fehler in der Höhenrichtung
entstehen kann. Auf der den Zahnkranz 7 tragenden Büchse 4 ist noch in passendem
axialen Abstande von dem Zahnkranz 7 ein Zahnkranz .44 starr befestigt.. Mit diesem
steht eine Schnecke 45 in Eingriff, die auf einer am Gestellteil io gelagerten,
mit einem Handgriff 46 versehenen Kurbel-,velle d.7 sitzt. Wenn diese mittels des
dem Handgriff i i des ersten Ausführungsbeispieles entsprechenden Handgriffes 46
ged,reht wird, wird die Zahnstange 41 durch den in den verzahnten Teil 43 eingreifenden
Zahnkranz 7 verschoben und bewirkt hierdurch mittels ihres in den Zahnkranz 13 eingreifenden
verzahnten Teils 42 eine Drehung
des Zahnkranzes 13, die
von der gleichen Größe ist wie die Drehung des Zahnkranzes 7. Der Zahnkranz 13 ist
also ebenso wie beim ersten Ausführungsbeispiel mit dem Zahnkranz 7 und dem mit
diesem starr verbundenen Befehlszeiger 5 wieder auf gleiche Drehwinkel gekuppelt.
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Die Wirkungsweise entspricht im übrigen ganz der Wirkungsweise des
Ausführungsbeispieles nach Abb. i bis 4 und bedarf daher keiner weiteren Erläuterung
mehr.
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Bei beiden Ausführungsformen kann das Getriebe 13, 12, 9, 8, 7, ig,
2o oder 13, 42, 44 43', 7, durch das der zusammen mit der Ziellinie in der Höhenrichtung
drehbare Teil 13, 14, 34 3o der-Zieleinrichtung mit dem Befehlszeiger 5 auf gleiche
Drehwinkel gekuppelt ist, roch mit einer Einstellvorrichtung versehen sein, mittels
deren der drehbare Teil auch unabhängig vom Zeiger 5 drehbar ist.. Diese Einstellvorrichtung
kann entweder zur Regelung des Aufsatzwinkels, etwa zum Ausgleich der Abnutzung
des Geschützrohres, benutzt werden oder auch zur Einstellung des Aufsatzwinkels
selbst. Im letztgenannten Falle würde das Schneckengetriebe 32 des Rundblickfernrohres
nebst der Ablesevorrichtung 34, 35 wegfallen, und es könnte anstatt des Rundblickfernrohres
auch ein gewöhnliches Zielfernrohr an dem Radkörper 14 befestigt sein. In Abb. 6
ist die Anordnung einer solchen. Einstellvorrichtung bei der Ausführungsform nach
Abb. i bis 4 veranschaulicht. Die Schneckenwelle 9 ist hier in die beiden Teile
gi und 92 zerlegt, die verschiebbar, aber undrehbar miteinander verbunden sind.
Der Teil gi, der die Schnecke 8 trägt, ist ebenso wie die Welle 9 (Abh. i) drehbar,
aber unverschiebbar am Gestenteil io gelagert. Der gegenüber dem Teil gi verschiebbare
Teil 92, der die Schnecke 12 trägt, ist an seinem oberen Ende mit einer drehbar,
aber unverschiebbar mit ihm verbundenen Büchse 48 versehen, die in dem hohlen Gewindezapfen
2o drehbar und verschiebbar geführt und mit diesem durch Schraubengewinde 49 verbunden
ist. Wenn die mit einem Griff 5o versehene Büchse 48 gedreht wird, verschiebt sie
sich zusammen mit dem Teil 92 der Schneckenh=elle in axialer Richtung, wobei die
Verschiebung der Schnecke 12 unabhängig von der mit dem Befehlszeiger 5 in zwangsläufiger
Verbindung stehenden Schnecke 8 eine Drehung des im schwenkbaren Gehäuse 16 gelagerten
Zahnkranzes 13 und damit auch der Ziellinie bewirkt. Die Verstellung, die auf diese
Weise der Ziellinie erteilt werden kann, ist mittels einer an der Büchse 48 vorgesehenen
(nicht dargestellten) Ablesevorrichtung bekannter Art ablesbar. ' Bei der Ausführungsform
nach Abb.7 ist die als Drehkörper ausgebildete Zahnstange 41 der Ausführungsform
nach Abb. 5 durch eine anders ausgebildete Zahnstange ersetzt, die verschiebbar,
aber undrehbar am Gestellteil io gelagert ist. Der Hauptteil der Zahnstange wird
durch eine auf dem größten Teil ihrer Länge zylindrisch ausgebildete Stange 51 gebildet.
Diese ist an ihrem oberen und unteren Ende genutet und gegen Drehung durch je eine
in die NTuten eingreifende Leiste gesichert, von denen die eine in dem .am unteren
Ende des Gestellteiles io für die Stange vorgesehenen Lager und die andere in einer
Büchse 52 sitzt, die über dem Gehäuse 16 am Gestellteil io starr befestigt ist.
In Höhe des Zahnkranzes 7 ist die Stange 51 zu einem Blockstück 53 erweitert, das
mit einer mit dem Zahnkranz 7 in Eingriff stehenden Zahnstangenverzahnung gewöhnlicher
Art versehen ist. Der im schwenkbaren Gehäuse 16 drehbare Zahnkranz 13 steht mit
einer gleichartigen Zahnstangenverzahnung in Eingriff, die an einem drehbar, aber
unverschiebbar an der Stange 51 gelagerten Blockstück 54 vorgesehen ist. Das Blockstück
54 ist mit einer in eine Längsnut des Gehäuses 16 eingreifenden Leiste 55 verschiebbar
am Gehäuse 16 geführt. Diese Leiste verhindert eine Drehung des Blockstückes gegenüber
dem Gehäuse 16, so daß sich das Blockstück beim Schwenken des Gehäuses gemeinschaftlich
mit diesem und dem Zahnkram 13 um die Achse der Stange 51 dreht. Auf diese Weise
ist ebenso wie bei der Ausführungsform nach Abb.5 erreicht, daß in jeder durch die
Schwenkachse des Gehäuses 16 rechtwinklig zur Drehachse des Zahnkranzes 13 gelegten
Ebene das gleiche Zahnstangenprofil vorhanden ist und dieses auch bei jeder Winkelstellung
des Gehäuses 16 die gleiche axiale Lage zu diesem einnimmt, so daß ebenso wie bei
der Ausführungsform nach Abb.5 keine Abwälzbewegung des Zahnkranzes 13 eintreten
kann.