DE613292C - Steuerung fuer Pressluftmotore - Google Patents

Steuerung fuer Pressluftmotore

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DE613292C
DE613292C DEI41035D DEI0041035D DE613292C DE 613292 C DE613292 C DE 613292C DE I41035 D DEI41035 D DE I41035D DE I0041035 D DEI0041035 D DE I0041035D DE 613292 C DE613292 C DE 613292C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B17/00Reciprocating-piston machines or engines characterised by use of uniflow principle
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
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    • F01B17/02Engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multiple-Way Valves (AREA)

Description

  • Steuerung für Preßluftmotore Bei Preßluftmotoren mit hin und her gehendem Kolben, wie Schüttelrutschenmotoren, Haspelmotoren usw., wie sie im Bergbau verwendet werden, tritt eine Vereisung der Schieber und Schiebergehäuse sehr häufig auf. Gerade bei sauber bearbeiteten Steuerorganen und besonders bei mit Muschelschiebern ausgerüsteten Motoren tritt schon nach ganz kurzer Betriebsdauer eine derartige Vereisung auf, daß die Motore stehenbleib.en. Auch nach dem Auftauen und der dabei bewirkten Wärmezufuhr tritt die Vereisung sehr rasch wieder ein. Durch die Vereisung werden die Übertragungsgestänge übermäßig beansprucht und werden im Betrieb unter Tage in empfindlicher Weise störende Betriebspausen hervorgerufen.
  • Nach der Erfindung wird die Vereisung der Schieber in einfacher Weise beseitigt. Die Maßnahmen nach der Erfindung beruhen auf der Erkenntnis, daß die Vereisung beseitigt werden kann, wenn drei Punkte beachtet werden. Zunächst muß von der bekannten Einrichtung ausgegangen werden, wonach Einlaß und Auslaß so voneinander getrennt angeordnet sind, daß der Einlaßschieber nicht gleichzeitig den Auslaß steuert. Diesem Aufbau muß nach der Erfindung der Auspuffweg sodann in der Weise angepaßt werden, daß dieser so kurz wie möglich wird; die Abluft muß durch den gesteuerten Auslaß am Gehäuse geradlinig und unmittelbar ins Freie austreten, und drittens ist für Wärmezufuhr an die der Vereisung ausgesetzten Stellen zu sorgen. Alle drei Punkte können auf einfache Weise in die Praxis übergeführt werden, und zwar gleichgültig, ob ihre Anwendung bei einseitig oder zweiseitig beaufschlagten Motoren erfolgt, und gleichgültig, welchen Verwendungszweck und damit welchen Standort die Motore in der Grube haben. Die Trennung von Einlaß und Auslaß wird in bekannter Weise so durchgeführt, daß die beiden Luftströme durch zwei Schieber gesteuert werden, die zwar mehr oder weniger zusammenhängen bzw. gemeinsam gesteuert werden, die aber möglichst weit auseinander gelegt sind und je nur für einen Zweck arbeiten. Diese Trennung ist bei Motoren mit einseitig und beiderseitig beaufschlagten Kolben anwendbar. Nach der Erfindung wird dann der Auspuffweg dadurch gekürzt, daß lediglich die durchbrochene Zylinder- oder Deckelwand abgeschlossen oder freigegeben wird. Für die Zuführung von Wärme an den vom Auspuff bestrichenen Maschinenteil wird nach der Erfindung auf die einfachste Weise dadurch gesorgt, daß der Auspuffbohrung eine offene, düsenartige Haube vorgeschaltet wird. Die Haube wird so vor die Auspuffbohrung gesetzt, daß die ausströmende Abluft-aus der warmen Umgebungsluft die entsprechenden Mengen ansaugt; die im Vorbeistreichen die Umgebung der Auspuffbohrung erwärmen.
  • Bei den Motoren der bisher gebräuchlichen Art wurde entweder Einlaß und Auslaß über dieselbe Bohrung geleitet und von demselben bzw. einem einzigen Schieber bedient, oder die Ein- und Auslaßkätiäle mit den Steuerorganen waren zwar in räumlicher Trennung voneinander angeordnet, die Führung der Abluft erfolgte aber in mehrfacher Ablenkung ins Freie, so daß die bei der Expansion stark erkaltete Luft eine Tiefkühlung der Schieberwandungen in weitgehendem Maße herbeiführte, die zwangsweise eine weitere Wärmeabgabe, stärkere Abkühlung und schließlich Vereisung mit sich brachte. In allen Fällen war also durch die Zusammenführung von Einlaß und Auslaß im oder am Schieber oder durch mehrfache Ablenkung ein ständiger Wärmewechsel am Scheberspiegel aufgetreten; durch den die warme Frischluft immer mehr heruntergekühlt wurde, bis die' Eisbildung schließlich den Schieber überhaupt festsetzte. Außerdem waren die Auspuffwege zu lang -und nicht geradlinig, so daß auch dadurch eine Verstärkung der Herunterkühlung eintrat, die auch die Energie der Frischluft herabminderte.
  • Bei der Verminderung der Spannung von Druckluft hat man schon vorgeschlagen, durch Anwendung von Saugdüsen die von dem höheren Druck auf den niederen- Druck sich ausdehnende Luft zum Ansaugen weiterer Luft auszunutzen und die neue Luft auf den gleichen Enddruck zu bringen. Wie ersichtlich, hat dieses Problem aber nichts mit dem hier in Frage stehenden Problem gemeinsam, dem Auspuff Düsen so vorzuschalten, daß dadurch warme Umgebungsluft an den Auslaß herangesaugt und dieser erwärmt wird. Die Verminderung der Vereisungsgefahr wird also auch hier noch weiter ausgebaut.
  • Während also bisher durch den ständigen Wechsel zwischen Einlaß und Auslaß über dasselbe Steuerorgan oder durch die mehrfache Ablenkung der Abluft die Tiefkühlung der Luft und der Organe immer mehr gesteigert wurde, bis die Vereisung eintrat, ermöglicht, aufbauend auf der räumlichen Trennung der Steuerorgane und der Ein- und Auslässe, die unmittelbare und geradlinige Abführung der Abluft in Verbindung mit dem Ansaugen warmer Umgebungsluft nach der Erfindung für Einlaß und Auslaß gleichbleibende Verhältnisse und damit die Vermeidung der Vereisung.
  • An Hand der Zeichnung wird die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Abb. 1 bis 3 sind Längsschnitt, Grundriß und Stirnansicht eines einseitig beaufschlagten Rutschenmotors mit einer nach der Erfindung ausgestalteten Steuerung. Abb. 4 ist ein Teilschnitt durch die Zylinderdeckelwand und zeigt die Anordnung eines Schiebers vor dem Auspuff. Abb. 5 und 6 sind Stirnansicht des Schieberkastens und Längsschnitt durch den Zylinder eines doppelseitig beaufschlagten Motors, wie er etwa für- Haspelantriebe verwendet wird. Abb.7 ist ein Teilschnitt durch die Auspuff stelle.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i bis 4 arbeitet in dem Zylinder io der Kolben ii in der bei einseitig beaufschlagten Schüttelrutschenmotoren üblichen Weise. Es kann daher von der Kolbenstange 12 aus das Steuergestänge 13 mittels -der Nocken 14 in üblicher Weise beeinflußt werden und die Übertragung mittels der Hebelschwinge 15 auf -die Schieber erfolgen. Am Ende der Hebelschwinge 15 sind die nach der Erfindung getrennten Schieber angelenkt, und zwar am Gestänge 16 der Einlaßschieber 17 und am Gestänge i8 der-Auslaßschieber i9. Der Einlaßschieber 17 arbeitet nur auf Abdecken und Freigabe des Einlasses 2o, und die Preßluft' wird in üblicher Weise durch die Zuleitung 21 dem Einlaß 2o_ zugeführt. Der Auslaßschieber ig kann an sich auch, statt wie dargestellt, an einem Fortsatzgestänge des Einlaßschiebers 17 vorgesehen werden und könnte auch, wiederum im Gegensatz zur Därstellung, an der Zylinder- oder Deckelaußenseite angeordnet sein. Die auf der Innenseite des Zylinders getroffene Anordnung des Auslaßschiebers ig hat aber den` Vorteil der- geschützten Anordnung und des besserenWärmeaustausches. Wie ersichtlich, ist- als Auspufföffnung ein einfacher Schlitz oder eine andere Durchbrechung 22 im Zylinderdeckel 26 vor-. gesehen, so daß für den Auspuff der denkbar kürzeste Weg ins Freie gegeben ist, auf denn nur ein geringer Wärmeübergang von der Abluft auf den Zylinderdeckel möglich wird. Der Auslaßschieber ig bedarf keiner besonders genauen Bearbeitung, da er durch die Arbeitsluft - bei geschlossenem Auspuff auf den Schieberspiegel 23 gedrückt wird und hier abdichtet. Es genügt daher eine einfache Nuten- oder .Schwalbenschwänzführung 24 o. dgl. in dem Boden 27 des Zylinderdeckels 26. - Die Zuführung von Wärme an die Auspuffstelle des Motors wird durch Vorsatz der Düsenhaube 25 vor die Auspuffbohrung 22 bewirkt. Der Auspuff saugt dadurch die warme Umgebungsluft zwischen dem Zylinderdeckel und der hinteren Haubenkante an, so daß damit eine Wärmeabgabe von der angesaugten Umgebungsluft an den Zylinderdeckel erzielt und die Eisbildung ebenfalls verhindert wird.
  • Die Bedeutung der vorgeschilderten. Maßnahme -wird besonders - durch den Umstand unterstrichen, daß die in den Gruben den Arbeitsmaschinen zugeführte Preßluft nie frei von Feuchtigkeit ist, die in den Arbeitsmaschinen kondensiert und bei Eröffnung des Auspuffes an die Austrittsstelle gerissen wird. Ferner liegen die Arbeitsmaschinen oft im Wetterstrom, so daß in Vereinigung mit der bisher ebenfalls über denselben Schieber geführten Auspuffluft eine solche Herunterkühlung des Schiebergehäuses stattfand, daß die Eisbildung und die dadurch bedingte Festsetzung der Steuerorgane unvermeidlich war.
  • Als ein Beispiel für die Anwendung des Erfindungsgegenstandes bei doppelseitig beaufschlagten Motoren wurde ein Haspelmotor gewählt. Hier arbeitet in dem Zylinder roa der Kolben z ra mit beiderseitiger Beaufschlagung. Die Kolbenstange r2a ist hier mit der Kurbelwelle 28 verbunden, und von dieser aus wird die Steuerung bewirkt. Die Steuerbewegung kann mittels der üblichen Kulissen 29 auf das Schiebergestänge.3o übertragen werden und ist an sich nicht Gegenstand der Erfindung. Entsprechend der Erfindung sind die beiden Zylinderseiten mit getrennten Schieberkästen oder Schieberspiegeln 34 3z ausgerüstet und die Schieber 17a, iga lediglich durch das Gestänge 30 verbunden. Die paarweise Zusammenschaltung der Einlaßschieber z7a und der Auslaßschieber rga in getrennten Schieberkästen 31 bzw. offenen Schieberspiegeln 32 kann in der, vorbeschriebenen Weise erfolgen; es braucht nur die Zuführung des Arbeitsmittels aus der Leitung 21a in die Schieberkästen3z in die Arme 2ib gegabelt zu werden. Während die Einlaßöffnung 2oa durchaus im Rahmen des üblichen bleiben kann, ist die Auspuffbohrung 22a wiederum nach dem Prinzip des kürzesten Auspuffweges in der Zylinderwand angeordnet. Der Auspuffschieber iga ist auf dem außen vorgesehenen Schieberspiege132 gleitend angeordnet und wird auf diesem durch die entsprechend geschlitzte Platte 33 gehalten. Hierbei kann die Wand des Schieberspiegels gleich die Wärmehaube bilden, oder es kann auch, wie vorher beschrieben, eine abnehmbare Haube vorgesehen werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Steuerung für Preßluftmotore mit hin und her gehendem Kolben und mit besonderen und räumlich voneinander getrennten Ein- und Auslaßsteuerkörpern, z. B. zwei Schiebern, dadurch gekennzeichnet, daß die Abluft unmittelbar und geradlinig durch die am Zylinder (zo, zoa) oder im Zylinderdeckel (26) liegenden Auslässe (22, 22a) hindurch ins Freie geleitet wird.
  2. 2. Steuerung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß der Auspuff (22) eine düsenartige Vorsatzhaube (25) zum Ansaugen und Zuführen warmer Umgebungsluft an die Auspuffstelle erhält.
  3. 3. Steuerung nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Auspuffschieber (1g, rga) Feinbohrungen vorgesehen sind, durch die in der Abschlußstellung des Schiebers Arbeitsluft über den Auspuff (22) austritt, so daß auch bei dieser Schieberstellung an der Auspuffstelle warme Umgebungsluft vorbeigesaugt wird.
DEI41035D 1931-03-22 1931-03-22 Steuerung fuer Pressluftmotore Expired DE613292C (de)

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