AT143328B - Brennstoff für Beleuchtungs- oder Beheizungszwecke, insbesondere für die Autogentechnik. - Google Patents

Brennstoff für Beleuchtungs- oder Beheizungszwecke, insbesondere für die Autogentechnik.

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AT143328B
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  Brennstoff für   Beleuchtungs- oder Beheizungszweeke.   insbesondere für die   Autogentechnik.   



   Von den bisher zum Schweissen verwendeten Flammen ist die Acetylensauerstofflamme die heisseste und wird deshalb am meisten angewendet. Das benötigte Acetylen stellt man entweder aus Karbid in Acetylenerzeugern her oder   entnimmt   es den bekannten Stahlflaschen mit gelöstem Acetylen. In beiden Fällen muss man   gewisse Umständlichkeiten,   die sich auch wirtschaftlich auswirken und gegebenenfalls sogar Gefahren in Kauf nehmen. Man hat deshalb mehrfach versucht, das Acetylen durch andere Gase, z. B. Äthylen, oder Gasgemische zu ersetzen. Insbesondere ging das Ziel dahin, ein Gas zu ermitteln, welches bei niedrigem Druck ohne Gefahr in Stahlflaschen verflüssigt werden kann. 



  Auch solche Brennstoffe, die bei gewöhnlicher Temperatur flüssig sind, kommen in Betracht. So wird seit längerer Zeit Benzol in mässigem Umfange zum   Schweissen   benutzt. Die Anwendung aller dieser Ersatzstoffe ist indessen wegen der niedrigen Temperatur nur eine beschränkte. 



   Die hohe Flammentemperatur des Acetylens ist in seiner hohen Zerfallwärme bzw. seiner dreifachen Kohlenstoffbindung begründet. Andere Kohlenwasserstoffe mit dreifacher Kohlenstoffbindung haben ebenfalls häufig grosse Zerfallwärme und gestatten deshalb auch die Erzielung hoher Flammentemperaturen. Die vorliegende Erfindung geht   demgemäss   dahin, bestimmte Acetylenderivate an Stelle des Acetylens selbst zu verwenden. 



   Es wurde nun gefunden, dass   Acetylenkohlenwasserstoffe,   welche nicht nur eine, sondern mehrere 
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 enthalten, die Flammentemperatur des   Aeetylens erreichen,   ja sogar übersehreiten. Bei ihrer Verwendung zum Schweissen braucht man aber die   eingangs erwähnten Nachteile des Acetylens nicht   mit in Kauf zu nehmen. 



   Es seien hier nur drei Beispiele   aufgeführt,   um zu zeigen, welche Möglichkeiten bei der Verwendung von Kohlenwasserstoffen der gekennzeichneten Art gegeben sind. 



   1. Vinylacetylen   C4H4,   (CH   = C-CH   =   CH2),   ein Polymerisationsprodukt des Acetylens, hat 
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   3. Die Pentadiene   CsH4'     (CH = C-CH-C =   CH bzw. CH = C. C =   C - CH3)   haben ebenfalls eine sehr hohe Zerfallwärme und etwa gleiche Flammentemperatur wie Acetylen. Sie sind bei Zimmertemperatur flüssig, wegen ihres hohen Dampfdruckes aber leicht vergasbar. 



   Naturgemäss können auch Mischungen der eben angeführten Kohlenwasserstoffe unter sich bzw. mit andern Brennstoffen Verwendung finden. 



   Die vorliegende Erfindung gestattet die Verknüpfung des Vorteiles einer hohen Flammentemperatur einerseits mit günstigen physikalischen Eigenschaften des Brennstoffes anderseits durch Verwendung einer bestimmten Gruppe von Kohlenwasserstoffen als Brenngase. Die Überlegenheit des Acetylens gegenüber andern Kohlenwasserstoffen beruht im wesentlichen auf seiner hohen Zerfallwärme. Infolge dieser hohen Zerfallwärme wird'in der ersten Stufe der   Umsetzung   mit Sauerstoff, welche zu Wasserstoff und Kohlenoxyd führt, so viel Wärme frei, dass die entstandenen Gase auf   hohe Temperatur   gebracht werden. Da Wasserstoff und Kohlenoxid sehr schwer dissoziieren, kann diese   Umsetzung   auch 

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 bei hoher Temperatur eine vollständige sein.

   Dagegen können andere Gase trotz   hoher Verbrennungs-   wärme keine so heissen Flammen geben, weil die Verbrennung zu Wasserdampf und   Kohlendioxyd   bei hoher Temperatur nicht mehr stattfindet und eine Wärmeenergie deshalb nicht frei wird. In der ersten Stufe geben die meisten und bekanntesten Kohlenwasserstoffe nur wenig Wärmeenergie, da ihr Zerfall unter geringer Wärmeentwicklung, ja in manchen Fällen nur unter   Wärmeaufwand,   der durch die Verbrennung des Kohlenstoffes zu Kohlenoxyd geliefert werden muss, eintritt. 



   Man hat die Homologen des Acetylens bisher für   Schweisszwecke   nicht verwendet und sie sind auch keineswegs ohne weiteres dafür geeignet. Die Verwendung des Allylens C3H4 (CH =   C - CH3)   ist wohl einmal in Erwägung gezogen worden, jedoch ergab die Rechnung, dass es dem Acetylen hinsichtlich der Flammentemperatur erheblich unterlegen ist. Versuche haben das   rechnerische   Ergebnis bestätigt. Was für Allylen zutrifft, gilt auch für die nächsten Homologen Aethylacetylen, Propylaeetylen, usw. 



   Ferner wurde überraschenderweise gefunden, dass manche Homologe des   Acttylens, insbesonderp   Monovinylacetylen, wesentlich gefahrloser zu handhaben sind als Acetylen selbst, obwohl diese Homologen ganz ungeheure für   Schweisszwecke   nutzbar zu machende Energien aufgespeichert enthalten. 



  Man kann sie daher, besonders Monovinylaeetylen, in verflüssigter Form gefahrlos in   Stahlflaschen   füllen und sie so in den Verkehr bringen. 



   Es erübrigt sich beim Arbeiten gemäss der vorliegenden Erfindung, beim Transport des verflüssigen Brenngases den bei Acetylen unvermeidlichen Ballast von Aceton und   Füllmasse mit zu trans-   portieren, denn um Acetylengase zu verwenden, muss man, wenn die Herstellung einer Rohrleitungsverbindung von der Erzeugungsstation zu der Anwendungsstelle nicht möglich ist, das sogenannte Dissousgas verwenden, welches aus einer in einer porösen Füllmasse aufgenommenen Lösung des Acetylens in Aceton besteht und in einer Stahlflasche eingeschlossen ist. Der Transport des Acetylens ist also ein kompliziertes Verfahren, das überdies sehr kostspielig ist.

   Der grosse Fortschritt der vorliegenden Erfindung wird gerade da deutlich sichtbar, wo es sieh darum handelt, das Brenngas auf weite Entfernungen zu verschicken, wobei die beträchtlichen Gewichtsersparnisse sich besonders vorteilhaft auswirken. 



   Ausser für   Schweisszwecke   lässt sich das verflüssigte Brenngas auch für   Beleuchtungs-und   besonders 
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 besonders in Siedlungen und auch an andern Stellen, die grösste Bedeutung erlangt. 



   Schliesslich wurde auch gefunden, dass man mit grossem Vorteil Monovinylacetylen als Lösungmittel für Acetylen verwenden kann. Ausser dem guten Lösungsvermögen für   Aeetylen   kommen dabei noch die Eigenschaften des Monovinylacetylens zu satten, dass es mit vergast, so dass seine infolge der konjugierten doppelten und dreifachen Bindung erhebliche Verbrennungsenergie gleichfalls nutzbar gemacht wird. Aceton ist demgegenüber nur ein für die Verwendung   unnützer   und Fracht kostender Ballast. 



   Die Vorteile der Lösungen von Acetylen in Monovinylacetylen zeigen sieh bei der Verwendung sowohl als   Schweissgas   als auch als   Leucht-und Heizgas. Während   man bisher aus Sicherheitsgründen Aeetylengas in Aceton gelöst in mit poröser Füllmasse gefüllten Stahlzylindern transportieren musste, bringt die Lösung des Aeetylens in Monovinylacetylen eine grosse Vereinfachung auch der Transportfrage. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
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 dadurch gekennzeichnet, dass er im Wesen aus   Acetylenkohlenwasserstoffen,   die neben einer dreifachen Kohlenstoffverbindung noch eine weitere drei-bzw. zweifache Kohlenstoffbindung enthalten, besteht.

Claims (1)

  1. 2. Brennstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er im Wesen aus Monovinylacetylen in komprimierter oder verflüssigter Form besteht.
    3. Brennstoff nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Monovinylaeetylen Acetylen in Lösung enthält.
AT143328D 1934-04-21 1934-06-20 Brennstoff für Beleuchtungs- oder Beheizungszwecke, insbesondere für die Autogentechnik. AT143328B (de)

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