DE613781C - Brenngas, insbesondere fuer die Autogentechnik - Google Patents
Brenngas, insbesondere fuer die AutogentechnikInfo
- Publication number
- DE613781C DE613781C DEI43851D DEI0043851D DE613781C DE 613781 C DE613781 C DE 613781C DE I43851 D DEI43851 D DE I43851D DE I0043851 D DEI0043851 D DE I0043851D DE 613781 C DE613781 C DE 613781C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- acetylene
- fuel gas
- hydrocarbons
- heat
- technology
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L3/00—Gaseous fuels; Natural gas; Synthetic natural gas obtained by processes not covered by subclass C10G, C10K; Liquefied petroleum gas
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
- Liquid Carbonaceous Fuels (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
- Brenngas, insbesondere für die Autogentechnik Von den bisher zum Schweißen verwendeten. Flammen ist die Acetylen-Sauerstoff-Flamme die heißeste und wird deshalb am meisten angewendet. Das benötigte Acetylen stellt man entweder aus Carbid in Acetylenerzeugern her oder entnimmt ies den bekannten Stahlflaschen mit gelöstem Acetylen. In beiden Fällen muß man gewisse Umständlichkeiten, die sich auch wirtschaftlich auswirken, und gegebenenfalls sogar Gefahren in Kauf nehmen. Man hat deshälb mehrfach versucht, das Acetylen durch andere Gase, z. B. Äthylen, oder Gasgemische zu ersetzen. Insbesondere ging das Ziel dahin, ein Gas zu ermitteln, welches bei niedrigem Druck ohne Gefahr in Stahlflaschen verflüssigt werden kann. Auch solche Brennstoffe, die bei gewöhnlicher Temperatur flüssig sind, kommen in Betracht. So wird seit längerer Zeit Benzol in mäßigem Umfang zum Schweißen benutzt. Die Anwendung aller dieser Ersatzstoffe ist indessen wegen der niedrigen Temperatur nur eine beschränkte.
- Die vorliegende Erfindung gestattet die Verknüpfung des Vorteiles einer hohen Flammentemperatur -einerseits mit günstigen physikalischen Eigenschaften des Brennstoffes, andererseits durch Verwendung einer bestimmten Gruppe von Kohlenwasserstoffen als Brenngase. Die Überlegenheit des Acetylens gegenüber anderen Kohlenwasserstoffen beruht im wesentlichen auf seiner hohen Zerfallswärme. Infolge dieser hohen Zerfallswärme wird in der ersten Stufe der Umsetzung mit Sauerstoff, welcher zu Wasserstoff und Kohlenoxyd führt, so viel Wärme frei, daß die entstandenen Gase auf hohe Temperatur gebracht werden. Da Wasserstoff und Kohlenoxyd sehr schwer dissoziieren, kann diese Umsetzung auch bei hoher Temperatur eine vollständige sein. Dagegen können andere Gase trotz hoher Verbrennungswärme keine so heißen Flammen geben, weil die Verbrennung zu Wasserdampf und Kohlendioxyd bei hoher Temperatur nicht mehr stattfindet und Wärmeenergie deshalb nicht frei wird. In der ersten Stufe geben die meisten und bekanntesten Kohlenwasserstoffe nur wenig Wärmeenergie, da ihr Zerfall unter geringer Wärmeentwicklung, ja in manchen Fällen nur unter Wärmeaufwand, der durch die Verbrennung des Kohlenstoffes zu Kohlenoxyd geliefert werden muß, eintritt.
- Die hohe Zerfallswärme des Acetylens ist in seiner dreifachen Kohlenstoffbindung begründet. Andere Kohlenwasserstoffe mit dreifacher Kohlenstoffbindung haben ebenfalls häufig große Zerfallswärme und gestatten deshalb auch die Erzielung hoher Flammentemperaturen. Die vorliegende Erfindung geht demgemäß dahin, bestimmte Acetylenderivate an Stelle des Acetylens selbst zu verwenden. Solche Acetylenderivate, insbesondere Acetylenkohlenwasserstoffe, gibt es in großer Anzahl und mit den verschiedensten physikalischen Eigenschaften. Für Schweißzwecke sind. sie trotz ihrer teilweise großen Vorzüge bigher nicht verwendet worden. Die Verwendung des nächsten Homologen des Acetylens, nämlich des Allylens C3 H4 (CH- C - C Hg), zum Schweißen ist allerdings bereits in Erwägung gezogen worden, jedoch ergab die Rechnung, daß @es dem Acetylen hinsichtlich der Flammentemperatur erheblich unterlegen ist. Versuche haben das rechnerische Resultat bestätigt. Was für Allylen zutrifft, gilt auch für die nächsten Homologen Äthylacetylen, Propylacetylen usw. Nimmt man jedoch Acetylenkohlenwassers'toffe, welche nicht nureine, sondern mehrere dreifache Kohlenstoffbindungen oder neben einer dreifachen noch eine doppelte Kohlenstoffbindung enthalten, so kann man die Flammentemperatur des Acetylens .erreichen, ja sogar überschreiten, ohne die eingangs erwähnten Nachteile des Acetylens mit in Kauf nehmen zu müssen.
- Es seien hier nur drei Beispiele aufgeführt, um zu zeigen, welche Möglichkeiten bei der Verwendung von Kohlenwasserstoffan der gekennzeichneten Art gegeben sind.
- i. Vinylacetylen C4H4 (CH - C - CH = CH2), ein Polymerisationsprodukt des Acetylens, hat eine höhere Zerfallswärme und eine nur wenig niedrigere Flammentemperatur als Acetylen. Es siedet bei -j- 5' C.
- z. Diacetylen C4H2 (CH---C-C--CH) .hat eine mehr als doppelt so große Zerfallswarme .wie Acetylen. und eine beträchtlich höhere Flammentemperatur. Es siedet bei i o' C.
- 3. Die Pentadiene C5H4 (CH = C- CH2- C- CH bzw.
- CH= C-C-C-CHs) haben ebenfalls eine sehr hohe Zerfallswärme und etwa gleiche Flammentemperatur wie Acetylen. Sie sind bei Zimmertemperatur flüssig, wegen ihres hohen Dampfdruckes aber leicht vergasbar.
- Naturgemäß können auch Mischungen der eben angeführten Kohlenwasserstoffe unter sich bzw. mit anderen Brennstoffen Verwendung finden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Die Anwendung von Acetylenkohlenwass:erstoffen, die neben einer dreifachen Kohlenstoffbindung noch eine weitere drei-bzw. zweifache Kohlenstoffbindung enthalten, oder von Gemischen solcher als Brenngas, insbesondere in der Autogen-. technik, an Stelle von Acetylen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI43851D DE613781C (de) | 1932-02-25 | 1932-02-25 | Brenngas, insbesondere fuer die Autogentechnik |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI43851D DE613781C (de) | 1932-02-25 | 1932-02-25 | Brenngas, insbesondere fuer die Autogentechnik |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE613781C true DE613781C (de) | 1936-06-16 |
Family
ID=7191133
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI43851D Expired DE613781C (de) | 1932-02-25 | 1932-02-25 | Brenngas, insbesondere fuer die Autogentechnik |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE613781C (de) |
-
1932
- 1932-02-25 DE DEI43851D patent/DE613781C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2045582A1 (de) | Vorrichtung zum Erzeugen von Ar beitsgasen für Industrieofen | |
| DE1943823A1 (de) | Verfahren fuer die Herstellung von Acetylen oder Acetylen und AEthylen durch Pyrolyse von Kohlenwasserstoffen | |
| DE613781C (de) | Brenngas, insbesondere fuer die Autogentechnik | |
| DE646915C (de) | Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff aus kohlenwasserstoffhaltigen, vorzugsweise methanhaltigen Gasen | |
| AT143328B (de) | Brennstoff für Beleuchtungs- oder Beheizungszwecke, insbesondere für die Autogentechnik. | |
| DE2211353C3 (de) | Einrichtung zur Beheizung von Industrieöfen, Winderhitzern u.dgl. | |
| CH177316A (de) | Verfahren zur Erzeugung hoher Temperaturen, insbesondere für die Autogentechnik. | |
| CH397641A (de) | Verfahren zur Herstellung von Alkinen und Alkenen | |
| DE870839C (de) | Verfahren zur Herstellung von Perchloraethylen, gegebenenfalls im Gemisch mit Hexachloraethan | |
| DE712554C (de) | Herstellung wasserstoffreicher Gasgemische durch Teilverbrennung von Methan mit Sauertoff | |
| DE582664C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gasgemischen, die gleichzeitig Acetylen, Wasserstoff und Kohlenoxyd enthalten | |
| DE910535C (de) | Regenerativverfahren zur Durchfuehrung kurzzeitiger endothermer Gasreaktionen | |
| DE436918C (de) | Schwelverfahren | |
| DE868437C (de) | Die Verwendung von Koksofengas oder aehnlichem Gas als Heizgas fuer Industrieoefen, z. B. Siemens-Martin-OEfen | |
| DE653776C (de) | Herstellung von Stickstoff-Wasserstoff-Gemischen | |
| DE602584C (de) | Verfahren zur Herstellung klopffester Brennstoffe | |
| AT208990B (de) | Verfahren zur Herstellung von methanreichen Gasgemischen | |
| DE374220C (de) | Verfahren der trockenen Destillation bitumenhaltiger Kohlen | |
| DE707373C (de) | Verfahren zur Teilverbrennung von Methan mit Sauerstoff | |
| AT234889B (de) | Verfahren zur Kaltkarburierung von Gasen | |
| DE728547C (de) | Verfahren zur Herstellung von Wassergas aus Koks und gasfoermigen Kohlenwasserstoffen | |
| DE841063C (de) | Blankgluehverfahren | |
| AT220132B (de) | Verfahren zur Herstellung von Acetylen aus Kohlenwasserstoffen und Sauerstoff | |
| DE499821C (de) | Darstellung von Methan | |
| DE1081449B (de) | Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Kohlenwasserstoffen, insbesondere von Acethylen und AEthylen, durch thermische Spaltung von fluessigen Kohlenwasserstoffen oder deren Gemischen |