DE60433C - Neuerung bei dem Entschälen von Chinagras - Google Patents

Neuerung bei dem Entschälen von Chinagras

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DE60433C
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chinese grass
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alum
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DENDAT60433D
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J. P.A. BLAYE in Paris
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C1/00Treatment of vegetable material
    • D01C1/02Treatment of vegetable material by chemical methods to obtain bast fibres

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 29: Gespinnstfasern.
Die vorliegende Neuerung bei dem Entschälen von Chinagras, Hanf oder Flachs mit alkalischen Bädern besteht in dem Zusatz von Alaun zu diesen Bädern. Durch diesen Zusatz wird erreicht, dafs die Fasern der genannten Pflanzen gröfsere Festigkeit und besseren Zusammenhang auf dem Stengel erhalten und sich, unter einander zusammenhängend, mit der Hand leicht vom Stengel abziehen lassen.
Man verwendet zum Entschälen vorzugsweise ein Bad, welches aus 100 1 Wasser, 10 kg gelöschtem Kalk und 2,5 kg kohlensaurem Natron besteht, und fügt diesem 2 kg Alaun hinzu. Der Alaun wird zuvor in Wasser von ungefähr 150 C. in Lösung gebracht, letztere filtrirt und-abgekühlt und dann dem Bad hinzugesetzt.
Das Bad wird in einer schmiede- oder gufseisernen Wanne erhitzt, und sobald das Kochen beginnt, taucht man die Stengel des Chinagrases, Hanfes oder Flachses, gleichgültig ob sie in grünem oder getrocknetem Zustande sind, ein und läfst bei einer Temperatur von 95 bis ioo° C. das Chinagras etwa 35 Minuten, den Flachs etwa 20 Minuten und den Hanf etwa 15 Minuten in dem Bade.
Nach Verlauf dieser Zeiträume nimmt man die Stengel wieder heraus und bringt sie in reines lauwarmes Wasser. Nunmehr kann man zunächst unter Mithülfe eines Stückes Leinwand die Oberhaut leicht abstreifen, indem man die Stengel zwischen den Fingern hindurchzieht, und alsdann, ohne ein weiteres Waschen nöthig zu haben, die Fasern von den Stengeln mit der Hand abziehen. Die Fasern behalten hierbei ihren Zusammenhang und sind nach dem Trocknen zu weiterer Verarbeitung fertig.
Der Umstand, dafs die Fasern sich in vollem Zusammenhange von den Stengeln abziehen lassen, findet seine Erklärung in der bekannten Eigenschaft des Alauns, gallertartige Stoffe und besonders Tannin zu coaguliren. Da nun die Fasern des Chinagrases, des Hanfes und Flachses mit tanninhaltigen Bitterstoffen durchsetzt sind, so coaguliren diese Stoffe durch die Einwirkung des Alauns. Infolge dessen erhalten die Fasern gröfsere Festigkeit und besseren Zusammen-, hang auf dem Stengel, so dafs das Abziehen mit der Hand möglich wird. Ohne Anwendung von Alaun werden die Fasern zusammenhanglos und locker.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung bei dem Entschälen von Chinagras, Hanf oder Flachs mit alkalischen Bädern, bestehend im Zusätze von Alaun zu denselben.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT60433D Neuerung bei dem Entschälen von Chinagras Expired - Lifetime DE60433C (de)

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