DE150775C - - Google Patents

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DE150775C
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working chamber
furnace
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Treatments In General, Especially Conveying And Cooling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Ofen zum Glühfrischen. Der Ofen ist durch einen gerippten Herd gekennzeichnet, auf welchen die zu behandelnden Gegenstände gebracht werden. Das zur Einwirkung auf die Gegenstände zu bringende Gas, z. B. Sauerstoff, kann im Ofen selbst erzeugt werden, dadurch, daß in der Hitze Sauerstoff abgebende Stoffe vor Beginn des Verfahrens in die zwisehen den Herdrippen liegenden Zwischenräume eingebracht werden. Die Herdfläche kann aber auch mit Kanälen versehen sein, so daß außerhalb des Ofens erzeugte Gase in den Ofen eingeführt werden können.
Fig. ι veranschaulicht einen Längsschnitt durch einen Ofen, Fig. 2 und 3 sind Querschnitte nach den Linien a-a und b-b der Fig. i.
Fig. 4 ist im größeren Maßstabe eine . 20 schaubildliche Ansicht eines Blockes, wie solcher für den Boden der Arbeitskammer des Ofens Verwendung findet. Fig. 5 ist ein eine zweite Ausführungsart des Ofenherdes zeigender Längsschnitt.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Ofen zeigt in seinem hinteren Teile einen Feuerzug 2 und in' seinem oberen Teile einen Feuerzug 3, der sowohl mit dem Abzugskanal 4 als auch mit dem Feuerzug 2 in Verbindung steht. Die Arbeitskammer I steht mit letzterem durch die Öffnung 5 in Verbindung, die jedoch durch Schieber 6 geschlossen werden kann. Der Feuerzug 2 steht ferner an seinem unteren Teile mit unter der Arbeitskammer befindlichen Feuerzügen 7 in Verbindung.
Eine Reihe von Gas- oder Ölbrennern 8 mündet in die Arbeitskammer 1, während eine zweite Reihe von Brennern 9 für die Bodenkanäle 7 vorgesehen ist. Der Boden der Arbeitskammer 1 des Ofens ist aus Blöcken oder Platten 10 zusammengesetzt, welche an der oberen Fläche mit je einer Rinne 11 versehen sind, so daß hervorstehende Rippen gebildet werden, auf welche die zu behandelnden Gegenstände gebracht werden.
In jedem Blocke 10 befindet sich unterhalb und in der Längsrichtung der Rinne ein Kanal 13, welcher mit der Rinne 11 des Blockes durch eine Reihe von öffnungen 14, die sich vorteilhafterweise nach oben etwas erweitern, in Verbindung steht. In diese Kanäle 13 münden die Rohre 15, die von den Rohren 16 ausgehen, ein, so daß hierdurch der zur Behandlung der Gegenstände oder Arbeitsstücke dienende Stoff eingeführt werden kann. Eine Feuerbrücke 20 dient zur Brechung und Verteilung der von den Brennern 8 ausgehenden Flammen, so daß alle Teile der in der Arbeitskammer befindliehen Arbeitsstücke gleichmäßig erwärmt werden.
Das zur Entkohlung der Arbeitsstücke dienende Mittel kann ein Gas sein, das durch Einwirkung von Schwefelsäure auf ein Oxyd oder Salz erzeugt wird.
Das Gas kann auch außerhalb des Ofens erzeugt und durch die Rohre 16 und Blöcke 10

Claims (2)

in den Ofen getrieben werden. Die Oxyde oder Salze können aber auch in die Rinnen 11 der Blöcke eingebracht und hier durch die vermittels der Rohre 16 und Blöcke io eingeführte Säure zersetzt werden. Bei der Inbetriebnahme des Ofens werden zuerst die zu behandelnden Gegenstände in die Arbeitskammer I eingebracht, wobei die Schieber 6 geöffnet sind, um Verbindung zwischen der Arbeitskammer und dem hinteren Feuerzuge 2 zu schaffen. . Hierauf wird von den Brennern 8 aus eine Heizflamme in die Arbeitskammer entsendet und diese Flamme so lange erhalten, bis die eingebrachten Gegenstände genügend erhitzt sind. Die Verbrennungsprodukte entweichen durch die Öffnung 5, die Feuerzüge 2 und 3 und ziehen' somit über das den Arbeitsraum abdeckende Gewölbe. Alsdann werden die Brenner 8 abgestellt, die Schieber 6 geschlossen und die Brenner 9 für die unterhalb des Bodens der Arbeitskammer befindlichen Kanäle 7 angezündet. Die Verbrennungsgase durchstreichen die Kanäle 7 und entweichen durch den hinteren Feuerzug 2 und den oberen Feuerzug 3, so daß der Arbeitsraum in seinem stark erwärmten Zustande erhalten und ein schneller Wärmeverlust der in der Arbeitskammer enthaltenen Gegenstände vermieden wird. Gleichzeitig wird in der Arbeitskammer das entkohlend wirkende Gas zur Einwirkung auf die Arbeitsstücke gebracht, und zwar so lange, bis die gewünschte Entkohlung der Arbeitsstücke erreicht ist. Sobald das Entkohlungsmittel in" der Arbeitskammer des Ofens erzeugt oder in diese an einer anderen Stelle als dem Boden eingeführt wird, kann der Ofenherd einfach mit Rippen aus feuerbeständigem Material versehen werden, um die zu behandelnden Gegenstände von dem Boden abzuheben und den Zutritt des behandelnden Mittels zu der Unterseite genannter Gegenstände zu sichern. Fig. 5 zeigt einen Ofenherd dieser Art, der abwechselnd aus hohen und niedrigen feuerfesten Formsteinen gebildet ist. Die •Zwischenräume zwischen den hohen Steinen werden an einem oder an beiden Enden durch entfernbare Teile abgeschlossen, so daß die das Entkohlungsmittel enthaltenden Gefäße oder Behälter leicht in genannte Zwischen- räume eingeführt .werden können. Patent-A ν Sprüche:
1. Temperofen mit von innen und außen beheizbarer Arbeitskammer, dadurch gekennzeichnet, daß die Herdfläche gerippt ist, zu dem Zwecke, in dem Ofen ein gasförmiges Entkohlungsmittel allseitig auf die eingesetzten Arbeitsstücke einwirken lassen zu können.
2. Ausführungsform des Ofens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Herdfläche aus mit einer Rinne, (11) und einem unter dieser liegenden Kanal (13), welcher durch Öffnungen (14) mit der Rinne in Verbindung steht, versehenen Blöcken (12) besteht, zu dem Zwecke, durch die Verteilungsrohre (15, 16) ein gasförmiges Entkohlungsmittel in die Arbeitskammer einführen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE760688C (de) * 1941-11-22 1953-03-30 Johannes Doern Muffelofen mit zwei wahlweise von innen und aussen gasbeheizten Muffeln

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE760688C (de) * 1941-11-22 1953-03-30 Johannes Doern Muffelofen mit zwei wahlweise von innen und aussen gasbeheizten Muffeln

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