DE62285C - Notenblattwender - Google Patents
NotenblattwenderInfo
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- DE62285C DE62285C DENDAT62285D DE62285DA DE62285C DE 62285 C DE62285 C DE 62285C DE NDAT62285 D DENDAT62285 D DE NDAT62285D DE 62285D A DE62285D A DE 62285DA DE 62285 C DE62285 C DE 62285C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B42—BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
- B42D—BOOKS; BOOK COVERS; LOOSE LEAVES; PRINTED MATTER CHARACTERISED BY IDENTIFICATION OR SECURITY FEATURES; PRINTED MATTER OF SPECIAL FORMAT OR STYLE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; DEVICES FOR USE THEREWITH AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; MOVABLE-STRIP WRITING OR READING APPARATUS
- B42D9/00—Bookmarkers; Spot indicators; Devices for holding books open; Leaf turners
- B42D9/04—Leaf turners
- B42D9/08—Leaf turners having radial arms, one per leaf, operated successively
- B42D9/086—Leaf turners having radial arms, one per leaf, operated successively actuated by a spring for each arm
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 51: Musikalische Instrumente..
FRANCESCO CHILOSI in LONDON. Notenblattwender.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. September 1891 ab.
Der vorliegende Notenblattwender soll an dem Notenblattträ'ger eines jeden Notenpultes
und eines jeden Klavierdeckels, angebracht und beständig an dem Notenblattträ'ger belassen
werden können, so dafs man also den Klavierdeckel auch mit dem Wender zusammenklappen
kann. Aufserdem soll der neue Apparat von sehr einfacher Bauart und seine
Arbeitsweise eine tadellose sein, so dafs ein Versagen nicht eintritt. Ein weiterer sehr wesentlicher
Vorzug soll darin liegen, dafs man die einzelnen Wendehebel nicht erst vorher mit
den einzelnen Blättern des Notenbuches durch Stifte, Klammern oder dergleichen verbinden
mufs, sondern dieses Verbinden vollkommen automatisch eintritt, indem man einfach die
Notenblätter auf die am Ende befindlichen Haken der Wendehebel auf einmal herumlegt.
Allerdings ist es hierbei noth wendig, die Blätter der Notenbücher vorher am unteren
Rande mit schmalen, dünnen Metallstreifen von besonderer Ausführungsform zu versehen,
doch braucht dies nur ein einziges Mal zu geschehen , so dafs das Buch später beliebig oft
mit dem Wender benutzt werden kann, ohne dafs irgend welche weiteren Vorbereitungen
nothwendig sind.
Ih den beiliegenden Zeichnungen ist in Fig. ι eine Vorderansicht des Wenders dargestellt,
Fig. 2 zeigt denselben von oben, Fig. 3 seine Lage zum Notenpult und zum Notenbuch.
Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen Ansichten eines der Wendehebel. In Fig. 7 ist der untere Theil eines Notenblattes mit den an
ihm befestigten Metallstreifen dargestellt. Fig. 8 zeigt die Vorrichtung zum absatzweises Auslösen der Wendehebel, Fig. 9 den Wender in
Verbindung mit dem Notenblattträger eines Klavierdeckels.
In Fig. ι bezeichnet F den Gestellrahmen
der Vorrichtung, an welchem der zum Halten der Notenblätter dienende Notenträger f* befestigt
ist. In der Mitte des Rahmens F ist eine Achse B angeordnet, um welche die
Wendehebel A hin- und hergedreht werden können. Die Wendehebel A sind an der
Seite, an welcher sie die Achse B umfassen, so gekrümmt (Fig. 5), dafs zwischen der Achse
und jedem Hebel eine Spiralfeder C eingeschaltet werden kann, die einerseits am Hebel A,
andererseits an der Achse B befestigt ist. Dieser Theil des Hebels ist in Fig. 4 mit a*
bezeichnet.
Eine zwischen dem obersten Hebelauge α4
und dem betreffenden Theil des Rahmens F eingeschaltete Schraubenfeder drückt sämmtliche
Hebelaugen unter Vermiüelung einer geeigneten Unterlagsscheibe gegen einander. Die
Achse B ragt oben durch den Rahmen. F hindurch und trägt hier ein Sperrrad G, in welches
eine Sperrklinke g1 beständig eingreift. Das obere Ende der Achse B besitzt ein
Vierkant, so dafs man durch Aufstecken eines Schlüssels die Welle B drehen kann, wobei
eine Spannung sämmtlicher Federn C eintritt. Dieses Spannen bezw. Nachspannen der Federn C
wird stets dann vorgenommen, wenn die Federn durch häufigen Gebrauch der Wendehebel
in ihrer Elasticität nachgelassen haben. Die von den Augen a * ausgehenden Theile
der Wendehebel A sind zuerst rechtwinklig gebogen, wie Fig. 5 zeigt, dann gehen sie ab-
wä'rts und erstrecken sich schliefslich waagrecht sä'mmtlich in einer Ebene, wie dies aus Fig. ι
zu ersehen ist. · Diese Theile a2 Fig. ι
und 4, sind dann am Ende zweimal rechtwinklig umgebogen, Fig. 4 bis 6, so dafs hierdurch Haken χ gebildet werden. Der
unterste Hebel A ! besitzt keine solche Haken
und ist auch nicht unmittelbar zum Umwenden der Blätter bestimmt, sondern dient dazu, die
Wendehebel selbst, nachdem sie von der rechten Seite auf die linke herumgeschlagen
sind, sä'mmtlich auf einmal wieder in die Arbeitsstellung zu bringen, so dafs also mit
einer Bewegung alle Wendehebel herumgelegt werden.
Vor den rechtwinklig gebogenen Theilen h 3,
Fig. 5, der Hebel A ist ein mit Sperrzähnen hl,
Fig. ι und 8, versehener Fallschieber H angeordnet, in dessen Sperrzähne eine unter
Federdruck stehende Klinke j1 eingreift. Diese . sitzt an einem zweiarmigen Hebel J, der ebenfalls
unter Federdruck steht und durch eine Schnur /, an deren freiem Ende ein Knopf
oder Griff ^ hängt, Fig. 8, bethätigt werden
kann. Eine zweite Schnur p ist mit der Sperrklinke j1 in Verbindung, wobei man
durch Ziehen an dieser Schnur die Klinke aufser Eingriff mit dem Fallschieber bringen
kann, so dafs letzterer herunterfällt und sich vor die Winkeltheile h 3 der Wendehebel legen
kann. In der Ruhestellung liegen die Hebel sämmtlich auf der linken Seite, wobei dann
die Spiralfedern c keine oder nur ganz geringe Spannung haben. Durch Herumlegen
der Wendehebel A mittelst des Haupthebels A1 werden die Federn C gespannt, so dafs sie
das Bestreben haben, die Hebel A wieder in die erste Lage zurückzuwerfen. Dies wird aber
verhindert durch Vorfallenlassendes Schiebers/i,
wie dies Fig. 5 punktirt zeigt.
Aus Fig. ι ist zu ersehen, dafs sä'mmtliche Greifhaken χ neben einander stehen. Es
besitzt nun jedes Notenblatt am unteren Rand einen Metallstreifen m, der mit einem Ausschnitt
m 2 und einer links von diesem liegenden
Oeffnung m1 versehen ist. Diese Oeffnungen
m l der einzelnen Metallstreifen m sind derart angeordnet, dafs ihre Lage mit der der
Haken χ übereinstimmt, und zwar so, dafs bei dem untersten Metallstreifen der zu dem
am meisten nach links gelegenen Haken gehörende Ausschnitt m2 alle übrigen Haken frei
durchtreten läfst. Bei dem darüber liegenden Blatt ist die Oeffnung m x etwas weiter nach
rechts gerückt und der Ausschnitt dementsprechend, etwas schmaler, so dafs wieder
die übrig bleibenden Haken frei hindurchtreten können, wie dies aus Fig. 9 ersichtlich ist.
Hat man nun sä'mmtliche Wendehebel in die Arbeitsstellung gebracht und sie in dieser
durch Vorfallenlassen des Schiebers H gesichert, so wird durch einen gelinden Zug an
den Schnüren / oder _/2 der Fallschieber H
etwas angehoben, so dafs der vorderste Wendehebel A, dessen Auge mit dem Theil hs also
am tiefsten liegt, nun durch die jetzt zur Geltung kommende Spannung der zu ihm gehörenden
Spiralfeder C ausgelöst wird; es erfolgt also das Zurückgehen des betreffenden
Hebels in die Ruhelage nach links, wobei er mit seinen Haken χ das mit ihm verbundene
Notenblatt mitnimmt.
Das Festhalten des Fallschiebers H in jeder Höhenlage erfolgt durch die gegen ihn drückenden
Theile h3 der Wendehebel. Sind nun
sämmtliche Wendehebel nach einander ausgelöst und soll dasselbe Stück noch einmal gespielt
werden, so werden die Hebel durch den Haupthebel A ' wieder nach rechts herumgeschlagen
und die betreffenden Notenblätter ebenfalls herumgelegt, wobei sie durch die Oeffhungen m1 vollkommen selbsttätig mit
den Haken χ von neuem gekuppelt werden und nun das Spiel wieder · beginnen kann. Das
absatzweise Auslösen des Fallschiebers H kann auch durch einen Fufstritt ^2 geschehen, wie
dies Fig. 3 in punktirten Linien zeigt.
Claims (2)
1. Ein Notenblattwender, bei welchem sämmtliche Wendehebel A durch Umlegen eines
Haupthebels Ai zu gleicher Zeit in die Arbeitslage gebracht und in dieser durch
einen mit Sperrzähnen h1 versehenen Fallschieber
H gehalten werden können, wobei die jeden Wendehebel A bethätigenden
Federn C durch Zurückbewegung des Haupthebels A1 gleichzeitig derart gespannt
■werden·, dafs sie durch absatzweise Bewegung des Schiebers H einzeln ausgelöst
werden können.
2. Bei dem unter 1. geschützten Notenblattwender:
die Anwendung der mit Ausschnitten m \ Ot2 versehenen Streifen m,
durch welche die einzelnen Notenblätter mit den einzelnen Wendehebeln gekuppelt
werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE62285C true DE62285C (de) |
Family
ID=336284
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT62285D Expired - Lifetime DE62285C (de) | Notenblattwender |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE62285C (de) |
-
0
- DE DENDAT62285D patent/DE62285C/de not_active Expired - Lifetime
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