DE60652C - Kork- und V erdraht-Maschine - Google Patents

Kork- und V erdraht-Maschine

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DE60652C
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Germany
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cork
bottle
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DENDAT60652D
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S. WILE, Advokat, in Rochester, 241 Gowers Block, New-York, V. St. A
Publication of DE60652C publication Critical patent/DE60652C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67BAPPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
    • B67B5/00Applying protective or decorative covers to closures; Devices for securing bottle closures with wire
    • B67B5/06Devices for securing bottle closures with wire

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum Korken und Binden von Flaschen mit Draht, und zwar treibt die Maschine den Kork in die Flasche selbstthä'tig hinein und befestigt auch den Draht an der Flasche mit Genauigkeit, Sicherheit und Schnelligkeit. Zu diesem Zweck besteht die Maschine im wesentlichen aus einem Korkpresser zum Zusammenpressen des Korkes; einem Träger, um die Flasche in der Bewegungslinie des Korkes zu tragen; einem Stempel, um den Kork einzutreiben; einem Drahtführer, um eine bestimmte Menge Draht abzugeben und ihn an der Flasche zu befestigen; einem Abschneider, um den Draht abzutrennen; einem Mechanismus, um den Draht quer über den Kopf oder Hals der Flasche und über den Kork zu legen, und aus einem Mechanismus zum Befestigen des Drahtes in der gewünschten Stellung.
Auf beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 ein Grundrifs, Fig. 2 eine Vorderansicht der Maschine, welche die letztere in dem Augenblick darstellt, in welchem sie eine gekorkte Flasche weiter behandelt. Fig. 3 ist eine Seitenansicht der Maschine.
Fig. 4 . ist eine. vergröfserte Hinteransicht (also um i8o° gedreht gegen die Vorderansicht), theilweise im Schnitt; die Füfse des Gestelles und der mittlere Theil der Maschine sind abgebrochen dargestellt. Die Figur veranschaulicht die Art des Anschlusses der Antriebwelle an die verschiedenen Mechanismen und zugleich die Ausrückvorrichtung für den Apparat zum Zusammendrehen der getrennten Drahtenden.
Fig. 5 ist ein senkrechter .Schnitt durch die Maschine nach Linie a-a, Fig. 1; sie veranschaulicht Einzeltheile der um i8o° gegen sie gedrehten Fig. 4.
Fig. 6 ist ein Schnitt nach Linie b-b, Fig. 1 ; derselbe veranschaulicht die Art der hin- und hergehenden Bewegung des Drahtführers nach und von der Flasche; sie zeigt die Einzeltheile und deren Anordnung genauer.
Fig. 7 ist 'eine· Erweiterung der Fig. 6; sie stellt den Drahtführer dar, wie er mit seinen Schenkeln den Flaschenhals, in welchem gerade der Kork hineingetrieben wird, umschliefst.
Fig. 8 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie c-c, Fig. 1; derselbe zeigt den Flaschenführer und die Vorrichtung zum festen Verbinden der hervorstehenden Drahtenden, nachdem der Draht um den Hals der Flasche befestigt ist.
Fig. 9 stellt einen senkrechten Schnitt dar, der von der anderen Seite der Schnittlinie c-c genommen ist und die besondere Vorrichtung zeigt, die zum Aufbiegen der vorstehenden Drahtenden dient, nachdem der Draht um die Flasche befestigt ist, damit diese Drahtenden sogleich von der Vorrichtung erfafst werden, welche beide Enden mit einander verbindet, wie Fig. 8 zeigt.
Fig. 10 ist eine Ansicht zweier Arme nach Fig. 9, welche in der Lage gezeichnet sind, wo sie die Enden des Drahtes aufgebogen haben. ■
Fig. 11 ist ein senkrechter Längsschnitt durch den Korkpresser, dessen Träger und das Lagergestell.
Fig. 12 zeigt eine Ansicht von dem Abschneider. Derselbe, auf einem Theil der Tischplatte befindlich, ist durch stark ausgezogene Linien in seiner Ruhelage und durch punktirte Linien in der Lage gezeichnet, in welcher er den Draht abschneidet.
Fig. 13 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie x-x, Fig. i, welcher die Art und Weise der Bewegungsertheilung an den Abschneider und den Flaschenträger veranschaulicht.
Fig. 14 ist ein waagrechter Schnitt des Flaschenführers, genommen nach y-y, Fig. 2; derselbe veranschaulicht die Art, wie die zum Halten der Flaschen bestimmten Arme des Flaschenträgers ihre Bewegung erhalten.
Fig. 15 ist ein waagrechter Schnitt nach Linie ^, Fig. 3, der die Bewegungsertheilung an den Flaschenträger noch näher erläutert.
Fig. 16 ist eine Ansicht mit theilweisem Schnitt der Vorrichtung zum Zusammenbinden der über den Kopf der Flasche aufgebogenen Drahtenden.
Fig. 17 ist eine Einzeldarstellung des Drahtführers und dessen Schenkels zum Führen und Befestigen des Drahtes.
Fig. 18 ist ein Querschnitt der Maschine nach Linie d-d, Fig. 1; derselbe veranschaulicht die Bewegungsertheilung von der Antriebwelle an die Vorrichtung zum Zusammendrehen der getrennten Drahtenden und die Stillsetzvorrichtung, um das Drehen des Drahtführers zu unterbrechen, wenn derselbe sich in waagrechter Lage befindet.
Fig. 19 ist eine Ansicht der den Abschneider treibenden Daumenscheibe und des Curvenstückes, welches mit der Daumenscheibe in Berührung steht und dadurch die Bewegung an den Abschneider fortpflanzt.
Der Tisch, auf welchem die Maschine angeordnet ist, ist mit A bezeichnet; er trägt die folgenden Theile: Flaschenhalter B, Flaschenführer R, Korkpresser C, Prefsstempel D, Drahtführer E, Abschneider M und Drahtbefestigungsvorrichtung P.
Mit H ist die Motorwelle bezeichnet, welche in den Böcken / und 73 gelagert ist. Sie trägt eine Scheibe J, Fig. 1, 4 und 5, die lose auf ihr sitzt und mit einer Zahnkupplungshälfte J2 versehen ist, in welche die andere ausrückbare Kupplungshälfte J3 eingreifen kann. Mittelst eines Hebels J\ Fig. 3, wird bei Drehung der Scheibe J die Bewegung des Korkpressers C bewirkt, welche gleichfalls an dem Bock / befestigt ist.
Wie Fig. 11 zeigt, besteht der Korkpresser aus einer vorderen Backe g und einer hinteren g\ welche mit der ersteren bei g1 und mit dem Hebel J1 bei gs gelenkig verbunden ist. In dem Arm C1 ist ein sich nach unten erweiternder Schlitz C2 angebracht, in welchem Rollen f kufen, die auf den Gelenkbolzen g3 sich drehen können. Während der Hebel' J1 die mit ihm gelenkig verbundene Backe gl gegen die gegenüberliegende Backe g drängt und den Kork zusammenprefst, gleiten die Rollen f in dem Schlitz C2 und zwingen das untere Ende des Korkpressers, nach abwärts dicht an die Mündung der Flasche heranzugehen, um den Kork durch den Prefsstempel D sicherer eintreiben zu können.
Das andere Ende der Antriebwelle H, welches in dem Arm Is gelagert ist (Fig. 1, 4. und 5), ist mit einer Schraube 3 versehen, welche mit einem Schraubenrad 2 in Eingriff steht; letzteres ist auf der Querwelle a be-" festigt^ welche rechtwinklig zur Antriebwelle H gelagert ist.
Auf der Welle e, Fig. 1 und 2, sitzt die Nabe z1 der Stange i, deren freies Ende z'2 in einem Schlitz z'3 des Bockes i4 geführt wird (Fig. 6 und 7). Die Stange i ist mit einer Nabe z5 versehen, die zwischen der Zapfennabe z1 und dem freien Ende z'2 sich befindet. Einerseits an dieser Nabe z5 und andererseits an der Zapfennabe i1 mit Stellschrauben i6 befestigt, sind die Führungsleisten i4, am besten eine über der anderen angeordnet (Fig. 1, 6 und 7). Auf diesen Führungsleisten z'7 ist der Kreuzkopf χ befestigt, in welchem das eine Ende der Stange h gelagert ist, während das andere Ende derselben mit dem Drahtführer C verbunden und auf diesem mittelst einer Stellschraube befestigt ist.
Der Drahtführer erhält durch die Bewegung des Kreuzkopfes χ auf den Führungsstangen i7 eine geradlinige Bewegung. An dem Kreuzkopf χ sitzt ein vorspringender Zapfen oder Bolzen x1, Fig. 7, welcher in den Schlitz E6 des Hebels E* greift; das andere Ende dieses Hebels ist bei E1 an den Bock y, der auf A steht, gelenkig angefügt (Fig. 2, 6 und 7). An diesem Bocky sitzt noch ein anderer Hebel Ea, der an seinem oberen Ende einen Zapfen Es trägt, welcher in den zwischen den beiden Enden des drehbaren Hebels E1 befindlichen Schlitz Es greift. · Das andere Ende des Hebels Es trägt eine Rolle e7, welche mittelst eines Gewichtes E5, das an dem Hebel E* befestigt ist, dauernd gegen eine unrunde Scheibe E2, die auf der Querwelle e sitzt, gedrückt wird (Fig. 6 und 7).
Die Scheibe E% ist mit einem Ausschnitt 4 versehen. Wenn beim Drehen der Scheibe E2 die Rolle e7, die auf dem unteren Ende des drehbaren Hebels ΕΆ befestigt ist, vermöge der Kraft des Gewichtes E5 in den Ausschnitt 4 fällt, so bewegt sich das untere Ende des Hebels rückwärts nach diesem Ausschnitt zu, während das untere Ende des Hebels Is4, an welchem das Gewicht befestigt ist, nach vorn geht. Dieses untere Ende des Hebels IT4, welches, wie oben beschrieben,
mit dem Kreuzkopf x verbunden ist, bewegt demnach den Kreuzkopf, die daran gekuppelte Stange h und den Drahtführer E nach der Flasche hin und zurück.
Wenn bei fortgesetzter Drehung der Querwelle e die Scheibe E'2 das untere Ende des Hebels Z?3 vorwärts bewegt, so wird das untere Ende des Hebels Z?4 entgegen der Wirkung des Gewichtes E5 rückwärts bewegt wegen der Rückbewegung des oberen Theiles des Hebels-E3; dadurch wird der Drahtführer zurückgezogen, nachdem er den Draht an der Flasche, wie nachfolgend beschrieben, befestigt hat. Der Drahtführer E, Fig. ι, 2, 6, 7 und vorzugsweise Fig. 17, besteht aus dem Rahmen oder Bügel. e\ an welchen die Gelenkschenkel e3, die den Draht herausziehen, angebolzt sind.
Das Ende des beweglichen Lagers i2 liegt auf dem Schenkel j1 eines Hebels j, der in dem auf dem Tisch A , befestigten Bock j3, Fig. i, beweglich gelagert -ist. Der andere Schenkel β des Hebels j liegt an einer Curvenscheibe k an (Fig. 2), die auf der Querwelle e sitzt. Diese Scheibe k ist zur Scheibe E2 so gestellt, dafs, 'wenn die Scheibe E^ den Drahtführer vorwärts bewegt hat, die Scheibe k den Schenkel j2 des Hebels j niederdrückt und den anderen Schenkel j1 hebt, um so die Drahtführerschenkel e3 über den Kopf der Flasche hinweggleiten zu lassen, während der Drahtführer vorwärts bewegt wird (Fig. 7).
Der Drahtführer E, Fig. 17, trägt eine Drahtspule e2, auf welcher zwei Drähte getrennt aufgewickelt sind und neben einander liegen; die Enden dieser Drähte gehen durch die Mittelöffnung e5 und werden in geeigneter Weise mit den Enden e4 der Schenkel e3 verbunden. Durch diese Anordnung erhält jedes Drahtende dieselbe Spannung, die man noch dadurch vergröfsern kann, dafs man jeden Draht um die Schenkel e3 windet, bevor man ihn an die äufseren Enden derselben führt.
Beim erstmaligen Anlassen der Maschine ist es nothwendig, die getrennten Drahtenden ein wenig über die äufseren Enden ei der Schenkel e3 herauszuziehen (Fig. 17) und sie zusammenzudrehen; dieses Zusammendrehen mit der Hand ist aber nur einmal nöthig; späterhin zieht die Maschine selbst ein genügend langes Stück Draht heraus und dreht es zusammen, so dafs, wenn der Abschneider arbeitet, ein Stück zusammengedrehten Drahtes zurückbleibt und über die Schenkel e3 vorn hervorragt; dasselbe ist genügend lang, um umgebogen und oben auf dem Kork befestigt werden zu können, nachdem der Draht an der Flasche befestigt ist.
Wenn bei Drehung der Querwelle e der Drahtführer, der den Hals der Flasche umschliefst, sich vorwärts bewegt, so bewegt gleichzeitig (Fig. 1 bis 5) ein auf einer Scheibe jL4, die auf e sitzt, befestigter Zahn Z eine Rolle J5, welche auf einem Ende der Stange J4 sitzt, die in dem Lager P geführt wird.
.. Das andere Ende der Stange /4 ist an einen Hebel /e angebolzt, welcher um einen Arm a drehbar ist und andererseits mit der verschiebbaren Kupplungsmutter J3 verbunden ist, die ihrerseits in einer Nuth der Welle H läuft. Wird also Ji bewegt, so kommt J3 mit der lose auf H ruhenden Kupplungsmuffe J2, auf welcher die Scheiben J und D3 sitzen, zum Eingriff. Dadurch gelangen der Korkpresser C, Fig. 11, und der Prefsstempel D sofort nach Schlufs der Vorwärtsbewegung des Drahtführers in Thätigkeit, denn die Bewegung der Scheibe J, welche durch den Kupplungseingriff J3J2 erfolgt, pflanzt sich durch den Hebel J\ Fig. 3, nach dem Korkpresser C und die Bewegung der Scheibe D3 durch Vorsprung D1 auf den Balancier D1 und den Prefsstempel D fort. Hierauf gehen Korkpresser und Prefsstempel in ihre ursprünglichen Stellungen zurück.
Wie Fig. 3 zeigt, ist der Prefsstempel D oberhalb des Korkpressers C in Gestellarmen I1, die auf dem Bock / sitzen, gelagert, wobei der Bock /, der auf der Platte A befestigt ist, auch den Korkpresser C trägt. Der Prefsstempel wird durch den Korkpresser hindurch abwärts getrieben und kehrt in seine Ruhelage zurück mittelst eines Balanciers Z)1, dessen Drehpunkt in einem mit dem Bock / verbundenen Gestell /2 liegt. An dem Balancier D1 hängt die Stange Z)2; sie wird mittels einer in entsprechender Weise angebrachten FederD5 an die Scheibe D8 angedrückt. Sobald der Vorsprung Z)4 die Kupplungsstange Z)2 aufwärts drückt, wird der Prefsstempel niedergedrückt und geht wieder zurück, wenn der Vorsprung Z)4 seinen höchsten Punkt durchlaufen hat.
Während der Bewegung des Korkpressers und des Prefsstempels wird der Drahtführer, um den Draht um den Flaschenhals zu legen, ein wenig gesenkt, und zwar durch das Endej2 des Stützhebels j, welches nun in den Ausschnitt der Scheibe k, Fig. 2, eingreift und das andere Ende _/' leicht niederdrückt. Unmittelbar nach dem Senken des Drahtführers treibt die Scheibe Z?2 den unteren Schenkel des drehbaren Hebels Z?3 nach vorn und zieht den Drahtführer zurück (Fig. 6), wobei letzterer den Draht unter dem Ansatz des Flaschenkopfes mit den vorn zusammengedrehten Enden, welche .sich aufsen an der Flasche befinden, befestigt. Wie in Fig. 17 dargestellt, sind die Schenkel e3 mittelst Bolzen an dem Rahmen e1 befestigt und schliefsen mit ihren freien Enden dicht an einander mit Hülfe von Federn 6, die auf dem Rahmen entsprechend befestigt sind.
Wird der Drahtführer von der Scheibe E2 zurückgezogen, so greifen die freien Enden e4 der Schenkel e3 um die Flasche herum, wobei letztere sich auf ihren Bolzen drehen, dabei die Spannung der Federn 6 überwindend.
Während der Rückbewegung des Drahtführers E wird die Welle h, die den Drahtführer trägt, mittelst eines Zahntriebes von einer Querwelle L gedreht, die mit der Antriebwelle ' H in Verbindung steht (Fig. i). Das Zahnrad h\ Fig. 6 und 7, ist auf der Welle h durch einen Federkeil h3 befestigt, welcher während der geradlinigen Bewegung der Welle sich in einer Nuth verschiebt, die in die Welle eingearbeitet ist. Das Rad hl steht im Eingriff mit einem gleichen Rade h2,. das auf der Querwelle JL befestigt ist. Das Ende der Querwelle JL, Fig. 1 und 18, die das Rad h2 trägt, läuft mit der Welle h in einem Knielager hh und kann in diesem Lager eine geringe hin- und hergehende Bewegung machen.
Ein Stellring h7 ist auf der Welle JL hinter dem Rade /j2 angebracht; zwischen letzteres und dem Stellring h1 ist eine Feder he gelegt, die das Rad h2 beständig nach vorn zum Eingriff .mit dem Rad hi zwingt und das richtige Arbeiten der Zahnräder sichert, wenn die Welle h heruntergedrückt ist.
Wie Fig. 18 zeigt, ist das andere Ende der Welle L mit der Antriebwelle H ebenfalls in einem Knielager Z3 gelagert und wird durch den Bund /4 gegen Verschiebung gesichert. Auf demselben Ende der Welle L sitzt ein Zahnrad JL1, das mit einem gleichen, auf der Welle H lose laufenden Zahnrad L7 zusammenarbeitet. Letzteres ist mit einer Kupplungsmuffe versehen, die mit der verschiebbaren Kupplungsmuffe JL2 in Eingriff gebracht werden kann (Fig. 1 und 4). Die Muffe L2 ist auf . der Welle H durch Federkeil und Nuth befestigt und kann auf der Welle gleiten. Ferner ist die Muffe L2 mit einer Ausrückgabel JL5 versehen, die auf der sich verschiebenden Stange JL'3, Fig. 1, befestigt ist, welch letztere in dem auf dem Tisch A errichteten Bock /9 geführt wird. Am anderen Ende der Stange JL3, Fig. 1, 4 und 5, ist eine Rolle angebracht, die von der Scheibe JL4 bethätigt wird; die Scheibe JL4 ist mit der Scheibe E so gekuppelt, dafs das Rad JL7 mit der Welle H nicht früher zum Eingriff kommt, als bis die Drahtführerschenkel e3 mittelst der Scheibe E2 von der Flasche zurückgezogen werden. ... .
Wenn nun der Drahtführer zurückgegangen und genügend viel Draht abgewickelt ist, so tritt die Kupplungsmuffe L2 aufser Eingriff mit dem Zahnrad JL7, und zwar durch eine Feder L5, die auf der Kupplungsstange L3 sitzt und dazu dient, letztere nach dem Vorbeigang des Zahnes JL8, Fig. 4 und 5, der Scheibe JL4 zurückzuziehen.
Der den Kork eintreibende Prefsstempel und der Drahtbefestigungsmechanismus arbeiten nun so zusammen, dafs, während die Flasche gekorkt wird, der Draht an derselben befestigt wird, wobei seine Enden vorstehen. Diese vorstehenden Enden werden nun über den Kopf der Flasche und des Korkens gebogen und alsdann derartig befestigt, dafs das Herausfliegen des Korkes unmöglich wird.
Es ist nothwendig, dafs die Drehung der Welle k so geregelt wird, dafs der Drahtführer in seiner Ruhelage mit seinem Schenkel es in einer waagrechten Ebene bei Beginn jeder Vorwärtsbewegung steht (Fig. 1), zu dem Zweck, dafs die Schenkel e3 den Hals der Flasche umfassen können; dazu dient folgender Mechanismus, der in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist.
In einem Lager N (auf dem Tisch A) ist der Hebel N1 drehbar gelagert; er ist mit einem gegabelten Ansatz IV2 versehen, welcher den Sperrhebel η hält, der ebenfalls in dem Lager N drehbar ist. Der Hebel n, Fig. 4, ist mit einem Ansatz nl versehen, welcher in das Loch ns des Zahnrades L7 eingreift (Fig. 18). Eine Feder rc4, die zwischen den Enden der Gabel 2V2 und dem Sperrhebel η sitzt, drückt letzteren stets gegen das Zahnrad JL7, Fig. 4. Das obere Ende des Hebels N1 ist mit einer Reibungsrolle versehen, die in dem Falz P der ausrückbaren Kupplungsmuffe L2 gleitet (auch Fig. 1); wenn diese Kupplungsmuffe vorwärts bewegt wird und das Zahnrad JL7 mit der Welle H in Eingriff kommt, wird auch der Hebel iV1 bewegt, und der Ansatz N* innerhalb der Gabel 2V2 stöfst gegen den Sperrhebel η und bringt den Sperrzahn nl aufser Eingriff mit dem Loch n3. Sobald die Kupplungsmuffe zurückgezogen wird, drückt die Feder w4 den Hebel η nach innen, und zwar in das Loch n3 des Zahnrades JL7, und hält dieses so fest, dafs die Schenkel e3 in eine waagrechte Ebene zu liegen kommen.
Um die Unterbrechung in der Drehung des Drahtführers an richtiger Stelle vorzunehmen, werden zweckmäfsig zwei Haltepunkte angewendet und infolge dessen auch zwei. Löcher nB in dem Zahnrad L7.
Nach dem Zurückziehen des Drahtführers und dem Stillstand des Mechanismus zum Zusammendrehen wird der Abschneider M, Fig. 1, 3, 6, 7 und besonders 12, in Thätigkeit gesetzt, um den an der Flasche befestigten Draht von dem Drahtführer abzuschneiden. Der Abschneider M, Fig. 12, besteht hauptsächlich aus zwei sich -berührenden Metällplatten m und W1, die mit einander gelenkig verbunden und mit Backen Ai1 versehen sind und durch eine' Feder M5 aus einander gehalten
werden; diese Backen stehen in der Ruhelage aufserhalb der Bahn des Drahtführer und sind so eingerichtet, dafs sie sich mittelst einer Stange M8, Fig. 12 und i, die an einem Zapfen der Platte m1 sitzt, nach dem Draht hin bewegen können. Eine Nase m2, Fig. 12, und der Tisch A verhindern die zu weite Vorwärtsbewegung der Platte m des Abschneiders M, der mittelst Zapfen in dem auf dem Tisch A befestigten Bock to4 gelagert ist; die Platte m1 ist mit der Platte m bei m5 gelenkig verbunden und schwingt, von der Stange M3 getrieben, behufs Abschneidens des Drahtes weiter um den Zapfen »z5, der Wirkung einer Feder MB entgegen.
Die Stange M3 des Abschneiders ist am anderen Ende mit einem in Fig. ig dargestellten Curvenstück M* versehen, welches von einer auf der Antriebwelle H sitzenden unrunden Scheibe U bewegt . wird (Fig. 1). Dieses Curvenstück Af4 liegt für gewöhnlich aufserhalb der Bahn der unrunden Scheibe U und ist lose auf der Kupplungsstange J4 aufgesetzt (Fig. 1). Mit dem Curvenstück M4 ist das Ende einer Stange 0, Fig. 5 und i,1 verbunden; das andere Ende dieser Stange ist mit dem Hebel ο1 verbunden (Fig. 13), dessen umgebogenes Ende o2 im Ruhestande in der Bahn eines Stiftes t liegt, der auf der Scheibe L4 sitzt. Das obere Ende des Hebels o1 ist bei o3 in einem auf dem Tisch A befestigten Lagerbock drehbar befestigt, Der Stift t ist auf der Scheibe L4 so angebracht, dafs ' er sofort, nachdem das Zusammendrehen des Drahtes beendet ist, auf das gekrümmte Ende o2 trifft, wodurch dasselbe vorwärts gedrängt wird und mittelst der Verbindungsstange ο das Curvenstück -M4 in die Bahn der sich fortwährend drehenden Scheibe U drängt. .
Die Scheibe U treibt das Curvenstück vorwärts, wobei die Stange 0, welche aus federndem Metall hergestellt ist, sich nach der Seite durchbiegt oder verdreht; mittelst der Verbindungsstange M3 hebt sich der Abschneider M über den Draht und schneidet denselben ab. Nach dem Vorbeigang des Stiftes t zieht eine geeignete Feder o5, die mit einem Ende an dem Curvenstück Ai4 und mit dem anderen an einem geeigneten, auf dem Tisch A errichteten Gestell o6 angebracht ist, das Curvenstück Af4 aus der Bahn der Scheibe {/"zurück und drückt durch die Stange 0 den drehbaren Hebel ο1 in seine Ruhelage zurück, aus welcher heraus er bei jedesmaliger Umdrehung der Scheibe L4 durch den Stift t wieder in Thätigkeit gesetzt wird. Der Abschneider wird in seine Ruhelage wieder zurückgezogen durch die Federkraft der langen Stange 0, die aus der erzwungenen Stellung beim Vorgehen des Abschneiders in ihre gewöhnliciie Lage zurückkehrt.
Wie aus Fig. 6 und 7 zu ersehen, befindet sich der Abschneider in der Mitte zwischen der Flasche, wenn dieselbe gepfropft ist, und dem Drahtführer, wenn derselbe in seine entfernteste Stellung von der Flasche zurückgegangen ist. Da der Drahtschneider in Thätigkeit tritt, sobald sich der Drahtführer in dieser Stellung befindet, so ist nach dem Abschneiden über die äufseren Enden e4 der Drahtführerschenkel hinaus ein Stück zusammengedrehten Drahtes vorhanden, welches ebenso lang ist, wie die gröfste Entfernung zwischen den Schenkelenden e4 und dem Drahtabschneider. Diese Drahtlänge ist hinreichend für das Hirtübe'rragen des Drahtes über den Kopf des Korkes, sobald derselbe in die Flasche eingetrieben ist, und hinreichend, um mit den gegenüberliegenden Drahtenden, die durch den eben beschriebenen Vorgang über dem Kork befestigt sind, zusammengedreht werden zu können.
Anstatt die Flaschen einzeln mit der Hand auf das Unterlagsgestell B, Fig. 1 und 3, zu stellen, wird ein Zuführungsapparat R angewendet, der mehrere Flaschen aufnehmen kann, welche ihm von einem Arbeiter oder mittels einer besonderen Zuführvorrichtung, die nicht gezeichnet ist, beständig zugeführt werden. Am zweckmäßigsten ist der Flaschenzuführer oder -Träger (Fig. 8 und 14) lose auf einer feststehenden Säule V angeordnet, welche ,in geeigneten Lagern V1 durch Stellschrauben oder andere Mittel gehalten wird. Auf dieser Säule V wird der Flaschenzuführer durch den in Fig. 3 und 15 dargestellten Mechanismus gedreht.
Der auf der Scheibe Z-4, die, wie früher beschrieben, den Abschneider in Thätigkeit setzt, hervorragende Zapfen t, Fig. 13, steht in Verbindung mit einem Hebel L6, der in den auf dem Tisch A angeordneten Lagern ah sich dreht. Auf diesem Hebel befestigt ist die Verbindungsstange 8, die mit einem Schenkel des Winkelhebels 9, Fig. 2, 3, 5 und besonders 15, verbunden ist, welch letzterer von der Hängestange a4 getragen wird, und dessen anderer Schenkel an der Verbindungsstange 10 angreift. Das freie Ende der Verbindungsstange 10 ist mit Bunden 51 versehen, zwischen welchen die Muffe 52 liegt, die an dem auf der Säule V befestigten Ansatz 11 gelenkig angefügt ist. Sobald der Zapfen t den Hebel Z,6 bewegt, so trifft der hinten (in der Zeichnung Fig. 15 links) liegende Bund 51 auf die hintere Seite der drehbaren Muffe 52 und dreht den lose sitzenden Ansatz 11 th eil weise, um die Welle V herum, aus welcher Lage der erwähnte Ansatz mittelst einer geeigneten, am Hebel L6 befestigten Feder 12 zurückgezogen wird.
Der Ansatz 11 ist auf der oberen Seite einer Scheibe 14, die lose auf der Welle V sitzt,
aufgesetzt und bewegt sich in einer ringförmigen Nuth. Wenn der Ansatz ι ι sich theilweise um die Säule V dreht, so greift eine an diesem Ansatz angebolzte Zwinge 13 in eine Nuth 53, Fig. 8, auf der oberen Seite der Scheibe 14, wodurch dieselbe sich zum Theil mit dem Ansatz i 1 dreht. Die Scheibe wird alsdann von einer Stange 1 5 angehalten, welch letztere von einer Feder 16 in ein Loch 17, das in der Scheibe angeordnet ist, senkrecht hineingedrückt wird.
Wenn die Scheibe L4 in Drehung versetzt ist und durch den Zapfen t den Hebel L6 bewegt, dann wird die Scheibe 14 um ein gewisses verlangtes Stück bewegt; die Stange 10, welche die Scheibe 14 mittelst des Ansatzes 11 bewegt, ist. mit einem Bund 18 versehen, der den drehbaren Hebel 19 bewegt; letzterersteht mit dem Hebel 15 in Verbindung und drückt diesen aus der Nuth 17 heraus.
Wie aus Fig. 15 ersichtlich, ist der Raum zwischen den Bunden 51, die auf der Stange 10 befestigt . sind, beträchtlich gröfser als die Länge der Muffe 52, zum Zweck, das Zurückziehen der Stange 15 durch den Bund 18 und den drehbaren Hebel 19 zu gestatten, bevor die Muffe 52 durch den vorderen (rechten) Bund 51 verschoben wird, um den Ansatz 11 in Bewegung zu setzen.
Lose befestigt auf der Säule V ist die Scheibe 22, die mit einem Kupplungsprofil versehen ist, welches mit einem gleichen Profil der Scheibe 14 in Eingriff steht, wie Fig. 2 und 8 zeigen. Mit der Scheibe 22 ist durch Bügel. 50, Fig. 14, eine gleiche Scheibe 22 verbunden, die ebenfalls lose auf der Säule V sitzt. Zwischen diesen Scheiben 22 sind die auf Bolzen 23 drehbaren Arme 20 paarweise in Zwischenräumen angeordnet; bewegt werden' die genannten Scheiben durch die Stange 10. Diese Arme 20, Fig. 14, sind ihrer Hauptgestalt nach rechtwinklig; ihre Schenkel 24 sind für jedes Armpaar gegen einander gerichtet und arbeiten mit ihren freien Enden scharnierartig in einander; ihre anderen Schenkel 21, rechtwinklig zu 24, ergreifen die Flasche und halten sie fest. Diese Flaschenhalterarme 20 werden in ihrer Ruhelage durch die sie verbindenden Federn 25 geöffnet gehalten, und werden um die zwischenstehende Flasche mittelst des Anlaufes 26 geschlossen, welcher auf den scharnierartig zusammenwirkenden Enden der Schenkel 24 eines jeden Armpaares läuft und. dieselben nach innen drängt, wodurch die freistehenden anderen Schenkel 21 leicht gegen die Flasche geprefst werden.
Die Anläufe 26 sind mit einer frei hervorragenden Stange oder einem Arm 27 versehen, auf welchem eine Rolle 28 befestigt ist, die auf einer Scheibe 29 läuft, welche durch Stellschrauben oder andere Mittel auf der feststehenden Säule V befestigt ist. Sobald der Flaschenträger jR mittelst der Stange 10 in Bewegung gesetzt ist, laufen die Rollen 28, Fig. 14, um die Scheibe 29 und werden beim Gleiten auf dem Scheibenumfang 30 nach auswärts geprefst, wobei sie die Anläufe 26 und die Armschenkel 24 nach innen drängen und die umklammerte Flasche durch die freien Schenkel 21 der Arme 20 erfassen lassen.
Wenn die Bearbeitung der Flasche erledigt ist, treffen die Rollen 28 auf einen Ausschnitt 31 in der Scheibe 29, gehen zurück, lassen auch die Schenkel 24 zurückgehen, und die Schenkel 21 der Flaschenträgerarme 20 lösen sich vom Umfang der Flasche durch die Thätigkeit der Federn 25, die je zwei benachbarte Arme der verschiedenen Paare mit einander verbinden. Die Flasche läfst man hierbei in einen geeigneten Behälter fallen.
Nach vollendeter Thätigkeit des Abschneiders M werden die am Flaschenhals frei hervorragenden Enden der zusammengedrehten Drähte durch Hebearme O, Fig. 8 und 9, aufwärts gebogen, welche paarweise über den Flaschenträgerarmen in Schlitzen O1 angeordnet sind, die sich in der Scheibe O2 befinden.
Diese Scheibe O2 ist durch die Bügel 50 mit den Scheiben 22 des Flaschenträgers R verbunden.
Die Hebearme O liegen in der Ruhelage unter dem Halsansatz der Flasche, damit der Draht an diesen befestigt werden kann. Sie werden durch einen Anlauf Q, der auf der festen Säule V mittelst einer Stellschraube oder in geeigneter Weise befestigt ist, angehoben und nehmen die frei hervorragenden Enden des Drahtes mit sich. Die inneren Enden O4, Fig. 9 und 10, eines jeden Paares der Hebearme O sind gegen einander zusammengebogen und mit Zapfen O3 versehen, die auf den umgebogenen Enden O4 sitzen; sie werden in ihrer Ruhelage durch Federn O7 gehalten.
Die Zapfen O3, welche auf den umgebogenen Enden O4 der Hebearme O aufsitzen, reichen durch die Scheibenoberfläche O2 in eine ringförmige Nuth der unteren Seite des Bundes O6, der auf der feststehenden Säule V befestigt ist. Da die Scheibe O2 mittelst der Bügel 50 mit dem Flaschenträger verbunden ist, wird sie .durch die Drehung des Flaschenträgers ebenfalls gedreht und die Zapfen O3 laufen ringsum in der erwähnten Nuth und treten dabei mit dem Vorsprung oder der Kuppe O5 dieser Nuth in Berührung, wodurch sie gezwungen werden, herunter zu gehen und auch die zusammengebogenen Enden O4 der Aufheberarme abwärts zwingen, während die den Draht tragenden äufseren Enden der Hebearme O nach oben gedrückt werden.
Haben die Hebearme O ihre Thätigkeit verrichtet, so erfafst die Drahtbindevorrichtung
(Fig. 8 und 16) die getrennt aufwärts stehenden äufseren Enden der zusammengedrehten Drahtlitzen mit den hin und her sich bewegenden Zusammendreharmen oder Zangen P. Diese oscillirenden Zusammendreharme oder Zangen P sind in dem mit doppelten Flantschen versehenen Bund 37 drehbar angeordnet, so dafs ihre unteren Schenkel, die gewöhnlich geöffnet sind, um sich über dem Draht zu schliefsen, in einem Schlitz 54 dieses Bundes liegen. Ihre oberen Schenkel P1 sind mit Hebeln P2 drehbar verbunden, welche in der Ruhelage durch Federn P3 aufwärts gezogen werden. Zwischen den Flantschen des Bundes 37 befindet sich die Nabe \ des Gestellarmes Z, der auf dem Tisch A befestigt ist (Fig. 16).
Oberhalb des Bundes 37 ist die Schraubenspindel 36 angeordnet, auf welcher der Ring 30 sitzt, der durch Stangen 31 mit einem Ende des Hebels 32 verbunden ist (Fig. 2 und 3), welch letzterer drehbar in dem Ansatz ^1 des Gestellarmes ^ angeordnet ist. Der Hebel 32 ist mit seinem anderen Ende an eine Stange 33 gelenkig angefügt, deren freies Ende excentrisch mit einem Zahnrad 35, Fig. 3, gekuppelt ist, das in einem auf dem Tisch befestigten Gestell £2 gelagert ist. Das Zahnrad 3 5 steht in Eingriff mit einem gleichen Zahnrad 55, Fig. 1, welches lose auf der Antriebwelle H sitzt und auf seiner Nabe mit einem Kupplungsprofil versehen ist, das in Eingriff mit einer ausrückbaren Kupplungsmuffe 56, Fig. 1, gebracht werden kann, die ein gleiches Profil hat. Die ausrückbare Kupplungsmuffe 56 ist auf der Welle H mittelst einer Feder befestigt und kann auf dieser eine geradlinige Bewegung ausführen vermittelst des Kupplungshebels 59, welcher um einen auf dem Tisch befestigten Arm 60 schwingt und mit der Kupplungsstange 57 verbunden ist, deren entgegengesetztes Ende mit einer Rolle 58, Fig. 4 und 5, versehen ist, die auf dem Ansatz 61 der Scheibe L4 gleitet, welcher genügend lang ist, um die Kupplung 56 mit dem Zahnrad 55 so lange in Eingriff zu halten, bis die Arbeit des Zusammendrehens beendigt ist.
Wenn der Ansatz 61 der' Scheibe L4 das Zahnrad 55 mit der Welle H gekuppelt hat und der gelenkig angefügte Hebel 32 den Ring 30 der Spindel 36 abwärts bewegt hat, so berührt die Unterseite dieses Ringes die Hebel P2 und zwingt sie, wie die mit ausgezogenen Linien gezeichnete Lage in Fig. 16 darstellt, in eine waagrechte Ebene, während die unteren Schenkel der Bindearme oder Zangen den zwischengeschobenen Draht fest erfassen und in dieser Lage verharren, entgegen der Wirkung der Feder P3, welche das Bestreben hat, diese Schenkel zu öffnen. Bei weiterer Drehung des Zahnrades 55 wird der Ring 30 gehoben, und eine geeignete Mutter W, die über dem Ring auf der Spindel 36 läuft, setzt sich selbsttätig auf den Ring 30 mittelst ihrer auf der Unterseite befindlichen Vorsprünge oder Zähne w, die in Falze oder Nuthen auf der Oberseite des Ringes 30 eingreifen.
Die Mutter W, Fig. 16, ist mit einem oder mehreren Stiften 38 versehen, die in die Gewinde 39 der Spindel 36 hineinreichen; sobald der Ring 30 gehoben wird, wird die Mutter W1 ebenfalls gehoben; aber da die Mutter durch Vorsprünge w auf dem Ring 30 befestigt ist, so kann sie sich nicht um die Spindel herumdrehen, und die Spindel ist ihrerseits gezwungen, sich zu drehen, wodurch der Bund 37 veranlafst wird, sich in der Nabe \ des Gestellarmes Z zu drehen und somit die Bindearme oder Zangen dreht.
Die Spindel 36 ist mit einer Stange 40 versehen, die geradlinig in einem Längsschlitz der Spindel gleitet. An dem unteren Ende dieser Stange befindet sich eine Querstange 41, die für gewöhnlich unter der Ebene liegt, welche von der unteren waagrechten Lage der Hebel P2 bestimmt ist. Am oberen Ende der Stange 40 ist eine Unterlagsscheibe 42 vorhanden, gegen welche sich die Mutter W bei der Aufwärtsbewegung des Ringes 30 legt, sie mitnimmt , und die Berührung der Querstange 41 mit den Hebeln P2 bewirkt, wodurch letztere aus ihrer waagrechten Lage gehoben werden und den Federn P3 gestatten, die Bindearme oder Zangen zu öffnen, wie in Fig. 8 durch ausgezogene und in Fig. 16 durch punktirte Linien angegeben ist.
Wenn der Ring 30 niedergetrieben wird, so hebt sich die Mutter W selbsttätig ab und läuft durch ihr Eigengewicht abwärts, ohne die Spindel 36 zu drehen, was geschehen würde, wenn die Mutter W an dem Ring 30 während seines Niederganges befestigt wäre. Die Entfernung zwischen den Bindearmen oder -Zangen und dem Korkpresser ist gleich der Entfernung zwischen den Flaschen in dem Flaschenführer oder Träger. Während dieser in Drehung versetzt eine ungekorkte Flasche über den Flaschenständer unter den Korkpresser führt, wird die eben vorher gekorkte und ■ mit Draht versehene Flasche unter die Bindevorrichtung gebracht, und es findet also ein ununterbrochenes Arbeiten der Maschine statt.
Bei einer Korkenmaschine ist es nothwendig, dafs die Flaschenhalsansätze sich alle in gleicher Höhenlage und in gleichem Abstand von dem Korkpresser befinden, da die Wirkung des Korkpressers eine starke ist. Wenn die Flaschen in der Gröfse beträchtlich schwanken, würde der Korkpresser nothwendigerweise solche Flaschen, die über die einmal bestimmte Höhe hinausgehen, zerbrechen oder zersplittern, was unvermeidlich ist, wenn der Flaschen-
Ständer B ein für allemal, in seiner Höhe festliegt. Mit Rücksicht darauf bringt man die in den Flaschenträger gelangende Flasche mit ihrem Kopf unter ein festes Höhenmafs £, Fig. 8, worauf die Flasche von dem Flaschenträger R ergriffen und in die verlangte Stellung gebracht wird. Wie aus Fig- 8 ersichtlich, ist unmittelbar unter dem Flaschenhöhenmafs S der Arm S1 auf der Säule V befestigt; er trägt eine Gleitstange S2, die auf ihrem oberen Ende einen Flaschenständer S3 trägt. Zwischen dem Flaschenständer S9 und dem Arm S1 ist die Feder 5* angeordnet, welche den Ständer beständig aufwärts drängt. Dieser Ständer S3 wird schnell heruntergedrückt, wenn eine Flasche zwischen die Flaschenführerarme und unter das Höhenmafs S gebracht werden soll; die Feder S4 zwingt den Kopf der Flasche zur Berührung mit dem Höhenmafs.
Wenn die Flasche durch die Drehung des Flaschenträgers über ihren Ständer B unter den Korkpresser C bewegt ist, wobei der Ständer B verstellbar ausgeführt wird, so wird letzterer bis zum Boden der Flasche erhoben, bevor die Thätigkeit des Korkeintreibens durch den Prefsstempel beginnt. Kurz bevor die Flasche über den Ständer B gelangt ist, wird letzterer durch eine Zahnstange T, Fig. 2, leicht gesenkt, welche mit einem auf der. Achse des Flaschenständers befestigten Zahnrad T1, Fig. 3, in Eingriff steht. Diese Bewegung wird bewirkt mittelst eines Zapfens oder einer Rolle Z2, Fig. 2, welche auf der Scheibe 2?2 sitzt und zweckentsprechend angeordnet ist, und welche auf einen Hebel T2 wirkt, der auf dem Tischfufs A1 bei Ä1 drehbar angeordnet und mit der Zahnstange T verbunden ist. Nachdem der Zapfen tx genügend weit gedreht ist, um aufser Berührung mit dem drehbaren Hebel T2 zu gelangen, und nachdem der Ständer B ein wenig gesenkt worden ist, um die Maschine für Flaschen von" verschiedener Höhe einzurichten, wird der drehbare Hebel T2 mittelst einer Feder Ta zurückgezogen, wodurch der Flaschenständer B gehoben wird; wenn derselbe auf den Boden der Flasche trifft, wird die Aufwärtsbewegung sofort aufgehoben, da die wirkende Kraft eine Feder ist. Durch Anordnung dieses Flaschenständers ist die Möglichkeit ausgeschlossen, dafs die Flasche aufser Beziehung zu den FlaschenfUhrerarmen gelangt, da der Ständer B sich in einer geraden Linie mit der Bewegung des Prefsstempels befindet.
Der eben beschriebene, sich selbstthätig einstellende Flaschenständer kann ebenso leicht auch bei der gewöhnlichen Pfropfmaschine wie bei der hier beschriebenen angewendet werden.
Die Kraft wird auf die Antrieb welle durch eine ununterbrochen laufende Riemscheibe H1 übertragen, welche, wenn man die Maschine anhalten will, mittelst einer geeigneten Kupplung H2, die für gewöhnlich die Riemscheibe mit der Welle //kuppelt, sofort ausgerückt werden kann.
Die Wirksamkeit dieser neuen Maschine ist nach dem Vorangegangenen leicht zu verstehen; wenn eine Flasche in den Führer oder Träger gebracht ist, geht der Drahtführer über die Flasche, ein Pfropfen wird in dem Korkpresser zu der gewünschten Form und Gröfse geprefst und durch den Prefsstempel in die Flasche eingeführt, der Korkpresser und Prefsstempel werden alsdann zurückgezogen; auch der Drahtführer geht um die Flasche herum, den Draht abwickelnd, zurück, und der Abschneider tritt in Thätigkeit, um den Draht abzutrennen. Die frei hervorragenden Enden des Drahtes werden darauf durch die Hebearme aufgebogen und von den Bindearmen erfafst, welche ihre Höhenlage, in der sie den Draht erfassen, nicht ändern, sich aber alsdann drehen und die getrennten Enden des Drahtes über der Oberfläche des Korkens zusammenbinden.
Alle diese Vorgänge geschehen selbstthätig, nachdem die Flasche in die Maschine gebracht worden ist.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Maschine zum Pfropfen und. Binden von Flaschen mit Draht, zusammengesetzt aus Theilen, welche' bestimmt sind, den Kork in die Flasche einzutreiben, einen Doppeldraht um den Hals und über den Kork zu legen, diesen Draht abzuschneiden und über den Kork zusammenzudrehen, wobei diese Maschinentheile von einer Hauptwelle H gleichzeitig angetrieben werden und im einzelnen wie folgt zusammengesetzt sind :
    a) der die beiden Bindedrähte e2 enthaltende Drahtrollenkopf E, welcher nach dem Einpressen des Korkes (Fig. 6 und 7) den zusammengedrehten Doppeldraht über den Korken legt, indem die Curvenscheibe E2. und die Hebel Ea E1 die Hin- und Herbewegung der Stange h, an deren vorderem Ende der Drahtkopf E befestigt ist, bewirken;
    b) die zur Senkung und Hebung des Drahtkopfes E während des Umlegens der Bindedrähte um den Flaschenhals bestimmte Vorrichtung, bestehend aus der Curvenscheibe k mit dem Hebel jj1 und der Coulissenführung i3. für
    die Drahtkopfwelle h., Fig. 2, 6 und 7;
    c) die zum Drehen des Drahtkopfes E während seines Rückganges zwecks Umeinanderwinden der beiden Binde-
    drähte bestimmte Vorrichtung, bestehend aus den Winkelräderpaaren h h1 und LU, Fig. 5, 6 und 7;
    d) die zum Abschneiden des umgelegten und zusammengedrehten Drahtes dienende Vorrichtung, Fig. 12, bestehend aus den beiden Backen M, welche bei Vorbewegung gegen den abzuschneidenden Draht gleichzeitig sich schliefsen;
    e) die zum Ueberlegen der beiden um den Flaschenhals zusammengedrehten Drahtenden über den Kork dienende Vorrichtung, Fig. 9 und 10, bestehend aus den Doppelarmen O, welche durch die Gurvenscheibe O5 an dem Flaschenhals auf- und abbewegt werden;
    f) die zum Zusammendrehen der Drahtenden über den Kork dienende Vorrichtung, Fig. 8 und 16, bestehend aus den die hochstehenden Drahtenden fassenden Zangen PP1, die mit Hülfe des Ringes 30 geöffnet und geschlossen und durch die Spindel 36 gedreht werden.
    Bei der unter 1. angegebenen Maschine eine Vorrichtung zum Halten und Zuführen der zu verkorkenden und zu bindenden Flaschen, Fig. 8, 13, 14 und 15, bestehend aus der senkrechten Welle V mit den die Flaschen haltenden, bei der Drehung um V mit Hülfe der Curvenscheibe 29 sich öffnenden und schliefsenden Armen 21, ferner aus dem Höhensteller S, Fig. 8, aus der Vierteldrehvorrichtung Le, 8, q, 10, 11, 13, ,14, 15, Fig. 13 und 15, und aus der Hoch- und Niederstellvorrichtung für den Teller B, nämlich der Zahnstange T, Fig. 2, mit Trieb T1 und Schraube.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
DENDAT60652D Kork- und V erdraht-Maschine Expired - Lifetime DE60652C (de)

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