DE605035C - Verfahren zur Konservierung von tierischen Rohhaeuten - Google Patents
Verfahren zur Konservierung von tierischen RohhaeutenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
- C14C1/00—Chemical treatment prior to tanning
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Landscapes
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Description
- Verfahren zur Konservierung von tierischen Rohhäuten Die Aufgabe des Zusatzpatents geht dahin, die Wirkungen des Hauptpatents zu vertiefen und vor allem eine günstige Form der Anwendung der Konservierungsmittel zu schaffen, bei der sowohl die mechanische Durchführung des Behandlungsverfahrens vereinfacht als auch in wirtschaftlicher Hinsicht besondere Fortschritte erzielt werden. Die Erfindung besteht in der Anwendung einer Mischung aus vegetabilisch gegerbtem zerkleinertem Leder und Steinsalz sowie zerkleinertem Tabak oder Tabakextrakt und geringen Mengen aromatischer Kohlenwasserstoffverbindungen, wie Naphthalin oder ß-Naphthol.
- Die vertiefte Wirkung des Verfahrens ergibt sich durch Hinzufügung der Komponenten Tabak oder ß-Naphthol bzw. deren Äquivalente. Die der Einfachheit und wirtschaftlichen Durchführung der Behandlung dienende Maßnahme besteht -vor allen Dingen darin, daß die Konservierungsstoffe nicht mzlzr von Hand auf die- Fleischseite der Tierblößen aufgestreut, sondern. zunächst auf einen Träger, wie ölpapier, Textilstoff o. dgl., m einer dünnen; gleichmäßigen Schicht aufgebracht, z. B. aufgewalzt, werden. Der Träger wird dann mit dieser Wirkungsschicht auf die Innenseite der Tierblöße aufgelegt und das Ganze zweckmäßig zusammengeschlagen bzw. zusammengerollt. Hierdurch ist eine außerordentlich sparsame und doch zuverlässige Einwirkung des Konservierungsmittels auf die Haut gegeben.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung gestaltet sich wie folgt: Leder oder Lederabfälle, Steinsalz und gebrauchsfertige Tabakblätter werden in einen zweckmäßig fein pulverisierten Zustand übergeführt und innigst vermischt. Eine geeignete Mischung hat folgende Zusammensetzung: 3 Gewichtsteile Leder, 3 Gewichtsteile Steinsalz, i Tabak. Hierzu kann noch i Gewichtsteil ß-Naphthol treten. Das Ganze bildet eine grauweiße, fein pulverisierte Masse.
- Die Verwendung eines besonderen Trägers für das Behandlungsgemisch kann in verschiedener Form erfolgen, entweder durch Anfeuchten. des Trägers und Aufstreuen des Konservierungsgemisches oder durch Aufstreichen von Klebstoff auf den Träger und Aufstreuen oder durch Vermischen des Gemisches mit etwa io % eines pulverisierten Klebstoffes, Anfeuchten des Trägers und Aufstreuen des Gesamtgemisches.
- Es ist zweckmäßig, den das Konservierungsmittel tragenden Träger zwischen zwei Preßwalzen hindurchlaufen zu lassen, so daß ,eine Verteilung des Gemisches und eine feste Verbindung desselben mit dem Träger stattfindet. Eine fühlbare Steigerung der Wirkung entsteht, wenn das Konservierungsmittel entweder für sich allein oder mit seinem Träger einer Räucherbehandlung unterworfen wird. Man stellt oder hängt das Mittel in Kalt- oder Heißrauch.
- Die Erfindung hat noch den besonderen Vorteil, daß mit sehr viel weniger Konservierungssalz gearbeitet werden kann. Während man bisher 7i/2 kg auf eine Tierblöße normaler Größe rechnete, kommt man jetzt ungefähr mit einem Drittel dieses Gewichtes und noch weniger aus. Die Konservierungsmethode ist so durchgreifend, daß die konservierten Gegenstände vollkommen tropenfest sind.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Konservierung von tierischen Rohhäuten nach Patent 594 82i, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Mischung aus vegetabilisch gegerbtem zerkleinertem Leder und Steinsalz sowie zerkleinertem Tabak oder Tabakextrakt und geringen Mengen aromatischer Kohlenwasserstoffverbindungen, wie Naphthalin, ß-Naphthol.
- 2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Behandlungsgemisch in fein pulverisiertem Zustand auf einen Träger, wie ölpapier oder Textilstoffe, in einer dünnen Schicht aufgebracht und der Träger mit der Behandlungsschicht auf die Innenseite der Tierblöße aufgelegt wird.
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| DEST49492D DE605035C (de) | Verfahren zur Konservierung von tierischen Rohhaeuten |
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| DE605035C true DE605035C (de) | 1935-10-31 |
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| DEST49492D Expired DE605035C (de) | Verfahren zur Konservierung von tierischen Rohhaeuten |
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|---|---|
| DE (1) | DE605035C (de) |
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