DE616722C - Verfahren zur Veredelung gereinigter Textilstoffe - Google Patents

Verfahren zur Veredelung gereinigter Textilstoffe

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DE616722C
DE616722C DEN30732D DEN0030732D DE616722C DE 616722 C DE616722 C DE 616722C DE N30732 D DEN30732 D DE N30732D DE N0030732 D DEN0030732 D DE N0030732D DE 616722 C DE616722 C DE 616722C
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radicals
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textile fabrics
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treatment
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KUNSTSEIDEN STUDIENGESELLSCHAF
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KUNSTSEIDEN STUDIENGESELLSCHAF
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/10Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
    • D06M13/184Carboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof
    • D06M13/188Monocarboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Veredelung gereinigter Textilstoffe Das Hauptpatent schützt ein Verfahren zur Veredlung von durch übliche Reinigungsverfahren, wie Bäuchen, Bleichen, alkalisches Waschen, Extraktion o. dgl., vorbehandelten Textilstoffen durch Behandlung mit veresternden Mitteln, wie Säureanhydriden oder Säurechloriden, dessen wesentliches Merkmal darin besteht, daß man die in den natürlichen Fasern enthaltenen, bei der Vorbehandlung aber entfernten Radikale wasserabstoßender Fettsäuren, nämlich solcher mit mindestens 1o Kohlenstoffatomen, dem Textilstoff durch Behandlung mit veresternden Mitteln unter sehr milden Bedingungen in Abwesenheit von Alkali wieder einverleibt, und zwar in einer den Gehalt der natürlichen Faser an den genannten Radikalen nicht wesentlich übersteigenden Menge.
  • Das Verfahren nach dem Hauptpatent schützt also gewissermaßen ein Regenerativverfahren, in dem die durch die Behandlungsvorgänge verlorengegangenen wertvollen Stoffe wieder dem Fasergut zugesetzt und hierdurch bezüglich dieser nützlichen Beimengungen der ursprüngliche Zustand der Rohfaser wiederhergestellt werden soll. Eine zahlenmäßige Begrenzung der zuzusetzenden Mengen der nützlichen organischen Radikale ist in der Beschreibung des Hauptpatents nur durch die Vorschrift gegeben, daß nicht mehr als das Doppelte der in der natürlichen Faser vorhandenen Radikalmengen durch Veresterung zugesetzt werden soll, und bezüglich der Art der einzuverleibenden Radikale beschränkt sich das Hauptpatent im wesentlichen auf den Zusatz der in dem Rohgut vorhandenen, aber durch die Veredelung entfernten Radikale. Das Mittel, durch das die nützlichen Säureradikale dem Fasergut wieder einverleibt werden sollen, ist nach dem Hauptpatent stets eine Behandlung mit veresternden Mitteln.
  • Die experimentelle Durcharbeitung des Hauptpatentes hat nun zu sehr überraschenden Ergebnissen geführt, und zwar in doppelter Richtung.
  • Zunächst hat sich gezeigt, daß ganz wesentlich geringere Mengen der wasserabstoßenden Radikale, als in der Rohfaser vorhanden sind, hinreichen, um die erstrebte Wirkung zu erzielen. Tatsächlich sind die für die Erzeugung der erwünschten Effekte notwendigen Mengen so klein, daß sie innerhalb der Fehlergrenze der zur Verfügung stehenden Methoden liegen; wahrscheinlich betragen sie o,t bis 0,5%. Möglicherweise genügen aber noch geringere OOuantitäten. Aus diesem Grunde kann man den Prozeß mit viel geringeren Konzentrationen der veresternden Radikale durchführen, als in der Beschreibung des Hauptpatents angegeben ist. Als besonders wirksam in geringsten Konzentrationen erweisen sich naturgemäß die höchst molekularen Fettsäuren, wie gie insbesondere in den Wachsarten, Bienenwachs, Carnaubawachs und ähnlichen, aber auch im Montanwachs enthalten sind. Man kann diese Säuren aus den genannten Wachsarten durch Verseifung gewinnen, das Säuregemisch in Anhy dride überführen und die Lösung dieses Anhydridgemisches zur Durchführung des Prozesses verwenden. Man kann aber in bekannter Weise die Wachse oxydieren und (las so entstehende Säuregemisch in die zur Vornahme der Veresterung geeigneten Formen überführen, beispielsweise durch Behandlung mit Essigsäureanhydrid in Anh_vdride.
  • Es .hat sich ferner gezeigt, daß ein unerwartet hoher Grad von wasserabstoßender Wirkung nicht nur mit, den im Hauptpatent aufgezeigten Arten und Mengen von Säureradikalen ohne weiteres erzielt werden kann, sondern daß auch die oben aufgezeigten Mengen und Arten von Säureradikalen diese Wirkung hervorbringen.
  • Wesentliche Bedingung ist und bleibt in allen Fällen, daß die Einverleibung durch Behandlung mit veresternden Mitteln erfolgt.
  • Auf Grund der oben aufgezeigten Erkenntnisse ist es nun gelungen, das Verfahren des Hauptpatents wesentlich. zu verbessern, zu vereinfachen, zu verbilligen und bezüglich der mit Nutzen verwendbaren Säureradikale wesentlich zu erweitern. Es war nur notwendig, für die Art der Säuren, deren Radikale zur Verwendung kommen können, und , die Menge der durch Veresterung einzuverleibenden Mittel positive Bedingungen aufzustellen, um eine neue technische Regel von. weitreichender Bedeutung zu schaffen. Demgemäß ist ein Verfahren zum Veredeln von durch übliche Reinigungsverfahren vorbehandelten Textilstoffen nach dem Hauptpatent dadurch gekennzeichnet, daß man,dem Textilstoff in irgendeiner Phase der Zubereitung oder Verarbeitung wasserabstoßende organische Radikale, insbesondere von Säuren mit mindestens io Kohlenstoffatomen, durch Behandlung mit veresternden Mitteln in Mengen zusetzt, die wesentlich geringer sind als der Gehalt der natürlichen Faser an solchen Radikalen, indem man Lösungen der Veresterungsmittel verwendet, deren Gehalt an den einzuführenden Radikalen weniger als 50/0 bis zu o, 104 herunter beträgt. Ausführungsbeispiele i. Weißer Wäschestoff wurde entschlichtet und hierauf a Stunden bei 65 bis 7o° C getrocknet. Die Ware wurde hierauf in eine i Iloige Lösung eines Gemisches von Palmitinsäure- und Stearinsäurearihydrid in Benzin (Siedepunkt i io bis i2o°) getaucht, ausgequetscht, abgeschleudert und mittels eines Fönapparats -getrocknet. Die Ware wurde hierauf d. Stunden bei 99 bis io2° reifen gelassen.
  • II. Weißer Wäschestoff wurde entschlichtet und 2 Stunden bei 65 bis 70°C getrocknet. Die Ware wurde hierauf in eine 2%ige Lösung eines Gemisches von Palmitinsäure-und Stearinsäureanhydrid in Benzin (Siedepunkt iio bis 120°) getaucht, ausgequetscht, das Benzin abgeschleudert und die Ware mittels eines Fönapparates getrocknet.
  • Das Produkt wurde wieder q. Stunden bei 98 bis I02' C reifen gelassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Weitere Ausbildung des Verfahrens gemäß Patent 572 613 zur Veredelung von Textilstoffen aus natürlichen Fasern, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mitLösungen von mindestens io C-Atomen im Molekül enthaltenden Fettsäureanhydriden oder -chloriden erfolgt, die weniger als 5 0/0 an Fettsäurerest enthalten.
DEN30732D 1929-04-19 1929-07-31 Verfahren zur Veredelung gereinigter Textilstoffe Expired DE616722C (de)

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DE (1) DE616722C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE752516C (de) * 1936-12-19 1952-08-28 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zum Wasserabstossendmachen von Textilgut

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE752516C (de) * 1936-12-19 1952-08-28 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zum Wasserabstossendmachen von Textilgut

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