DE621040C - OElgefeuerter Zweikammerofen zum Gluehen und Haerten von Werkzeugen - Google Patents

OElgefeuerter Zweikammerofen zum Gluehen und Haerten von Werkzeugen

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DE621040C
DE621040C DEB156396D DEB0156396D DE621040C DE 621040 C DE621040 C DE 621040C DE B156396 D DEB156396 D DE B156396D DE B0156396 D DEB0156396 D DE B0156396D DE 621040 C DE621040 C DE 621040C
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chamber
chambers
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furnace
muffle
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/0043Muffle furnaces; Retort furnaces

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • ölgefeuerter Zweikammerofen zum Glühen und Härten von Werkzeugen Die Erfindung betrifft einen Glüh- und Härteofen mit zwei oder mehreren Wärmestellen, bei welchem der Brennstoff mittels Düse zugeführt wird und die Heizgase mit Hilfe von Kanälen von dem einen zum nächsten Wärmeraum geleitet werden, wobei der Durchgang durch die Kanäle mittels Schieber so regelbar ist, daß die Heizflamme in Teilströme zerlegt werden kann. Bei bekannten für Koksfeuerung vorgesehenen Ofen %verden die Feuergase zunächst in einem waagerechten Kanal zum ersten Wärmraum geleitet, alsdann durch einen über dem ersten Kanal angeordneten zweiten Kanal nach dem zweiten Wärmraum geführt, von wo aus sie in den Abzug gelangen. Durch einen vom Feuerungsraum aufwärtssteigenden Kanal können die Feuergase unmittelbar dem zweiten Wärmraum zugeleitet und der Durchgang durch den oberen und den senkrechten Kanal mittels Schieber geregelt werden.
  • Von dem Bekannten unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand im wesentlichen dadurch, daß die Wärmräume oder Wärmkammern in gleicher Höhe angeordnet und an ihrem oberen Teil durch einen gemeinsamen, in der Verlängerung der Brennerachse liegenden Kanal derart seitlich angeschnitten sind, daß die Feuergase die einzelnen Kammern spiralförmig von oben nach unten durchziehen und vom unteren Teil der einen Kammer in einen in das den oberen Teil der Kammern verbindende Kanalstück mündenden Kanal gelangen, welcher zwecks Regelung der die erste Kammer durchströmenden Heizgasmenge mit Schiebern versehen ist. Es ist an sich zwar nicht mehr neu, die Flamme spiralförmig von oben nach unten zu führen; dies bezieht sich jedoch nur auf Ofen, welche aus mehreren übereinander oder nebeneinander angeordneten, einen einzigen Wärmraum bildenden Teilöfen bestehen, wobei jedem Teilofen brennbares Gas oder erhitzte Luft zugeleitet und nach der Verbrennung durch künstlichen Saugzug wieder entnommen wird. Von dieser Ofenart unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß die getrennt voneinander angeordneten Kammern unter sich durch Kanäle verbunden sind und die spiralförmig geführte Flamme bis zum Boden der Kammern gelangt. Weiter unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand vom Bekannten dadurch, daß bei Verwendung von Muffeln aus hitzebeständigem Stoff, welche @ die Feuerräume nach oben abschließen, im oberen Teil der Muffelwände von den Feuerräumen in das Muffelinnere von unten nach oben ansteigende kleine Verbindungskanäle vorgesehen sind, durch welche Feuergase eindringen und den Eintritt von Luft durch den Deckel in die Muffel verhindern. Hierdurch wird erreicht, daß die Werkstücke auf jede beliebige Temperatur ohne Zunderbildung erhitzt und auch profilierte Werkzeuge, die nach dem Härten nicht schleifbar sind, zunderfrei gehärtet werden können, wodurch das lästige und für Schnellarbeitsstahl schädliche Salzbadhärteverfahren wegfällt. Ferner bewirkt die vorteilhafte, spiralförmig von oben nach unten erfolgende Flammenführung eine gleichmäßige Erwärmung der Kammer bzw. der Muffel und damit des Härtegutes, so daß -ein Verziehen des Härtegutes vollkommen ausgeschlossen ist. Schließlich ermöglicht auch die große Regulierfähigkeit eine beliebige Verteilung der Wärme derart, daß .z. B. die eine Kammer zum Vorwärmen, die andere zum Erhitzen auf Harttemperatur dienen kann. Außerdem werden ein rasches Anheizen sowie eine große Wirtschaftlichkeit hinsichtlich des Brennstoffverbrauchs erzielt.
  • Die Wärmekammern werden von allseitig in Chamotte gebetteten Chamottekörpern gebildet, in welchen zugleich die Zu- und Ableitkanäle für die Feuergase angeordnet sind.
  • Der Ofen kann außer als Zweikammerofen auch als Mehrkammerofen ausgebildet werden; ferner kann als Heizmittel außer flüssigem Brennstoff, wie Brennöl u.-dgl., auch Gas dienen.
  • Die Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt; und zwar zeigt Abb. z den Zweikammerofen im Schnitt nach der Linie A-B der Abb. 2, Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie C-D der Abb. z, Abb: 3 einen Querschnitt nach der Linie E-F der Abb. z.
  • Der Zweikammerofen ruht auf einem eisernen -Gestell x. Seine inneren Teile sind in . einen eisernen Mantel 2 gebettet und durch gußeiserne Herdplatten 3 und 4 abgedeckt. Rechts am Ofen befindet sich der Anschluß für den Brenner. Die Hauptteile des Ofens bilden Chamottekörper 14 und 15, in welchen die Kammern r6 und 17 angeordnet sind. Die Chamottekörper ruhen auf Chamotteplatten 18 und zg, die den Boden der Kammern bilden. Der Raum zwischen den Chamottekörpern bzw. Chamotteplatten und dem eisernen Mantel 2 ist mit Chamotte ausgefüllt, um möglichst geringe Wärmeverluste zu erzielen. In den Chamottekörpern sind oben Öffnungen 2o und 21 vorgesehen. In der Kammer 16 ist ein aus hitzebeständigem Stoff bestehender, mit einem Deckel 35 abgedeckter Zylinder 22 angeordnet, der die Kammer oben abschließt. Am oberen Ende des Zylinders sind von unten nach oben ansteigende kleine Verbindungskanäle 24 vorgesehen, durch welche Feuergase eindringen, die den Eintritt von Luft durch, den Deckel 35 in den Zylinder verhindern. Durch die Öffnung 21 ragt ein aus Gußeisen oder Graphit bestehender, für ein Schmelzbad vorgesehener Tiegel 23 in die Kammer 17 hinein, welche er oben abschließt. Der Tiegel ist durch einen mit einer Öffnung zum Einführen des Härtegutes versehenen Deckel abgedeckt.
  • In den Chamottekörpern 14 und 15 sind Kanäle für die Zu- und Ableitung der Feuergase angeordnet. Einer dieser Kanäle, der aus den Teilkanälen 25, 34 und 30 gebildete Hauptkanal, verläuft in der Verlängerung der Brennerachse und schneidet die Kammern 16, 17 derart seitlich an, daß die Feuergase die einzelnen Kammern spiralenförmig von oben nach unten durchziehen. Aus der Kammer 16 führt seitlich unten ein Kanal 27 in einen senkrecht aufsteigenden Kanal 29, der oben in den Kanal 30 mündet. In ähnlicher Weise führt aus der Kammer 17 seitlich unten ein Kanal 3 s auswärts und mündet in ein Abzugsrohr 32, dessen Öffnung durch eine Drosselklappe 33 regelbar ist. Zur Regelung der die erste Kammer 16 durchströmenden Heizgasmeng6 sind Schieber 26 und 28 vorgesehen.
  • Die vom Brenner ausgehenden Flammengase können im Ofen so geführt werden, daß sie bei herausgezogenem Schieber 26 und hineingeschobenem Schieber 28 unmittelbar dem in der Verlängerung der Brennerachse liegenden Kanal 25, 34, 30 folgen und in die Kammer 17 übertreten, wo sie spiralenförmig von oben nach unten ziehen und durch den Kanal 31 in den Abzug 32 entweichen. Sie können aber auch bei hineingeschobenem Schieber 26 und herausgezogenem Schieber 28 die erste Kammer 16 spiralenförmig von oben nach unten durchziehen und durch die Kanäle 2,7, 29, 3o in die zweite Kammer 17 gelangen, Welche sie ebenfalls spiralenförmig von oben nach unten durchwandern und wiederum durch den Kanal 31 in den Abzug 32 gelangen. Ferner ist es mit Hilfe der Schieber möglich, die Flammengase so zu teilen, daß ein Teil in der ersten Kammer von oben nach unten zieht, während der andere Teil durch das Kanalstück 34, 30 unmittelbar in die zweite Kammer 17 übertritt, wobei sich beide Teilströme im Kanalstück 3o wieder vereinigen und gemeinsam in die zweite Kammer übertreten. Es ist demnach mit Hilfe der Schieber möglich, die Wärme in den beiden Kammern ganz nach Bedarf zu regeln.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Ölgefeuerter Zweikammerofen zum Glühen und Härten von Werkzeugen, insbesondere von Reibahlen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (z6, 17) an ihrem oberen Teil durch einen gemeinsamen, in der Verlängerung der Brennerachse liegenden Kanal (25, 34 3o) derart seitlich angeschnitten sind, daß die Feuergase die einzelnen Kammern spiralenförmig von oben nach unten durchziehen, und daß vom unteren Teil der Kammer (i6) ein in das den oberen Teil der Kammern (z6, 17) verbindende Kanalstück (34) mündender Kanal (27, 2g) abzweigt, welcher zwecks Regelung der die erste Kammer (r6) durchströmenden Heizgasmenge mit Schiebern (26,:281 versehen ist.
  2. 2. Ofen nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Muffeln (22) aus hitzebeständigem Stoff, welche die Feuerräume (r6, 17) nach oben abschließen, im oberen Teil der Muffelwände von den Feuerräumen in das Muffelinnere von unten nach oben ansteigende kleine Verbindungskanäle (24) vorgesehen sind, durch welche Feuergase eindringen und den Eintritt von Luft. durch den Deckel in die Muffel verhindern.
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