DE615420C - Verfahren zur Gewinnung von Motortreibstoffen aus Gasen oder Daempfen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Motortreibstoffen aus Gasen oder Daempfen

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DE615420C
DE615420C DEC48180D DEC0048180D DE615420C DE 615420 C DE615420 C DE 615420C DE C48180 D DEC48180 D DE C48180D DE C0048180 D DEC0048180 D DE C0048180D DE 615420 C DE615420 C DE 615420C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/04Purifying combustible gases containing carbon monoxide by cooling to condense non-gaseous materials
    • C10K1/043Purifying combustible gases containing carbon monoxide by cooling to condense non-gaseous materials adding solvents as vapour to prevent naphthalene- or resin deposits

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  • Gas Separation By Absorption (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Motortreibstoffen aus Gasen oder Dämpfen Motortreibstoffe haben bekanntlich, besonders in unraffinierter Form, die nachteilige Eigenschaft, Harze abzuscheiden, die ihre Anwendbarkeit erheblich beeinträchtigen können. Es ist auch bekannt, daß gewisse organische Stoffe, wie z. B. aromatische Aminoverbindungen, den Treibstoffen in geringer Menge zugesetzt, die Eigenschaft besitzen, die Bildung von Harzen aufzuhalten. Neuerdings wurden als verharzungsverhindernde Ztis:itze auch ätherische Öle vorgeschlagen, durch die lieben der Stabilisierung noch eine Geruchsvcrbesserung der--Iotortreibstoffe erzieltwird.
  • Die verharzungheninienden Stoffe werden den Treibstoffen bisher nach ihrer Gewinnung, d. 1i. nach ihrer Abscheidung, in flüssiger Form zugesetzt. Die Bildung weiterer Harze in den Treibmitteln wird hierdurch zwar aufgehalten, die bis dahin in den meisten Fällen in erheblichem Maße bereits entstandenen Harze müssen jedoch als unvermeidbar hingenommen werden. E s ist dies ein Mangel, der bei der Harzfestmachung bisher in Kauf genommen werden mußte. Eine andere Schwierigkeit tritt bereits während der Gewinnung der Treibstoffe aus Gasen oder Dämpfen in Erscheinung. Diese besteht darin, daß sich schon während des Gewinnungsvorgangs Harze bilden, die die Apparaturen und Verfahrensmittel in ihrer Gebrauchsfiihigkeit bzw. Wirksamkeit beeinträchtigen.
  • Nach der Erfindung wird die Bildung von Harzen in den 'I\rotoi-treil)stoffen schon von ihrer Gewinnung an verhindert bzw. auf ein Mindestmaß beschränkt. Die Erfindung besteht darin, daß bereits vor oder während der Gewinnung der Treibstoffe in flüssiger Form aus Gasen oder Dämpfen, die verharzungs-bzw. polymerisierfähige Bestandteile enthalten, für den Zutritt von verharzungsverhindernden Stoffen Sorge getragen wird,- so daß die geschilderten Nachteile, wie z. B. Harzbildung in den anfallenden Stoffen, in den Verfahrensmitteln und Apparaturen weitgehend vermieden bzw. eingeschränkt werden kann.
  • In Ausführung der Erfindung kann man die Hemmungsstoffe z. B. in die Ursprungsgase-bzw. Dämpfe einführen. Man kann sie aber auch in irgendeinem Stadium des Gewinnungsprozesses, z. B. über ein bei der Gewinnung notwendiges Verfahrensmittel oder auf andere geeignete Weise, bei dem Gewinnungsvorgang zugegen sein lassen. Es ist auch gleichgültig, auf welche Weise die Abscheidung der Motortreibstoffe aus den Gasen oder Dämpfen erfolgt, und es können alle möglichen bekannten Ad-, Absorptions- oder sonstigen Gewinnungsverfahren zur Anwendung gelangen.
  • Besondere -!Möglichkeiten für die Anwendung der Erfindung bieten solche Verfahren, nach denen die Treibstoffe aus ihren Gasen oder Dämpfen an festen Adsorptionsmitteln, z. B. Aktivkohle, abgeschieden und -dann durch Abtreiben von den festen Adsorptionsstoffen gewonnen werden. Hier kann man beispielsweise in der Weise verfahren, daß man die Hemmungsstoffe den fester! Adsorptionsmitteln, z. B. der aktiven Kohle, in irgendeiner Form einverleibt und die Adsorption an in solcher Weise imprägnierten Adsorptionsmitteln vor sich gehen läßt. Beim Wiederaustreiben der adsorbierten Kohlenwasserstoffe, z. B. mittels Wasserdampf, werden die Hemmungsstoffe dann ebenfalls ausgetrieben und können all f diese Weise von vornherein in die anfallenden Motortreibstoffe gelangen. Auch eine Verharzung und damit starke Schädigung des Adsorptionsmittels und der Apparatur, womit immer bis zu einem gewissen Maße zu rechnen ist, wird durch die vorher einverleibten Hemmungsstoffe in besonders wirksamer `''eise vermieden. Statt der hohle die Hemmungsstoffe vor der Behandlung der Gase und Dämpfe einzuverleiben, kann man sie z. B. auch dem Spüldampf, der zur Austreibung der Treibstoffe aus dem Adsorptionsmittel bestimmt ist, -zumischen.
  • In manchen Fällen wird es genügen oder zweckmäßig sein, daß zunächst nur eine Vorstabilisierung der Treibstoffe vor oder während ihrer Gewinnung bewirkt und der zur endgültigen Stabilisierung bzw. Farbausgleichung notwendige Anteil der entsprechenden Stoffe erst nach ihrer Gewinnung noch zufügt wird. Eine nachträgliche Stabilisierung der Motortreibstoffe kann auch in allen den Fällen erfolgen, in denen während der Gewinnung der Treibstoffe im wesentlichen nur auf die Verhinderung bzw. Verminderung der Verharzung der Verfahrensmittel oder der Apparatur hingearbeitet wird und darum nur geringe Mengen Hemmungsstoffe in die anfallenden Treibstoffe übertreten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von Treibstoffen aus Gasen oder Dämpfen, die verharzungs- bzw. polymerisierfähige Bestandteile enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß vor oder während der Gewinnung der Treibstoffe in flüssiger Form für den Zutritt verharzunghemmender Stoffe Sorge getragen wird. y. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hemmungsstoffe den Ursprungsgasen oder Dämpfen zugefÜgtwerden. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hemmungsstoffe einem bei der Gewinnung unerläßlichen Verfahrensmittel, wie z. B. Aktivkohle oder Waschöl, vor oder während des Gewinnungsvorgangs einverleibt werden. ,l.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hemmungsstoffe dem Spüldampf einverleibt werden. 5. Verfahren nach Anspruch i bis .4, dadurch gekennzeichnet, daß den Treibstoffen, soweit sie mit ungenügendem Gehalt an Hemmungsstoffen anfallen, nach ihrer Gewinnung in flüssigen! Zustand weiterelIemmungsstoffe zugesetztwerden.
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