DE610315C - Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen auf Wolle - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen auf Wolle

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DE610315C
DE610315C DEG84663D DEG0084663D DE610315C DE 610315 C DE610315 C DE 610315C DE G84663 D DEG84663 D DE G84663D DE G0084663 D DEG0084663 D DE G0084663D DE 610315 C DE610315 C DE 610315C
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Germany
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wool
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
BASF Schweiz AG
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/14Wool
    • D06P3/22Preparing azo dyes on the fibre

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Azofarbstoffen auf Wolle Es ist bekannt, daß bei der Herstellung von echten Wollfärbungen, wie sie durch Grundieren der Wolle mit Aryliden der 2,g-Oxynaphthoesäure und nachträgliches Entwickeln mit Diazoverbindungen erhältlich sind, leicht reibunechte Färbungen entstehen können. Um dies zu verhüten, sind bereits verschiedene Maßnahmen empfohlen worden, wie z. B. das Spülen mit Kochsalzlösung oder Schleudern der grundierten Wolle.
  • Vorliegendes Verfahren bezweckt nun die Erhöhung der Reibechtheit von solchen Färbungen, die durch Grundieren der Wolle in alkalischem Bade mit kupplungsfähigen Aryliden organischer Carbonsäuren und Entwickeln mit Diazoverbindungen erhalten werden. Es besteht darin, daß die Wolle nach dem Grundieren mit dem Arylid mit Flüssigkeiten behandelt wird, die solche Puffersubstanzen enthalten, welche die Alkalinität der grundierten Wolle herabsetzen. Solche puffernd wirkenden Verbindungen sind z. B. Natriumbicarbonat, Magnesiumsulfat, Ammonsalze, saure Phosphate, schwache Säuren. Diesen Flüssigkeitem können noch emulgierend bzw. lösend wirkende Substanzen zugegeben werden, wie z. B. Seife, deren. Ersatzstoffe, Kolloide. Vorliegende Arbeitsweise hat auch gegenüber den bisher bekannten Arbeitsweisen, Abquetschen bzw. Schleudern nach dem Grundieren oder Entfernen der überschüssigen Grundierungslösung durch Waschen mit einer Kochsalzlösung, den Vorteil, daß die Bildung von Azofarbstoffen durch Kuppeln der Diazoverbindung mit der Wolle selbst stark zurückgedrängt,wird, so daß reinere Färbungen entstehen.
  • Beispiel i Wolle wird irri Flottenverhältnis i : 30 mit einer Lösung, die 21/0 2,3-Oxynaphthoyl@ aminöbenzol, q. % Natriumhydroxyd, beide auf das Gewicht der Wolle berechnet, sowie 2o g Natriumsulfat und 2o g Sulfitcelluloseablauge, letztere je Liter Flotte, enthält, während 3/4 Stunden bei q.5° C grundiert. Hierauf wird die Wolle im Flottenverhältnis i : io während io Minuten mit einer Flüssigkeit gewaschen, die je Liter io g Natriumbicarbonat enthält. Die Wolle wird nun ohne zu trocknen in einem Entrichtungsbade, Flottenverhältnis i : i o, entwickelt, das 2 % diazotiertes q.',,- Athoxy - ¢ - aminodiphenylamin, ferner 5 % Natriumbicarbonat, beide auf das Gewicht. der Wolle berechnet, enthält. Nach dem Spülen und Absäuern erhält man eine tiefblaue Färbung von sehr guten Echtheitseigenschaften, insbesondere von sehr guter Reibechtheit.
  • Beispiel e Man behandelt Wollgarn in einem Färbebade, das 3% 1-(2') 3'-Oxynaphthoylamino) -naphthalin, 601oNatriumhydroxyd und 12010 Türkischrotöl, bezogen auf das Gewicht der Wolle, ferner 2o g Sulffltcelluloseablauge und 50 g Natriumsulfat je Liter Flotte enthält. Die Behandlung wird in einem Flottenverhältnis von i : 2o während 31,1 Stunden bei 2o°C durchgeführt, indem das Garn möglichst sorgfältig in der Flotte umgezogen wird. Hierauf wird die Grundierungsflotte abgelassen, und das grundierte Wollgarn wird mit der 15fachen Wassermenge, enthaltend 2o010 Natriumbicarbonat, sowie io % des Natriumsalzes des Ölsäureesters der Oxyäthausulfonsäure oder ein anderes Waschmittel, beide bezogen auf das Gewicht der Wolle, während io Minuten bei gewöhnlicher Temperatur behandelt. Die Waschflotte wird nun abgelassen, und die Wolle wird während 2o Minuten mit der Entwicklungsflotte, die 2010 vom Gewicht der Wolle diazotiertes 4-Chlor-2-amino-i-methylbenzol und außerdem io0/0 Natriumbicarbonat enthält, entwickelt. Man erhält ein tiefes Rot von ausgezeichnetenEchtheitseigenschaften.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Azofarbstoffen auf Wolle, dadurch gekennzeichnet, daß man die mit alkalischen Lösungen von 2,3-Oxynaphthoesäurearyliden grundierte Wolle mit Lösungen Alkali abstumpfender Mittel behandelt und den Farbstoff in üblicher Weise mit Diazoverbindungen entwickelt.
DEG84663D 1932-03-09 1933-01-31 Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen auf Wolle Expired DE610315C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1026723B (de) * 1954-06-10 1958-03-27 Hoechst Ag Verfahren zum Faerben von geformten Gebilden aus aromatischen Polyestern, insbesondere Polyaethylenterephthalaten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1026723B (de) * 1954-06-10 1958-03-27 Hoechst Ag Verfahren zum Faerben von geformten Gebilden aus aromatischen Polyestern, insbesondere Polyaethylenterephthalaten

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