DE627472C - Wechselstromrelais mit zwei parallel an einen einzigen Steuerkreis angeschlossenen und durch Wechselstroeme verschiedener Frequenz betaetigten Elektromagneten - Google Patents
Wechselstromrelais mit zwei parallel an einen einzigen Steuerkreis angeschlossenen und durch Wechselstroeme verschiedener Frequenz betaetigten ElektromagnetenInfo
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- DE627472C DE627472C DEG82201D DEG0082201D DE627472C DE 627472 C DE627472 C DE 627472C DE G82201 D DEG82201 D DE G82201D DE G0082201 D DEG0082201 D DE G0082201D DE 627472 C DE627472 C DE 627472C
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-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H51/00—Electromagnetic relays
- H01H51/30—Electromagnetic relays specially adapted for actuation by AC
- H01H51/32—Frequency relays; Mechanically-tuned relays
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Description
Die Erfindung betrifft ein Wechselstromrelais mit zwei parallel an einen einzigen
Steuerkreis angeschlossenen und durch Wechselströme· verschiedener Frequenz betätigten
Elektromagneten.
Bekannt sind für Zähler mit doppeltem Tarif Resonanzrelais mit zwei schwingenden
Zungen, die abwechselnd so erregt werden, daß sie einen Hebel aus einer Stellung in
eine andere Stellung umlegen und dadurch ein an diesem Hebel sitzendes Ritzel mit
einem oder einem anderen Zahnrad in Eingriff bringen. Das Umlegen des Hebels erfolgt
hier durch eine unrunde Scheibe, die zwar in normalem Betrieb gleichzeitig eine
gewisse Verriegelung in den beiden Endlagen
herbeiführt, welche Verriegelung aber nicht für Betriebsverhältnisse genügt, in denen das Gerät stärkeren Erschütterungen
ausgesetzt ist. Eine Übertragung dieser Anordnung auf Polizeimelder, die auf öffentlichen
Straßen aufzustellen sind, oder auf Fernmelderelais, die in Fabriken aufzustellen
sind, würde demnach nicht verhindern, daß durch die Erschütterungen der Hebel aus
den Endstellungen heraustritt, wodurch das Relais zeitweise unwirksam gemacht oder
Fehlbetätigungen hervorgerufen werden könnten. Um diesen Nachteil zu beseitigen, werden
erfindungsgemäß an sich bekannte Elektromagneten mit Klappankern verwendet und,
ähnlich wie bei Gleichstromrelais, «ine mechanische Verriegelung angewendet, die ein
sicheres Festhalten der Vorrichtung- in den Endstellungen gewährleistet. Demgemäß besteht
die Erfindung darin, daß zwei Klapparikerelektromagneten
derart angeordnet sind, daß der Anker des einen Magneten bei seinem Anzug einen Schalter schließt oder
öffnet und durch den Anker des zweiten Magneten bis zu dessen Erregung in seiner
Anzugstellung festgehalten wird. ·
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist auf der Zeichnung in zwei Figuren dargestellt.
Fig. ι zeigt das Relais in Ansicht;
Fig. 2 zeigt schaltbildrnäßig die elektrische
Verbindung der beiden Magneten.
ι ist die Grundplatte, auf der die Teile des Apparates montiert sind, und 2 der erste
Elektromagnet, dessen Anker 3 an dem einen Arm eines bei 4 angelenkten Winkelhebels
sitzt, dessen anderer Arm 5 abwärts parallel zu den Polen des Elektromagneten verläuft.
Durch eine Feder 6 wird der Anker 3 von den Polen abgezogen. 7 und 8 sind zwei
Federn, die mit ihren einen Enden isoliert an einem Block 9 befestigt sind und an den
anderen Enden Kontakte 10 und 11 tragen.
Der Arm 5 des Winkelhebels trägt ein Isolationsstück
12, das sich gegen die Rückseite * der Feder 8 legt und infolgedessen den Kontakt
zwischen den Teilen 10 und 11 herstellt,
wenn der Anker 3 sich nach den Polen seines Magneten 2 bewegt. Die Federn 7 und 8
sind mit den Klemmen 13, 14 verbunden, die an einem Isolationsblock 15 liegen, wobei die
Verbindungen von dem Kreise, der durch die
Schaltvorrichtung 7, 8>
10, Ii gesteuert wird, auch an diese Klemmen angeschlossen sind.
Der eine- Arm des den Anker 3 tragenden
Winkelhebels hat einen Ansatz 16 mit .einem
vorstehenden Stift 17.
1 18 ist ein zweiter Elektromagnet, dessen
Anker 19 an einem bei 22 angelenkten Winkelhebel 20, 21 sitzt. Eine . Feder 23
sucht den Anker 19 von seinen Polen abzuziehen.
Der Hebelarm 21 legt sich mit einer Nase 24 über den Stift "17 und sucht dadurch
den Anker 3 in seiner angezogenen Stellung zuhalten. Bei 25 hat der Hebelarnv2i eine
Ausnehmung. In Reihe mit der Wicklung des Elektromagneten 18 liegt ein Kondensator
26, wobei die Wicklungen der Magneten^ und 18 und der Kondensator zu 'den
-Klemmen 27, 28, 29V geführt sind, die in
einem Isolatiqnsblock 30 liegen. - Die Schalao
tang erkennt man aus. Fig. 2, wo die Wick-.
lungen von "2 und Γ8 'fnif "dem Kondensator
26 parallel;-aa, die gemeins.ame Leitung %z_
angeschlossen sind. : : - · .; Die elektrischen Vernältnisse sind nun so
gewählt, daß die Elektromagneten 2 und i&
durch Ströme von bestimmten voneinander verschiedenen . Frequenzen erregt werden,
Γ· derart, daß der eines Magnet nicht durch einen
Ström von derjenigen Frequenz beeinflußt
wird, der den anderen Magneten erregt. Aus
Fig. 2' erkennt man, -daß 'an der Stromquelle 31 .einerseits der Elektromagnet2 und an-
-c' dererseit.s" über einen Kondensator 26 der
Elektromagnet 18 angeschlossen ist. Wenn der Strom.von niedriger Frequenz,
etwa 16,7 Hz,, aus den Leitunge'nsi fließt,
durchströmt · er die Wicklung des Elektro-""
magneten 2 und erregt ihn. Gegenüber dem Elektromagneten 18 wird er aber durch den
Kondensator 26 so stark zürückgedrosselt, daß er diesen Elektromagneten nicht genügend
erregen kann.;
■- ^V"enn die Leitungen 31 andererseits einen
Strom hoher Frequenz, etwa 100 Hz, liefern,
ist die Selbstinduktion der Wicklung des
Elektromagneten 2 so groß, daß: der Strom nun hier zurückgedrosselt wird, so daß dieser
■■"- Elektromagnet nicht genügend erregt wird,
um seihen' Anker anzuziehen. Durch die
Wicklung 18 kann er aber infolge der Kombination
derselben rriit dem Kondensator 26 fließen und dadurch diesen Elektromagneten
erregen. Es wird also ein Strom von einer
bestimmten Frequenz, der dem Apparat zugeführt
ist, den Magneten 2 erregen und ein Anziehen von dessen Anker 3 veranlassen,
wodurch die Kontakte 10 und ri: des Schal-'·
ters geschlossen werden. Wenn der Anker 3
angezogen ist, legt sich der Stift 17 unter die Nase 24 des Armes 21 und wird in dieser
Lage durch die Feder 23 gehalten. Die Teile 24 und 17 bilden also die Verriegelung, die
den Schalter geschlossen hält.
Der Schalter kann in den Kreis einer Anzeigevorrichtung, etwa einer Lampe, eingeschaltet
sein, die so lange leuchtet, als der Anker angezogen ist. Wenn der Schalter
geöffnet werden soll, wird Strom von einer dem Magneten 18 entsprechenden Frequenz
dem'Apparat zugeführt, worauf der Anker 19
angezogen wird und der Arm 21 die Verriegelung
zwischen 17 und 24 aufhebt. Der Stift 17 legt sich dann infolge der durch die
Feder 6 bewirkten Bewegung des Hebelarmes 3 in die Ausnehmung 25,
Das Relais gemäß der Erfindung kann für verschiedene Zwecke benutzt werden, beispielsweise
in Polizeianrufstellen, bei denen "ein System von "Zellen auf "die "übliche Weise
. durch Telephonleiiungen: .mit j ,einer Polizeistation
verbunden ist. In- diesem Falle wird das Relais in Reihe mit der Telephonklingel
geschaltet,- Der-Elektromagnet 2 wird durch einen Strom von der üblichen Telephonklingelfrequenz,
etwa 16,7 Hz, erregt. Wenn der Strom den Zellen zugeführt wird, um
die Signalglocken zum Ertönen zu bringen, wird durch den Schalter 7, 8 in jeder Zelle
eine Signallampe gezündet, die beim Unterbrechen des KHngelströmes weiter leuchtet.
Wenn der Anruf von einer Zelle her beantwortet wird, legt der Beamte an der Kontrollstation
einen Wechselstrom, etwa 100 Hz, an die Telephonleitungen, wodurch der Elektromagnet
18 erregt und der Anker des Magneten 2 freigegeben wird, so daß nunmehr der
Schalter in den Lampenkreisen sich öffnen kann und die Signallampen erlöschen.
Naturgemäß eignet sich das beschriebene Relais auch für andere als die beispielsweise
beschriebenen Zwecke.
Claims (1)
- Patentanspruch:Wechselstromrelais mit zwei parallel an einen einzigen Steuerkreis angeschlossenen und durch Wechselströme verschiedener Frequenz betätigten Elektromagneten, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Klappankerelektromagneten derart ange-110 ordnet sind, daß der Anker (3) des einen Magneten bei seinem Anzug einen Schalter (7, 8) schließt oder öffnet und durch den Anker (19,20) des zweiten Magneten bis zu dessen Erregung in seiner Anzugstellung festgehalten wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG82201D DE627472C (de) | 1932-03-17 | 1932-03-17 | Wechselstromrelais mit zwei parallel an einen einzigen Steuerkreis angeschlossenen und durch Wechselstroeme verschiedener Frequenz betaetigten Elektromagneten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG82201D DE627472C (de) | 1932-03-17 | 1932-03-17 | Wechselstromrelais mit zwei parallel an einen einzigen Steuerkreis angeschlossenen und durch Wechselstroeme verschiedener Frequenz betaetigten Elektromagneten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE627472C true DE627472C (de) | 1936-03-16 |
Family
ID=7137501
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG82201D Expired DE627472C (de) | 1932-03-17 | 1932-03-17 | Wechselstromrelais mit zwei parallel an einen einzigen Steuerkreis angeschlossenen und durch Wechselstroeme verschiedener Frequenz betaetigten Elektromagneten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE627472C (de) |
-
1932
- 1932-03-17 DE DEG82201D patent/DE627472C/de not_active Expired
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