DE623686C - - Google Patents

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Description

Es sind Registrierkassen bekannt, bei denen an einer Druckstelle in einem Maschinengang mittels des gleichen Druckhammers nacheinander sowohl ein in die Maschine eingeführter Beleg als auch ein von der Maschine gelieferter Scheck bedruckt werden kann und der zuerst bedruckte Beleg vor dem Bedrucken des Schecks selbsttätig von der Druckstelle entfernt wird. Bei der bekannten Einrichtung sind die Fördervorrichtungen für .den eingelegten Zettel und für den Scheckstreifen voneinander völlig unabhängig. Demgegenüber wird eine bedeutende Vereinfachung dadurch erzielt, daß gemäß der Erfindung für die Seheck- und Belegförderung eine einzige Fördervorrichtung vorgesehen ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens dargestellt.
Abb. ι zeigt eine Seitenansicht des Regiao strierkassendruckwerks.
Abb. 2 zeigt eine Vorderansicht der Scheckfördervorrichtung.
Bei dem Druckwerk des vorliegenden Ausführungsbeispiels wird der Drucktypensatz mit doppelter Typenanordnung 1 in bekannter Weise eingestellt. Der Druckhammer 2 wird entgegen der Wirkung der Feder 4 durch die von der Maschine angetriebene und mit zwei Ausnehmungen versehene Scheibe 3 bei jedem vollständigen Kassengang zweimal kurz hintereinander gespannt und darauf freigegeben. Er führt somit jeweils zwei Druckbewegungen aus. Diese zwei Druckbewegungen werden benötigt, wenn Scheck und Quittung an einer Druckstelle, jedoch zu verschiedenen Zeiten getrennt bedruckt werden sollen. Falls nur ein Scheck bedruckt werden soll, muß der erste Anschlag des Druckhammers 2 abgefangen, jedoch der zweite Anschlag zur entsprechenden Zeit wieder freigegeben werden. Ebenso muß der Druckhammer 2 vollständig gesperrt werden, wenn weder Scheck noch Quittung bedruckt werden sollen. Die genannten verschiedenen Druckarten bedingen auch eine entsprechende Steuerung der Scheck- und Quittungsfördervorrichtung. Zu diesem Zweck ist eine von Hand verstellbare, mit einem Einstellknopf 6 versehene Schaltvorrichtung 7 "■ vorgesehen. Der Einstellknopf 6 bewegt sich in einer Skalenbahn 8, in welcher die den verschiedenen Wirkungsweisen des Druckwerkes entsprechenden Einstellagen mit I, II, III bezeichnet sind. Der Schalthebel 7 beeinflußt über eine mit einer Zugfeder ,11 und einem Langloch 12 versehene Kuppelstange 10 einen Sperrhaken 13, welcher zum Abfangen des Dr-uckhammers 2 dient. Ein mit einer Rolle 14 versehener Arm 15 des Sperrhakens 13 liegt gewöhnlich in der Umlaufbahn einer Kurvenscheibe 16, welche über die Zahnräder 17, 18, ig von der Maschinenhauptwelle 20 angetrieben wird und die zeitweilige Entsperrung des Druckhammers 2 ermöglicht.
Der Scheck bewegt sich von der Scheckrolle 21 unter der Führungsrolle 22 her und lagert im Ruhezustand unter den Drucktypenrädern ι auf dem mit einer Ausnehmung 23 für den Einschlag des Druckhammers 2 versehenen Drucktisch 24 und endigt bei der Abreißvorrichtung 25. Der Drucktisch 24 dient außerdem als Auflagefläche für die einzu-
legenden Quittungen beim Scheck- und Quittungsdruck. Die Scheck- bzw. Quittungsförderung erfolgt durch die Scheckförderrolle 30,. welche durch geeignete Antriebsmittel 34 (Abb. 2) eine derartige Bewegung erhält, daß zu einem weiter unten beschriebenen Zweck zuerst eine teilweise Förderung von Scheck bzw. Quittung und später eine vollständige Förderung der beiden Belege stattfindet. Die Bewegung der Gegendruckförderrolle 26 kann entsprechend den gewünschten Druckarten durch einen an der Schaltvorrichtung 7 angelenkten und an dem Lagerstift 35 des Hebelarmes 44 geführten Gabelhebel 27 gesteuert werden. Unter Vermittlung des am Hebelarm 44 befindlichen Freigabestiftes 37 wird das Kuppelritzel 36 entgegen .der Wirkung einer Feder 38 in und außer Eingriff mit zwei Zahnrädern 41 und 42 (Abb. 2) gebracht. An dem Rad 42 ist eine Exzenterbuchse 43 befestigt, auf welcher die Gegenrolle 26 gelagert ist. Das Rad 41 erhält vom Maschinengetriebe eine hin und her gehende Bewegung derart, daß bei eingekuppeltem Ritzel 36 dieExzenterbuchse 43 der Gegendruckf or der rolle 26 zu Beginn des Kassenganges eine Bewegung im Uhrzeigersinn und am Ende .des Kassenganges eine Bewegung im Uhrzeigergegensinn erteilt. Hierdurch hebt und senkt sich die lose, um die Exzenterbuchse 43 gelagerte Gegendruckf order rolle 26, kommt also dadurch in und außer Arbeitsstellung.
Der Kontrollstreifendruck 33 vollzieht sich in nicht näher .dargestellter Weise vollständig getrennt vom Scheck- bzw. Ouittungsdruck an der oberen Druckstelle des mit doppelter Typenänordnung versehenen Drucktvpensatzes und wird durch die Kurvenscheibe 32 gesteuert/
Wirkungsweise:
■ : Arbeitsstellung I (kein Scheck, keine Quittung).
Der Einstellknopf 6 steht in der Skalenbahn 8 auf Stellung I. Die Kuppelstange 10 hat ihre höchste Stellung eingenommen. Der Sperrhaken 13 wird, unter Vermittlung eines mit einer Feder 11 versehenen Stiftes 9,.durch das Langloch 12 der Kuppelstange 10 in seiner
£0 Sperr lage gehalten. Der Sperrhakenarm 15 mit Rolle 14 befindet sich außerhalb'der Umlaufbahn der Kurvenscheibe 16. Der Druckhammer wird also bei beiden Schlagauslösungen durch den Sperrhaken 13 abgefangen. Die Scheckförderung ist durch das mittels des Gabelhebels 27 und des Freigabestiftes 37 ausgerückte Kuppelritzel 36 unwirksam gemacht worden. Die Gegendruckförderrolle 26 . verharrt in ihrer hochgezogenen Stellung. Es erfolgt also weder Scheckdruck noch Scheckförderung.
Arbeitsstellung II (Scheck).
Der Einstellknopf 6 steht in der Skalenbahn 8 auf Stellung II. Die Kuppelstange 10 hat ihre mittlere Stellung eingenommen, hat sich also gesenkt. Der Sperrhaken 13 wird unter Vermittlung seiner Federkupplung 11 aus seiner Hammersperrlage herausbewegt. Bei dieser Herausbewegung .des Sperrhakens 13 kommt der Sperrhakenarm 15 mit seiner Rolle 14 in die Ausnehmung der Umlaufbahn der Kurvenscheibe 16. Die Gestalt der Kurvenscheibe 16 bewirkt bei ihrem Umlauf ein sofortiges Zurückbewegen des Sperrhakens 13 in seine Sperrlage. Der erste Ausschlag des Druckhammers wird daher abgefangen. Beim Zurückbewegen des Sperrhakens 13 in die Sperrlage wird die Feder 11 durch den Stift 9, welcher bei dieser Bewegung im Langloch nach oben gestiegen ist, .gespannt. Nachdem .die erste Druckhammerbewegung abgefangen ist, wird -während der Vorbereitung des Druckhammers zur zweiten Auslösung die Rolle 14 des Sperrhakenarmes 15 durch eine entsprechende Gestaltung* der Kurvenscheibe 16 wieder freigegeben. Die Rolle 14 wird nunmehr durch die Wirkung der Feder 11 in die Ausnehmung der Umlaufbahn der Kurvenscheibe 16 zurückgezogen. Der Stift 9 im Langloch 12 hat seine untere Lage wieder eingenommen. Hierdurch ist der Sperrhaken 13 aus seiner Sperrlage herausbewegt worden. Bei der nun folgenden zweiten Auslösung des Druckhammers kann der Scheckdruck erfolgen. Durch das Bewegen der Schaltvorrichtung 7 in die Arbeitsstellung II wurde infolge der Freigabe des Stiftes 37 durch den Gabelhebel 27 das Kuppelritzel 36 unter der Wirkung der Feder 38 mit dem Antriebszahnrad 41 und dem Zahnrad 42 der Exzenterbuchse 43 gekuppelt. Der Antrieb 39 bewirkt nunmehr zu Anfang des Kassenganges unter Vermittlung der losen Zahnräder 40, 41, des Kuppelritzels 36, des Zahnrades 42 und der Exzenterbuchse 43 die Senkung der Gegendruckförderrolle 26 auf die Scheckför.derrolle 30. Die Scheckförderung erfolgt nun durch Drehung der Rolle 30. Bei Beendigung des Kassenganges bewirkt der Antrieb 39 die Rückkehr der Gegendruckförderrolle 26 in die hochgezögene Ausgangslage.
ArbeitsstellungIII (Scheck und Quittung).
Der Einstellknopf 6 steht in der Skalenbahn 8 auf Stellung III. Die Kuppelstange 10 hat ihre tiefste Stellung eingenommen, sie hat sich also um ein weiteres Stück gesenkt. Der Sperrhaken 13 ist aus seiner Sperrlage so weit entfernt worden, daß auch der Sperrhakenarm t2o sich mit seiner Rolle 14 außerhalb .der Umlaufbahn der Kurvenscheibe x6 befindet, von
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dieser also nicht mehr beeinflußt wird. Der Druckhammer 2 kann daher bei beiden Auslösungen seine Drucktätigkeit ausüben, es können somit Scheck und Quittung bedruckt werden. Die zu bedruckende Quittung wird auf den Scheck und unter das Farbband 45 des Drucktypensatzes gelegt. Die Gegendruckförderrolle 26 senkt sich bei Beginn .des Kassenganges nach der für Arbeitsstellung II beschriebenen Weise auf die Scheckförderrolle 30 und hält dadurch Scheck und Quittung fest. Nunmehr tritt die erste Auslösung des Druckhammers ein, und die Quittung wird bedruckt. Durch den Antrieb 34 der Scheckförderrolle 30 erfolgt darauf ein kurzer Transport von Quittung und Scheck in Richtung .der Abreißvorrichtung 25, und zwar so weit, bis die Quittung sich außerhalb des Bereiches des Druckhammers befindet. Bei der nun folgenden zweiten Druckhammerauslösung wird der Scheck bedruckt. Danach erfolgt die endgültige Förderung von Scheck und Quittung zur Abreißstelle durch eine weitere Drehung der Scheckförderrolle 30.
Zum Schluß kehrt die Gegendruckförderrolle 26 in .der schon für Arbeitsstellung II beschriebenen Weise in ihre Ausgangslage zurück.

Claims (14)

  1. Patentansprüche:
    i. Registrierkasse für Scheck- und Belegdruck, in der an einer Druckstelle in einem Maschinengang mittels des gleichen Druckhammers nacheinander sowohl ein in die Maschine eingeführter Beleg als auch ein von der Maschine gelieferter Scheck bedruckt werden kann und der zuerst bedruckte Beleg vor dem Bedrucken · des Schecks selbsttätig von der Druckstelle entfernt wird, dadurch gekennzeichnet, .daß für die Scheck- und Belegförderung eine einzige Fördervorrichtung (26, 30) vorgesehen ist.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die normalerweise einen Beleg und einen Scheck bedruckende Druckstelle mittels einer Schaltvorrichtung (7) lediglich auf Scheckdruck umgeschaltet oder ganz abgeschaltet werden kann. '
  3. 3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit von der Schaltvorrichtung (7) von den beiden Arbeitshüben, die .der Druckhammer normalerweise während eines Maschinenganges ausführt, für Scheckdruck der eine und bei völliger Abschaltung der Druckstelle beide verhindert werden.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer bestimmten Stellung (I) der Schaltvorrichtung (7) ein Sperrhaken (13) eine den Druckhammer (2) sperrende Lage einnimmt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrhaken (13) bei einer anderen Stellung (II) der Schaltvorrichtung (7) durch diese in seine Freigabelage und durch den Maschinengang in seine Sperrlage gebracht wird.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5 mit einem zwei Druckhübe je Maschinengang ausführenden Druckhammer (2), dadurch gekennzeichnet, daß durch den Maschinengang der erste der beiden Druckhübe gesperrt wird.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß .der Sperrhaken (13) entgegen der Wirkung einer Feder (11) durch eine von der Maschine angetriebene Hubscheibe (16), die mit einer Rolle (14) des Sperrhakens zusammenwirkt, in seine Sperrlage gebracht wird.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrhaken (13) bei einer dritten Stellung (III) der Schaltvorrichtung (7) durch diese in eine Freigabelage gebracht wird, in ,der er der rückstellenden Wirkung des Maschinengetriebes entzogen ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei der dritten Stellung (III) der Schaltvorrichtung (7) die Rolle (14) sich außerhalb des Be-. reiches der Kurvenscheibe (16) befindet.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (26, 30) in einem Maschinengang den Belegen mehrere Bewegungen ioo erteilt, die unter dem Einfluß der Schaltvorrichtung (7) wirkungslos gemacht werden können.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Schaltvorrichtung (7) die Fördervorrichtung abgeschaltet wird, wenn kein Beleg ausgegeben werden soll (Stellung I), da-
    . gegen in voller Wirkung bleibt, wenn nur ein Scheck (Stellung II) oder wenn ein-no Scheck und eine Quittung (Stellung III) ausgegeben werden soll.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (26, 30) zwei absatzweise n5 Bewegungen ausführt, wobei vor der ersten eine eingelegte Quittung und vor der zweiten ein Scheck bedruckt werden kann.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch ro mit einer Fördervorrichtung, die aus einer von der Maschine angetriebenen Förderrolle
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    und einer exzentrisch gelagerten GegenroUe besteht, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Schaltvorrichtung (7) der die Gegenrolle (26) in die wirksame ■ Lage bringende Antrieb ein- und ausgekuppelt werden kann. , .
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch ein verschwenkbares Kuppelritzel (36), welches unter Federwirkung (38) mit dem Maschinenantrieb (41) und dem Exzenterantrieb (42) in Eingriff gebracht wird, wenn ein mit der Schaltvorrichtung (7) verbundener Hebel (27) einen Stift (37) freigibt, der an dem das Kuppelritzel tragenden Arm (44) befestigt igt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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