DE868437C - Die Verwendung von Koksofengas oder aehnlichem Gas als Heizgas fuer Industrieoefen, z. B. Siemens-Martin-OEfen - Google Patents

Die Verwendung von Koksofengas oder aehnlichem Gas als Heizgas fuer Industrieoefen, z. B. Siemens-Martin-OEfen

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DE868437C
DE868437C DER1189D DER0001189D DE868437C DE 868437 C DE868437 C DE 868437C DE R1189 D DER1189 D DE R1189D DE R0001189 D DER0001189 D DE R0001189D DE 868437 C DE868437 C DE 868437C
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Germany
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gas
coke oven
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DER1189D
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English (en)
Inventor
Kurt Dipl-Ing Traenckner
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EOn Ruhrgas AG
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Ruhrgas AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/04Manufacture of hearth-furnace steel, e.g. Siemens-Martin steel

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

  • Die Verwendung von Koksofengas oder ähnlichem Gas als Heizgas für Industrieöfen, z. B. Siemens-Martin-Öfen Bei vielen Wärmeprozessen können die im Gasnetz zur Verfügung stehenden Gasarten, wie Koksofengas, Stadtgas od. dgl. Gase, keine Verwendung finden. Entweder ist die Zusammensetzung des Gases für den Wärmeprozeß ungeeignet, weil z. B. die mit Rücksicht auf das zu verarbeitende Material gewünschte Ofenatmosphäre nicht erzielbar ist oder dem Gas Bestandteile, beispielsweise ein Mangel an Stoffen, welche die Flammenstrahlung erhöhen, zur Erlangung der benötigten Ofentemperatur fehlen. Man hat sich durch Anwendung von Gasmischungen zu helfen versucht, wobei Koksofengas mit Restgasen aus den Benzinwerken gemischt wurde, oder hat dem Koksofengas Karburierungsmittel in Form von Teer, Öl, Kohlenstaub od. dgl. zugegeben. Die Durchführung des Wärmeprozesses ist dann von dem Vorhandensein des beizumischenden Gases bzw, des Karburierungsmittels abhängig. Zur Herstellung von Treibgas für den Antrieb von Motoren ist es bekannt, Stadtgas oder Koksofengas durch katalytische Umwandlung des Kohlenoxyds mit einem höheren Heizwert' zu versehen.
  • Die Erfindung betrifft die Verwendung von Koksofengas oder ähnlichen Gasen, dessen C O und H2 durch an sich bekannte katalytische Behandlung in schwere Kohlenwasserstoffe umgewandelt worden sind, als Heizgas für Industrieöfen, beispielsweise Siemens-Martin-Öfen. Durch die Erfindung wird die Zusammensetzung des Gases so geändert, daß aus einem für einen bestimmten Wärmeprozeß ungeeigneten Gas ein für diesen Wärmeprozeß geeignetes Gas unter Verwendung der im Gas vorhandenen Stoffe hergestellt wird. Beispielsweise wird ..ein @Siemens-Martin-Ofen mit Gichtgas, Generatorgas, Köksofengas oder-mit Mischungen dieser drei Gasarten beheizt: Obwohl das Koksofengas den höchsten Heizwert von- diesen Gasarten hat, zeigen sich bei der Be--heizung mit Koksofengas durch Schäumen des Bades und durch mangelnde .Flammenstrahlung schlechte Wärmeübertragungsnachteile. Eine Heizwerterhöhung des Gases; beispielsweise durch Methanisierung, bringt keine Abhilfe dieser Nachteile. Eine Karburation des Koksofengases mit Öl, Braunkohlenteer oder Braunkohle würde zwar die erwähnten Nachteile beheben, ist aber umständlich und wirtschaftlich untragbar. - Nach der 'Erfindung wird- auf die Karburation verzichtet und eine Behebung der Nachteile dadurch erreicht, daß das Koksofengas vor Eintritt in den Siemens-Martin-Ofen einer katalytischen Behandlung so unterworfen wird, daß Kohlenoxyd und Wasserstoff zu schweren Kohlenwasserstoffen umgewandelt werden. Letztere werden in der Flamme allmählich zu Kohlenstoff -abgebaut und -erhöhen damit die Flammenstrahlung in gleichem Maße, wie das bisher nur durch Zusatz -besonderer Karburierungsstoffe erreichbar war.
  • In anderen Wärmeprozessen darf das behandelte Gut bei Anwendung von Koksofengas wegen schädlicher Bestandteile im Koksofengas nicht mit den Rauchgasen in Berührung kommen. Die Wärmebehandlung erfolgt daher in geschlossenem Ofen unter Verwendung besonderer Schutzgase. Der Wärmeübergang auf das behandelte Gut ist hierbei schlechter, als wenn das behandelte Material direkt durch die Flammengase beheizt werden kann. Eine geeignete katalytische Vorbehandlung des Koks-Ofengases gemäß der Erfindung macht die Verwendung besonderer Schutzgase überflüssig. Nach der Erfindung wird den kohlenoxyd- und wasserstoffhaltigen Heizgasen durch katalytische Behandlung eine für Wärmeprozesse geeignete chemische Zusammensetzung zugegeben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Die Verwendung von Koksofengas oder ähnlichem Gas, dessen C O und H2 dürcli an sich bekannte katalytische Behandlung in schwere Kohlenwasserstoffe umgewandelt worden sind, als Heizgas für Industrieöfen, z. B. Siemens-Martin-Öfen.
DER1189D 1942-08-09 1942-08-09 Die Verwendung von Koksofengas oder aehnlichem Gas als Heizgas fuer Industrieoefen, z. B. Siemens-Martin-OEfen Expired DE868437C (de)

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