<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
EMI2.2
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
behandelten Materials und der Flüchtigkeit der zu entfernenden Körper. Bei der in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausbildung des Reaktionsgefässes 19 ist dasselbe durch Längsrippen 20 und Querrippen 21 unterteilt. Das Öl fliesst durch die zweckmässig versetzt angeordneten Durchbrüche 22 in den Querrippen 21 hindurch. Die Rippen werden zweckmässig gewellt oder mit kleinen Vorsprüngen versehen, um gute Wärmeabgabe zu gewährleisten. Aus demselben Grunde empfiehlt es sich, die von aussen oder von innen z. B. elektrisch beheizte Gefässwandung genügend dick und aus gut wärmeleitenden Metallen, z. B.
Aluminium oder dessen Legierungen, auszubilden. Zweckmässig verwendet man Metalle, die gegenüber Ölen und Fettsäuren chemisch neutral sind oder schützt die Innenfläche des Apparates entsprechend.
Hiefür kommt z. B. eine keramische Ausmauerung oder ein Auslegen mit Quarzplatten in Betracht. In Fig. 2a bezeichnet z. B. 44 die Behälterwandung, 45 die isolierende Auskleidung der Kammern in
EMI3.2
Nach Fig. 3a sind die Reaktionskammern geteilt ausgebildet. Es bezeichnet 47 den unteren beheizten Teil, der durch Querseheidewände mit Durchflussöffnungen 49 in Reaktionskammern eingeteilt ist. Auf den Teil 47 ist z. B. mit Hilfe von abgedichteten Flanschenverbindungen der obere Teil 50 aufgesetzt, der mit isolierender Auskleidung 52 versehen ist.
Um die bei geringem Fettsäuregehalt eventuell erhaltenen neutralölhaltigen Fettsäuredämpfe von Neutralöl zu befreien, kann man sie zweckmässig in erhitzten Ölen von höherem Fettsäuregehalt oder in Fettsäuren waschen. Diese Waschung kann z. B. in einem hinter die Reaktionskammern eingeschalteten Apparat vorgenommen werden, der von entsprechend erhitzem Öl von höherem Fettsäuregehalt durchflossen wird. Es können auch die neutralölhaltigen Fettsäuredämpfe, z. B. die aus dem letzten Teil des Apparates entweichenden Dämpfe in einen früheren Teil, z.
B. in das erste Reaktionsgefäss oder in ein vor die Apparatur geschaltetes, mit 01 von hohem Fettsäuregehalt beschicktes Gefäss zurückgeleitet werden.
EMI3.3
behälter 24 an einer Stelle in die Reaktionskammern eingeschaltet, wo das Rohöl, die Reaktionstemperatur erreicht, aber noch wenig oder gar keine Fettsäure abgegeben hat.
In Fig. 5 bezeichnen 25 und 26 zwei hintereinandergeschaltete Reaktionsgefässe, 27 die Eintrittsleitung, 28 die Durchgangs-und 29 die Austrittsleitung für das Rohöl. Die Dämpfe werden aus beiden Gefässen durch die Rohre 30 und 31 getrennt abgeführt, in den Kühlern 32 und 33 kondensiert und in den Gefässen 34 und 35 gesammelt. Durch diese Teilung wird erreicht, dass im Gefäss 35 eine grosse Menge äusserst fettreichen Kondensates, im Behälter 34 eine verhältnismässig geringe Menge Kondensat von niedrigerem Fettsäuregehalt aufgefangen wird, welch letztere zu dem Rohmaterial zurückgegeben werden kann.
Der Behandlungsprozess lässt sich durch zweckmässige Vorwärmung des Öles z. B. in einer Apparatur nach Fig. 6 beschleunigen und fördern. Es bezeichnet hier 36 die Aussenwandung eines Zylinders, in dem mit geringem Abstand von der Innenwand ein hohler Ringzylinder 37 oder vertikale Röhre oder eine Rohrschlange angeordnet sind, die mit Zuflussleitung 38 und Abflussleitung 39 versehen sind. Im Innern dieses Ringzylinders 37 und ebenfalls mit Abstand von dessen Innenfläche ein Hohlzylinder 40
EMI3.4
Rohöl tritt durch Leitung 43 in den unteren Teil des äusseren Zylinderraumes ein, steigt in dem Zwischenraum zwischen Wandung 36, Ringzylinder 37 und Hohlzylinder 40 hoch und wird dabei durch das den Ringzylinder 37 durchfliessende fertige Öl vorgewärmt.
Das aufsteigende Rohöl fällt über den Rand der Wanne 41 in diese hinein, wird entgast und geht dann weiter in die eigentlichen Reaktionskammern.
Durch eine in den Hohlzylinder 40 von unten eingeführte Leitung 44 kann Dampf oder Abgase zum Anwärmen des Zylinders 40 oder nach Bedarf auch ein kühlendes Fluidum eingeleitet werden. Der Vorwärmer kann z. B. zwischen den Sammelbehälter 1 und das erste Reaktionsgefäss eingeschaltet werden.
Von ausserordentlicher Wichtigkeit für eine störungsfreie und schnelle Durchführung der Behandlung bei kontinuierlichem Betrieb ist die homogene Vernebelung der Behandlungsflüssigkeiten sowie die Regulierung des Verteilungsgrades der Flüssigkeitströpfchen wie des Mengenverhältnisses von Flüssigkeit und Gas in den Behandlungsgemischen. Für diese Regelung kommen Vorrichtungen entsprechend Fig. 7-12 in Betracht.
In Fig. 7 bezeichnet 4S einen Behälter, in dem ein Rührflügel 46 mit hoher Geschwindigkeit umläuft. Durch die Leitungen 47 und 48 werden Transportmittel, z. B. Dämpfe oder Gase zugeführt, durch die Innenrohre 49 und 50 die zu vernebelnden Flüssigkeiten, die unter entsprechendem Druck aus der düsenartigen Öffnung in Mischung mit den Gasen oder Dämpfen auf den umlaufenden Rührflügel aufgespritzt und je nach der Geschwindigkeit desselben mehr oder weniger fein vernebelt werden. Die Zusammensetzung des Nebels lässt sich durch Einstellung der zugeführten Mengen des Transportmittels und der Flüssigkeit regulieren.
Der fertige Nebel wird durch Leitung abgeführt.
<Desc/Clms Page number 4>
Das am Boden des Behälters 45 sich sammelnde Kondensat kann durch Leitung 52 von Zeit zu Zeit abgelassen werden.
Der Antrieb des Rührflügels 46 kann mechanisch oder z. B. auch durch die als Transportmittel dienenden Gase erfolgen, indem man diese in die hohle Achse des als Reaktionsrad ausgebildeten Riihr-
EMI4.1
gitter, Prallflächen od. dgl. herausschleudert.
Falls Dämpfe, z. B. überhitzter Wasserdampf, als Transportmittel verwendet werden, kann man das Dampfflüssigkeitsgemisch vor Einführung in die eigentliche Vernebelungskammer 45 in einer Vor- kammer 57 expandieren lassen, wodurch ein Teil des Wasserdampfes kondensiert bzw. in nebelartige Form übergeführt wird. Diese Nebelbildung kann noch durch Durchleiten des Gemisches durch einen
EMI4.2
Expansions- oder Kühlstrecken auch nach derselben einschalten, um den mechanisch hergestellten Nebel durch gesteigerte Flüssigkeitsabscheidung aus dem Transportdampf dichter zu machen. Fig. 9 zeigt eine derartige Vorrichtung in Form eines in die Vernebelungskammer selbst eingebauten RöhrenkÜhlers 39.
Bei der Vernebelungsvorriehtung nach Fig. 10 erfolgt die Einführung in den Vernebelungsraum mit Hilfe einer Leitung 60, welche das gas-oder dampfförmige Transportmittel einführt und einer sie umgebenden injektorartig wirkenden Vorrichtung 61 die mit der zu zerstäubenden Flüssigkeit betrieben wird.
Nach der abgeänderten Anordnung in Fig. 11 wird der Flüssigkeitsnebel in einer besonderen Ver-
EMI4.3
Rührflügel oder eine turbinenartige Vorrichtung 63 die durch Düsen 64 zugeführte Flüssigkeit zerstäubt. Der Flüssigkeitsübersehuss kann bei 65 abgeführt werden. Ein Dampf- oder Gasgebläse 66 bläst die
EMI4.4
leitung 69 hinbefördert wird.
Die Vernebelungsvorrichtung nach Fig. 12 endlich besteht aus dem Expansionsraum 70 mit einem turbinenartigen Zerstäuber 71. In dem Raum 70 wird mit Hilfe der Leitung 72 und der Rohrschlange 7. 3,
EMI4.5
geblasen, wodurch eine Vernebelung des aus der Dampfschlange ausgeblasenen Kondensates erzielt wird.
Der Expansionsraum kann dabei zweckmässig unter Vakuum gehalten werden.
Zwecks feinster Verteilung der vernebelten Flüssigkeiten in dem behandelten Gut können mit Vorteil als Ausströmungs-und Verteilungsorgane für die Flüssigkeiten bzw. die Gemische von Gasen und Flüssigkeiten poröse Körper, wie z. B. Berkefeld-Filterkerzen, verwendet werden. Beim Durchkam der zugeführten Flüssigkeiten durch diese Filterkerzen werden dieselben aufs feinste verteilt und gelangen
EMI4.6
ist, dass man gegebenenfalls bei nicht genügend feiner Porung der Filterkerzen auf besondere Trine verzichten kann und dass es genügt, die Flüssigkeiten unter genügendem Druck durch die Verteilung- organe zu pressen.
Von den im Rahmen der Erfindung möglichen mannigfachen konstruktiven Abänderungen zeigt Fig. 13 ein Beispiel in Form einer Gesamtapparatur mit vertikalem Aufbau. Der heizbare Reaktionsbehälter 75 ist hier durch übereinanderliegende Böden 76 in Kammern unterteilt. Zweckmässig können die Böden selbst als Heizorgane, z. B. in Form elektrisch beheizter Platten ausgebildet sein. Das Rohmaterial tritt durch Leitung 77 am oberen Ende des Behälters 75 ein und geht von Kammer zu Kammer
EMI4.7
Für die Vernebelung der Behandlungsmittel kann eine besondere Vorrichtung 83 vorgesehen sein, von der aus das Gemisch durch die Leitungen 84 und die Zweigleitungen 85 in den Reaktionskammern verteilt wird.
Die entwickelten Dämpfe gelangen durch Leitungen 86, 81 nach dem Kühler 88 und der das Kondensat aufnehmenden Vorlage 89. Zweckmässig wird eine Vakuumausgleichsleitung 90, 91 vorgesehen.
Fig. 14 stellt weiter einen abgeänderten Vorwärmer dar. Es bezeichnen hier 92 und 93 die Wandungen eines konzentrischen Doppelzylinders, dessen Ringraum 94 mit wärmeisolierendem Material, z. B. Kieselguhr, ausgefüllt ist. In dem Ringraum ist eine doppelte konzentrisch ineinandergeführte Rohrschlange angeordnet, die zur Zuführung des Rohmaterials und zur Ableitung des vom Reaktionsapparat abfliessenden Materials dient.
Das Rohmaterial tritt durch die Leitung 95 ein und geht aufsteigend durch die Apparatur, um bei 96 auszutreten. Das vom Reaktionsbehälter abfliessende Material wird zweckmässig im Gegenstrom zum
<Desc/Clms Page number 5>
EMI5.1
Querschnitte der konzentrischen Rohrschlangen bezeichnet. In der Leitung 100 fliesst das behandelte Material abwärts, während in dem Ringraum zwischen den Rohren 99 und 100 das Rohmaterial aufsteigt.
Die Bedienung der ganzen Apparatur kann noch dadurch wesentlich vereinfacht werden, dass sämtliche Schaltergänge, z. B. für Temperatur, Druck, Zu-und Abfluss des Öles, Kühlung, Einschaltung der Vakuumpumpe usw. auf einem gemeinsamen Schaltstand vereinigt werden, so dass sämtliche Funktionen der ganzen Apparatur in übersichtlicher Weise von einer Stelle aus verfolgt und gesteuert werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Abtrennung flüchtiger Stoffe von schwerer-oder nichtflüchtigen, z. B. von Fettsäuren, Geruchs- und Geschmacksstoffen aus Ölen oder Fetten, durch Behandlung des auf höhere Temperaturen erhitzten, unter niedrigem Druck stehenden Gutes mit feinverteilten Flüssigkeiten, insbesondere Flüssigkeitsnebeln, dadurch gekennzeichnet, dass das Gut in Schichten von geringer Höhe behandelt wird, die z. B. bei der Behandlung von Ölen und Fetten mit Wassernebeln weniger als 20 ein, vorteilhaft nur etwa 8-15 cm, beträgt.