AT124742B - Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckfarben. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckfarben.

Info

Publication number
AT124742B
AT124742B AT124742DA AT124742B AT 124742 B AT124742 B AT 124742B AT 124742D A AT124742D A AT 124742DA AT 124742 B AT124742 B AT 124742B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
water
parts
weight
inks
gravure
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Kurz
Karl Albert
Original Assignee
Hans Dr Kurz
Karl Albert
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hans Dr Kurz, Karl Albert filed Critical Hans Dr Kurz
Priority to AT124742T priority Critical
Application granted granted Critical
Publication of AT124742B publication Critical patent/AT124742B/de

Links

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   Tiefdruckfarben.   



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Farben für den Tiefdruck, insbesondere für den Rakeltiefdruck. 



   Im Rakeltiefdruck werden derzeit   hauptsächlich die sogenannten Öltiefdruekfarben verwendet,   denen in verschwindender Menge die sogenannten   Wassertiefdruckfarben   gegenüberstehen. Die Öltiefdruekfarben liefern wohl in jeder Hinsicht einwandfreie Drucke, sie besitzen aber infolge ihrer Zusammensetzung auf Xylolbasis die schwerwiegenden Nachteile der Brennbarkeit und der Giftigkeit. Es wurden 
 EMI1.1 
 erhalten werden, die aber noch in höherem Masse gesundheitsschädlich sind als die derzeit verwendeten Tiefdruckfarben.

   Da eine rasche   Verdunstungsgeschwindigkeit des verwendeten Lösungsmittels wesentlich   ist für die Durchführung des Tiefdruckverfahren. weil die Drucke rasch trocknen müssen, so ist mit Hilfe organischer Lösungsmittel eine Farbe. die weder brennbar noch giftig ist, nach dem heutigen Stand der Kenntnisse nicht möglich. 



   Die beiden genannten Mängel sind wohl bei den Wasserfarben behoben, doch haben diese Farben den Nachteil, der auch ihre allgemeine Verwendung ausschliesst, dass die mit ihnen erzeugten Drucke   wasserlöslich   sind. Man hat nun auch versucht, mit Wasserfarben wasserfest   Drucke zu bekommen,   doch gelang dies bisher nur bei ausschliesslicher Verwendung löslicher Farbstoff. ein Umstand, der praktisch brauchbare Druckresultate ausschliesst, da nur die   Anwesenheit     unlöslicher   Pigmentfarben, wie solche 
 EMI1.2 
 welche praktisch brauchbare Drucke liefern. 



   Durch die vorliegende Erfindung werden   nun   die erwähnten Nachteile der genannten beiden Farbentypen behoben und die Vorzüge derselben vereinigt. ja sogar erhöht. Erfindungsgemäss wird ein Pigment oder eine   Mischung mehrerer Pigmente   mit einem Bindemittel angerieben, welches im wesentlichen aus einer Lösung von Harzen, wie Akaroid (Xanthorrhoeaharz) Dammar, Fichtenharz, Kolophonium, 
 EMI1.3 
 rieben und hierauf gleich oder   nachträglich   mit Wasser auf die nötige Konsistenz und Ausgiebigkeit gebracht. Der Wasserzusatz ist aus mehreren Gründen wesentlich.

   Ohne solchen würde nämlich die Farbe bzw. das Bindemittel beim Druck durch das Papier   durchschlagen.   Erst durch den Wasserzusatz wird das gelöste Kolophonium in eine genügend grobdisperse kolloidale Form gebracht, dass kein Durchschlagen eintritt. Die zur Erreichung dieses Zieles notwendige Wassermenge ist nun auf jeden Fall so gross, dass der im Bindemittel enthaltene Spiritus unter die Grenzkonzentration gebracht wird, bei der   er noch brennbar ist. Durch Auflösen von wasserlöslichen Farbstoffen in dem zur Verdünnung verwendeten   Wasser können die Färbungen beliebig abgetönt werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die erfindungsgemässen Tiefdruckfarben nehmen insofern eine Mittelstellung zwischen den heute verwendeten   Oltiefdruck-und   den Wassertiefdruckfarben ein, als sie sowohl Wasser als auch organische Lösungsmittel enthalten. Sie unterscheiden sich jedoch sowohl im Effekt als auch chemisch vollständig von jeder dieser beiden Farbentypen. So stellt vor allem in den hier beschriebenen Fällen das Harz das eigentliche Bindemittel für die wasserfest Bindung der Pigmentteilchen dar.

   In den Wassertiefdruckfarben sind Harze überhaupt nicht enthalten und wofern den   Öltiefdruekfarben   Harze, besonders Kolophonium, zugesetzt werden, ist ihre Anwesenheit nicht für eine Bindung von Pigmenten wesentlich, sondern sie dienen   hauptsächlich   zur Erzielung der gewünschten Dickflüssigkeit sowie zur Erreichung von glänzenden Drucken. Vermöge ihres andersartigen physikalischen Verhaltens   ermöglichen   die neuen Druckfarben ein besseres Ausdrucken und im Zusammenhang damit gestatten sie die Verwendung von rauherem und weniger schwerem Papier. 



   Beispiele :
1. 10 Gewichtsteile Kolophonium werden mit 5 Gewichtsteilen   96% Sprit,   2 Gewichtsteilen Terpentinöl und 3 Gewichtsteilen konz. Ammoniak (D = 0. 910) gelöst. 



   2. 15 Gewichtsteile Kolophonium werden mit 8 Gewiehtsteilen   960   Sprit, 2,6 Gewichtsteilen Terpentinöl, 4. 5 Gewichtsteilen konz. Ammoniak und 2. 5 Gewichtsteilen Kaliseife gelöst. 
 EMI2.1 
 2.2 Gewichtsteilen konz.   Ammoniak und 3 Gewichtsteilen Iethylcyclohexanon grlöst.   



   4. 10 Gewichtsteile Kolophonium werden mit 7 Gewiehtsteilen   Lärchenterpentin,   8 Gewichtsteilen 96% Sprit, 4,5 Gewichtsteilen konz. Ammoniak oder der äquivalenten Menge Kalilauge und   2   5 Gewichts- 
 EMI2.2 
 ölgehaltes des   Lärchenterpentins.   



   5. Mit einem derart hergestellten Bindemittel wird ein Pigment angerieben und unter gutem RÜhren mit so viel Wasser versetzt, dass auf 10 Teile des Bindemittels 6-8 Teile Wasser kommen. 



   6. Statt mit Wasser wird der   wässerigen   Lösung eines Farbstoffes versetzt. Zur Erzielung 
 EMI2.3 
 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckfarben, dadurch gekennzeichnet, dass die Pigmente mit einem Bindemittel angerieben werden, das als Hauptbestandteil ein Harz, wie Akaroid, Dammar, Fichtenharz, Kolophonium,   Lärehenterpentin,   Schellack od. dgl. oder ein Kunstharz enthält, welches man in einem   wasserlöslichen   Mittel, wie Sprit oder einem andern Alkohol, Azeton oil. dgl., löst, worauf man durch Zusatz von Alkali oder einem alkalisch reagierenden Salz oder Ammoniak das Harz mindestens teilweise verseift, sodann die Mischung mit einem hochsiedenden, mit Sprit od. dgl. mischbarem Lösungsmittel, wie   Terpentinöl, Methylcyclohexanon,   Tetrahydronaphtalin, Dekahydronaphtalin od. dgl.

   vermischt, wobei entweder im Zuge des Verfahrens oder nachträglich   die genügende Menge   Wasser zugesetzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem dort angegebenen Bindemittel, wenn es nur harzsaures Ammonium enthält, auch noch wasserlösliche Seifen beigemengt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zur Verdünnung verwendeten Wasser Farbstoffe aufgelöst werden.
AT124742D 1930-02-25 1930-02-25 Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckfarben. AT124742B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT124742T 1930-02-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT124742B true AT124742B (de) 1931-10-10

Family

ID=3633985

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT124742D AT124742B (de) 1930-02-25 1930-02-25 Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckfarben.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT124742B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
FR714584A (fr) Arme à feu automatique
FR706260A (fr) Dispositif de support et de commande pour instruments dentaires et et autres
AT123496B (de) Einrichtung zum Entleeren von aufklappbaren Förderkübeln.
AT121334B (de) Einrichtung zur Bestimmung der menschlichen Leistungsfähigkeit.
AT122636B (de) Vorrichtung zur Aufzeichnung von Schallschwingungen mittels Lichtquelle und relativ zu ihr bewegter Blende.
AT124994B (de) Schalldämpfer, insbesondere für Maschinengewehre od. dgl.
AT125383B (de) Vorrichtung zum Abschließen von Bohrlöchern bei Ausbrüchen.
AT125410B (de) Zweiwellenbetrieb mit einer Antenne.
AT122085B (de) Kettenschienenanordnung für Straßenfahrzeuge.
AT125379B (de) Preßpolster zum Herstellen von Galanterieschuhen.
AT123544B (de) Zahnbürste.
AT123254B (de) Einrichtung an Friseurstühlen zum Halten der Kopfhaarwaschschüssel.
AT121317B (de) Stativ.
AT122613B (de) Sprenggeschoß mit verzögerter Aufschlagzündung.
AT123291B (de) Schraubenmuttersicherung.
AT124862B (de) Brennstoffbeschicker.
AT123262B (de) Feuchtigkeitsregler für Papier- od. dgl. Bahnen.
AT124853B (de) Socken- und Strumpfträger.
AT129900B (de) Vorrichtung zur Anzeige von Hindernissen für den Flugzeugverkehr.
AT123548B (de) Vereinigte Rechen- und Kartenlochmaschine.
AT124451B (de) Elektrolytumlauf.
AT122713B (de) Magnetisches Spielzeug.
AT124742B (de) Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckfarben.
AT122736B (de) Schrank zur feuersicheren und übersichtlichen Aufbewahrung von Matrizen, Zeichnungen, Pausen u. dgl.
AT123918B (de) Einrichtung an Holzrädern zur Festlegung ihrer Speichen.