DE620248C - Verfahren zur Herstellung von Polyoxymonocarbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyoxymonocarbonsaeuren

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DE620248C
DE620248C DES116094D DES0116094D DE620248C DE 620248 C DE620248 C DE 620248C DE S116094 D DES116094 D DE S116094D DE S0116094 D DES0116094 D DE S0116094D DE 620248 C DE620248 C DE 620248C
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air
acid
polyoxymonocarboxylic
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C59/00Compounds having carboxyl groups bound to acyclic carbon atoms and containing any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, groups, groups, or groups
    • C07C59/01Saturated compounds having only one carboxyl group and containing hydroxy or O-metal groups
    • C07C59/10Polyhydroxy carboxylic acids
    • C07C59/105Polyhydroxy carboxylic acids having five or more carbon atoms, e.g. aldonic acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polyoxymonocarbonsäuren Die Oxydation von reduzierenden Zuckern in alkalischer Lösung ist in der Literatur mehrmals und ziemlich eingehend behandelt worden. In allen Fällen ist ein Gemisch von vielen Säuren entstanden, aus dem sich nur mit Mühe und in schlechter Ausbeute Säuren isolieren ließen, die dem Ausgangszucker in der Anzahl der Kohlenstoffe noch einigermaßen nahestanden. So erhielten E. B u c h -ne r, J. M.eisienheim mer und H. S ch;a de (Ber. d. Dtsc'li. Chem. Ges. 39, 4217 bis 4231 [ i 9o6]) aus Fruktose in wenig glatter Reaktion Erythronsäure, Glykolsäure, Ameisensäure und nicht identifizierbare sirup,ösie Säuren.
  • Sp oehr (Am. chem. J. q.3, 23i [i9Io]) hat aus Glucose und aus Fruktose vier Produkte erhalten, nämlich ,eine geringe Menge @d-Arab-onsäure, wenig Glykolsäure, wenig Kohlensäure und als Hauptprodukt bis zu 65 % Ameisensäure. Auch G 1 a t t f e, l :d (Am. chem. J. 5 o, 135 bis 157 [19i3]) kam nicht zu einheitlichen Substanzen. Aus 350g Glucose konnte er nur 34g Rohlacton der Arabonsäure gewinnen, d. h. höchstens io % der Theorie, daneben 14,8% Ameisensäure, geringe Menge Erythronsäure, 1-Threonsäure, dl-Glycerinsäure -und andere Säuren. Die Axbeitem von N e f , der die Oxydation der Zucker am eingehendsten studierte, zeigen eine noch größere Mannigfaltigkeit an Säuren auf. Man gewinnt aus allen diesem. Arbeiten den Eindruck, daß das Molekül. des Zuckers dem Sauerstoff zu viele Angriffspunkte bietet, so daß ein Oxydationsverlauf, der zu größeren Ausbeuten an .einheitlichen Substanzen führt, um so unwahrscheinlicher wird, als die Oxydation durch Luft bei gewöhnlicher Temperatur .die denkbar mildesten Bedingungen darzustellen scheint.
  • Eine Nachprüfung der Literaturangaben brachte zunächst die volle Bestätigung: Es entstand bei gutem Rühren im. Luftatmosphäre oderenergischem Durchleiten selbst der iooofachen Menge Luft durch die alkalische Zuckerlösung schließlich nur eine tiefbraun gefärbte Lösung, welche viele Säuren der in der angegebenen Art enthielt, wobei keine Säure in erheblicher Menge isolierbar war.
  • überraschenderweise, wurde nun gefunden, daß bei innigster Verteilung der Luft der Verlauf der Oxydation schlagartig anders wurde. Es entsteht in völlig glatter Reaktion eine wasserhelle Lösung -einer einheitlichen Zuckermonocarbonsäure, die durch den überschüssigen Sauerstoff nicht weiter oxydirert wird. Diese allerfeinste Verteilung der Luft ist etwa dadurch eharakterisierbar, daß die äußerst kleinen Luftbläschen die Flüssigkeit in ihrer ganzen Ausdehnung milchig erscheinen lassen. Die Zerteilung der Luft in feinste Bläschen kann durch Rühren und besonders @einfach, durch Pressen der Luft durch feinporige .Materialien Herreicht werden. Im Laboratorium haben sich. Tonfilter nach P u k a 1, durch welche die Luft bei einem Überdruck von 2 bis 3 Atm. gepreßt wurde,
    gut bewährt. Ferner ist sehr geeignet eine
    sog. Filterkerze aus -pöräs:e@ EorzeRan, wie
    sie H. K a z- t.s k y und H. -: T h x e l e in der
    7eitsch#dft `für - anorgatüsclW und allgemeine
    Chemie 152, S. 342 (i926), beschrieben
    haben. Diese gewährleistet durch einfaches
    Hindurchpressen der Luft die notwendige
    milchige Verteilung, die bei Erzeugung durch
    Rühren natürlich nur mit bestimmte. Vor-
    ricbtungen möglich ist, von denen andeutungs-
    weise sehr hohe Tourenzahl des Rührers und
    gleichzeitig zweckentsprechende Widerstände
    im Rührkessel genannt seien.
    Beispiele
    Die Lösung von r8o g Glucose in Zoo g
    Wasser wird im Laufe einer Stunde gleich-
    mäßig in 2000 ccm 2 n-Kalilauge getropft,
    in welcher mittels einer porösen Torfplatte
    ein untmterbroc!hemer Strom feinster Luft-
    bläschenerzeugt wird. Die Temperatur der
    Reaktion Rann innerhalb weiter Grenzen
    sdhwanken, da jeder eünfalleaide Tropfer nur
    eine geringe Menge Zucker--enthält, die von
    dem. großen Sauerstoffühersd'huß bei der
    feinen Verteilung sofort oxydiert wird. Die
    Ausbeute an d-Arabonsäune beträgt bei 45
    bis 90° im. .Mittel 64 % der Theorie.
    Nach genau gleichem Verfahren wird auch
    aus Fruktose und aus Mannose sowie aus
    Invertzucker über 6o % der Theorie an
    d-Arabonsäure erhalten.
    Aus Galaktose wird in hoher Ausbeute
    d-Lyxonsäure, aus 1-Arabinose 1-Threonsäure
    und aus. Maltose Glucosido-Arabonsäure er-
    halten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Poly- oxynionocarbonsäurendurch Oxydation .der um ein Kohlenstoffatom _ reiche7en Monosaccharide oder der eine reduzierende Komponente enthaltenden Oligosaccharide in wässierig-alkalischer Lösung mit Luft, dadurch gekennzeichuet, daB man. die Luft in so feiner - Verteilung einwirken läßt, daß die Flüssigkeit infolge der Vielzahl der kleinsten Bläschen milchig erscheint.
DES116094D 1934-11-15 1934-11-15 Verfahren zur Herstellung von Polyoxymonocarbonsaeuren Expired DE620248C (de)

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Cited By (4)

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