DE613267C - Anordnung zur Vermeidung des Rauschens bei hochfrequenzverstaerkenden Roehren in Empfaengern - Google Patents

Anordnung zur Vermeidung des Rauschens bei hochfrequenzverstaerkenden Roehren in Empfaengern

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DE613267C
DE613267C DE1930613267D DE613267DD DE613267C DE 613267 C DE613267 C DE 613267C DE 1930613267 D DE1930613267 D DE 1930613267D DE 613267D D DE613267D D DE 613267DD DE 613267 C DE613267 C DE 613267C
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03FAMPLIFIERS
    • H03F1/00Details of amplifiers with only discharge tubes, only semiconductor devices or only unspecified devices as amplifying elements
    • H03F1/26Modifications of amplifiers to reduce influence of noise generated by amplifying elements
    • H03F1/28Modifications of amplifiers to reduce influence of noise generated by amplifying elements in discharge-tube amplifiers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Microwave Amplifiers (AREA)

Description

  • Anordnung zur Vermeidung des Rauschens bei hochfrequenzverstärkenden Röhren in Empfängern Wenn man bei einem empfindlichen Empfänger zur Erhöhung der Lautstärke die Rückkopplung so weit festigt, daß Schwingungen einsetzen, so bemerkt man, daß zwar die Empfangsintensität stark wächst, daß aber mit der Empfangsintensität zugleich das bekannte Rauschen des Empfängers so stark anwächst, daß der erzielte Gewinn an Lautstärke illusorisch wird. Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es nun, dieses Rauschen zu beseitigen.
  • Dieses Rauschen ist eine Folge des von Schottky gefundenen Schroteffektes. Dieser Schroteffekt kommt dadurch zustande, daß in gleichen Zeiten nicht die gleiche Anzahl von Elektronen den Glühdraht verlassen, sondern dann die Elektronenzahl und damit die Stromstärke schwankt. Für derartige Schwankungen atomistischer Vorgänge hat man ganz allgemein durch Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen folgendes Gesetz aufgestellt: j-2 = 'zE Hierin bedeutet j die Stromschwankung, j-4 das mittlere Quadrat der Stromschwankung, a den mittleren Elektronenstrom, E die Ladung eines Elektrons und a die Beobachtungszeit.
  • Ist z groß, d. h. die Frequenz klein, so ist nach dieser Formel die Schwankung klein, d. h. man hört im Empfänger kein bzw. nur ein sehr leises Rauschen. Ist z dagegen klein, die Frequenz hoch, so wird, da t im Nenner steht, die Schwankung sehr stark verstärkt. Will man also das Rauschen beseitigen, so muß man vermeiden, daß der die erste oder die ersten Röhren durchfließende Strom hochfrequent schwankt.
  • Eine Röhre wird von zwei Seiten her von Hochfrequenzspannungen getroffen; einmal von .dem Eingangskreis der Empfangsanordnung, d. h. der Antenne. Die hiervon herrührenden hochfrequenten Schwankungen müssen natürlich erhalten bleiben, denn die Anordnung soll ja zum Empfang dienen. Diese Hochfrequenzimpulse sind auch nicht schädlich, denn sie sind nur sehr schwach und erregen auch nur einen schwachen, nicht störenden Schroteffekt. Die Röhre wird aber auch andererseits von rückwärts von Hochfrequenzspannungen getroffen, die an dem nachgeschalteten Kreis auftreten. Diese Schwingungen rühren von einer Selbsterregung der Röhre beim Schwebungsempfang und beim Mitnahmebereichempfang her und sind schätzungsweise einige hundertmal stärker als die von der Antenne herkommenden Empfangsschwingungen. Sie rufen daher auch einen starken Schroteffekt hervor. Der Vollständigkeit halber sei noch darauf hingewiesen, daß bei Telephonieempfang mit dem rückkopplungsentdämpften Audion dieTrägerwelle so weit verstärkt wird; daß sie gegenüber den Seitenbändern dieselbe Rolle spielt wie die durch Selbsterregung entstehenden Wellen beim Schwebungs- und Mitnahmebereichempfang.
  • Das Grundprinzip der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, die Einwirkung der an der Anode wirksamen, am nachgeschalteten Kreis auftretenden Hochfrequenzspannungen auf die Kathodenemission zu kompensieren. Dies ist ohne weiteres statthaft, da .die Empfangslautstärke nicht beeinflußt wird. Der Vollständigkeit halber sei noch darauf hingewiesen, daß die Schwingungen am nachgeschalteten Kreis beim Schwebungsempfang, beim Arbeiten im Mitnahmebereich und auch beim gewöhnlichen entdämpften Empfang auftreten.
  • Auf Grund dieses prinzipiellen Erfindungsgedankens wird dann folgende technische Maßnahme vorgeschlagen.
  • An ein der Anode benachbartes Gitter wird eine Spannung gelegt, die gegenphasig ist zu der vom nachgeschalteten Kreis herrührenden Wechselspannung, die an der Anode liegt. Diese Gegenspannung wird so bemessen, daß ihr Verhältnis zu der vom nachgeschalteten Kreis herrührenden Spannung dem Durchgriff der Anode durch das der Anode benachbarte Gitter gleicht, und außerdem wird das der Anode benachbarte Gitter durch Heranrücken an- das von -der Anode aus gesehene zweite Gitter (Steuergitter) und durch eine Vorspannung stromlos gehalten, die niedriger als die Spannung ist, die an der Stelle des der Anode benachbarten Gitters in der Röhre herrschen würde, wenn dieses Gitter nicht vorhanden wäre: Im nachstehenden ist der Erfindungsgedanke im einzelnen näher erläutert. Es sei zunächst beispielsweise angenommen, daß die erste Röhre eine Schirmgitterröhre sei, an deren Anode eine durch den nachgeschalteten Kreis ?" 3 (Abb. i) hervorgerufene hochfrequente Wechselspannung liegt. Die hochfrequente -Wechselspannung wird durch die Rückkopplung mit der Spule i hervorgerufen. Die Gitter dieser Röhre numerieren wir von der Anode aus, nennen also in dem vorliegenden Beispiel das Schirmgitter Gitter I, das Steuergitter Gitter Il. Unter Zugrundelegung des Grundprinzips der vorliegenden Erfindung soll; wie dargelegt, im Raume zwischen Gitter I und II kein von dem nachgeschalteten Kreis herrührendes Wechselfeld sein. Ist dies der Fall, dann ist der das Gitter II durchsetzende Strom von hochfrequenten Schwankungen frei. Das genügt allerdings noch nicht, denn dieser Strom verteilt sich auf Gitter I und Anode. Es muß daher noch dafür gesorgt werden-, daß diese Verteilung- von :der hochfrequenten vom nachgeschalteten Kreis herrührenden Spannung unabhängig ist. Das kann z. B. dadurch geschehen, daß man dafür sorgt, daß das Gitter i gar keinen Strom aufnimmt. Das Verteilungsverhältnis ist dann immer gleich Null.
  • Eine technische Maßnahme zur Erzeugung eines wechselfeldfreien Raumes zwischen den Gittern I und II kann man z. B. aus folgender Überlegung ableiten: Anode und Gitter II bilden eine kleine Kapazität. Liegt an der Anode' eine Wechselspannung, so fließt durch diese Kapazität ein Strom; dieser erregt in dem zwischen Gitter II und Kathode liegenden Schwingungskreis eine Wechselspannung. Vermeidet man diese Spannung am Gitter II, was man z. B. durch Neutrodynisierung erreichen könnte - es wird das auch, wie später dargestellt werden soll, ohne die übliche Neutrodynisierung möglich, sein -, so wird nach der ersten Barkhausenschen Röhrenformel der Strom., welcher durch die Maschen des Gitters II hindurchfließt, zwar nicht durch eine Spannungsschwankung des Steuergitters, sondern durch eine Steuerspannung gesteuert, die sich durch u - DAS (u" + us) berechnet, wobei u" die Anodenspannung, u, die Spannung des Gitters I, .in. unserem Beispiel des Schirmgitters, und DAS der Durchgriff der Anode durch das Schirmgitter ist. u wird also zu Null gemacht werden können, wenn man -u, und- u, im Verhältnis DAS gegeneinanderschwingen läßt. - Dies kann beispielsweise wieder dadurch erreicht werden, daß man die Schwingkreisspule 2 teilt, wie in Abb. z -dargestellt, das obere Ende an, die Anode, das untere an das Schirmgitter und den Teilungspunkt an Erde legt und -las Teilungsverhältnis so bemißt, daß die Spannungsabfälle -in. der unteren und oberen Hälfte sich wie DAS verhalen.
  • Wenn dieses- Verteilungsverhältnis beim Abstimmen-des Empfängers erhalten bleiben soll, so mu'B des weiteren noch dafür gesorgt werden, daß auch der Strom in beiden Spulenteilen derselbe ist. Das- wird von vornherein nicht der Fall sein, denn -der obere Spulenteil wird noch von den Kapazitätsströmen il und i2, der untere von dem Strom i3 durchflossen, und il -f- i2 ist im allgemeinen nicht gleich i3. Da es sich aber bei diesen drei Strömen um Kapazitätsströme handelt, so kann man für alle Frequenzen ihre Gleichheit z. B. durch den. Doppelkondensator q. einregulieren. . -Schließlich ist noch auf einen weiteren Punkt zu achten. Auch -die Rückkopplungsspule erregt in der Spule .2 eine Spannung. Die Rückkopplungsspule muß so angeordnet werden, daß die von ihr in den beiden Spulen= teilen .induzierten Spannungen-ebenfalls im Verhältnis DAS stehen. Damit ist der Spannungsabgleich vollständig, denn der Anodenstrom der ersten Röhre stört ihn nicht, da er keine Hochfrequenz enthält.
  • Als zweite zur Beseitigung des Rauschens notwendige Bedingung hatten wir im Anfang aufgestellt: Stromlosigkeit des Gitters I, damit das Stromverteilungsverhältnis irümer konstant gleich Null bleibt. Um die technischen Maßnahmen hierüber zu finden, stellen wir folgende Betrachtung an. Wir vergleichen die elektrischen Potentiallinien mit den Höhenniveaulinien einer Landkarte, auf der ein Gebirge dargestellt ist. Gitter II stellt den Gebirgskamm, die Anode das Tal dar. Die Elektronen werden mit Kugeln verglichen, die vom Kamm des Gebirges zu Tal rollen. Bilden jetzt die Stäbe des Gitters I Potentialberge, die auf den Berghang aufgesetzt sind, so werden die Elektronen um die Gitterstäbe herumrollen. Es wird erreicht werden, daß der Strom auf das Gitter I dauernd Null bleibt. Bilden die Drähte des Gitters I aber Gruben, die in den Abhang des Gebirges eingegraben sind, so werden die Elektronen hineinrollen. Wir müssen also das Potential des Gitters I so weit senken (oder in unserem Bilde: die von dem Gitter I dargestellten Berggruppen so weit erhöhen), daß es niedriger ist, als das Potential an dieser Stelle der Röhre sein würde, wenn das Gitter I nicht da wäre; wir müssen das Gitter I dem Gitter II möglichst nahe rücken, damit wir seine Spannung nicht allzusehr zu senken brauchen. Absolut sicher geht man, wenn man eine Penthode benutzt und Gitter I negativ gegen den Glühdraht vorspannt. Abb. q. zeigt einen als erste Röhre eine Penthode benutzenden Empfänger mit der nötigen Kapselung. In der schwingenden zweiten Röhre kann der Hochfrequenzschroteffekt natürlich nicht vermieden werden. Ist der Empfang so schwach, daß die Verstärkung durch eine Hochfrequenzstufe noch nicht genügt, so kann man natürlich in üblicher Weise weitere Hochfrequenzstufen vorschalten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Vermeidung des Rauschens bei hochfrequenzverstärkenden Röhren in Empfängern, dadurch gekennzeichnet, daß an ein der Anode benachbartes Gitter eine zu der vom nachgeschalteten Kreis herrührenden Wechselspannung an der Anode gegenphasige Spannung gelegt ist, deren Verhältnis zu der vom nachgeschalteten Kreis herrührenden Wechselspannung an der Anode gleich dem Durchgriff der Anode durch das der Anode benachbarte Gitter ist, und daß das der Anode benachbarte Gitter durch Heranrücken an das von der Anode aus gesehene zweite Gitter und durch eine Vorspannung stromlos gehalten wird, die niedriger als die Spannung ist, die an der Stelle des der Anode benachbarten Gitters in der Röhre herrschen würde, wenn dieses Gitter nicht vorhanden wäre.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine im Anodenkreis liegende Schwingkreisspule mit ihrem von der Anode abgewendeten Ende an dem der Anode benachbarten, negativ vorgespannten Gitter liegt und durch einen Punkt festen Potentials so geteilt ist, daß die Spannungen an diesem Gitter und der Anode im Verhältnis des Durchgriffs der Anode durch das der Anode benachbarte Gitter stehen.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die nach der Anode, dem der Anode benachbarten Gitter, dem Gitter der folgenden Röhre und deren Zuleitungen fließenden Ladungsströme durch Zusatzkapazitäten, z. B. durch einen Doppelkondensator, ausgeglichen sind. q.. Anordnung nach Anspruch i, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß auch die von der Rückkopplungsspule induzierte Spannung in einem Verhältnis verteilt auf die beiden Teile der Schwingkreisspule wirkt, welches dem Durchgriff der Anode durch das der Anode benachbarte Gitter gleicht.
DE1930613267D 1930-08-21 1930-08-21 Anordnung zur Vermeidung des Rauschens bei hochfrequenzverstaerkenden Roehren in Empfaengern Expired DE613267C (de)

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