DE626397C - Anordnung zur Feststellung, ob eine elektrische Groesse einen bestimmten Grenzwert ueber- oder unterschreitet - Google Patents
Anordnung zur Feststellung, ob eine elektrische Groesse einen bestimmten Grenzwert ueber- oder unterschreitetInfo
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- 230000005284 excitation Effects 0.000 claims description 15
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/02—Details
Landscapes
- Relay Circuits (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
25. FEBRUAR 1936
25. FEBRUAR 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c GRUPPE 68 eo
2IC S 556.
über- oder unterschreitet
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Dezember 1930 ab
Bei Anordnungen, bei denen die Überwachung eines bestimmten Wertes einer elektrischen
Größe sowie die Dauer der Überschreitung oder Unterschreitung für die richtige Wirkungsweise
der Anordnung maßgebend sind, beispielsweise bei Überstromauslösung von elektrischen
Maschinen mit Zeitrelais, bei Selektivschutz vermaschter Netze, bei Überstromwächtern für
selbsttätige Zugsteuerungen und bei ähnlichen Anordnungen, besteht ein Bedürfnis nach Relais,
welche einen möglichst kleinen Unempfindlichkeitsgrad besitzen, d. h. nur so lange einen Kontakt
beispielsweise geschlossen halten, solange die elektrische Größe diesen Wert überschreitet,
bei Absinken der überwachten Größe unter diesen Wert dagegen sofort den Kontakt wieder
öffnen. Es sind Relais bekannt, bei denen dies nahezu vollkommen erreicht wird (Kontaktvoltmeter),
jedoch haben diese den Nachteil, daß eine schleichende Kontaktgabe vorkommen
kann.
Gemäß der Erfindung wird das Relais so ausgebildet, daß die das bewegliche Meßsystem
des Relais steuernde zu überwachende elektrische ag Größe, sobald die elektrische Größe einen bestimmten
Grenzwert überschreitet, periodisch einen im Erregerkreis einer Anzeigevorrichtung
oder eines zweiten Relais liegenden Kontakt öffnet und schließt und dadurch die Anzeigevorrichtung
oder das zweite Relais betätigt. Dies hat den Vorteil, daß eine schleichende
Kontaktgabe vermieden und der Unempfindlichkeitsgrad der Anordnung auf Null herabgesetzt
werden kann.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
In Fig. ι ist 1 das Meßrelais, welches von
dem zu überwachenden Strom erregt wird. Das Relais kann einen beliebigen Unempfmdlichkeitsgrad
besitzen. Das Relais besitzt zwei Kontakte 2 und 3, von denen der erste im Stromkreis eines Zwischenrelais 4 liegt und der
letztere parallel zur Erregerwicklung des Meßrelais ι geschaltet ist. Das Zwischenrelais 4
wird von der Batterie 6 erregt. Parallel zu seiner Erregung liegt ein Gleichrichter 5.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Überschreitet der Strom einen bestimmten Wert, so spricht das Relais 1 an, der Anker
wird angezogen und schließt die beiden Kon-•takte 2 und 3. Durch Schließen des unteren
Kontaktes wird die Erregerwicklung kurzgeschlossen, so daß der Anker sofort wieder
abfällt und die Kontakte öffnet. Das Spiel setzt sich so lange fort, solange der Strom den
Ansprechwert des Relais überschreitet. Der Kontakt 2 wird also periodisch geöffnet und
geschlossen und das Zwischenrelais periodisch
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Erich Friedländer in Berlin-Ruhleben,
erregt. Der Gleichrichter ist so geschaltet, daß - er den beim Abschalten der Erregerwicklung
auftretenden Extrastrornfhindurchläßt. Unterschreitet
der Strom seinen Grenzwert, so fällt der Anker sofort ab und bleibt in dieser Stellung,
so daß der Erregerkreis des Zwischenrelais unterbrochen ist. An Stelle das Relais unmittelbar
kurzzuschließen, kann man auch einen Parallelwiderstand zum Relais schalten. Bei
ίο Spannungsrelais wird die Erregerwicklung geöffnet oder ein Vorschaltwiderstand entsprechender
Größe vor das Relais geschaltet.
In Fig. 2 ist ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung zur Überwachung von Wechselstromgrößen
dargestellt. Bei diesem Ausfiihrungsbeispiel dient als Meßrelais ein polarisiertes
Relais 7, das eine verhältnismäßig hohe Richtkraft besitzt, welche die bewegliche Kontaktzunge
8 in der Mittellage zwischen den beiden parallel geschalteten festen Kontakten 9
und 10 zu halten sucht. Die Kontaktzunge ist mit dem einen Pol der Batterie, die parallel
geschalteten festen Kontakte sind über die Erregung des Zwischenrelais 11 mit dem anderen
Pol der Batterie 13 verbunden. Parallel zum Zwischenrelais liegt ein Gleichrichter 12. Die
Wirkungsweise ist folgende:
Überschreitet der Strom einen bestimmten Grenzwert, so wird die Zunge so weit schwingen,
daß sie periodisch mit den feststehenden Kontakten in Berührung kommt. Dadurch wird
das Zwischenrelais von der Batterie stoßweise erregt. Der Gleichrichter 12, parallel zu der
Erregerwicklung, hat dieselbe Wirkung wie der Gleichrichter 5 gemäß Fig. 1.
Bei Verwendung eines polarisierten Relais ist die Dauer der Kontaktgabe von der Höhe des
Überstromes abhängig, und da die Dauer der Kontaktgabe die Größe des im Erregerkreise
des Relais ir sich einstellenden Gleichstromes bestimmt, erreicht man bei Verwendung eines
stromabhängigen Zeitrelais als Zwischenrelais, daß dieses um so schneller abläuft, je größer
der Überstrom ist. Man kann deshalb die Einrichtung vorteilhaft verwenden zum Schutz von
Apparaten, die bei großen Überströmen in kleiner Zeit, bei' kleinen Überströmen nach
großer Zeit abgeschaltet werden sollen. Man kann auch bei Verwendung eines Meßgerätes
unmittelbar die Größe des Überstromes anzeigen.
An Stelle das Relais 7 vom Strom zu erregen, kann man es auch von anderen elektrischen
Größen, beispielsweise der Spannung, erregen.
Claims (4)
1. Anordnung zur Feststellung, ob eine elektrische Größe einen bestimmten Grenzwert
über- oder unterschreitet mit Hilfe eines Relais, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (1 bzw. 7) so ausgebildet ist,
daß die das bewegliche Meßsystem des Relais steuernde zu überwachende elektrische
Größe, sobald die elektrische Größe einen bestimmten Grenzwert überschreitet, periodisch einen im Erregerkreis einer Anzeigevorrichtung
oder eines zweiten Relais
(4 bzw. 11) liegenden Kontakt (2) öffnet und
schließt und dadurch die Anzeigevorrichtung 7<>
oder das zweite Relais (4 bzw. 11) betätigt, ·
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (1) einen
Kontakt (3) besitzt, der nach dem Ansprechen des Relais (1) dessen Erregerwicklung
kurzschließt bzw. öffnet.
3. Anordnung nach Anspruch 1 zur Überwachung
von Wechselstromgrößen, gekennzeichnet durch die Verwendung eines polarisierten Relais {7), dessen Zunge (8) von dem
Wechselstrom zum Schwingen gebracht wird und bei entsprechend großer Schwingungsweite
Kontakte (9, 10) öffnet bzw. schließt.
4. Anordnung nach. Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das von der zu überwachenden elektrischen Größe erregte Relais
(i, 7) einen Arbeitskontakt {2 bzw. 9, 10) in
dem Erregerkreis der Anzeigevorrichtung (4, 11) besitzt, und daß die Erregerwicklung
dieser Vorrichtung {4,11) durch einen Gleichlichter
(5,13) überbrückt ist, der so geschaltet ist, daß er den beim Abschalten der Erregerwicklung
auftretenden Extrastrom hindurchläßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE626397T | 1930-12-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE626397C true DE626397C (de) | 1936-02-25 |
Family
ID=6578245
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930626397D Expired DE626397C (de) | 1930-12-18 | 1930-12-18 | Anordnung zur Feststellung, ob eine elektrische Groesse einen bestimmten Grenzwert ueber- oder unterschreitet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE626397C (de) |
-
1930
- 1930-12-18 DE DE1930626397D patent/DE626397C/de not_active Expired
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