DE615674C - Zeitzuender - Google Patents

Zeitzuender

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DE615674C
DE615674C DESCH104265D DESC104265D DE615674C DE 615674 C DE615674 C DE 615674C DE SCH104265 D DESCH104265 D DE SCH104265D DE SC104265 D DESC104265 D DE SC104265D DE 615674 C DE615674 C DE 615674C
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Zeitzünder mit verschiebbarem Zündbolzen und verschiebbarem Zündhütchenträger, bei dem die Entspannung einer Feder dazu benutzt wird, am Ende einer vorausbestimmten Zeitspanne die Freigabe eines Organes zu bewirken, das den vorderen Zündungsteil gesperrt hält.
Es ist bereits früher vorgeschlagen worden, bei Zündern dieser Art ein Organ zu verwenden, das unter der Wirkung der Entspannung einer Feder beweglich ist und dessen Verschiebung mit der eines Kolbens verbunden ist, der sich in einem Arbeitszylinder dicht führt, aus dem die eingeschlossene Luft durch eine Öffnung von regelbarem Querschnitt ausströmen kann. Bei diesen vorbekannten Zündern ist die Regelung der Zeitspanne, an derem Ende die
zo Zündvorrichtung scharf werden soll, ausschließlich bestimmt durch die Regelung des Querschnitts der Ausströmöffnung für die Luft oder ein anderes Druckmittel. Man verfügte auf diese Weise unter dem Gesichtspunkt der Schaffung eines gegenüber der mittleren Längsachse vollkommen ausgewuchteten Zünders nur über Regelmittel, die der Genauigkeit durchaus entbehrten.
Nach der Erfindung soll die Auslösung des Organs zur Sperrung des axial angeordneten Zündbolzens durch die Verschiebung von hinten nach vorn eines ebenfalls axial angeordneten Zündhütchenträgers erzielt werden, auf den eine Feder einwirkt, die beim Abfeuern des Schusses durch das Beharrungsvermögen eines mit diesem Zündhütchenträger zusammenwirkenden Organs gespannt wird, wobei die Dauer der Verschiebung dieses Zündhütchenträgers in Richtung auf den Zündbolzen geregelt wird durch den Abstand, der in der Ruhe den beiden Zündungsteilen gegeben wird, während der Durchströmungsquerschnitt für das Druckmittel durch eine Öffnung· ein für allemal beim Zusammenbau des Zünders eingestellt wird.
Bei der praktischen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, die beispielsweise in der Zeichnung dargestellt ist, besitzt der Zündhütchenträger, dessen Verschiebung in Richtung auf den Zündbolzen unter der Wirkung der Entspannung einer beim Abfeuern des Schusses gespannten Feder das Ausrücken des den Zündbolzen sperrenden Organs bestimmt, die Form eines zylindrischen Körpers, der kolbenartig in dem Zünderkörper wirkt, und der sich in der Richtung nach vorn erst verschieben kann, nachdem zuvor unter der Wirkung der Fliehkraft ein in der Ruhe wirksames Sperrorgan
ausgerückt ist, wobei der Zündhütchenträgerkolben zweckmäßig in dem Zünderkörper so angeordnet ist, daß er die Ausströmung der Luft oder eines anderen Druckmittels von vorn nach hinten in dem Zünder drosselt, während anderseits die Ausströmungsgeschwindigkeit dieser Luft beim Zusammenbau des Zünders geregelt wird durch die wechselnde Eindringtiefe eines Nadelventils ίο o. dgl. in eine in dem Kolben angeordnete Durchströmöffnung.
In der Zeichnung ist dieses Ausführungsbeispiel dargestellt; es zeigen Abb. i, 2 und 3 gleichartige axiale Längsschnitte durch den Gesamtzünder, und zwar in der Ruhe, nach dem Abschuß und beim Scharfwerden des Zünders, Abb. 4 und 5 Schnitte nach IV-IV und V-V in Abb. 1, Abb. 6 bis 14 einzelne Abänderungen der in Frage kommenden Zünderteile.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 1 bis S ist in dem Vorderteil des Zünderkörpers α einer der Zündungsteile, im vorliegenden Fall der Zündbolzen b, eingesetzt. Um den Abstand regeln zu können, den in der Ruhelage die Spitze des Zündbolzens und des Zündhütchens c aufweisen, ist der eigentliche Zündbolzen in einem Zünderteil a1 untergebracht, der, beispielsweise durch Einschrauben in den Hauptzünderteil α einstellbar ist. Der Zündbolzen b ist der Wirkung einer Feder b1 unterworfen, die das Bestreben hat, ihn gegen das Zündhütchen c vorzutreiben, jedoch bis zu dem Augenblick des Scharfwerdens gespannt gehalten wird durch ein Sperrstück d (Abb. 1 und 5), das in dem Zündbolzenträger a1 untergebracht ist und dessen Riegelstück d1 die Bahn des Zündbolzens sperrt, bis die Auslösung des Sperrstücks d, d1 unter der Wirkung der Fliehkraft ermöglicht wird durch das Ausrücken eines Ringes e. Dieser Ring e selbst wird in der Ruhestellung in Anlage gegen einen Ringwulst or des einstellbaren Zündbolzenträgers α1 durch Ringabschnitte e1 gehalten, die sich unter der Wirkung der Fliehkraft erst ausrücken können, nachdem beim Abfeuern des Schusses unter der Wirkung des Beharrungsvermögens ein Widerlagerring/ zurückgezogen ist, der, zu-, rückbleibend, eine Feder f1 spannt; der Widerlagerring weist hierbei eine Ringrast /2 auf, um in der zurückgezogenen Stellung eine Feder e% aufzunehmen.
Nach der Erfindung wird das Ausrücken des Sperrstücks d, d1 des Zündbolzens b durch das Anheben des Ringes e mittels des Zündhütchenträgers c1 bewirkt, der in Richtung auf den Zündbolzen durch die Entspannung einer Feder g vorgetrieben wird, die sich mit ihrem Hinterende auf einem festen Zünderteil a3 und mit ihrem Vorderende auf einem Spannring h abstützt, der beim Abfeuern des Schusses zurückbleibt und sich durch die Feder h1 in einer Ringrast c2 des Zündhütchenträgers c1 verklinkt. Der Zündhütchenträger weist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel einen über das Zündhütchen c herausstehenden, beispielsweise röhrenförmigen Vorsprung auf, der mit seiner vorderen Stirnfläche c3 auf den Ring e einwirken soll, um das Ausrücken des Sperrstücks d, d1 des Zündbolzens zu ermöglichen.
Bei der gezeigten Ausführungsform gemäß Abb. ι bis 5 ist der Zündhütchenträger c1, c mit einem hohlzylindrischen Körper c4 starr verbunden, der als Kolben in den hinteren Zündungsteil α eingesetzt ist. Zwischen diesem Kolben und dem Zünderoberteil a1 ist in dem von den Zünderteilen a, a1 umschlossenen Hohlraum Luft oder ein anderes geeignetes Druckmittel eingeschlossen, dessen allmähliche Ausströmung von vorn nach hinten auf diese Weise gedrosselt wird, weil die Luft nur zwischen der Innenwand des Zünderteils α und der Mantelfläche des Kolbens c ausströmen kann. Diese Drosselwirkung würde praktisch zu groß und ihre Regelung unmöglich sein, wenn nicht gemäß der Erfindung ein regelbarer Luftauslaß in Gestalt des in der Zeichnung gezeigten Ventils angeordnet wäre. In dem Boden des Kolbens c4 ist eine öffnung c5 angebracht, die in einen hohlkegeligen Stutzen c° übergeht, in den beispielsweise durch Einschrauben eine Ventilnadel i mehr oder weniger eingeschoben wird. Nachdem die Stellung der Ventilnadel i bestimmt ist, kann man zwischen ihren Träger und den Boden seiner Lagerstelle in dem Kolben c4 eine Unterlagsscheibe i1 von geeigneter Dicke einfügen. Hierauf kann man den Zündhütchenträger befestigen. Die so geschaffene Einrichtung umfaßt ferner einen Federriegel /, j1, der in der Ruhestellung in eine Rast C7 des KoI-bens c5 eingreift und dessen Bewegung nach vorn vollständig verhindert. Anderseits wird die Feuerübertragung bei ungewollter Wirkung der Zündvorrichtung nach der Sprengladung hin durch einen Absperrbolzen k verhindert, der in einen Teil α3 des Zünderkörpers eingreift, und der durch einen axialen Kanal k1 durchsetzt wird. Dieser Absperrbolzen soll sich nach dem Abfeuern des Schusses unter der Wirkung der Fliehkraft ausrücken, sobald dieses Ausrücken möglich gemacht wird durch ein entsprechendes Vorrücken des Zündhütchenträgers cl, c1 nach vorn.
Der oben beschriebene Zünder wirkt in folgender Weise:
Nachdem die Stellung der Ventilnadel i
beim Zusammenbau des Zünders geregelt worden ist, regelt man weiterhin im Augenblick der Verwendung des Geschosses den x-^bstand zwischen der Spitze des Zündbolzens und der vorderen Stirnfläche cs des Zündhütchenträgerkolbens c4', c1. Diese Einstellung kann bewirkt werden, indem man den verschiebbaren vorderen Zünderteile1 um ein geeignetes Stück nach rückwärts
ίο führt. Dieser Zünderteil kann zu diesem Zweck an seiner Mantelfläche mit einem Gewindegang a* versehen sein, der zum Zweck der Führung in ein Muttergewinde a5 eingreift, das an dem ortsfesten Zünderteil a angeordnet ist. Der Zündbolzenträger, der durch den einstellbaren Zünderteil α1 dargestellt wird, kann in der eingestellten Stellung gesperrt ,werden durch das Einsetzen einer Klemmschraube oder eines Vorsteckers oder ähnlicher bekannter Haltemittel. Die Tiefe der Verschiebung des Zündbolzenträgers α1 nach innen kann bei der Einstellung abgelesen werden an einer Gradteilung, die auf dem Gerät angebracht ist, das bei dem Einschrauben des Teiles α1 in den Teil α5 benutzt wird. Man kann auch an der Außenfläche des Zünderteiles a1 eine Teilung anordnen, die gegenüber einer von dem festen Zünderteil α getragenen Marke α6 eingestellt wird.
Zwischen dem Zünderteil α1 und einer Führungsmuffe a1, die an dem Boden des Elements α nach innen vorspringt, kann man einen Bleiring m von trapezförmiger Gestalt einsetzen, wobei die Trapezgrundfläche nach vorn zeigt. Dieser Ring ist infolge des Beharrungsvermögens beim Abfeuern des Schusses bestrebt zurückzubleiben und wird auf diese Weise zwischen der zylindrischen Innenwand der Führung a7 und der kegeligen Wand des Zünderteils α1 eingequetscht. Hierdurch wird die Bildung einer Fugendichtung zwischen den beiden Zünderteilen a und ß1 begünstigt.
Beim Abfeuern des Schusses drückt der Widerlagerring/, indem er zurückbleibt, die Feder/1 zusammen, und die Ringrast/2 stellt sich der Federklinke e2 gegenüber, die in sie einschnappt. Die Abschnitte e1 werden hierdurch freigegeben und können sich unter der Wirkung der Fliehkraft ausrücken.
Anderseits bleibt auch der Spannring h, h1 durch Beharrungsvermögen zurück und drückt hierdurch die Feder g zusammen, worauf er durch die Federklinke h1 verklinkt wird, sobald diese der Ringrast c2 (Abb. 2) gegenüber zu stehen gekommen ist. Die Feder g ist demgemäß gespannt und kann auf den Zündhütchenträgerkolben c4, c1 wirken, sobald der Federriegel j, j1 unter der Wirkung der Fliehkraft ausgerückt ist. Sobald sich der Zündhütchenträger um ein genügendes Stück verschoben hat, gibt er den Absperrbolzen k frei, wodurch dieser sich ausrückt'und den Durchschlagkanal für den Zündstrahl nach der Sprengladung freigibt.
Nunmehr wandert das Baustück c4, c1, h, h1 allmählich in Richtung auf den Zündbolzen b unter der Wirkung der Entspannung der Feder g derart, daß sich die hinreichende Annäherung zwischen der Stirnfläche c8 des beweglichen Zünderteiles und dem Ringe nach einer Zeitspanne vollzieht, die durch das langsame Ausströmen der Luft durch den Kanal es bestimmt wird, der durch die Ventilnadel / mehr oder weniger gedrosselt ist, und ferner zum geringen Anteil durch das Durchsickern der Luft zwischen der Mantelfläche des Kolben c* und der Innenfläche des zylindrischen Teils des Zünderkörpers. Wenn die Stirnfläche c3 des verschiebbaren Zünderteils auf den Ring e gestoßen ist, wird dieser angehoben und gibt nach Durchlaufen eines Weges, der zum Abdecken des Sperrstücks d, d1 hinreicht, dieses frei, so daß es sich nunmehr unter der Wirkung der Fliehkraft ausrückt und der Schlagfeder b1 gestattet, sich zu entspannen und hierdurch das Anstechen des Zündhütchens c durch den Zündbolzen sichert.
Der beschriebene Zünder kann, wie in der Zeichnung gezeigt, mit einer Haube η überdeckt sein, die der Geschoßspitze die übliche Stromlinienform erteilt.
Die Art des Zusammenbaues des einstellbaren Zünderteiles σ1 mit dem feststehenden Zünderteil α kann nach "Belieben verändert werden. Die gegenseitige Führung zum Zweck der Einstellung der Zünderteile kann statt durch Einschrauben auch durch einfaches Verschieben erzielt werden. Ebenso kann die Gestalt und Anordnung des Sperrstücks d, d1 des Zündbolzens verändert werden, desgleichen die Mittel, durch die dieses Sperrstück verhindert wird, sich auszurücken, solange der Zündhütchenträger nicht die erforderliche Bahn zurückgelegt hat. . Das gleiche gilt von der relativen Anordnung der Schlagfeder g, des ihre Spannung bewirkenden Ringes h und der Verklinkungsvorricht'ung zwischen dem Ring und dem Kolben. Allerdings erscheint die dargestellte Ausführungsform als besonders vorteilhaft, weil der Kolben hier als Lagerstelle für den Spannring und für die Feder dient,
Verschiedene andere Ausführungsformen sind in den Fig. 6 bis 14 der Zeichnung dargestellt. Diese Ausführungsformen beziehen sich auf Verbesserungen, die sich besonders auf Mittel erstrecken, die dazu dienen sollen, das Haften zwischen dem Zündhütchenträgerkolben und der Innenwand des Zünder-
körpers zu verhindern oder zu vermindern.' Im wesentlichen beruhen diese Verbesserungen darauf, während des Geschoßfluges eine relative Winkelbewegung zwischen dem KoI-s ben und.den ihn führenden Zünderkörper zu veranlassen oder zu erleichtern.
In Abb. 6 ist im teilweisen Längsschnitt ein Zünder von der Art des in Abb. ι bis S dargestellten gezeigt, der mit einer solchen ίο verbesserten Einrichtung ausgerüstet ist; hierbei sind nur diejenigen Zünderteile geneigt, die für das Verständnis der Verbesserung notwendig sind.
Abb. 7 zeigt einen Schnitt nach VII-VII der Abb. 6.
Bei diesem Ausführungsbeispiel besteht die Einrichtung zum Hervorrufen einer relativen Winkelbewegung zwischen dem Zündhütchenträgerkolben c1, c4 und dem Zünderkörper α beim Geschoßflug aus einer schraubenförmigen Führungsnut und einem darin eingreifenden Führungsstift. Von diesen beiden Führungselementen wird das eine, beim Ausführungsbeispiel der Führungsstift 0 von dem Kolben c4, c1, das andere, beim Ausführungsbeispiel die Schraubennut p, von der vorspringenden Muffe a7 des Zünderkörpers α getragen.
Unter der Wirkung der Schlagfeder g, die nach dem Ausrücken des in der Ruhe wirkenden Riegels / beginnt, wird der Kolben c4, c1 nach vorn getrieben, wobei er eine schraubenförmige Drehung um den Röhrenteil α ausführen muß; der Kolben führt also während seines Fortschreitens in Richtung auf den Zündbolzen eine relative Winkelbewegung zu dem feststehenden Zünderteil aus, wodurch jeder Neigung zu dem aus irgendeinem Grund stattfindendien Ankleben entgegengewirkt wird.
Bei einer weiteren Ausführungsform, die in Abb. 8 in teilweisem Schnitt, in Abb. 9 in Ansicht und in Abb. 10 im Schnitt nach X-X der Abb. 8 gezeigt ist, umfaßt die Vorrichtung zur Einleitung einer relativen Winkelbewegung zwischen dem Kolben und dem Zünderkörper ebenso wie beim vorigen Ausführungsbeispiel eine schraubenförmige Führungsnut. Die Führungsnut ρ ist hier an einer Muffe q ausgebildet, die an dem Bodenteil α3 ausgebildet ist, der als Widerlager für die Feder g dient. Der Führungsstift o, der in diese Nut eingreift, ist an einem Ringfe ausgebildet, der, wie beim Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 bis 5, zum Spannen der Feder g beim Abfeuern des Schusses dient.
Die Feder g stützt sich hier mit ihrem hinteren Ende auf den Bodenteil α3 und mit ihrem vorderen Ende an dem oberen Bodenstück des Ringes h ab.
Beim Abfeuern des Schusses wird die Feder g durch das Beharrungsvermögen des Spannungsringes zusammengedrückt wie bei dem früheren Ausführungsbeispiel; aber während der gleichen Zeit wird die Feder 'g einer Verdrehung unterworfen infolge der schraubenförmigen Bewegung des Ringes h über der Muffe q. Wenn bei der Zünderwirkung die Feder g sich zum Zweck des Vorschubs des Kolbens c1, c4 in Richtung auf den Zündbolzen entspannt, umfaßt diese Verschiebung eine schraubenförmige Bewegung des Kolbens relativ zum Zünderkörper, wodurch ebenso wie beim Ausführungsbeispiel nach Abb. 6 und 7 jedwedes Anhaften verhindert wird, das zwischen dem Kolben und dem Zünderkörper stattfinden könnte.
Wie bei dem Zünder gemäß Abb. 1 bis S ist der Kolben c\ c4 bei seiner Drehung, wenn er von der Geschoßdrehung mitgenommen wird, der abbremsenden Wirkung des Luftwiderstandes auf den Geschoßkörper seinerseits nicht ausgesetzt, so daß der Kolben eine höhere Drehgeschwindigkeit bewahrt als das Geschoß und der Zünderkörper selbst. Hierdurch muß notwendigerweise eine relative Winkelbewegung zwischen dem Kolben und dem Zünderkörper auftreten. Diese relative Winkelbewegung würde in gewissen Fällen genügen, um das Ankleben zu verhindern, wenn die Stoßfeder des Kolbens nicht die Neigung hätte, sich durch ihr Abstützen auf dem feststehenden Zünderboden der Winkelbewegung zu widersetzen.
Bei dem in Abb. 11 gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Gegenwirkung der Feder g durch die relative Winkelbewegung zwischen Kolben und Zünderkörper dadurch vermindert, daß die Feder sich auf einer Scheibe r abstützt, die ihrerseits auf einen in der im Zünderboden ausgebildeten Mulde untergebrachten Kugellauf s ruht.
Es versteht sich von selbst, besonders in Verbindung mit der zuletzt auf gezeigten Ausführungsform, daß die bewegliche Abstützung i°5 der Feder in verschiedener Weise erzielt werden kann, wobei die Einschaltung eines Kugellaufs zwischen die Teile nicht unbedingt notwendig ist. Ferner kann bei den Ausführungsformen gemäß Abb. 6 bis 10 die nc Führung durch Stift- und Schraubennut auf verschiedene Weise erzielt werden. Es ist ferner sicher, daß es nicht unbedingt notwendig ist, daß die Führung/» durch eine regelmäßige Schraubenlinie erfolgt; diese Führung muß nur auf alle Fälle so sein, daß sie eine relative Winkelbewegung zwischen dem Kolben und dem Zünderkörper während der Vorwärtsbewegung des- Kolbens veranlaßt.
Die in dem Boden des Zündhütchenträgerkolbens c4, c1 angeordnete Vorrichtung zur
Regelung der Luftausströmung, die bei der Ausführungsform nach Abb. ι bis S in der Zusammenwirkung einer einfachen Öffnung cs mit einem hohlkegeligen Stutzen c6 und einer darin eingeschraubten Ventilnadel i besteht, kann auch die in Abb. 12 bis 14 dargestellte Bauweise annehmen, durch die in erheblichem Maße der Einbau einer Einrichtung in den Kolben erleichtert wird. Diese Vorrichtung ist in Verbindung mit dem Kolben c* im senkrechten Schnitt in Abb. 12 dargestellt. Diese Figur zeigt außerdem den unteren Teil des Kolbens in teil weisem Schnitt, wobei die Regelvorrichtung an der linken Seite und symmetrisch dazu auf der rechten Seite eine Ausgleichsmasse angeordnet ist. In Abb. 13 und 14 sind die beiden Hauptelemente dieser Einrichtung im einzelnen gezeigt. Diese Vorrichtung umfaßt gemäß Abb. 12 bis 14 eine
ao Röhre t, die in einen Nippel u eingelötet ist, der zwei Außengewinde u1 und w2 aufweist, von denen das eine zum Einschrauben des Nippels in den Boden c4 des Kolbens, die andere zum Aufschrauben des zweiten Elements
*5 der Regelvorrichtung dient. Zwischen beiden Gewinden ist ein Ringflansch u3 angeordnet, der das Abstützen des Bauteils t, u auf dem Kolbenboden ermöglicht. Wenn das Stück richtig eingeschraubt ist, kann man es, wie in der Zeichnung gezeigt, durch Vernieten seines oberen Endes auf dem Kolbenboden sichern (Abb. 12). Nachdem dieser erste Bauteil von einfacher Anordnung und ebenfalls sehr einfacher Befestigungsart an Ort und Stelle gebracht ist, kann man darauf den in Abb. 14 dargestellten Ventilnadelträger aufbringen und die Einstellung der Drosselöffnung durch den verschiedenen Durchmesser der eigentlichen Ventilriadel i bewirken, die von dem Ventilnadelträger getragen wird. Man hält im allgemeinen einen Satz von ^drei oder vier solcher Nadeln bereit. Wie in Abb. 14 gezeigt, besteht der Ventilnadelträger aus einer Überwurfsmutter v, deren Innengewinde v1 dem Außengewinde μ2 des Nippels u entspricht. Der obere Teil der Mutter ν kommt, wenn sie auf den Nippel u aufgeschraubt ist, mit einer Schulterfläche v2 auf der hinteren Stirnfläche der Muffe u (Abb. 12) zur Anlage. In dem unteren Teil der Mutter ist eine Bohrung»3 zum Einsetzen der Ventilnadel i angeordnet, die durch Einlöten befestigt wird. Eine Luftauslaßöffnung vi ist an dem unteren Teil der Mutter ν angeordnet.
Wie weiter oben ausgeführt, zeigt die Abb. 12 auf ihrer rechten Seite eine Ausgleichsmasse w, die symmetrisch zu der auf der linken Seite angeordneten Regelvorrichtung eingebaut ist. Diese Ausgleichsmasse ist durch eine Muffe gebildet, die in den Boden c4 des Kolbens eingeschraubt wird. Man kann den Hohlraum dieser Muffe auch dazu benutzen, um eine Verriegelung für den Kolben anzuordnen, die in dem Augenblick entfernt wird, wenn das Geschoß gebraucht werden soll. Diese Verriegelung kann ganz einfach von einer Stangen gebildet werden, die ein entsprechendes Gewinde zum Einschrauben in die Muffe w an ihrem vorderen Ende trägt, während an dem hinteren Ende ein Griff.*·1 befestigt ist. Die Verriegelung des Kolbens cA erfolgt durch das Festziehen des Griffs x1 auf dem Ventilkörper a,

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Zeitzünder mit verschiebbarem Zündbolzen und verschiebbarem Zündhütchenträger, der nach Auslösung eines den vorderen Zündungsteil, z. B. den Zündbolzen, sperrenden Organs durch Entspannung einer auf diesen Zündungsteil wirkenden Feder wirksam wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösung des Sperrorganes (d, d1) durch Verschieben des Zündhütchenträgers (c4, c1) von hinten nach vorn unter der Wirkung der abgebremsten Entspannung einer beim Abfeuern des Schusses durch das Beharrungsvermögen eines mit dem Zündhütchenträger zusammenwirkenden Organs Qi) gespannten Stoßfeder (g) erfolgt, wobei die Dauer des zur Auslösung des Sperrorgans (d, d1) erforderlichen Vorrückens des Zündhütchenträgers (c4, c1) nach dem Zündbolzen (&) durch Einstellen des gegenseitigen Abstandes der beiden Zündungsteile (f^-c1, b) in der Ruhelage geregelt werden kann.
2. Zeitzünder nach Anspruch i, da- 1°° durch gekennzeichnet, daß als Zündhütchenträger ein erst' nach Ausrücken einer Verriegelung (/, j1) nach vorn verschiebbarer Kolben (c4, c1) dient, der in den Zünderhohlraum so eingepaßt ist, daß l°5 die Überströmung des darin eingeschlossenen Druckmittels von vorn nach hinten abgedrosselt wird, wobei die Regelung der Überströmgeschwindigkeit durch im voraus einstellbare zusätzliche Drossel- >» mittel (c5, ΐ) erfolgt.
3. Zeitzünder nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündhütchenträger· (c4, c1) mit einer über das Zündhütchen (c) vorstehenden Stoßvorrichtung (c3) ausgerüstet ist, die beim Vorrücken des Zündhütchenträgers einen das Sperrorgan (d, dl) sichernden Ring
(e) aus der Sicherungsstellung verschiebt.
4. Zeitzünder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als zusätzliches Drosselmittel eine im Kolben (c4) ange-
ordnete Düse (c5, ce) dient, deren Durchlaß durch eine verstellbare Düsennadel (i) regelbar ist.
5. Zeitzünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Zündungsteil (Zündbolzen b) mit Schlagfeder (61) und Sperrorgan (d, d1) in einem vorderen Zünderteil (us1) eingebaut ist, der mit dem feststehenden hinteren Zünderteil (α) axial verschiebbar (z. B. durch Schraubverbindung) so verbunden ist, daß durch die relative Verschiebung der Zünderteile (σ, α1) der Abstand der Zündungsteile (b, c) verändert werden kann.
6. Zeitzünder nach Anspruch 1 und 3, gekennzeichnet durch zusätzliche Mittel, um die Haftung zwischen dem Kolben (c1) und der Zündenvand (a) durch Hervorrufen oder Begünstigen einer relativen Winkelbewegung zwischen diesen Teilen (c4, ß) beim Geschoßflug aufzuheben oder zu vermindern, beispielsweise durch eine schraubenförmige Führungsnut (p) am Zünderkörper (a1) und einen darin eingreifenden Führungsstift (0) am Kolben (c4) oder umgekehrt.
7. Ausführungsform des Zeitzünders nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß von den Führungselementen (Schraubennut und Führungsstift) das eine (p) am Zünderkörper (as, q) das andere (0) an dem zum Spannen der zugehörigen Stoßfeder (g) dienenden Ring Qi) angeordnet ist.
8. Zeitzünder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die von den verschiedenen Drehgeschwindigkeiten des Zünderkörpers (α) und des Zündhütchenträgers (c4-*;1) herrührende relative Winkelbewegung dieser Teile durch Abstützen der Stoßfeder (g·) auf einem beweglichen Widerlager (Kugellauf r, s) begünstigt wird.
9. Zeitzünder nach Anspruch 1, 2 und 4, 4S dadurch gekennzeichnet, daß die Drosseldüse aus einer Gewindemuffe (u) mit eingefügtem Düsenrohr (t) besteht, auf die ein Nadelträger (v) mit auswechselbarer Düsennadel (i) so aufgeschraubt werden kann, daß die Nadel in regelbarer Tiefe in das Düsenrohr (f) eingreift.
10. Zeitzünder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß symmetrisch zu der Drosseldüse (u, v) eine Ausgleichmasse (w) in dem Kolbenboden (c4) befestigt ist, die, muffenartig ausgebildet, zum Einschrauben einer Sperrstange (.v, xl) als Transportsicherung für den Kolben dienen kann, »
Hierzu a Blatt Zeichnungen
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