DE614272C - Schlichte zur Vorbereitung von Formen zum Giessen von Magnesium und seinen Legierungen - Google Patents
Schlichte zur Vorbereitung von Formen zum Giessen von Magnesium und seinen LegierungenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
- Schlichte zur Vorbereitung von Formen zum Gießen von Magnesium und seinen Legierungen Beim Gießen von Magnesium und seinen Legierungen ist die Beschaffenheit der Gußformen bzw. ihre richtige Vorbereitung für den Guß vor. wesentlichem Einfluß für die Erzielung sauberer, gleichmäßiger Gußstücke mit glatter, reiner Oberfläche. Wegen der bekannten Empfindlichkeit des erhitzten Magnesiums gegen Feuchtigkeit muß man im allgemeinen Wasser "von der Gußob@erfläche sorgfältig fernhalten. Formen, die aus Sand und einem wässerigen Bindemittel hergestellt wurden, werden daher vor dem Guß meist einer scharfen Trocknung unterzogen.
- Um die umständliche Trocknung der Sandformen und die damit verbundenen Kosten zu vermeiden, ist vorgeschlagen worden, den Guß in feuchten Formen in Gegenwart von Schutzstoffen, wie Schwefel, Oxalsäure, Bicarbonaten oder Boraten, vorzunehmen, die beim Erhitzen Gase entwickeln, welche das Gießmetall nicht angreifen. Es ist ferner versucht worden, den Sand mit Hilfe wasserfreier Bindemittel zu verformen; zu diesem Zwecke wurde der Sand mit Öl oder mit Gummistoffen zu einer plastischen Masse verarbeitet, aus der die Formen hergestellt wurden. Bei den mit Öl zubereiteten Formen lassen sich indessen häufige Fehlgüsse, vermutlich infolge der zu großen Härte der Formen, nicht vermeiden, während sich die aus Kautschuksandmasse bestehenden Formen schon wegen ihrer höheren Kosten nicht gegenüber den gewöhnlichen Sandformen durchsetzen konnten.
- Bei der Vorbereitung der Gußformen ist aber überdies darauf Rücksicht zu nehmen, daß das Gießen von Magnesium und seinen Legierungen heute vorwiegend in gemischten Formen, d. s. Sandformen mit metallischen Formeinlagen, vorgenommen wird. Um Fehlgüsse zu vermeiden und Gußstücke mit glatter, reiner Oberfläche zu erhalten, müssen die Metalleinlagen an jenen Stellen, die mit dem Gießmetall in Berührung kommen, mit einem oberflächlichen überzug versehen werden, der durch Auftragen einer Aufschlämmung von Spanischrot, Schlämmkreide, Graphit o. dgl. in_ Wasser erzeugt wird. Diese Behandlung der Metalleinlagen besitzt indessen den Nachteil, daß die Formstücke vor dem Guß sorgfältig getrocknet werden müssen, - weil die Anwesenheit von Wasser an der Oberfläche der Metalleinlagen unzulässig ist. Ferner bilden sich an den Berührungsstellen zwischen dem Überzug und dem Gießmetall Blasen, und es treten auch meist an diesen Stellen unerwünschte Verfärbungen des Gußstückes auf, so daß es dann einer besonderen Reinigung bedarf, um dessen blanke Metalloberfläche herzustellen. Es wurde gefunden, daB diese Nachteile der bisherigen Arbeitsweise in einfacher Weise beseitigt werden, wenn man die Oberfläche der Metalleinlagen mit einer Aufschlämmung der gebräuchlichen Überzugsstoffe in :einem öl, vorzugsweise in Mineralölen, wie Paraffinöl, überzieht. Der Guß kann dann ohne jede weitere Nachbehandlung der Formen durchgeführt werden und liefert saubere Gußstücke mit glatter, reiner Oberfläche. Das Aufbringen der Überzüge kann in jeder geeigneten Weise; zweckmäßig durch Aufspritzen der ölaufschlämmung, geschehen, wobei nicht nur die metallischen Einlageflächen, sondern die ganze Oberfläche der Form überzogen werden kann.
- Eine geeignete Überzugsmischung besteht beispielsweise aus 4 Gewichtsteilen Spanischrot, i Gewichtsteil Polierrot und einer Menge Paraffinöl, die hinreicht, um der Masse die für das Aufspritzen nötige Konsistenz zu geben: Die neue Schlichte gestattet .es nunmehr, das eingangs geschilderte Gießen in feuchten Sandformen, das in Gegenwart von Schutzstoffen vorgenommen wird, auch üi gemischten Formen durchzuführen. Dies war bisher nicht möglich, weil die Benetzung der Metalloberfläche in Berührung mit dem blenachbarten feuchten Sand nicht vermieden werden konnte. Aus diesem Grunde mußten gemischte Formen vor dem Gusse stets einer vollständigen Trocknung unterworfen. werden, die aber in den meisten Fällen unterbleiben kann, wenn diese Formen mit der Ölaufschlämmung der überzugsstoffe in der angegebenen Weise behandelt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schlichte zum Überziehen von Sandformen mit Metalleinlagen zum Gießen von Magnesium und Magnesiumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, - daß der auf die Metalleinlagen und gegebenenfalls auch auf die Sandoberfläche aufzubringende Überzug aus einer Aufschlämmung der gebräuchlichen Schlichtestoffe in reinem Öl, und zwar vorteilhaft in Mineralöl, wie z. B. Paraffinöl, besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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1932
- 1932-06-09 DE DEB156014D patent/DE614272C/de not_active Expired
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