DE605384C - Verfahren zum Herstellen von Tiefdruckfarben - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Tiefdruckfarben

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DE605384C
DE605384C DEK128019D DEK0128019D DE605384C DE 605384 C DE605384 C DE 605384C DE K128019 D DEK128019 D DE K128019D DE K0128019 D DEK0128019 D DE K0128019D DE 605384 C DE605384 C DE 605384C
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DEK128019D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D11/00Inks
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Description

  • Verfahren zum Herstellen von Tiefdruckfarben Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Tiefdruckfarben.
  • Die bisher verwendeten Tiefdruckfarben lassen sich in drei Gruppen einteilen, und zwar i. Farben, deren Bindemittel nur organische Lösungsmittel enthält, a. Farben, deren Bindemittel nur Wasser enthält, 3. Farben, deren Bindemittel sowohl organische Lösungsmittel als auch Wasser enthält. Die Farben der ersten Gruppe sind infolge ihrer Zusammensetzung sowohl brennbar als auch wegen der Leichtflüchtigkeit der verwendeten Lösungsmittel gesundheitsschädlich. Es wurde daher schon bald, nachdem diese Farben in Anwendung kamen, versucht, Farben herzustellen, die von diesen Nachteilen frei sind. So entstanden die Wasserfarben der zweiten Gruppe, welche als Bindemittel wäßrige Albuminlösungen und Ölsulfosäuren (österreichische Patentschrift 67 754) oder mit Härtungsmitteln versetzte Leimlösungen (deutsche Patentschrift 297885) enthalten. Nach Hadert (Handbuch über die Herstellung und Verwendung der Druckfarben, 1931) bestehen die Firnisse für Wassertiefdruckfarben aus einer Emulsion, hergestellt aus Wasser, Dextrin, Stärkemehl und mit Natronlauge verseiften Harzen, Zellstoffextrakten, Kasein usw. Diese Bindemittel geben aber, mit Pigmenten verrieben, Farben, deren Drucke nicht wasserfest sind. In dem Bestreben, Wasserfestigkeit zu erreichen, entstanden die Farben der dritten Gruppe, welche als Bindemittel entweder Emulsionen von wäßrigen Kolloidlösungen mit Kohlenwasserstoffen (amerikanische Patentschrift 1725 649) oder alkalische Harzlösungen in Gemischen von Wasser mit wasserlöslichen organischen Lösungsmitteln enthalten (österreichische Patentschrift 124 742). Bei den Kohlenwasserstoffe enthaltenden Farben ist jedoch die Brennbarkeit und Giftigkeit gegenüber den Farben der ersten Gruppe nur etwas verringert, aber durchaus nicht ausgeschaltet.
  • Die vorliegende Erfindung bildet nun -ein Verfahren zum Herstellen von Tiefdruckfarben, bei welchem die Pigmente mit einem Bindemittel angerieben werden, das aus einer Lösung von Harz in wäßrigem Alkali besteht, wobei erfindungsgemäß das Bindemittel ohne Zusatz von wasserlöslichen organischen Lösungsmitteln bereitet wird und nur aus einer Lösung von Harz in Alkali besteht, welch letzteres zum Teil als fixes Alkali, zum Teil jedoch als Ammoniak zugegen ist. Der Wegfall der organischen Lösungsmittel bedeutet einen großen Vorteil bei der Verwendung der Farben, da diese Mittel leicht flüchtig sind, einen starken Geruch verbreiten und die Gesundheit der Arbeiter schädigen können. Es hat sich nämlich gezeigt, daß auch wäßrigalkalische Harzlösungen imstande sind, Pigmente so zu binden, daß deren Aufstriche wasserfest sind, unter der Bedingung, daß die zur Verseifung des Harzes nötige Menge an fixem Alkali zum Teil durch Ammoniak ersetzt wird. Erst die Kombination von Harzseifen, teils als Alkali-, teils als Ammoniumseifen; ermöglicht eine allgemeine Verwendung solcher Harze, die an sich in wäßriger Alkalilauge löslich sind, vor allem von Kolophonium, Akaroid, Sandarak u. a. Dabei dient das harzsaure Alkali als Peptisator für das an sich wasserunlösliche harzsaure Ammonium, welches seinerseits die Wasserfestigkeit der mit einer solchen .Farbe hergestellten Drucke bewirkt. Die Verwendung von Ammoniak wurde zwar schon in der österreichischen Patentschrift 12474a angegeben; während aber dort infolge der Gegenwart von Harzlösungsmitteln nicht die zur vollständigen Verseifung des Harzes nötige Menge an fixem Alkali bzw. an Ammoniak verwendet werden muß, um ein brauchbares Bindemittel zu erhalten, anderseits auch bei Anwendung der zur vollständigen Verseifung nötigen Menge an Alkali Aufstriche und Drucke mit solchen Farben sofort wasserunlöslich und unverwischbar sind, ist dies bei Farben nach der folgenden Beschreibung nicht der Fall. Es war daher nicht vorauszusehen, daß wäßrig-alkalische Harzlösungen ohne Zusatz von wasserlöslichen organischen Lösungsmitteln eine wasserfeste Bindung vonaPigmenten bewirken können. Es hat sich aber gezeigt, daß derartige Farben, deren Aufstriche und Drucke in frischem Zustand wasserlöslich und verwischbar sind, überraschenderweise allmählich in. den unlöslichen Zustand übergehen und dann nicht mehr verwischt werden können. Es scheint sich dabei um einen kolloiden Reifungsvorgang zu handeln, da solche Farben unmittelbar wasserfeste Drucke geben, wenn das Bindemittel- vorher längere Zeit auf höhere Temperatur erhitzt worden ist. Zur Herstellung von brauchbaren Druckfarben wird ein solches Bindemittel erst geeignet, wenn es die Eigenschaft hat, die Pigmente gut in. Suspension zu halten. Dies ist für wäßrig-alkalische Harzlösungen spezifisch leichten Pigmenten gegenüber wohl der Fall. In solchen Fällen hilft ein Zusatz von Kolloiden, vorzugsweise von Kasein oder Leim. Um auch spezifisch schwere Pigmente gut in Suspension zu halten, ist es vorteilhaft, die Viscosität des Bindemittels durch einen geringen Zusatz von wasserlöslichen oder alkalisch peptisierbaren Kolloiden, wie Leim oder Kasein, zu erhöhen, was vorteilhafter ist, als die Erhöhung der Viscosität durch Steigerung des Harzgehaltes zu bewirken.
  • Ferner ist es nötig, die den alkalischen Harz-Lösungen wie allen Seifenlösungen anhaftende Eigenschaft des Schäumens, welche auf ihrer Oberflächenaktivität beruht, zu benehmen, was durch die an sich bekannten Entschäumungsmittel geschehen kann; vorzugsweise wird ein geringer Zusatz von ätherischen Ölen gemacht, da diese sich gut in alkalischen Harzlösungen auflösen.
  • Als Harz kommt vorzugsweise Kolophonium in Betracht, jedoch kann dieses teilweise durch solche Harze ersetzt werden, die lösliche Ammoniumverbindungen geben, wie Schellack, oder deren Ammoniumverbindungen durch das anwesende Alkaliresinat peptisiert werden. Auch das Ammoniumresinat bedarf 'des Alkaliresinats als Peptisator, da es an sich wasserunlöslich ist. Das fixe Alkali zur Lösung des Harzes kann Ätzkali oder Ätznatron sein. In der Wahl des ätherischen Öles ist man nicht beschränkt, jedoch wird man stets das billige Terpentinöl verwenden.
  • Die Ausführung des Verfahrens gestaltet sich ungemein einfach, da man das Auflösen des Harzes und des allenfalls zugesetzten Kolloids durch Zusatz von Alkalilauge und Ammoniak ohne Erwärmen unter bloßem Rühren vornehmen kann. Es ist aber auch möglich, die Lösung ohne Rühren entweder im offenen Gefäß oder unter Druck zu bereiten. Anstatt Wasser lassen sich bei der Ausführung des Verfahrens vorteilhaft Farbstofflösungen verwenden.
  • Folgende Beispiele erläutern die Herstellung oben beschriebener Farben und Bindemittel: s Beispiel i 2,o kg Kolophonium werden mit -1,6 kg io°/oiger Kalilauge und 0,24 kg Ammoniak (Dichte = o,9io) gelöst. Die klare Lösung wird mit 4,0 kg Wasser und schließlich mit o,2 kg Terpentinöl unter gutem Rühren versetzt. Beispiel 2 In 1,6 kg io°/oiger Kalilauge werden zunächst o,i kg Kasein aufgelöst. In dieser Lauge, der noch 0,24 kg Ammoniak (Dichte = o,9io) zugefügt werden, werden 2,o kg Kolophonium aufgelöst und hierauf 4,o kg Wasser und o,2 kg Terpentinöl unter gutem Rühren eingetragen. Beispiel 3 Mit ioo Teilen eines nach obigen Vorschriften hergestellten Bindemittels werden 5 bis 25 Teile beliebiger Pigmente, wie sie auch sonst für Druckfarben verwendet werden, angerieben.
  • Beispiel 4 Wenn an Stelle trockener Pigmente teigförmige Pigmente verwendet werden, so ist bei der Herstellung des Bindemittels der Wassergehalt des Farbteiges zu berücksichtigen, z. B.: 2,o kg Kolophonium werden mit 1,6 kg =o%iger Kalilauge und o,24 kg Ammoniak (Dichte = o,9zo) gelöst. Hierauf wird mit 3,o kg Wasser und o,2 kg Terpentinöl unter gutem Rühren versetzt.
  • Mit diesem Bindemittel werden 1,65 kg eines 4o°/oigen Farbteiges vermischt und auf einer Farbmühle angerieben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von Tiefdruckfarben, deren Bindemittel aus der Lösung eines Harzes in wäßrigem Alkali besteht, dadurch gekennzeichnet, daß zum Lösen des Harzes ein Gemisch von fixem Alkali und Ammoniak verwendet wird und der Lösung gegebenenfalls Kolloide, wie Kasein oder Leim,.zugesetzt werden.
DEK128019D 1931-12-03 1932-12-02 Verfahren zum Herstellen von Tiefdruckfarben Expired DE605384C (de)

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AT746863X 1931-12-03

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