DE6101C - Neuerungen in der Herstellung von Schuhwerk - Google Patents

Neuerungen in der Herstellung von Schuhwerk

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DE6101C
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Germany
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Original Assignee
C. A. MECHNIG in Berlin
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D8/00Machines for cutting, ornamenting, marking or otherwise working up shoe part blanks
    • A43D8/003Machines for cutting, ornamenting, marking or otherwise working up shoe part blanks specially adapted for forming upper blanks or leggings by stretching

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
1878.
Klasse 714
C. A. MECHNIG in BERLIN. Neuerungen in der Herstellung von Schuhwerk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. December 1.878 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Schuhwerk aus leinenen oder anderen Geweben, Leder, Ledertuch, Tuch, Filz etc., durch Pressen dieser Materialien in und um erhitzte Formen und durch nachheriges Fertigmachen der so vorgerichteten Theile und hat den Zweck, ein verhältnifsmäfsig billiges Schuhwerk herzustellen.
Da es sich bei dem Verfahren um das Pressen der Materialien in bestimmte Formen handelt, so müssen für verschiedene Gröfsen und Fac,ons auch verschiedene Prefsformen, ja selbst verschieden starke und demgemäfs verschieden construirte Pressen angewendet werden. Die beiliegende Zeichnung ist daher nur als ein Beispiel anzusehen, um das Verfahren zu erklären, und wird ausdrücklich bemerkt, dafs die Erfindung nicht durch die in der Zeichnung dargestellten Apparate und Formen begrenzt ist.
Das Verfahren, welches sich also nach den Materialien und den herzustellenden Gegenständen in gewissen Grenzen ändert, ist beispielsweise für Schuhe folgendes: Ueber eine hohle, durch Gas, Dampf oder dergl. erhitzte Matrize A, Fig. 1, wird ein Stück Leinwand, Tuch, Filz etc. C, welches mit. Schlichte angefeuchtet ist, gelegt, so glatt wie möglich ausgezogen, und an Stiften dd in den Seiten der Matrize befestigt. Dann wird schnell, ehe die Schlichte trocknen kann, der mit der Matrize correspondirende, ebenfalls erhitzte Oberstempel B darauf gedrückt und einige Zeit darauf gelassen, bis das Material C trocken geworden ist. Da der Oberstempel B die Narben von Leder sowie anderweitige Verzierungen, wie Schleifen, Rosetten etc. oder .Nähte, Knöpfe, Schnallen etc. oder das Muster von Zeug eingravirt enthält, so werden sich bei hinreichendem Druck alle Einzelheiten auf dem geprefsten, und nun nach Abnahme von der Matrize A trocknen und steifen Material zeigen. Nach Ausschneiden des mittleren Theiles D von C, der Fufsöffnung, und nach Beseitigung des überflüssigen Materials an der untern Seite E E, kann zum Aufkleben oder Annähen der besonders fertig gestellten Sohle und des Absatzes, dem Auskleben des Schuhes mit Futter, dem Einlegen einer Innensohle, dem Einfassen des obern Randes mit Band und dem Lackiren, Wichsen oder Färben der Aufsenseite in beliebigen Farben geschritten werden. Bei diesem Beispiel wurde der Schuh von der oberen Seite aus geprefst und die Sohle mufste besonders aufgelegt werden.
Um Sohle und Obertheil aus einem Stück zu bilden, benutzt man eine Einrichtung, wie sie Fig. 2 zeigt. Die Matrize besteht aus dem festen Theil A und dem losen, theilweise darauf passenden Theil A1, einem Leisten, zwischen welche der zum Oberblatt bestimmte Theil F des Materials C, welches vorher ungefähr in die Fagon G geschnitten war, gelegt wird. Der Rest von C wird um den Matrizentheil A1 , dem Leisten, nach allen Seiten fest herumgezogen und übereinandergreifend auf Stifte d d in demselben genadelt, wonach das Obertheil B heruntergeprefst wird. Die Stifte dd können sich in Löcher und Schlitze von B einlegen. Zum Abnehmen des hier also mit Fufsöffnung und Sohle im Rohen fertigen Schuhes werden die Stifte d d aus dem Leisten A und der letztere aus dem Schuh herausgezogen. Da, wo die Enden des Materials über einander zu liegen kommen, oder selbst da, wo das letztere in Falten liegt, wird durch das feste Aufpressen des Obertheils und das Trocknen der Schlichte eine glatte zusammenhängende Oberfläche gebildet. Das Fertigstellen geschieht wie oben beschrieben.
Um Stiefel mit Schäften herzustellen, kann man auf verschiedene Arten verfahren. Das Material wird z. B. auf einen aus Theilen bestehenden Leisten nach allen Seiten hin aufgezogen, genadelt und dann in einer zwei- oder mehrtheiligen Form geprefst, so dafs ein. späteres Zusammennähen des Schaftes oder des Oberleders nicht nöthig ist. Oder aber die Form wird so gewählt, dafs noch ein oder zwei wirkliche Nähte zu machen sind, um den Schaft zu schliefsen. Als Beispiel des letzteren Verfahrens dient Fig. 3. Die Matrize A ist flach, der Schaft entsprechend geformt und hier ohne Absatz; der hornartige Vorsprung H giebt die richtige Form für den Blatttheil. Der Oberstempel B pafst entsprechend auf A. Nach dem Pressen wird der glattliegende Schafttheil K von C unter Erwärmen auf einem getheilten Holzleisten rundgebogen und der Länge nach genäht, dann das überstehende Material auf den Leisten gezwickt, die Sohle und der Absatz an-
genäht, genagelt oder geleimt, der Leisten herausgenommen und der Stiefel fertig gemacht.
Es versteht sich, dafs das Zusammendrücken oder Pressen selbst durch geeignete, auch sonst schon zum Pressen benutzte Maschinen, die zu Fufs-, Dampf- oder hydraulischem Betrieb eingerichtet sind, geschieht, indem die gefüllten Formen in ihnen dem gewünschten Druck ausgesetzt werden. Die Matrizen mit ihren Obertheilen können von Zink, Eisen oder sonstigem passenden Material sein, ähnlich wie bei den Hutpressen. Die angewendete Schlichte besteht aus Dextrin, Stärke etc. und kann durch Zusatz von doppeltchromsauren Natron oder auf andere bekannte Weise derart zubereitet werden, dafs das damit getränkte Material nach dem Pressen wasserdicht wird. Auch kann man eine solche Schlichte anwenden, die nach dem Trocknen elastisch bleibt, z. B. eine Federharzauflösung oder andere bekannte Mischungen.
Es mufs noch bemerkt werden, dafs bei besonders schwierigen Formen, besonders bei verzierten Damenstiefeln und Schuhen, oder der Billigkeit der Herstellung wegen, es vorteilhaft ist, den zu fertigenden Gegenstand nicht aus einem Stück zu machen, sondern Absatz, Verzierungen, wie Schleifen, Rosetten etc., einzeln auf angegebene Weise zu pressen und wenn nöthig fertig zu machen und dann auf passend erscheinende Weise an ersteren durch Nähen, Leimen, Cementiren oder dergl. zu befestigen. Auch bezieht sich die Erfindung darauf, dafs man bei der Fabrikation von Schuhwerk zu dem auf beschriebene Weise geprefsten Haupttheil des Schuhes oder Stiefels andere Nebentheile, wie Sohle, Absatz, Verzierung,' Schleifen, Rosetten etc., die auf bisher gebräuchliche Art hergestellt wurden, einzeln hinzufügt, oder umgekehrt, an auf gewöhnliche Weise gefertigtes Schuhwerk die eben erwähnten Nebentheile, welche durch dieses Prefsverfahren hergestellt wurden, anbringt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Herstellung von Schuhwerk durch Pressen des dazu gewählten, geschlichteten Stoffes.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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