DE629118C - Maschine zum Ansetzen von Druckknopfmatrizen - Google Patents

Maschine zum Ansetzen von Druckknopfmatrizen

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DE629118C
DE629118C DEST49465D DEST049465D DE629118C DE 629118 C DE629118 C DE 629118C DE ST49465 D DEST49465 D DE ST49465D DE ST049465 D DEST049465 D DE ST049465D DE 629118 C DE629118 C DE 629118C
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    • A41WEARING APPAREL
    • A41HAPPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A41H37/00Machines, appliances or methods for setting fastener-elements on garments
    • A41H37/04Setting snap fasteners

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

  • Maschine zum Ansetzen von Druckknopfmatrizen Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Ansetzen von Druckknopfmatrizen mit Kappen an Handschuhen und ähnlichen Gegenständen mit selbsttätiger Zuführung der Matrizen und Kappen und mit zwei Ansetzwerkzeugen für Matrize und Kappe. Für die praktische Brauchbarkeit einer solchen Maschine ist es neben der ordnungsmäßigen Zuführung der Druckknopfteile wesentlich, daß die mit Druckknöpfen auszustattenden Gegenstände in der Maschine selbst gelocht werden, und zwar so, daß die anzusetzende Druckknopfmatrize unmittelbar nach dem Lochen und ohne vorheriges Verschieben des Gegenstandes in das erzeugte Loch eingeführt werden kann. Hierzu soll ein konischer Lochdorn (Nadel) benutzt werden, der gleichzeitig dazu dient, die Druckknopfmatrize aus der Zuführungsrinne zu entnehmen und in das Loch einzuführen.
  • Eine solche Nadel ist bei Maschinen zum Ansetzen von Druckknöpfen sowohl als auch von anderen Knöpfen bereits bekannt. Bei den meisten bekannten Maschinen arbeitet die Nadel in der Weise, daß sie zunächst durch den an einer Mündung einer Rinne o. dgl. gehaltenen Hohlniet hindurchtritt und dann den Stoff locht. Das hat aber den Nachteil, daß die Nadel einen kleineren Durchmesser erhalten muß als der Hohlschaft, so daß sie beim Ansetzen von Druckknopfmatrizen, deren Hohlschaft nach dem freien Ende hin erweitert ist, nicht verwendet werden kann. Es ist zwar auch schon eine Druckknopfansetzmaschine mit Nadel bekannt, bei welcher der Nadeldurchmesser größer ist als der Durchmesser des Matrizenschafts. Dabei arbeitet die Nadel in der Weise, daß sie zunächst durch den Stoff hindurchsticht und dann mit ihrer Kegelspitze aus einer Rinne die Matrize entnimmt, die dann beim Rückzug der Nadel in das.- in der Stoffplatte gebildete Loch eingeführt wird. Diese Maschine eignet sich zwar zum Ansetzen von Druckknopfmatrizen mit nach dem freien Ende hin erweitertem Schaft, sie hat dafür aber wieder andere Mängel. Bei ihr ist nämlich ein auf und ab beweglicher Oberstempel für die Kappen und ein Unterstempel für die Matrizen vorgesehen, und die Nadel führt sich in dem durchbohrten Oberstempel für die -Kappen. Das hat einerseits den wesentlichen Mangel, daß die mit der Kappe zusammenwirkende Druckfläche des Stempels gelocht, also unterbrochen ist. Die Kappen werden deshalb, insbesondere wenn sie an der Schauseite aus Celluloid bestehen, beim Vernieten von Matrize und Kappe leicht unerwünscht verformt, insbesondere drückt sich der Lochrand des Stempels an der Schauseite der Kappe ab. Anderseits ist aber auch selbsttätige Zuführung der Kappen zu einem Oberstempel schwierig.
  • Bei der Maschine nach der Erfindung sind diese Mängel beseitigt. Bei ihr ist die Werkzeuganordnung umgekehrt wie bei der bekannten Maschine, indem der Ansetzstempel für die Matrizen sich oben befindet, ein Gesenk für die Kappen und die Nadel zum Lochen der Stoffplatte dagegen unten angeordnet sind. Gleichzeitig ist das Untergesenk für die Kappen verschiebbar angeordnet, so daß es beim Arbeiten der Nadel aus einer Arbeitsstellung entfernt werden kann. Daraus ergibt sich zunächst der Vorteil, daß -das Kappengesenk keine Bohrung für den Durchtritt der Nadel mehr zu enthalten braucht, sondern eine ununterbrochene Auflage- und Druckfläche für die Kappe aufweisen kann, wodurch ein Verformen oder Beschädigen. der Kappe beim Ansetzvorgang vermieden ist. Anderseits ergibt sich eine einfache und zuverlässige Zuführung der Kappen zum Untergesenk. Das verschiebbare Gesenk kann nämlich jetzt selbst als Zubringer ausgebildet sein, indem es in seiner der Arbeitsstellung abgekehrten Stellung aus der Zuführungsvorrichtung eine Kappe aufnimmt und diese dann bei seiner Rückkehr in die Arbeitsstellung mitnimmt. Es ist also kein besonderer Zubringer für die Kappen erforderlich.
  • 'Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. i einen senkrechten Längsschnitt nach der LinieA-A der Fig. 2, Fig. -> einen senkrechten Querschnitt nach der Linie B-B der Fig. i, Fig.3 eine Draufsicht auf das Auflager für die mit Matrizen zu versehenden Gegenstände und eine daran sich anschließende Führung für die Druckknopfkappen, wobei die Decke dieser Führung entfernt ist, , Fig. q. einen der Fig. i entsprechenden senkrechten Längsschnitt durch den die Loch-und Ansetzwerkzeuge umfassenden Teil der Maschine bei einer anderen Stellung der Teile als in Fig. i, F ig. 5 eine Ansicht dieser Teile von vorn, d. h. in Richtung des Pfeiles D in Fig. q. gesehen, Fig. 6 eine ähnliche Abbildung wie Fig. q., jedoch bei einer dritten Stellung der Teile.
  • 7 ist das feststehende Auflager für die mit Druckknopfmatrizen zu versehenden Gegenstände. Dieses Auflager besteht aus einem unten und hinten offenen Hohlkörper, dessen Decke eine kreisrunde Öffnung 8 von etwas größerer lichter Weite, als der Durchmesser der zu den Matrizen gehörigen Kappen beträgt, enthält. Gleichachsig zu der Öffnung 8 des Auflagers 7 ist im Maschinengestell ein Lochsteinpel9 auf und ab beweglich geführt, der aus einem am oberen Ende kegelig zugespitzten Dorn besteht. Der Schaftdurchmesser des Dorns 9 ist etwas größer als die lichte Weite des sich in bekannter Weise nach dem freien Ende hin erweiternden Hohlschafts der anzusetzenden- Matrizen. Unmittelbar über dem Auflager 7 befindet sich ein heb- und senkbarer Ring io, der eine zur öffnung des Auflagers gleichachsige Öffnung von etwa derselben lichten Weite wie die öffnung B enthält. Dieser Ring dient dazu, den zu. lochenden Gegenstand auf dem Auflager ;7 festzuspannen, indem er nach dem Auflegen z. B. eines Handschuhes auf die Decke des Auflagers niedergedrückt wird und dadurch denlHandschuhstoff rings um das herzustellende Loch einklemmt. Im nicht gezeichneten Oberteil des Maschinengestells ist ein Stößel i i senkrecht auf und ab beweglich geführt, in dem ein gleichachsig zum Lochdorn 9 angeordneter Ansetzstempel i2 auswechselbar befestigt ist. Dieser Stempel ist an seiner unteren Stirnfläche dem Flansch der Druckknopfmatrize entsprechend gestaltet. In einer axialen Bohrung des Stempels führt sich ein zur Zentrierung der Matrize dienender Stift 13, der durch eine Feder 1q. bis zum Anschlag seines Bundes an eine Schulter der Stempelbohrung vorgeschoben wird, wobei sein etwas konisch gestalteter Endteil aus dem Stempel 12 nach unten herausragt. Der Zentrierdorn 12, ist ebenfalls mit einer axialen Bohrung 15 versehen, in die die Spitze des Lochdorns 9 eintreten kann.
  • Für das Zusammenwirken mit dem Ansetzstempel i2 ist ein die Druckknopfkappen aufnehmendes Untergesenk 16 angeordnet, das in einem quer zur Achse der Stempel, nämlich waagerecht hin und her beweglichen Schieber 17 ausgespart ist. Dieser Schieber befindet sich beim Lochen des Handschuhes o. dgl. in der in Fig. i gezeichneten zurückgezogenen Stellung, in der der Lochdorn 9 frei arbeiten kann. Nach dem Lochen wird der- Dorn 9 bis unter die Führungsebene des Schiebers 17 gesenkt, worauf dieser in die Stellung nach Fig. 6 gebracht werden kann, in der das Gesenk 16 senkrecht unter dem Ansetzstempel 12 steht.
  • Die anzusetzenden Druckknopfmatrizen, die im Beispiel starr ausgebildet sind und demzufolge im wesentlichen aus einer Art Hohlniet, nämlich aus einem hohlen Schaft mit Flansch, bestehen, werden durch eine Rinne 18, die oben mit einem Vorratsbehälter i g in Verbindung steht, zugeführt. Die zunächst senkrecht verlaufende Rinne i8 ist unten bogenförmig nach vorn gekrümmt und so angeordnet, daß sich ihr unteres Ende zwischen dem Auflager 7 und dem Klemmring io einerseits und dem Ansetzstempel i2 anderseits befindet, so daß die jeweils unterste Matrize x in der Rinne 18 gleichachsig zu Lochdorn 9 und Ansetzstempel 12 steht. Der Lochdorn 9 kann deshalb bei seinem aufwärts gerichteten Arbeitshub mit seiner Spitze von unten her in die Matrize x eintreten und diese erfassen. Um die jeweils vom Lochdorn 9 erfaßte Matrize aus der Rinne 18 zu entfernen, ist die Rinne in an sich bekannter Weise derart beweglich angeordnet, daß ihr unteres Ende in eine Stellung seitlich von Auflager und Stempel gebracht werden kann. Zu diesem Zwecke ist die Rinne 18 im gezeichneten Beispiel an ihrem oberen Ende um eine waagerechte Achse schwenkbar gelagert, so daß sie wahlweise in die Stellung nach Fig. i und in die Stellung nach Fig. 5 gebracht werden kann. Die Rinne ist dabei unten mit einer seitlichen Mündung oder Öffnung versehen, durch die die vom Lochstempel erfaßte Matrize beim Seitwärtsschwenken der Rinne heraustreten und so die Binnenmündung gewissermaßen von der Matrize abgestreift werden kann. Statt nach der Seite könnte die Rinne gegebenenfalls auch nach hinten schwenkbar sein; in diesem Falle muß das Binnenende vorn offen sein, oder die Rinne könnte entweder nach der Seite oder nach hinten geradlinig verschiebbar sein.
  • Das Zuführen der Druckknopfkappen erfolgt nacheinander durch eine Rinne 2o und einen Zubringer, der von dem das Gesenk 16 enthaltenden Schieber 17 gebildet ist. Die oben wieder mit einem Vorratsbehälter 21 verbundene Rinne 2o verläuft ebenfalls zunächst senkrecht und dann bogenförmig. Sie mündet von der Seite her in eine waagerechte Kappenführung 22, die über dem Schieber 17 und parallel zu dessen Bewegungsrichtung so angeordnet ist, daß der Schieber 17 den Boden der Führung bildet. Die Binnenmündung befindet sich dabei am hinteren, d. h. dem dem Auflager 7 und den Werkzeugen abgekehrten Ende der Führung 22. Am vorderen Ende ist die Führung geschlossen, wodurch hier ein . Anschlag 23 zum Begrenzen der Vorschubbewegung der Kappen in der Führung 22 geschaffen ist. In einiger Entfernung vom vorderen Führungsende befindet sich eine Sperrvorrichtung, die die jeweils an das vordere Führungsende gelangte Kappe gegen Zurückrutschen sichert. Diese Sperrvorrichtung besteht aus zwei von entgegengesetzten Seiten her in die Führung 23 eingreifenden Klinken 2.4, die durch eine Feder 25 einwärts bewegt werden und entgegen der Feder durch die vorgeschobenen Kappen auswärts bewegt werden können. Gegebenenfalls können am Schieber 17 auch zwei Nocken 26 (Fig. 3) angebracht sein, die im Zusammenwirken mit an den Klinken 2,4 vorgesehenen Gegenarmen die Sperrvorrichtung beim Vorschieben der Kappen zwangsläufig öffnen. Die Führung 22 ist gewöhnlich von der Binnenmündung bis zur Sperrvorrichtung 24 mit Kappen y gefüllt (Fig.3). Bei jedem Vorschub des Schiebers 17 werden die Kappen um einen dem Kappendurchmesser entsprechenden Betrag vorgeschoben, wodurch die jeweils vorderste Kappe an das vordere Binnenende und vor die Sperrvorrichtung 24 gelangt, während hinten Raum für den Eintritt einer weiteren Kappe in die Führung geschaffen ist. Der Kappenvorschub erfolgt mittels eines am hinteren Ende des Schiebers i7 angebrachten festen Mitnehmers 27. Dieser Mitnehmer 27 ist im Hinblick darauf, daß der Schieberhub größer ist als der Vorschubbetrag der Kappen, so angeordnet, daß er sich zunächst in der Führung--,--, leer bewegt und erst gegen Schluß des Schieberhubes auf die letzte Kappe trifft und dadurch die Kappen in der Führung mitnimmt. In der vorderen Endstellung des Schiebers 17 liegt der Mitnehmer 27 vor der Mündung der Rinne 2o und schließt diese vorübergehend ab. Beim Rückzug des Schiebers 17 wird die Binnenmündung wieder freigelegt, so daß nun eine Kappe. aus der Rinne 20 in die Führung 2 2 eintreten kann. Beim Rücklauf des Schiebers bewegt sich das am vorderen Schieberende ausgesparte Gesenk 16 unter der jeweils am vorderen Ende der Führung 22 befindlichen, durch die Sperrvorrichtung 24 gehaltenen Matrize hinweg, wobei diese Matrize aus der Führung heraus in das Gesenk fällt, so daß dieses mit einer Kappe y1 gefüllt wird (Fig. i). Die dem hinteren Ende der Führung 22 benachbarte Seitenwand der Rinne 2o ist vorteilhaft bis. in die Führung 22 hinein verlängert, um der jeweils aus der Rinne austretenden Kappe eine gute Führung zu geben. Die Verlängerung der Binnenwand ist beweglich angeordnet, und zwar ist sie zu einem um einen Festpunkt drehbaren Hebel 29 ausgebildet, der gewöhnlich- durch eine Feder in der in Fig. 3 gezeichneten Stellung gehalten wird, aber durch den Mitnehmer 27 am Schieber 17 entgegen der Feder zurückgedrückt werden kann.
  • Die Arbeitsbewegungen der beschriebenen Teile, wie Lochdorn 9, Klemmring io, Ansetzstempel 12, Schieber 17 und Zuführungsrinne 18 für die Matrizen, werden von einer mit geeigneten Steuerscheiben, z. B. Unrund-oder Spurscheiben, ausgestatteten Steuerwelle abgeleitet, die beispielsweise für jeden Arbeitsgang der Maschine eine volle Umdrehung ausführt. Diese Welle mit ihren Steuerscheiben und die zur Übertragung der Bewegungen auf die beweglichen Teile dienenden Getriebe sind auf der Zeichnung der Einfachheit halber weggelassen. Ihre Bauart und Anordnung ergibt sich für den Fachmann ohne weiteres aus der Arbeitsweise und der Reihenfolge ihrer Bewegungen, die weiter unten beschrieben werden wird.
  • Die mit den oberen Enden der Rinnen 18 und 20 verbundenen Vorratsbehälter i9 und 21 für die Matrizen und Kappen enthalten, wie üblich, Vorrichtungen zum selbsttätigen Einordnen der Matrizen und Kappen in die Rinnen. Beim Vorratsbehälter i9 für die Matrizen kann die Einordnungsvorrichtung, wie bei Hohlnieten, Ösen und ähnlichen Gegenständen bekannt, aus einer umlaufenden Scheibenbürste 3o bestehen, die die Matrizen umrührt und die jeweils in richtiger Stellüng befindlichen Matrizen in einen an das obere Ende der Rinne 18 sich anschließenden -profilierten Kanal in der vorderen Stirnwand des Vorratsbehälters i9 hineinschiebt. Bei den Kappen ist eine .solche bekannte Rührvorrichtung nicht zuverlässig genug. Es ist deshalb für die Kappen in der Mitte des Behälters 21 ein bekanntes umlaufendes Greiferrad 31 gelagert, das an seinem Umfang kleine Haken 32 trägt, die geeignet sind, in die, wie bekannt, " hinterschnittenen Höhlungen der Druckknopfkappen einzugreifen. Die Haken 32 sitzen vorteilhaft an Zapfen 33, die in Löchern des Rades 31 auswechselbar gehalten sind. Die zu speisende Rinne 2o ist in der Ebene des Greiferrades.31 angeordnet und mit ihrem oberen Endteil2oa in den Vorrats- . behälter 21 so hineingeführt, daß sie den Kreis, auf dem sich die Haken 32 bewegen, tangiert, wobei ihr oberes Ende nach einem mit diesem Kreise sich deckenden Bogen gekrümmt ist. Die Haken 32 greifen bei dem in der Pfeilrichtung z (Fige. 2) stattfindenden Umlauf des Rades 3 x die jeweils in einer dafür geeigneten Stellung liegenden Kappen auf und -führen sie mit sich fort bis an die Oberseite des Rades 31, wo sie in die sich vorteilhaft etwas trichterförmig erweiternde Mündung 20v der Rinne 2o, 2o4 eingeführt werden, worauf die Haken 32 wieder aus' den Kappen heraustreten. Ist die Rinne 20, 2o4 bis zum oberen Ende gefüllt, dann werden die von den Haken zugeführten Kappen durch die bereits in der Rinnenmündung befindliche Kappe von den Haken wieder abgestreift und fallen in den Vorratsbehälter zurück. Diese Einordnungsvorrichtung arbeitet sehr zuverlässig und gewährleistet eine ausreichende Speisung der Rinne, so daß diese ständig gefüllt gehalten wird.
  • Die beiden Vorratsbehälter mit ihren Einördnungsvorrichturigen, die selbst nicht Gegenstand der. Erfindung sind, sind vorteilhaft, wie gezeichnet; unmittelbar hintereinander und gleichachsig zueinander angeordnet, wobei die Behälter i9 und 21 ein gemeinsames Gußstück bilden können.. Die beiden Einordnungsvorrichtungen, nämlich die Bürstenscheibe 30 und das Greiferrad 31, sitzen auf einer gemeinsamen Welle 3q., die durch beide Behälter hindurchgeht . und in deren Stirnwänden gelagert ist. Diese Welle, die ständig umläuft, kann am -einfachsten unter Vermittlung einer biegsamen Welle 3.5 von der Hauptwelle der Maschine aus angetrieben werden. Die Abwärtsbewegung der Matrizen und Käppen in den Rinnen 18 und 2o erfolgt, wie üblich, durch die Eiigengewichtswirkung dieser Gegenstände. Schleusen oder ähnliche Vorrichtungen sind in den Rinnen nicht erforderlich.
  • Die Arbeitsweise der neuen Vorrichtung ist im Zusammenhang folgende: Es sei angenommen, daß sich der das Untergesenk 16 enthaltende Schieber 17 in seiner hinteren Endlage befindet und das Gesenk mit einer Kappe gefüllt ist, während sich der Ansetzstempel z2 in Hochlage befindet, und endlich der Klemmring io vom Auflager 7 abgehoben ist. Der mit einer Matrize zu versehende Gegenstand, z. B. eine Stoffplatte S, wird nun auf das Auflager 7 gelegt, worauf der Arbeitsgang der Maschine beginnt. Es findet zunächst ein Niederdrücken des Ringes io statt, wodurch, der Stoff S rings um das darin zu erzeugende Loch zwischen Auflager 7 und Ring io fest eingespannt wird. Gleichzeitig wird die Zuführungsrinne 18 für die Matrizen eingeschwenkt und so mit der an ihrer Mündung befindlichen Matrize x gleichachsig zu den Stempeln eingestellt. Alsdann geht der Lochdorn 9 hoch, wobei er mit seiner kegeligen Spitze durch den Stoff hindurchgetrieben wird und diesen somit locht (Fig. i). Nach dem Durchstoßen des Stoffes tritt der Lochdorn 9 mit seiner Kegelspitze in die an der Rinnenmündung befindliche Matrize x ein, wodurch diese mit dem Dorn gekuppelt wird. Schließlich tritt die Spitze des Dorns in die Bohrung 15 des Zentrierstiftes 13 des Ansetzstempels 12 ein, wie dies in Fig. i gezeigt ist. Alsdann wird die Rinne 18 nach der Seite ausgeschwenkt und dadurch von der auf dem Lochdorn 9 sitzenden Matrize abgestreift. Jetzt bewegt sich der Dorn wieder abwärts, wobei ihm der ebenfalls nach unten gehende Ansetzstempel x2 unmittelbar folgt. Da der Dorn das Loch in der Stoffplatte auf einen etwas größeren Durchmesser aufgeweitet hat; als der Schaftdurchmesser der Matrize beträgt, so wird die auf der Dornspitze sitzende Matrize durch die Abwärtsbewegung des Dornes 9 unmittelbar in das Loch der Stoffplatte eingeführt. Notwendigenfalls hilft der obere Ansetzstempel 12, der sich von oben auf den Flansch der Matrize aufsetzt,-während er zugleich mit seinem Zentrierstift 13 in die Matrize eintritt, nach, indem er die Matrize in das Loch der Stoffplatte eindrückt. Sobald die Stellung nach Fig. q. erreicht ist, bleibt der Ansetzstempe112 zunächst in Ruhe, während sich der Lochdorn 9 weiter senkt; und zwar bis in seine untere Endstellung (Fig. 6). Alsdann geht -der Schieber 17 vor, wodurch das mit einer Kappe gefüllte Gesenk 16 unter den Ansetzstempel 12 und die im Stoff S sitzende Matrize gebracht wird, während gleichzeitig der Klemmring io angehoben wird, so daß er die Stoffplatte freigibt. Nun vollendet der Ansetzstempel 12 seinen Hub, wodurch der Hohlschaft der Matrize unter Hereinziehen der Stoffplatte in die Öffnung des Auflagers 7 in die Kappe yl eingetrieben und in bekannter Weise innerhalb der Kappe gebördelt, also fest mit dieser verbunden wird. Das Ansetzen der Matrize nebst Kappe am Handtuch ist damit beendet. Der Ansetzstempel 12 geht wieder in seine obere Endlage zurück, worauf der Handschuh mit der angesetzten Druckknopfmatrize entfernt wird. Ferner wird auch der Schieber 17 mit dem Gesenk 16 zurückgezogen, so daß nun die Ausgangsstellung, mit der die Beschreibung der Wirkungsweise begann, wieder erreicht ist. Es wird nun eine andere Stoffplatte auf das Auflager 7 gelegt, worauf sich das Spiel wiederholt.
  • Bei dem beschriebenen Vorschub des das Gesenk 16 enthaltenden Schiebers 17 bewegt dessen Mitnehmer 27 die in der Führung 22 liegenden Kappen um einen Kappenabstand vor, wodurch die vorderste Kappe an das vordere Ende der Führung 22 gelangt, wo sie durch die Sperrvorrichtung 24 festgehalten wird. Diese Kappe fällt dann beim Rückzug des Schiebers 17 in das Gesenk 16, so daß dieses für den nächsten Arbeitsgang wieder gefüllt ist. Gleichzeitig gelangt auch aus der Rinne 2o eine neue Kappe in die Führung 22, so daß diese ebenfalls wieder voll gefüllt ist.
  • Die Steuerwelle der Maschine kann ständig umlaufen. Die Bedienungsperson muß dann das Einlegen und Entfernen der mit Druckknöpfen auszustattenden Gegenstände im Arbeitsakt der Maschine vornehmen, d. h. immer zum gegebenen Zeitpunkt den gerade mit einer Matrize versehenen Handschuh o. dgl. entfernen und den neuen Handschuh auflegen. Die Drehzahlen der Steuerwelle können ohne weiteres so gewählt werden, daß für diese Handgriffe genügend Zeit zur Verfügung steht. Man kann die Einrichtung aber auch so treffen, daß die Steuerwelle jedesmal nach dem Auflegen eines Gegenstandes in Gang gesetzt und dann nach Ausführung eines Arbeitsganges wieder stillgesetzt wird, so daß die Bedienungsperson das Arbeitstempo selbst bestimmt. In diesem-Falle wird die Steuerwelle unter Vermittlung einer ausrückbaren Kupplung angetrieben, die von der Bedienungsperson willkürlich eingerückt werden kann und jedesmal nach Vollendung einer Umdrehung durch für diesen Zweck bekannte Mittel selbsttätig wieder ausgerückt wird.
  • Natürlich sind im Rahmen der Erfindung Abänderungen des gezeichneten Beispiels möglich. So könnte die über dem Schieber 17 angeördnete Führung 22 für die Kappen weggelassen und die Einrichtung so getroffen werden, daß die Kappen unmittelbar aus der Rinne 20 in das in seiner zurückgezogenen Stellung befindliche Gesenk 16 gelangen, und zwar entweder durch freien Fall oder dadurch, daß ein Stempel o. dgl. die jeweils an der Rinnenmündung befindliche Kappe aus der Rinne heraus und in das Gesenk drückt. Die neue Maschine kann statt zum Ansetzen von starren Druckknopfmatrizen auch zum Ansetzen von federnden Druckknopfmatrizen verwendet werden. Diese Matrizen unterscheiden sich von den starren Druckknopfmatrizen im wesentlichen nur dadurch, daß sie einen doppelwandigen Flansch haben, der als Gehäuse für eine Ring- oder S-Feder ausgebildet äst. Im übrigen ist ihre Gestalt im wesentlichen dieselbe wie die der starren Matrizen, indem der Flansch ebenfalls einen Hohlschaft trägt. Die Zuführung der federnden Matrizen kann also durch dieselben Mittel erfolgen wie die der starren Matrizen, nur müssen die Rinne 18 und der sich darin anschließende Kanal im Vorratsbehälter i9 dem etwas größeren Längsprofil der Matrizen angepaßt sein.
  • Wenn die Matrizen statt eines weiten Schafts einen sich nach hinten verengenden Schaft haben, der geeignet ist, unmittelbar durch den Stoff hindurchgetrieben zu werden, kann die Einrichtung zum Vorlochen der Handschuhe oder sonstigen Gegenstände entbehrt werden. Es fallen dann sowohl der Lochdorn 9 als auch der Klemmring io weg, da dann das Lochen des Stoffes beim Eindrücken des Hohlschaftes in die Höhlung der Kappe erfolgen kann. Bei Fortlassen des Lochdornes kann die Entnahme der Matrizen aus der mit ihrer Mündung in die Stempelachse einstellbaren Zuführungsrinne durch den oberen Ansetzstempel 12 erfolgen, der zu diesem Zwecke mit einem entsprechend längeren Zentrierdorn 13 ausgestattet werden kann, der in die jeweils an der Rinnenmündung befindliche Matrize eintritt und diese erfaßt. Es empfiehlt sich, beim Wegfall des Lochdornes 9 die verschiebbare Anordnung des gleichzeitig als Zubringer für die Kappen dienenden Untergesenkes beizubehalten, weil sich dann die Anordnung eines besonderen Zubringers erübrigt. Das Greiferrad 31 im Vorratsbehälter 21 für die Kappen könnte auch durch einen Armstern ersetzt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Ansetzen von Druckknopfmatrizen mit Kappen an Handschuhen und ähnlichen Gegenständen mit selbsttätiger Zuführung der Matrizen und Kappen und mit zwei Ansetzwerkzeugen für Matrize und Kappe und einer dem Kappengesenk zugeordneten Nadel zum Lochen der Stoffplatte, die bei ihrem Arbeitshub zunächst die Stoffplatte durchsticht und dann mit ihrer Kegelspitze einer Zuführungsrinne eine Matrize entnimmt, die, auf der Kegelspitze sitzend, beim,Rückzug der Nadel in das Loch in der Stoffplatte eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das die Druckknopfkappen aufnehmende Untergesenk (z6) derart.verschiebbar angeordnet ist, daß es, beim Hochgehen der Nadel (9) gegen den, oben angeordneten Ansetzstempel (z2) außer Arbeitsstellung gebracht, die zu verarbeitenden Druckknopfkappen aufnimmt und bei gesenkter Nadel in die Arbeitsstellung zurückkehrend mitnimmt.
  2. 2. Maschine nach Anspruch z, gekennzeichnet durch einen am vorderen Ende eine das Untergeserik bildende Vertiefung (i6) enthaltenden Schieber (z7), der eine Führung (22) für die Druckknopfkappen, an deren hinterem Ende die Zuführungsrinne (2o) für die Kappen seitlich einmündet und an deren vorderem Ende ein Anschlag (23) zür Begrenzung des Kappenvorschubes sowie gegebenenfalls eine federnde Sperrvorrichtung (2¢) zur Sicherung der jeweils aä das vordere Führungsende gelangten Kappe gegen Rückwärtsverschiebung angeordnet sind, nach unten abschließt und hinten einen-Mitnehmer (27) trägt, der beim Vorschub des Schiebers in die Arbeitsstellung des Gesenks (i6) die Kappen in der Führung (22) um eine Kuppenteilung mitnimmt, während beim Rückgang des Schiebers (r7) das darin ausgesparte Gesenk (z6) unter die jeweils am vorderen Führungsende befindliche Kappe gelangt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1995008278A1 (de) * 1993-09-18 1995-03-30 William Prym Gmbh & Co. Kg Maschine zum ansetzen von knöpfen, nieten oder dergleichen, vorzugsweise an bekleidungsstücke

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1995008278A1 (de) * 1993-09-18 1995-03-30 William Prym Gmbh & Co. Kg Maschine zum ansetzen von knöpfen, nieten oder dergleichen, vorzugsweise an bekleidungsstücke
US5775566A (en) * 1993-09-18 1998-07-07 William Prym Gmbh & Co. Kg Machine for the attachment of buttons, rivets or the like, preferably to articles of clothing

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