DE616722C - Verfahren zur Veredelung gereinigter Textilstoffe - Google Patents
Verfahren zur Veredelung gereinigter TextilstoffeInfo
- Publication number
- DE616722C DE616722C DEN30732D DEN0030732D DE616722C DE 616722 C DE616722 C DE 616722C DE N30732 D DEN30732 D DE N30732D DE N0030732 D DEN0030732 D DE N0030732D DE 616722 C DE616722 C DE 616722C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- radicals
- finishing
- textile fabrics
- main patent
- treatment
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 13
- 239000004753 textile Substances 0.000 title claims description 6
- 239000004744 fabric Substances 0.000 title description 7
- 239000000835 fiber Substances 0.000 claims description 7
- 150000004665 fatty acids Chemical class 0.000 claims description 4
- 125000004432 carbon atom Chemical group C* 0.000 claims description 3
- 235000014113 dietary fatty acids Nutrition 0.000 claims description 3
- 239000000194 fatty acid Substances 0.000 claims description 3
- 229930195729 fatty acid Natural products 0.000 claims description 3
- 150000001805 chlorine compounds Chemical class 0.000 claims description 2
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 10
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 7
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- WFDIJRYMOXRFFG-UHFFFAOYSA-N Acetic anhydride Chemical compound CC(=O)OC(C)=O WFDIJRYMOXRFFG-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 description 3
- 230000032050 esterification Effects 0.000 description 3
- 238000005886 esterification reaction Methods 0.000 description 3
- 239000005871 repellent Substances 0.000 description 3
- 239000001993 wax Substances 0.000 description 3
- 238000007792 addition Methods 0.000 description 2
- 150000008064 anhydrides Chemical class 0.000 description 2
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 2
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 2
- 239000002657 fibrous material Substances 0.000 description 2
- IPCSVZSSVZVIGE-UHFFFAOYSA-N hexadecanoic acid Chemical compound CCCCCCCCCCCCCCCC(O)=O IPCSVZSSVZVIGE-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- WVJVHUWVQNLPCR-UHFFFAOYSA-N octadecanoyl octadecanoate Chemical compound CCCCCCCCCCCCCCCCCC(=O)OC(=O)CCCCCCCCCCCCCCCCC WVJVHUWVQNLPCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- NGEZPLCPKXKLQQ-VOTSOKGWSA-N (e)-4-(3-methoxyphenyl)but-3-en-2-one Chemical compound COC1=CC=CC(\C=C\C(C)=O)=C1 NGEZPLCPKXKLQQ-VOTSOKGWSA-N 0.000 description 1
- 235000021314 Palmitic acid Nutrition 0.000 description 1
- 210000001015 abdomen Anatomy 0.000 description 1
- 150000008065 acid anhydrides Chemical class 0.000 description 1
- 239000003513 alkali Substances 0.000 description 1
- 235000013871 bee wax Nutrition 0.000 description 1
- 239000012166 beeswax Substances 0.000 description 1
- 238000004061 bleaching Methods 0.000 description 1
- 235000013869 carnauba wax Nutrition 0.000 description 1
- 239000004203 carnauba wax Substances 0.000 description 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 1
- 238000010348 incorporation Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000012170 montan wax Substances 0.000 description 1
- WQEPLUUGTLDZJY-UHFFFAOYSA-N n-Pentadecanoic acid Natural products CCCCCCCCCCCCCCC(O)=O WQEPLUUGTLDZJY-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 239000002994 raw material Substances 0.000 description 1
- 230000008439 repair process Effects 0.000 description 1
- 238000007127 saponification reaction Methods 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M13/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M13/10—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
- D06M13/184—Carboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof
- D06M13/188—Monocarboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
Description
- Verfahren zur Veredelung gereinigter Textilstoffe Das Hauptpatent schützt ein Verfahren zur Veredlung von durch übliche Reinigungsverfahren, wie Bäuchen, Bleichen, alkalisches Waschen, Extraktion o. dgl., vorbehandelten Textilstoffen durch Behandlung mit veresternden Mitteln, wie Säureanhydriden oder Säurechloriden, dessen wesentliches Merkmal darin besteht, daß man die in den natürlichen Fasern enthaltenen, bei der Vorbehandlung aber entfernten Radikale wasserabstoßender Fettsäuren, nämlich solcher mit mindestens 1o Kohlenstoffatomen, dem Textilstoff durch Behandlung mit veresternden Mitteln unter sehr milden Bedingungen in Abwesenheit von Alkali wieder einverleibt, und zwar in einer den Gehalt der natürlichen Faser an den genannten Radikalen nicht wesentlich übersteigenden Menge.
- Das Verfahren nach dem Hauptpatent schützt also gewissermaßen ein Regenerativverfahren, in dem die durch die Behandlungsvorgänge verlorengegangenen wertvollen Stoffe wieder dem Fasergut zugesetzt und hierdurch bezüglich dieser nützlichen Beimengungen der ursprüngliche Zustand der Rohfaser wiederhergestellt werden soll. Eine zahlenmäßige Begrenzung der zuzusetzenden Mengen der nützlichen organischen Radikale ist in der Beschreibung des Hauptpatents nur durch die Vorschrift gegeben, daß nicht mehr als das Doppelte der in der natürlichen Faser vorhandenen Radikalmengen durch Veresterung zugesetzt werden soll, und bezüglich der Art der einzuverleibenden Radikale beschränkt sich das Hauptpatent im wesentlichen auf den Zusatz der in dem Rohgut vorhandenen, aber durch die Veredelung entfernten Radikale. Das Mittel, durch das die nützlichen Säureradikale dem Fasergut wieder einverleibt werden sollen, ist nach dem Hauptpatent stets eine Behandlung mit veresternden Mitteln.
- Die experimentelle Durcharbeitung des Hauptpatentes hat nun zu sehr überraschenden Ergebnissen geführt, und zwar in doppelter Richtung.
- Zunächst hat sich gezeigt, daß ganz wesentlich geringere Mengen der wasserabstoßenden Radikale, als in der Rohfaser vorhanden sind, hinreichen, um die erstrebte Wirkung zu erzielen. Tatsächlich sind die für die Erzeugung der erwünschten Effekte notwendigen Mengen so klein, daß sie innerhalb der Fehlergrenze der zur Verfügung stehenden Methoden liegen; wahrscheinlich betragen sie o,t bis 0,5%. Möglicherweise genügen aber noch geringere OOuantitäten. Aus diesem Grunde kann man den Prozeß mit viel geringeren Konzentrationen der veresternden Radikale durchführen, als in der Beschreibung des Hauptpatents angegeben ist. Als besonders wirksam in geringsten Konzentrationen erweisen sich naturgemäß die höchst molekularen Fettsäuren, wie gie insbesondere in den Wachsarten, Bienenwachs, Carnaubawachs und ähnlichen, aber auch im Montanwachs enthalten sind. Man kann diese Säuren aus den genannten Wachsarten durch Verseifung gewinnen, das Säuregemisch in Anhy dride überführen und die Lösung dieses Anhydridgemisches zur Durchführung des Prozesses verwenden. Man kann aber in bekannter Weise die Wachse oxydieren und (las so entstehende Säuregemisch in die zur Vornahme der Veresterung geeigneten Formen überführen, beispielsweise durch Behandlung mit Essigsäureanhydrid in Anh_vdride.
- Es .hat sich ferner gezeigt, daß ein unerwartet hoher Grad von wasserabstoßender Wirkung nicht nur mit, den im Hauptpatent aufgezeigten Arten und Mengen von Säureradikalen ohne weiteres erzielt werden kann, sondern daß auch die oben aufgezeigten Mengen und Arten von Säureradikalen diese Wirkung hervorbringen.
- Wesentliche Bedingung ist und bleibt in allen Fällen, daß die Einverleibung durch Behandlung mit veresternden Mitteln erfolgt.
- Auf Grund der oben aufgezeigten Erkenntnisse ist es nun gelungen, das Verfahren des Hauptpatents wesentlich. zu verbessern, zu vereinfachen, zu verbilligen und bezüglich der mit Nutzen verwendbaren Säureradikale wesentlich zu erweitern. Es war nur notwendig, für die Art der Säuren, deren Radikale zur Verwendung kommen können, und , die Menge der durch Veresterung einzuverleibenden Mittel positive Bedingungen aufzustellen, um eine neue technische Regel von. weitreichender Bedeutung zu schaffen. Demgemäß ist ein Verfahren zum Veredeln von durch übliche Reinigungsverfahren vorbehandelten Textilstoffen nach dem Hauptpatent dadurch gekennzeichnet, daß man,dem Textilstoff in irgendeiner Phase der Zubereitung oder Verarbeitung wasserabstoßende organische Radikale, insbesondere von Säuren mit mindestens io Kohlenstoffatomen, durch Behandlung mit veresternden Mitteln in Mengen zusetzt, die wesentlich geringer sind als der Gehalt der natürlichen Faser an solchen Radikalen, indem man Lösungen der Veresterungsmittel verwendet, deren Gehalt an den einzuführenden Radikalen weniger als 50/0 bis zu o, 104 herunter beträgt. Ausführungsbeispiele i. Weißer Wäschestoff wurde entschlichtet und hierauf a Stunden bei 65 bis 7o° C getrocknet. Die Ware wurde hierauf in eine i Iloige Lösung eines Gemisches von Palmitinsäure- und Stearinsäurearihydrid in Benzin (Siedepunkt i io bis i2o°) getaucht, ausgequetscht, abgeschleudert und mittels eines Fönapparats -getrocknet. Die Ware wurde hierauf d. Stunden bei 99 bis io2° reifen gelassen.
- II. Weißer Wäschestoff wurde entschlichtet und 2 Stunden bei 65 bis 70°C getrocknet. Die Ware wurde hierauf in eine 2%ige Lösung eines Gemisches von Palmitinsäure-und Stearinsäureanhydrid in Benzin (Siedepunkt iio bis 120°) getaucht, ausgequetscht, das Benzin abgeschleudert und die Ware mittels eines Fönapparates getrocknet.
- Das Produkt wurde wieder q. Stunden bei 98 bis I02' C reifen gelassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Weitere Ausbildung des Verfahrens gemäß Patent 572 613 zur Veredelung von Textilstoffen aus natürlichen Fasern, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mitLösungen von mindestens io C-Atomen im Molekül enthaltenden Fettsäureanhydriden oder -chloriden erfolgt, die weniger als 5 0/0 an Fettsäurerest enthalten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN30732D DE616722C (de) | 1929-04-19 | 1929-07-31 | Verfahren zur Veredelung gereinigter Textilstoffe |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN30269D DE572613C (de) | 1929-04-19 | 1929-04-19 | Verfahren zur Veredelung gereinigter Textilstoffe |
| DEN30732D DE616722C (de) | 1929-04-19 | 1929-07-31 | Verfahren zur Veredelung gereinigter Textilstoffe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE616722C true DE616722C (de) | 1935-08-03 |
Family
ID=25989087
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN30732D Expired DE616722C (de) | 1929-04-19 | 1929-07-31 | Verfahren zur Veredelung gereinigter Textilstoffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE616722C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE752516C (de) * | 1936-12-19 | 1952-08-28 | Ig Farbenindustrie Ag | Verfahren zum Wasserabstossendmachen von Textilgut |
-
1929
- 1929-07-31 DE DEN30732D patent/DE616722C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE752516C (de) * | 1936-12-19 | 1952-08-28 | Ig Farbenindustrie Ag | Verfahren zum Wasserabstossendmachen von Textilgut |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE616722C (de) | Verfahren zur Veredelung gereinigter Textilstoffe | |
| DE738675C (de) | Verfahren zum Avivieren von Textilgut | |
| DE546406C (de) | Verfahren zur Darstellung von ester- und saeureamidartigen Kondensationsprodukten | |
| DE849986C (de) | Verfahren zur Erhoehung des Weissgehaltes von Textilien und anderen Waren | |
| DE546213C (de) | Schlichtemittel | |
| DE572613C (de) | Verfahren zur Veredelung gereinigter Textilstoffe | |
| DE542186C (de) | Verfahren zum Wasserfestmachen von rohen, chemisch nicht gereinigten Textilfaserstoffen | |
| DE349655C (de) | Verfahren, um Textilfasern aller Art von ihren staerkeartigen, gummiartigen, gelatineartigen und fetten, von der Appretur oder Versteifung u. dgl. herstammenden Stoffen mit Hilfe von Bakterien zu befreien | |
| DE742523C (de) | Verfahren zur Verbesserung der Spinnbarkeit von Cellulosehydratfasern | |
| DE717938C (de) | Verfahren zum Weichmachen von Textilgut aus Cellulosekunstseide | |
| DE680835C (de) | Weichmachungsmittel fuer die Textilbehandlung | |
| DE652322C (de) | Verfahren zum Buegelfestmaschen von Fasern oder Faeden aus tierischem Haut- oder Sehnenkollagen | |
| DE3149978A1 (de) | Verfahren zum bleichen von keratinhaltigen natuerlichen fasern | |
| DE553006C (de) | Verfahren zur Veredelung von kuenstlichen Faeden, Baendern, Filmen aus Cellulose oder deren Derivaten | |
| AT139102B (de) | Verfahren zum Schmälzen von Textilmaterialien. | |
| DE536730C (de) | Verfahren zum Immunisieren von Textilstoffen aus pflanzlichen Fasern gegen direkt ziehende Farbstoffe | |
| AT128824B (de) | Verfahren zur Herstellung wasserabstoßender Textilien. | |
| AT131584B (de) | Verfahren zum Waschen von Textilmaterialien. | |
| DE535283C (de) | Verfahren zur Veredelung von kuenstlichen Gebilden aus Cellulose oder ihren Derivaten durch veresternd wirkende Behandlung | |
| DE560036C (de) | Verfahren zur Herstellung von Celluloseestern | |
| DE704823C (de) | Verfahren zur Herstellung von Baumwollersatz aus Hanf | |
| DE517103C (de) | Verfahren zum Roesten von Flachs | |
| DE686170C (de) | Verfahren zum Schlichten von Kunstseide | |
| DE636396C (de) | Verfahren zum Wasserabstossendmachen von Textilien | |
| DE349340C (de) | Vorbehandlungsverfahren fuer das Stampfkalandern von Stueckgeweben aus pflanzlichem Fasermaterial |