DE628890C - Vorrichtung zum Verdicken oder Trocknen von Loesungen - Google Patents
Vorrichtung zum Verdicken oder Trocknen von LoesungenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
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- B01D1/22—Evaporating by bringing a thin layer of the liquid into contact with a heated surface
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Description
- Vorrichtung zum Verdicken oder Trocknen von Lösungen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Verdicken loder Trocknen von Lösungen bleliebiger Art, z. B. von mineralisclben Lösungen, kolloidalen Emulsionen usw., wie z. B. Mineralwasser, Milch, Fruchtsäften PflanzenextrakteJ Blut usw., insbesondere solche, die gegen länger dauernde Einwirkung hoher Temperaturen empfindlich sind. Bei Vorrichtungen, die diesem Zwecke dienen, ist es bereits bekannt, die Lösungen über feststehende beheizte und unbeheizte bzw. gekühlte Oberflächen zu führen, mit denen die Lösungen abwechselnd in Berührung kommen. Bei diesem stufenweisen Verdicken der Lösungen werden bekanntlich Produkte von großer Vollkommenheit erzielt.
- Die bekannten zu diesem Zwecke verwendeten Vorrichtungen besitzen jedoch nur eine verhältnismäßig kleine Leistungsfähigkeit je Gewichtseinbeit bzw. jle Volumeneinheit, weil der Wärmeaustausch, also die H, bzw.
- Kühlwirkung in ihnen verhältnismäßig langsam erfolgt.
- Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun eine Vorrichtung der bekannten Art, welche die auf die Gewichts- bzw.
- Volumeneinheit bezogene Liefermenge bei unveränderter Qualität wesentlich zu vergrößern gestattet. Das Neue beruht darauf, daß die tellerförmig gestalteten beheizten Oberflächen gegeniiber den ebenfalls tellerförmigen nichtbehleizten bzw. gekühlten Oberflächen drehbar angeordnet sind. Infolge dieser Anordnung wird nicht nur der Wärmeübergang zwischen der bewegten beheizten Oberfläche und der Lösung beschleunigt, sondern auch die Abführung der erzeugten Dämpfe erleichtert.
- Um diesen Vorgang in der Vorrichtung noch ausgiebiger zu gestalten, kann die letztere erfindungsgemäß mit ringförmigen Leitungen ausgestattet sein, die zwischen den beheizten u : und den nidhtbeheizten bzw. gekühlten Oberflächen angeordnet sind. Durch diese ringförmigen Leitungen kann Luft zwecks Kühlung und Ableitung der erzeugten Dämpfe zugeführt werden.
- Um die Bildung einer allzu starken Schicht des verdickten Produktes zu vermeiden, werden erfindungsgemäß in der Nähe der die Lösung erhitzenden Oberflächen (teller) Abstreifer angeordnet, die sich den erwähnten Tellern gegenüber derart bewegen, daß sie die verdickte Lösung abstreifen.
- Schließlich wird erfindungsgemäß die Anwendung einer Einrichtung vorgesehen, welche ein völliges Trocknen des verdickten Produktes, z. B. auf einer erhitzten Walze, ermöglicht.
- In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer zur Ausführung des neuen Verfahrens dienenden Vorrichtung dargestellt worden. Fig. 1 stellt einen senkrechten Längsschnitt durch die Vorrichtung und Fig. 2 einen senkrechten Längsschnitt durch einen Heizteller in größerem Maßstabe.
- Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist eine Reihe runder Teller I von kegelförmiger oder anderer Form auf einer gemeinsamen senkrechten Welle angeordnet, und die so gebildete Tellerkolonne wird um die senkrechte Achse gedreht.
- Unter jedem Teller I befindet sich ein unbeweglicher Teller 2, dessen unteres verengtes Ende sich innerhalb der Leitung 3 von ringförmiger Gestalt befindet, welcher Rohrring (Fig. x) mit unteren öffnungen 5 versehen ist. Auf den umlaufenden Tellern I stützen sich die Abstreifer 4. Die die Tellerkolonne I tragende Welle 6 ist durch die Stopfbüchse 7 durchgeführt, oberhalb deren sich der Zuführungsstutzen 8 und der Ablaufstutzen 9 für das Wärmemittel, z. B. warme Luft, Dämpfe, Warmwasser 0 dgl., befindet. Rings um die Welle 6 ist innerhalb der Tellerkolonne ein mit Öffnungen Ii versehenes Verteilungsrohr angeordnet, durch welche das durch den Einlaßstutzen 8 zugeführte Wärmemittel ins Innere aller Kolonnenteller strömt.
- Die beschriebene Vorrichtung wirkt in der folgenden Weise Die Lösung fließt aus dem Behälter C auf den umlaufenden beheizten Teller I, wobei ein Teil des Lösungsmittels schon auf dem Teller I verdampft wird, während der Rest auf den nichtbeheizten festen Teller 2 strömt, vom letzteren auf den nächsten umlaufenden beheizten Teller usw. bis zum letzten Teller. Wird eine entsprechende Menge und Größe der Teller verwendet, so kann eine solche Verdickung erzielt werden, daß auf dem letzten Teller schon eine vollständige Trocknung eintritt. Der aus den umlaufenden Tellern hochsteigende Lösungsmitteldampf wird infolge der Drehbewegung der Teller nach außen geschleudert.
- Zwecks schneller Entfernung dieses Dampfes ist es zweckmäßig, Zusatzluft zu verwenden, die durch das Rohr P zugeführt wird, welches die Luft den die unteren Ränder der festen Teller umgebenden Rohrringen 3 zuführt. Diese Zusatzluft strömt durch die unteren Öffnungen 5 nach außen und wirkt auf die eingedampfte Lösung trocknend und im Bedarfsfalle auch kühlend.
- Die Abstreifer 4 dienen zur Reinigung der wirksamen Telleroberfläche, zum Sammeln der aus den Lösungen ausgeschiedenen Produkte und außerdem - zur Verhinderung der Bildung fester Niederschläge auf den wirksamen Telleroberflächen. Die Lösung verliert auch während des Durchflusses über die festen Teller 2 einen Teil ihres Lösungsmittels, wel-. cher Vorgang durch die Drehbewegung der Teller I bzw. durch die zusätzliche zwischen die Teller I und 2 zugeführte Luft begünstigt wird. Zwecks Vergrößerung der Leistungsfähigkeit der Vorrichtung muß eine schnelle Entfernung der Dämpfe, z. B. mittels Gebläses oder eines Schprnsteins, vorgesehen werden.
- Das Wärmemittel fließt durch den Stutzen 8 zu und gelangt durch die Öffnungen II des mittleren Rohres sowie durch die öffnungen IO in den Naben der Teller I (Fig. 2) nach dem Inneren der letzteren. Nach Erhitzung des Innenraumes der Tellerkolonne strömt das bereits abgekühlte Wärmemittel durch den Auslaufstutzen 9.
- Statt, wie in Fig. I und 2 dargestellt, eine umlaufiende Tellerkolonne sowie feste Abstreifer und feste Teller 2 zu verwenden, kann man auch eine feste Tellerkolonne I und umlallfzellde Abstreifer 4 sowie ge geblellerllalls auch umlaufende Teller 2 in Anwendung bringen. Es ist auch vorteilhaft, die Lösungen auf den Tellerkolonnen nur zu verdicken, dagegen die endgültige Trocknung der Produkte auf einer besonderen festen oder beweglichen geheizten Oberfläche vorzunehmen, z. B. auf einer Walze bekannter Bauart.
- Die Tellerkolonne ermöglicht die Ausführung der Verdickungsvorrichtung von großer wirksamer Heizfläche in einem verhältnismäßig kleinen Raume. Als Heizmittel kommt in Frage: heiße Luft, heißes Wasser oder Wasserdampf von einem höheren oder nied rigeren Druck als der Atmosphärendruck.
- Die Erfindung ist übrigens durchaus nicht auf die in der Zeichnung dargestellte kegelförmige Gestalt der Heizteller beschränkt, die ebenfalls in der Form beliebiger anderer Drehflächen von erhabener oder hohler Gestalt bzw. als Flachkörper ausgeführt sein können. Die Wahl der entsprechenden Gestalt hängt davon ab, wie lange die Lösung mit der beheizten Fläche in Berührung bleiben soll. Als Werkstoff zur Au, Ausführung der Teller können, je nach der Art der betreffenden Lösung, Metalle in Frage kommen, die gegebenenfalls mit anderen, z. 13. nicht rostenden Metallen, oder mit Emaille bedeckt sein können, und außerdem Glas, Porzellan usw.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Vorrichtung zum Verdicken oder Trocknen von Lösungen unter Verwendung von beheizten und unbeheizten bzw. gekühlten Oberflächen, mit denen die Lösungen in dünner Schicht abwechselnd in Berührung kommen, dadurch gekennzeichnet, daß die tellerförmigen beheizten Oberflächen (I) gegenüber den ebenfalls tellerförmigen niditbeheizten bzw. gekühlten Oberflächen (2) drehbar angeordnet sind, wobei die Ableitung der entwickelten Dämpfe in einer zur Telleroberfläche parallelen Richtung erfolgt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, das durch gekennzeichnet, daß zwischen den beheizten und den nichtbeheizten bzw. gekühlten Oberflächen ringförmige Leitungen (5) angeordnet sind, durch welche Luft zwecks Kühlung und Ableitung der erzeugten Dämpfe zugeführt wird.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch I oder 2 mit an sich bekannten Abstreifern, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreifer (4) in der Nähe aller die Lösung erhitzenden Teller angeordnet sind, um die auf den Tellern verdampfende Lösung rasch zu sammeln und hierdurch die Entstehung einer dicken überhitzten Lösungsschicht während des ganzen Verdickungsprozesses zu verhindern.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| PL628890X | 1933-05-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE628890C true DE628890C (de) | 1936-04-18 |
Family
ID=19936502
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER90597D Expired DE628890C (de) | 1933-05-22 | 1934-05-12 | Vorrichtung zum Verdicken oder Trocknen von Loesungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE628890C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1023018B (de) * | 1953-06-15 | 1958-01-23 | Kali Chemie Ag | Vorrichtung zur Destillation von Wasserstoffperoxyd aus sauren Persulfatloesungen |
| CN109771976A (zh) * | 2019-01-16 | 2019-05-21 | 梁振冬 | 一种冷热多级交替干燥塔和干燥方法 |
-
1934
- 1934-05-12 DE DER90597D patent/DE628890C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1023018B (de) * | 1953-06-15 | 1958-01-23 | Kali Chemie Ag | Vorrichtung zur Destillation von Wasserstoffperoxyd aus sauren Persulfatloesungen |
| CN109771976A (zh) * | 2019-01-16 | 2019-05-21 | 梁振冬 | 一种冷热多级交替干燥塔和干燥方法 |
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