AT125685B - Verfahren und Vorrichtung zur Abtrennung von flüchtigen Stoffen von schwerer- oder nichtflüchtigen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Abtrennung von flüchtigen Stoffen von schwerer- oder nichtflüchtigen.

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AT125685B
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Ernst Dr Wecker
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Ernst Dr Wecker
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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description


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 behandelten Materials und der   Flüchtigkeit   der zu entfernenden Körper. Bei der in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausbildung des   Reaktionsgefässes   19 ist dasselbe durch Längsrippen 20 und Querrippen 21 unterteilt. Das Öl fliesst durch die zweckmässig versetzt angeordneten Durchbrüche 22 in den Querrippen 21 hindurch. Die Rippen werden zweckmässig gewellt oder mit kleinen Vorsprüngen versehen, um gute Wärmeabgabe zu gewährleisten. Aus demselben Grunde empfiehlt es sich, die von aussen oder von innen z. B. elektrisch beheizte Gefässwandung genügend dick und aus gut wärmeleitenden Metallen, z. B.

   Aluminium oder dessen Legierungen, auszubilden.   Zweckmässig   verwendet man Metalle, die gegenüber Ölen und Fettsäuren chemisch neutral sind oder   schützt   die Innenfläche des Apparates entsprechend. 



  Hiefür kommt z. B. eine keramische Ausmauerung oder ein Auslegen mit Quarzplatten in Betracht. In Fig. 2a bezeichnet z. B.   44   die Behälterwandung, 45 die isolierende Auskleidung der Kammern in 
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Nach Fig.   3a sind   die Reaktionskammern geteilt ausgebildet. Es bezeichnet 47 den unteren beheizten Teil, der durch   Querseheidewände   mit   Durchflussöffnungen   49 in Reaktionskammern eingeteilt ist. Auf den Teil 47 ist z. B. mit Hilfe von abgedichteten Flanschenverbindungen der obere Teil 50 aufgesetzt, der mit isolierender Auskleidung   52   versehen ist. 



   Um die bei geringem Fettsäuregehalt eventuell erhaltenen neutralölhaltigen Fettsäuredämpfe von Neutralöl zu befreien, kann man sie zweckmässig in erhitzten Ölen von höherem Fettsäuregehalt oder in Fettsäuren waschen. Diese Waschung kann z. B. in einem hinter die Reaktionskammern eingeschalteten Apparat vorgenommen werden, der von entsprechend erhitzem Öl von höherem Fettsäuregehalt durchflossen wird. Es können auch die neutralölhaltigen Fettsäuredämpfe, z. B. die aus dem letzten Teil des Apparates entweichenden Dämpfe in einen früheren Teil, z.

   B. in das erste Reaktionsgefäss oder in ein vor die Apparatur geschaltetes, mit 01 von hohem Fettsäuregehalt beschicktes Gefäss zurückgeleitet werden. 
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 behälter 24 an einer Stelle in die Reaktionskammern eingeschaltet, wo das Rohöl, die Reaktionstemperatur erreicht, aber noch wenig oder gar keine Fettsäure abgegeben hat. 



   In Fig. 5 bezeichnen 25 und 26 zwei hintereinandergeschaltete Reaktionsgefässe, 27 die Eintrittsleitung, 28 die Durchgangs-und 29 die Austrittsleitung für das Rohöl. Die Dämpfe werden aus beiden Gefässen durch die Rohre 30 und 31 getrennt abgeführt, in den Kühlern 32 und 33 kondensiert und in den Gefässen 34 und 35 gesammelt. Durch diese Teilung wird erreicht, dass im Gefäss 35 eine grosse Menge äusserst fettreichen Kondensates, im Behälter 34 eine verhältnismässig geringe Menge Kondensat von niedrigerem Fettsäuregehalt aufgefangen wird, welch letztere zu dem Rohmaterial   zurückgegeben   werden kann. 



   Der Behandlungsprozess lässt sich durch zweckmässige Vorwärmung des Öles z. B. in einer Apparatur nach Fig. 6 beschleunigen und fördern. Es bezeichnet hier 36 die   Aussenwandung   eines Zylinders, in dem mit geringem Abstand von der Innenwand ein hohler Ringzylinder 37 oder vertikale Röhre oder eine Rohrschlange angeordnet sind, die mit Zuflussleitung 38 und Abflussleitung 39 versehen sind. Im Innern dieses Ringzylinders 37 und ebenfalls mit Abstand von dessen   Innenfläche   ein Hohlzylinder 40 
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 Rohöl tritt durch Leitung 43 in den unteren Teil des äusseren Zylinderraumes ein, steigt in dem Zwischenraum zwischen Wandung 36, Ringzylinder 37 und Hohlzylinder 40 hoch und wird dabei durch das den Ringzylinder 37 durchfliessende fertige Öl vorgewärmt.

   Das aufsteigende Rohöl fällt über den Rand der Wanne 41 in diese hinein, wird entgast und geht dann weiter in die eigentlichen Reaktionskammern. 



  Durch eine in den Hohlzylinder 40 von unten eingeführte Leitung 44 kann Dampf oder Abgase zum Anwärmen des Zylinders 40 oder nach Bedarf auch ein kühlendes Fluidum eingeleitet werden. Der Vorwärmer kann z. B. zwischen den Sammelbehälter 1 und das erste Reaktionsgefäss eingeschaltet werden. 



   Von ausserordentlicher   Wichtigkeit für   eine störungsfreie und schnelle Durchführung der Behandlung bei kontinuierlichem Betrieb ist die homogene Vernebelung der Behandlungsflüssigkeiten sowie die Regulierung des Verteilungsgrades der   Flüssigkeitströpfchen   wie des Mengenverhältnisses von Flüssigkeit und Gas in den Behandlungsgemischen. Für diese Regelung kommen Vorrichtungen entsprechend Fig. 7-12 in Betracht. 



   In Fig. 7 bezeichnet   4S   einen Behälter, in dem ein   Rührflügel   46 mit hoher Geschwindigkeit umläuft. Durch die Leitungen 47 und 48 werden Transportmittel, z. B. Dämpfe oder Gase zugeführt, durch die Innenrohre 49 und 50 die zu vernebelnden Flüssigkeiten, die unter entsprechendem Druck aus der düsenartigen Öffnung in Mischung mit den Gasen oder Dämpfen auf den umlaufenden Rührflügel aufgespritzt und je nach der Geschwindigkeit desselben mehr oder weniger fein vernebelt werden. Die Zusammensetzung des Nebels lässt sich durch Einstellung der zugeführten Mengen des Transportmittels und der Flüssigkeit regulieren.

   Der fertige Nebel wird durch   Leitung abgeführt.   

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 Das am Boden des Behälters 45 sich sammelnde Kondensat kann durch Leitung 52 von Zeit zu Zeit abgelassen werden. 



   Der Antrieb des Rührflügels 46 kann mechanisch oder z. B. auch durch die als Transportmittel dienenden Gase erfolgen, indem man diese in die hohle Achse des als Reaktionsrad ausgebildeten Riihr- 
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 gitter, Prallflächen od. dgl.   herausschleudert.   



   Falls Dämpfe, z. B. überhitzter Wasserdampf, als Transportmittel verwendet werden,   kann man   das   Dampfflüssigkeitsgemisch   vor   Einführung in   die eigentliche Vernebelungskammer 45 in einer Vor-   kammer 57   expandieren lassen, wodurch ein Teil des Wasserdampfes kondensiert bzw. in nebelartige Form übergeführt wird. Diese Nebelbildung kann noch durch Durchleiten des Gemisches durch einen 
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 Expansions- oder Kühlstrecken auch nach derselben einschalten, um den mechanisch hergestellten Nebel durch gesteigerte Flüssigkeitsabscheidung aus dem Transportdampf dichter zu   machen.   Fig. 9 zeigt eine derartige Vorrichtung in Form eines in die Vernebelungskammer selbst eingebauten   RöhrenkÜhlers 39.   



   Bei der   Vernebelungsvorriehtung   nach Fig. 10 erfolgt die Einführung in den   Vernebelungsraum   mit Hilfe einer Leitung 60, welche das   gas-oder dampfförmige   Transportmittel einführt und einer sie umgebenden injektorartig wirkenden Vorrichtung 61 die mit der zu zerstäubenden Flüssigkeit betrieben wird. 



   Nach der abgeänderten Anordnung in Fig. 11 wird der Flüssigkeitsnebel in einer besonderen Ver- 
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 Rührflügel oder eine turbinenartige Vorrichtung 63 die durch Düsen 64   zugeführte   Flüssigkeit zerstäubt. Der Flüssigkeitsübersehuss kann bei 65 abgeführt werden. Ein Dampf- oder Gasgebläse 66 bläst die 
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 leitung 69 hinbefördert wird. 



   Die Vernebelungsvorrichtung nach Fig. 12 endlich besteht aus dem   Expansionsraum   70 mit einem turbinenartigen Zerstäuber 71. In dem Raum 70 wird mit Hilfe der Leitung 72 und der   Rohrschlange 7. 3,   
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 geblasen, wodurch eine Vernebelung des aus der Dampfschlange ausgeblasenen Kondensates erzielt wird. 



  Der Expansionsraum kann dabei zweckmässig unter Vakuum gehalten werden. 



   Zwecks feinster Verteilung der vernebelten Flüssigkeiten in dem behandelten Gut können mit Vorteil als   Ausströmungs-und Verteilungsorgane für   die Flüssigkeiten bzw. die Gemische von Gasen und Flüssigkeiten poröse Körper, wie z. B.   Berkefeld-Filterkerzen,   verwendet werden.   Beim Durchkam   der zugeführten   Flüssigkeiten durch   diese Filterkerzen werden dieselben aufs feinste verteilt   und gelangen   
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 ist, dass man gegebenenfalls bei nicht genügend feiner Porung der Filterkerzen auf besondere Trine verzichten kann und dass es genügt, die Flüssigkeiten unter genügendem Druck durch die   Verteilung-   organe zu pressen. 



   Von den im Rahmen der Erfindung   möglichen   mannigfachen konstruktiven Abänderungen zeigt Fig. 13 ein Beispiel in Form einer Gesamtapparatur mit vertikalem Aufbau. Der heizbare Reaktionsbehälter 75 ist hier durch übereinanderliegende Böden 76 in Kammern unterteilt.   Zweckmässig können   die Böden selbst als Heizorgane, z. B. in Form elektrisch beheizter Platten ausgebildet sein. Das Rohmaterial tritt durch Leitung 77 am oberen Ende des Behälters 75 ein und geht von Kammer zu   Kammer   
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   Für die Vernebelung der Behandlungsmittel kann eine besondere Vorrichtung 83 vorgesehen sein, von der aus das Gemisch durch die Leitungen 84 und die Zweigleitungen 85 in den Reaktionskammern verteilt wird. 



   Die entwickelten Dämpfe gelangen durch Leitungen 86,   81   nach dem Kühler 88 und der das Kondensat aufnehmenden Vorlage 89.   Zweckmässig   wird eine Vakuumausgleichsleitung 90, 91 vorgesehen. 



   Fig. 14 stellt weiter einen abgeänderten Vorwärmer dar. Es bezeichnen hier 92 und 93 die Wandungen eines konzentrischen Doppelzylinders, dessen Ringraum 94 mit   wärmeisolierendem Material,   z. B. Kieselguhr, ausgefüllt ist. In dem Ringraum ist eine doppelte konzentrisch ineinandergeführte Rohrschlange angeordnet, die zur Zuführung des Rohmaterials und zur Ableitung des vom Reaktionsapparat abfliessenden Materials dient. 



   Das Rohmaterial tritt durch die Leitung 95 ein und geht aufsteigend durch die   Apparatur, um   bei 96 auszutreten. Das vom Reaktionsbehälter abfliessende Material wird zweckmässig im Gegenstrom zum 

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Querschnitte der konzentrischen Rohrschlangen bezeichnet. In der Leitung 100 fliesst das behandelte Material abwärts, während in dem Ringraum zwischen den Rohren 99 und 100 das Rohmaterial aufsteigt. 



   Die Bedienung der ganzen Apparatur kann noch dadurch wesentlich vereinfacht werden, dass sämtliche   Schaltergänge,   z. B. für Temperatur, Druck, Zu-und Abfluss des Öles, Kühlung, Einschaltung der Vakuumpumpe usw. auf einem gemeinsamen   Schaltstand   vereinigt werden, so dass sämtliche Funktionen der ganzen Apparatur in übersichtlicher Weise von einer Stelle aus verfolgt und gesteuert werden können. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Abtrennung   flüchtiger   Stoffe von schwerer-oder nichtflüchtigen, z. B. von Fettsäuren,   Geruchs- und Geschmacksstoffen   aus Ölen oder Fetten, durch Behandlung des auf höhere Temperaturen erhitzten, unter niedrigem Druck stehenden Gutes mit feinverteilten Flüssigkeiten, insbesondere Flüssigkeitsnebeln, dadurch gekennzeichnet, dass das Gut in Schichten von geringer Höhe behandelt wird, die z. B. bei der Behandlung von Ölen und Fetten mit Wassernebeln weniger als 20   ein,   vorteilhaft nur etwa 8-15   cm,   beträgt.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäss Anspruch 1, bestehend aus einer Anzahl miteinander verbundener Kammern, von denen jede mit einer Erwärmungseinrichtung und einer Dampfabführungsöffnung versehen ist, welche Kammern zusammen den Reaktionsraum bilden, der über eine Kühlvorrichtung mit einem Vakuumrezipienten verbunden ist, wobei in jeder Kammer am Boden bzw. in dessen Nähe eine Einrichtung angebracht ist, mit deren Hilfe Flüssigkeitsnebel oder deren Gemenge mit dampf-oder gasförmigen Trägern in die zu behandelnde Flüssigkeit in feiner Verteilung eingeleitet werden können, dadurch gekennzeichnet, dass die Lufträume der einzelnen Reaktionskammern und die Vakuumrezipienten durch besondere Leitungen miteinander verbunden sind.
    und gegebenenfalls die zur Wärmeübertragung dienenden Wände zur Vergrösserung der Innenfläche eine gewellte Form haben, oder mit Vorsprüngen oder Rippen versehen sind.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass für die oberhalb des Flüssigkeitsspiegels liegenden inneren Oberflächen der Reaktionskammern zwecks Verhütung von Polymerisationserscheinungen ein Material von geringem Wärmeleitungsvermögen benutzt wird.
    4. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass hinter oder zwischen den Reaktionskammern besondere Waschreservoire eingeschaltet sind, in denen die abziehenden Brüden mit der zu behandelnden Flüssigkeit gewaschen werden und dass diese Wasehreservoire immer dort angebracht sind, wo die Flüssigkeit einen noch möglichst hohen Gehalt an den zu entfernenden flüchtigen Komponenten besitzt.
AT125685D 1926-03-17 1927-03-16 Verfahren und Vorrichtung zur Abtrennung von flüchtigen Stoffen von schwerer- oder nichtflüchtigen. AT125685B (de)

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